Sonntag, 31. Januar 2010

Eine alte, persische Geschichte ...

Die Warnungen werden jetzt eindeutiger und brisanter. Wer heute noch sagt, die Krise ist doch schon vorbei - und das trauen sich wirklich viele Zeitgenossen sagen - der ist entweder hochgradig ignorant oder er weiss nicht, wovon er redet. Nur allgemein dazu, mit Intelligenz oder fehlender Intelligenz hat das ausdrücklich nichts zu tun, obwohl solche Sager als eher dumm zu bezeichnen wären ...

Ignoranz ist weitverbreitet. Durch mangelndes Interesse und weil die Krise vielen schon "zu lange" dauert, sie sind sichtlich "krisenmüde"!

Da fällt mir ein Zitat von Henry Ford ein: “Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh.” ... und darüber nachgedacht, erfüllt es mich mit Sorge, denn kaum jemand, der unser Währungssystem versteht!

Betrachtet man es genauer, so wird einem bewusst, dass dieses irgendwann ein Ende haben muss, weil es im Grunde auf einem gigantischem Schneeballsystem aufgebaut ist, und wir wissen, dass Schneeballsysteme immer irgendwann implodieren müssen.

Da fällt mir wieder etwas ein, eine alte, persische Geschichte: Das Märchen vom Reiskorn und dem Schachbrett

Im alten Persien erzählten sich die Menschen einst dieses Märchen: Es war einmal ein kluger Höfling, der seinem König ein kostbares Schachbrett schenkte. Der König war über den Zeitvertreib sehr dankbar, weil er sich mit seinen Ministern bei Hofe oft ein wenig langweilte. So sprach er zu seinem Höfling: "Sage mir, wie ich dich zum Dank für dieses wunderschöne Geschenk belohnen kann. Ich werde dir jeden Wunsch erfüllen." Nachdenklich rieb der Höfling seine Nase. Nachdem er eine Weile nachgedacht hatte, sagte er: "Nichts weiter will ich, edler Gebieter, als daß Ihr das Schachbrett mit Reis auffüllen möget. Legt ein Reiskorn auf das erste Feld, und dann auf jedes weitere Feld stets die doppelte Anzahl an Körnern. Also zwei Reiskörner auf das zweite Feld, vier Reiskörner auf das dritte, acht auf das vierte und so fort." Der König war erstaunt. "Es ehrt dich, lieber Höfling, daß du einen so bescheidenen Wunsch äußerst", sprach er. "Er möge dir auf der Stelle erfüllt werden." Der Höfling lächelte, eine Spur zu breit vielleicht, und verneigte sich tief vor seinem Herrscher. Sofort traten Diener mit einem Sack Reis herbei und schickten sich an, die Felder auf dem Schachbrett nach den Wünschen des Höflings zu füllen. Bald stellten sie fest, daß ein Sack Reis gar nicht ausreichen würde, und ließen noch mehr Säcke aus dem Getreidespeicher holen. 64 Felder hatte das Schachspiel. Schon das zehnte Feld mußte für den Höfling mit 512 Körnern gefüllt werden. Beim 21. Feld waren es schon über eine Million Körner. Und beim 64. Feld stellten die Diener fest, daß es im ganzen Reich des Königs nicht genug Reiskörner gab, um es aufzufüllen. Mit seinem Wunsch wurde der Höfling zum reichsten Mann im ganzen Land, und der König wünschte, er hätte ihm nie etwas geschuldet.

Ja, am 63. Feld sind wir jetzt, bald ist das 64. Feld fällig. Es ist das Ende des grössten Betruges an der Menschheit, der Geschichte des Geldes. Einer Geschichte eines einzigen, gigantischen Schneeballsystems, einer gigantischen Lawine. Wenige, wirklich nur wenige haben daran verdient und sind unermesslich reich geworden. Alle anderen sind gerade dabei, womöglich alles zu verlieren.

