Freitag, 15. Mai 2020

DAS CORONA-DRAMA … seltsame Blüten

Einige Geschichten zeigen, dass die Corona-Maßnahmen seltsame Blüten hervorbringt, die wahrlich absurd sind. Der Staat versucht alles zu regeln und zu kontrollieren, verwehrt dem Menschen die Eigenverantwortlichkeit und dorht mit horrenden Strafen bzw. verteilt diese auch. Nicht nur ich, liebe Freunde, wähne mich bereits in einem totalitären Schildbürgerstaat!

An Grenze gewendet - Tiroler muss in Quarantäne
Ein Tiroler Autolenker hat bei der Grenze in Scharnitz umgedreht und wurde von heimischen Beamten gestoppt: 14 Tage Heimquarantäne wurden daraufhin verhängt! „Wir unternahmen Donnerstag bei herrlichem Wetter einen Ausflug von Innsbruck nach Scharnitz, um dort zu wandern“, erzählt Manuel Binder. Danach kam die Idee, im bayrischen Mittenwald noch schnell etwas für das Abendessen zu besorgen. „Voraussetzung war natürlich, dass wir trotz der Sperren über die Grenze kommen. Wir dachten, es sei das Müheloseste, einfach hinzufahren und zu schauen“, schildert Binder. Schlimmeres, als zurückgeschickt zu werden, könne ja kaum passieren, so sein Gedanke. An der Grenze verneinten die deutschen Grenzbeamten die Einreisemöglichkeit. „Wir entschuldigten uns für die Unannehmlichkeiten, die wir bereitet hatten, und wendeten den Wagen, um die Heimreise anzutreten.“ Dann passierte das völlig Unerwartete: „Etwa 50 Meter weiter hielten wir an der österreichischen Grenze, wo wir von mehreren Polizisten und Bundesheersoldaten in die Mangel genommen wurden. Eingeschüchtert versuchte ich den Beamten zu erklären, dass wir nur an der Grenze gewendet hatten, da wir dort nachweislich abgewiesen worden waren. Die Beamten erklärten uns in scharfem Ton, dass wir auf deutschem Gebiet gewendet hatten und somit per Gesetz aus Deutschland kommen und nun eine 14-tägige Heimquarantäne anzutreten haben.“

Kurios: Mundschutzpflicht für alle Blasmusiker
391 Kapellen in der Steiermark sind jetzt ohne Beschäftigung. Die Ungeduld wächst, zudem sorgt eine neue Verordnung für viel Kopfschütteln. Seit zwei Monaten herrscht absoluter Stillstand bei den Blasmusikern - keine Proben, keine Vereinstätigkeit und keine Konzerte. Die 391 Kapellen mit ihren 19.172 aktiv gemeldeten Musikerinnen und Musikern werden langsam, aber sicher ungeduldig. Das bestätigt Verbands-Präsident Erich Riegler: „Die Situation ist trostlos, es gibt kein Ziel vor Augen.“ Und der Steirer betont: „Gerade in den Sommermonaten sind unsere Kapellen ein wichtiges Aushängeschild für soziale, touristische und gesellschaftspolitische Aufgaben.“ Daher fordert Riegler: „Bei der stufenweisen Wiederaufnahme des Kulturbetriebs muss auch das Kulturgut Blasmusik entsprechend mitbedacht und definiert werden.“ Bisher gab es keine Infos für die Betroffenen. Auf Nachfrage beim Sozialministerium kommt folgende Antwort: „Nach der Covid-19-Lockerungsverordnung gilt für Proben als auch bei Konzerten eine Obergrenze von zehn Personen, der Ein-Meter-Abstand und es ist eine den Mund- und Nasen-Bereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen.“ „Ein Mundschutz für Blasmusiker - geht’s noch?“, ist Werner Gollenz vom MV Grazer Linien fassungslos. Den Kapellmeister plagen weitere Sorgen: „Die Motivation bei den Musikern sinkt von Tag zu Tag. Für was sollen sie üben? Wir wissen ja nicht einmal, ob wir im Herbst Konzerte spielen können.“ Die Mundschutz-Verordnung gilt bis 30. Juni. Gefordert werden erlaubte Gruppenproben oder Proben in großen Sälen.


Küssen auf der Straße ist in der Krise nicht erlaubt
Mit der Öffnung der Gastronomie wird nicht nur gegessen und getrunken, sondern auch geflirtet. Doch was, wenn man den Traumpartner dabei kennenlernt? Dass die Öffnung der Gastronomie in der Coronavirus-Krise teils schwierige Situationen mit sich bringt, bestätigte Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) am Mittwochmorgen auf "Ö3". So sei etwa eine Nachtöffnung von Diskotheken und Bars kompliziert, da bei lauter Musik Gäste etwa über die Bar nach Getränken rufen und dabei Tröpfchen verteilen könnten. So sei hier noch keine Lösung in Aussicht. Pikant ist die Situation aber auch beim Dating. Lernt man sich spontan oder verabredet in einem Lokal kennen und verliebt sich, will man sich näher kommen. Ein Kuss beim Verabschieden oder einfach so auf der Straße zwischen nicht zusammenlebenden Menschen? Nicht erlaubt, umschreibt der Minister: "Bestehende Regeln setzt auch das nicht außer Kraft." Konkret festlegen will sich Anschober hier nicht, er deutet aber an: Es würde wohl auch die Polizei beim Kussvorgang eingreifen. Anschober sagt aber auch, dass nicht alles kontrolliert werde, könne und solle: "Es wird niemand in einer Wohnung kontrollieren kommen." Was aber auch klar sei: Abstandsregeln und Co. gelten auch in den eigenen vier Wänden. Und auch wenn es nicht kontrolliert und sanktioniert wird, vom Küssen zwischen nicht zusammenlebenden Personen ist auch daheim abzusehen.