Man sollte wissen, wie das System, in dem man lebt und das man nützt, funktioniert. So wie ein Kind, das die Modell-Lokomotive zerlegt, um zu sehen, was innen ist. Warum sind wir nicht neugierig zu wissen, wie unser System tatsächlich funktioniert? Dann nämlich würde statt: "Die Krise ist doch schon vorbei!" jeder sagen: "Jetzt haben wir den Endpunkt des Geld-, Währungs- und Bankensystems erreicht, denn immerwährendes Wachstum kann es nicht geben, auch nicht unendlich viel Geld ..."

Denk darüber nach, mein lieber Freund!



Das Schachbrett und die Reiskörner
(mathekiste.de)
Reiskorn auf Schachbrett (uni-weimar.de)
Wie entsteht Geld? (silberknappheit.de)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Griechenland muss den Euro abgeben (focus.de)
Südeuropäische Schuldenkrise spitzt sich zu (faz.net)
Märkte misstrauen Finanzsündern der Euro-Zone (handelsblatt.com)
EU feilt an „Plan B“ für mögliche Griechenland-Pleite (handelsblatt.com)
Trotz Pleite noch 1,4 Milliarden Boni für Lehman-Banker (derstandard.at)
Blatt: US-Haushaltsplan 2011 bei 3,8 Billionen Dollar (reuters.com)
Die Welt ist pleite (wiweb.at)
Wirtschaftsbosse warnen vor neuer Finanzkrise (spiegel.de)
Papiergeld ist ein Experiment (welt.de)
Krisenwache - Euro unter Druck (youtube.com)

Finanzkrise - Die zweite Welle kommt Teil 1 (aristo.excusado.net)
Finanzkrise - Die zweite Welle kommt Teil 2 (aristo.excusado.net)

Augenzeuge: Komplize des Unterhosen-Bombers war ein US-Agent (propagandafront.de)



US-Gewerbeimmobilien kurz vor Crash - In der Finanzwelt sind die Ängste vor einem möglichen Kollaps des US-Gewerbeimmobilienmarktes gestiegen. Ein Crash könnte sogar härter ausfallen als das Subprime-Debakel 2007, das als Ursprung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gilt. (schweizmagazin.ch)

Ökonomen warnen vor dem Domino-Crash - Griechenland steht vor der Pleite - und Europa fürchtet um den Euro. Fieberhaft suchen Politiker und Ökonomen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos nach einem Ausweg. Doch damit wären die Probleme längst nicht gelöst, denn auch andere EU-Länder kämpfen mit gigantischen Haushaltslöchern. (spiegel.de)

Historiker warnt vor blutigen Griechenland-Revolten - Niall Ferguson schlägt Alarm: Der bekannte Harvard-Historiker warnt eindringlich vor den Folgen einer EU-Finanzkrise, ausgelöst durch das taumelnde Griechenland. Dessen Regierung riskiere mit dem angekündigten Sparkurs einen blutigen Aufstand. Helfen könne nun nur noch Deutschland – mit viel Geld. (welt.de)

Henry Paulson: Russland drängte China, Bonds von Fannie & Freddie abzuladen - Aus den Memoiren des ehemaligen US-Finanzministers Henry Paulson geht hervor, dass Russland die Chinesen im Jahr 2008 dazu gedrängt haben soll, gehaltene Anleihen von Fannie Mae und Freddie Mac auf den Markt zu schmeißen. (infokriegernews.de)

Banken drohen Lasten von bis zu 300 Milliarden Euro - Die drohende Belastung für die Banken durch die unter dem Stichwort Basel III geplanten Eigenkapitalregeln ist deutlich höher als bislang erwartet. Die Institute warnen vor gravierenden Auswirkungen in ganz Europa. Vor allem die Vorschrift, Mehrheitsbeteiligungen nicht anrechnen zu dürfen, würde die Geldhäuser hart treffen. (handelsblatt.com)

Cayenne vorm Reihenhaus - Fans teurer Autos werden zu Krisengewinnlern: Als Leasing-Rückläufer gibt´s Porsche und Co. zum Schnäppchenpreis. (focus.de)

Die Rothschilds, eine Bankendynastie - Fangen wir mal mit einem Zitat an. Der Gründer des heutigen Weltimperiums Amsel Mayer (Rothschild) gab seinen Nachfahren ca. Mitte 18.Jhdts. den Satz mit auf den Weg: “Gib mir die Macht über die Währung eines Landes und es interessiert mich nicht mehr, wer dessen Gesetze macht” Damit bin ich schon bei meinem Thema: der Macht. Wer wissen möchte, wer Anfang des 21. Jhdts. in unserer Welt die Macht in Händen hält, der kommt an den USA und an den Banken der Wall Street nicht vorbei. Wer sich die Wall Street näher anschaut stösst auf Banken wie Citygroup, Morgan Stanley, Merrill Lynch und Goldman Sachs. (infokriegernews.de)

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Samstag, 30. Januar 2010

Blair the Bliar

Es ist faszinierend, wie uns Politiker Unwahrheiten als Wahrheiten verkaufen wollen, uns lächelnd ins Gesicht lügen und dabei eine absolut vertrauenwürdige und eloquente Haltung einnehmen. So wie Tony Blair, auf der Insel schon Bliar (Anm: Liar heisst Lügner) genannt, gestern vor dem Irak Untersuchungsausschuss ...

Vor dem Gebäude demonstrierten rund 200 Personen, angeblich viele davon aus Familien, die Gefallene aus dem Irakkrieg zu verzeichnen hatten. Keine Entschuldigung, kein bedauern von Seitens des ehemaligen Premierministers. In der Anhörung im Untersuchungsausschuss war er der alte, vertrauenswürdige und eloquente Tony, wie in seinen besten Zeiten ... die schon sehr lange her sind!

"Ja, er würde genauso wieder handeln!", sagte er und erklärte, die Welt mit dem Terroranschlag am 11. September 2001 sich grundlegend geändert hatte. Ausserdem mussten er und Bush die Welt vor den Massenvernichtungswaffen des Saddam Husseins beschützen.

Geht man davon aus, dass jene Nationen, die nach westlichen Verständnis zu den reichsten und damit mächtigsten zählen, auch die besten und effizientesten Geheimdienste unterhalten. Dazu zähle ich den amrikanischen CIA, wie auch den britischen MI5. Diese beiden Organisationen haben in fast allen Intrigen, Krisen und Kriegen ihre Hände mittendrinnen. Sie haben Regime gestürzt, neue Regierungen installiert, Gegner vernichtet und Freunde aufgebaut. Kaum ein Furz, der von diesen nicht registriert wird.

Daher gibt es zu dem gestrigen Auftritt Bliars und seinen Ausführungen nur zwei Möglichkeiten:

Die so hochgepriesenen Geheimdienste haben sowohl bei 9/11 (samt US-Air Force, NORAD und US-Verteidigungsministerium) als auch bei den Vorbereitungen zum Irak-Krieg (alle vorgelegten Dokumente waren, wie später klar wurde, plumpe Fälschungen bzw. Fehleinschätzungen) total versagt, haben Gerüchte und Annahmen ihren Regierungen fälschlicherweise und bewusst als Realität und Tatsachen verkauft. Damit haben sie total versagt oder bewusst betrogen. Was haben sie zum damaligen Zeitpunkt tatsächlich gewusst und in wie weit waren sie und die Regierungen involviert?

Oder Tony Blair lügt. Er wusste, dass 9/11 nicht ein Anschlag fundamentalistischer Moslems mit Osama bin Laden an der Spitze war, sondern ein Anschlag von regierungsnahen, amerikanischen Organisationen gegen das amerikanische Volk, um einen neuen Krieg vom Zaun zu brechen, der nicht nötig wäre ... der Krieg gegen den Terror! Und er wusste damals, dass Saddam Hussein keine Massenvernichtungswaffen hatte, aber andere, vor allem wirtschaftliche und geopolitische Gründe der Amerikaner ausschlaggebend waren.

Denn die dritte Möglichkeit schliesse ich aus, nämlich dass Tony Blair so infantil und naiv war, dass er das beim Untersuchungsausschuss Gesagte auch wirklich glaubt und danach gehandelt hat. Denn dann wäre er während seiner Zeit als Premierminister ein ziemlich hoher Risikofaktor gewesen!