Anschober gibt Regeln für den Besuch bei Oma vor
Mit Sicherheitsabstand, ohne Ausflüge zu belebten Plätzen, am besten per Telefon: Gesundheitsminister Anschober empfiehlt Schutzmaßnahmen für Besuche zum Muttertag.
* Auf der Website des Gesundheitsministeriuns gibt es Empfehlungen zu Hygiene, Distanz und Verhaltensregeln bei Besuchen im Pflege- und Altersheim. Diese müssen konsequent eingehalten werden.
* Anschober empfiehlt, weiterhin den Kontakt auch über Telefon oder Videotelefonie zu pflegen.
* Persönliche Treffen sollten möglichst im Freien stattfinden.
* Wer einen Muttertagsausflug macht, sollte stark frequentierte Orte meiden. Das Risiko der Einschleppung sei dort zu groß und könnte für alle Bewohner gefährlich sein.
* "Der Besuch bei den Großeltern ist zulässig", betont Anschober, "aber natürlich birgt jeder Kontakt zwischen den Generationen ein gewisses Risiko." Es sei wichtig, den Mindestabstand einzuhalten und auch einen Mund-Nasen-Schutz zur Unterstützung zu tragen.


Passant nach Zigarette gefragt: 500 Euro Strafe
Für Aufregung sorgt derzeit der Fall eines Obdachlosen, der vom Magistrat der Stadt Wien zu einer 500-Euro-Strafe wegen eines Corona-Verstoßes verdonnert wurde. Sein konkretes Vergehen: Er hat bei der Haltestelle Volkstheater im 7. Wiener Gemeindebezirk einen Passanten um eine Zigarette gefragt. Laut Strafverfügung, die der Geschäftsführer der Caritas, Klaus Schwertner, am Freitag auf Facebook veröffentlichte, habe sich der obdachlose Mann dabei nicht an den einzuhaltenden Mindestabstand von einem Meter gehalten.


US-Gastronom füllt leere Plätze mit Puppen
Um die wegen des Coronavirus nötige Distanz zwischen seinen Gästen zu gewährleisten, hat sich ein Restaurant im US-Bundesstaat Virginia etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Auf Plätzen, die wegen der Abstandsregeln nicht genutzt werden können, sitzen im „The Inn at Little Washington“ Schaufensterpuppen. Diese seien extra „schick gekleidet“ worden, erklärte Chefkoch und Besitzer Patrick O‘Connell der Nachrichtenagentur AFP. Er hat sich die neuen „Gäste“ zur Neueröffnung Ende Mai ins Restaurant geholt. „Durch unsere Puppen haben wir ausreichend Platz zwischen den wirklichen Gästen und lösen vielleicht ein Lächeln aus“, erklärte O‘Connell. „Wir haben im Moment alle Sehnsucht nach anderen Menschen, sie müssen ja nicht immer real sein.“ Außerdem habe er schon immer ein Faible für Puppen gehabt, fügte er hinzu: „Sie beschweren sich niemals über irgendetwas und du kannst viel Spaß haben, sie anzuziehen.“ O‘Connell hat die lebensgroßen Puppen pompös mit teuren Anzügen, Kleidern und viel Schmuck ausstatten lassen. Dieser Glamour hat seinen Grund: Das „The Inn at Little Washington“ ist das einzige Drei-Sterne-Restaurant in der Umgebung von Washington, ein Menü kann mehrere Hundert Dollar kosten.




Bayrische Biergartenregeln: Laut Aiwanger, Vize-Ministerpräsident in Bayern (Freie Wähler) sind die Biergarten-Regeln glasklar





Bayrisches Fernsehen: Das Corona-Virus hat Deutschland erreicht. Bisher verläuft die Krankheit bei den Infizierten harmlos. Bei Verschwörungstheoretikern und Populisten steigt die Fieberkurve hingegen steil an.





Weitere seltsame Blüten folgen ...



Postscriptum


Ein Vater berichtet: "Mein Sohn spielt bei einer Schülermannschaft Basketball. Nach langer Zeit hat wieder das Training begonnen, allerdings mit unglaublichen Auflagen. Die Buben dürfen nur durch einen Eingang in die Turnhalle, müssen diese durch einen anderen wieder verlassen. Niemand kann das erklären! Und nachdem der Basketball hundertmal angegriffen wurde (Dribbling), muss er desinfisziert werden!


Bleibts xund! Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)




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