The day Tony Blair gave evidence to the Iraq war inquiry (youtube.com)

Tony Blair: "Würde die gleiche Entscheidung wieder treffen" (derstandard.at)
Untersuchungsausschuss – Blair führt Kritiker vor (welt.de)
Tony Blair verweigert der Nation das Sorry (spiegel.de)
Blair und der Irakkrieg - Einsame Entscheidung (sueddeutsche.de)



Anschlag hat "Risiko-Wahrnehmung verändert" - Der 11. September habe seine Sicht auf die Welt verändert - mit diesen Worten hat der ehemalige britische Premierminister Tony Blair den Einmarsch im Irak verteidigt. Demonstranten empörten sich vor dem Gebäude, in dem der Untersuchungsausschuss tagte, über den "illegalen Krieg" und fordern Konsequenzen. (tagesschau.de)






Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Griechische Überschuldung bedroht den Euro (derstandard.at)
Kaupthing-Gläubiger fordern 40 Milliarden (derstandard.at)
Zweite Kreditausfallwelle droht irisches Bankensystem zu zertrümmern (wirtschaftsfacts.de)
Davos als Spiegel des Versagens (derstandard.at)
IMF sieht schwarz (econo-matrix.blogspot.com)

9/11 terrorist attacks New York - Finale Untersuchung (hartgeld.com)



Die Uhr tickt! - Nach den aktuellen Angaben von Realpoint steigen die Ausfälle bei Kreditverbriefungen von gewerblichen US-Immobilienkrediten, Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS) im Dezember 2009 auf ein neues Hoch! Das Volumen der Zahlungsausfälle bei CMBS-Papieren schoss um +380% zum Vorjahresmonat auf 41,64 Mrd. Dollar in die Höhe, nach 8,68 Mrd. Dollar im Dezember 2008! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

USA: 6 Banken pleite - Der Banken-Meltdown in den USA geht weiter. Allein an diesem Wochenende sind wieder sechs Banken bankrott gegangen. Der Einlagensicherungsfonds muss mit 4,2 Milliarden Dollar einspringen. 2010 sind damit 15 Banken in den USA geschlossen worden. (mmnews.de)

Japan: Geblieben ist nur mehr der Stolz - Der einstigen Führungsmacht Asiens droht die Marginalisierung durch China - und der baldige Staatsbankrott. Japan muss sich wohl recht bald eingestehen: Stolz ist noch da, Geld längst nicht mehr. (diepresse.com)

Londons Bürgermeister warnt seine Banker - Gefährlicher Umzug: In der Schweiz könnten hellhörige Nachbarn das kleine Geschäft stören, in den USA drohen Mord und Totschlag. (derstandard.at)

Haiti: Hilfsaktion oder Invasion? Die Situation im leidgeprüften Haiti ist von außen kaum gerecht zu beurteilen. Welchen Seiten darf man glauben? Den der US-Kampfunterstützungsagentur DISA (»Defense Information Systems Agency«) angeschlossenen »Embeded Journalists« oder den US-regierungskritischen »Embeded Workers« von »Democracy Now!« um Amy Goodman? Hilfreich wird hier ein Blick in die Geschichte und in die gültige US-Sicherheitsstrategie sein. (kopp-verlag.de)

Klimarat-Chef soll Panne verschwiegen haben - Die Gletscher des Himalaja sind bis 2035 höchstwahrscheinlich geschmolzen: Mit dieser drastischen Falschprognose blamierte sich der Uno-Weltklimarat. Jetzt berichtet die "Times", der Chef des Gremiums habe früh von dem Fehler gewusst - und geschwiegen. Der Wissenschaftler bestreitet das. (spiegel.de)

Obama & Co – Moderne Götter - Ikonen aus Politik und Wirtschaft wie US-Präsident Obama, Apple-Chef Jobs und Fed-Chef Bernanke müssen hohe Erwartungen erfüllen. Wenn sie darüber stolpern, liegt es möglicherweise daran, dass das Podest, das wir ihnen gebaut haben, zu hoch ist. (teleboerse.de)

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Freitag, 29. Januar 2010

Radikale und drastische Veränderungen müssen kommen

Wenn wir unser System, das wir über Jahrhunderte aufgebaut haben und dessen Motor Geld und Profit ist, näher betrachten und vor allem die Auswüchse analysieren, so müssen wir logischerweise zu dem Schluss kommen, dass nur radikale und tiefgreifende Veränderungen unser System vor dem finalen Kollaps retten können.

Nicht nur, dass Geld bzw. Vermögen vollkommen ungerecht aufgeteilt ist - nur wenige Familien und Clans besitzen den Grossteil des globalen Vermögens - es zielt alles darauf ab, dass korrupte Organisationen, dazu zählen auch die Banken und Finanzkonzerne, noch reicher werden, zu Lasten dem Rest der Welt. Also zu Lasten unser aller!

Es steckt nicht nur ein Wurm in unserem System, es fault von innen her, lockt noch mehr Würmer an und pervertiert sich selbst. Denk nach, lieber Freund, was man nur mit dem Militärbudget der USA oder allen Militärbudgets der Welt finanzieren kann. Es müsste keine Armut geben, keinen Hunger, keine Wasserknappheit, und, und, und ... Alleine die USA verprasst pro Jahr weit über 500 Milliarden US-Dollar mit ihren fragwürdigen Kriegen, ihren Übertretungen der Menschenrechte und der Aufrechterhaltung der grössten Militärmacht der Erde, mit Militärbasen auf allen 6 Kontinenten (inkl. Antarktis) und sogar im Weltall.

Dabei gibt es in den USA über 35 Millionen Foodstamps-Empfänger (Menschen die Lebensmittelmarken verwenden), die Zeltstädte vor den Metropolen wachsen, es gibt nach wie vor kein funktionierendes Gesundheitssystem und Sozialsystem. Der Rechtsstaat wurde zu Gunsten faschistischer Willkür aufgegeben und die Bürger durch den "Patriot Act" weitgehend entrechtet.

Warum ich wieder einmal auf die USA einschlage? Weil sie das wohl krassteste Beispiel menschenunwürdiger, total verfehlter Elitenpolitik ist, wo nur wenige wirklich profitieren. Natürlich sind die meisten westlichen Industriestaaten auf den Spuren der USA und verwandeln ehemalige Demokratien, in denen Politiker noch Moral- und Ehrvorstellungen hatten (zumindest ansatzweise), in totalitäre Polizeistaaten. Ein Phänomen unserer Zeit, das kaum aufzuhalten ist, denn dadurch wird die Macht der Regierenden immer grösser.

Es ist wohl schon 30 Jahre her, als ich Orwells "1984" las, dessen Roman eine dunkle Zukunft prophezeihte. Aber 1984 war schon, wir befinden uns heute in einer weit diffizileren Welt, in der man über die rüpelhaften, teilweise infanilen Stasi- und KGB-Methoden der 70er bis 90er Jahre bloss ein belustigendes Lächeln übrig hat. Heute haben die Polizei und Geheimdienste nicht nur 1984, sondern auch Stasi und KGB weit hinter sich gelassen. Der Überwachungs- und Kontrollstaat, der sich suspekter Weise noch immer erlaubt, Demokratie zu heissen, ist schon traurige Realität geworden.

Die Manipulationen und Lügen nehmen in beängstigendem Ausmass zu, Menschenrecht und Menschenwürde werden äusserst grosszügig ausgelegt und Freiheit ist ein Wort auf einem Stück Papier. Politiker mutierten von Staatsmännern (und -frauen) zu unumschränkten Herrschern, setzen sich über den Willen des Volkes einfach hinweg und was tut das Volk dagegen? Es lässt sich manipulieren, denkt kaum nach, lässt sich die ehemalige Freiheit stückchenweise nehmen, lächelt dazu und ist froh, wenn man ihm ein kleines Stück materiellen Wohlstand zugesteht ... oder besser formuliert, erlaubt.

Die Medien, beeinflusst von den Spindoctors, Think Tanks und Meinungsmachern in den Regierungen spielen fröhlich das Spiel mit, nicht bewusst, was sie dem Volk damit aufbürden. Hinterfragender und investigativer Journalismus liegt schon lange am Zentralfriedhof der Zeit und nicht einmal in einem Ehrengrab. Nicht hinterfragtes Kopieren der Agenturmeldungen unterstützt die Machenschaften der Mächtigen. Steht doch auch viel Geld am Spiel und das will man kaum verpassen!

Stell dir vor, damit sind wir wieder bei den USA, das Volk wüsste, was ihre Regierung, inklusive der mächtigen Marionetten der Wall Street und der Rüstungskonzernen, tatsächlich macht und wie sie das gesamte Land gezielt in den Untergang steuern. Es wäre ein gewaltiger Volksaufstand die Folge und alle Verantwortlichen würden sofort aus dem Land vertrieben, sofern sie nicht gelyncht würden.

Vielleicht ahnen die US-Mächtigen erwas, vielleicht ist ihnen ihre perverse Politik auch bewusst. Jedenfalls haben sie das Gesetz so überarbeitet, dass nun auch ein Militäreinsatz gegen das eigene Volk möglich ist. Ausserdem bauten sie 100erte Lager, vergleichbar mit Konzentrationslagern, mit einem Fassungsvermögen von einigen Millionen Menschen. Heisst das, sie rechnen schon damit, dass das Volk "ungehorsam" wird? Welch absurde Situation, das Volk wählt ihren eigenen Henker!

Doch lachen wir nicht schadenfreudig über das Land jenseits des Atlaniks, bei uns in Europa sind zumindest die Weichen dorthin ebenso gestellt. Unser Zug des Lebens fährt uns in eine Zeit, die schwieriger, dunkler und menschenverachtender nicht sein kann. Selbst Hitler und Stalin werden uns noch wie kleine Lausbuben erscheinen. Unser Zeit hat die blutrünstigen Monster Gier und Macht losgelassen. Und es braucht schon einen "Siegfried", der diese Monster tötet und uns davor erlösen könnte. Vorerst ist allerdings keiner in Sicht und wir werden wohl oder übel aus Angst, Bequemlichkeit und perfekter Indoktrinierung noch lange zusehen, bis wir endlich aufstehen werden und das Pack davonjagen. So wie in den USA wissen auch unsere Mächtigen, dass dieser Tag unweigerlich kommen wird. Und sie bauen auch bei uns vor. Augenscheinlich arbeitet die Zeit für sie. Doch spät, vielleicht sogar erst dann, wenn alles verloren ist, wird das Volk aufstehen. Aber dann Gnade ihnen Gott!

Die Veränderungen, die unbedingt nötig sind, unser System nicht nur wieder zum Laufen zu bringen, sondern auch allen Menschen ein würdiges und gerechtes Dasein garantiert, betreffen alle Bereiche. Auch wenn wir nun einmal nicht visionär einfordern, was ohnehin normal sein sollte, werden wir enttäuscht. Denn die Elite hat es bisher nicht geschafft, unser System einigermassen zu stabilisieren. Da steht eine brisante Frage im Raum: "Wollen die Eliten überhaupt das System stabilisieren oder versprechen sie sich von einem Totalzusammenbruch noch mehr Vermögen und noch mehr Macht?" In welch skurriler, verlogener und destruktiver Welt leben wir eigentlich?



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Autohandel fürchtet starken Anstieg bei Insolvenzen (diepresse.com)
2010 - das letzte Jahr des Euro (hartgeld.com)
Von Volkszorn und Bankernöten (derstandard.at)
Investoren-Guru Gross warnt vor Briten-Bonds (ftd.de)
Griechische Anleihen in freien Fall (handelsblatt.com)
China will von Griechenland nichts hören (foonds.com)
Wie US-Immobilien deutsche Banken gefährden (wiwo.de)
USA: Häusermarkt sendet Warnsignale (econo-matrix.blogspot.com)
Fed-Chef Bernanke mit großer Mehrheit wiedergewählt (ftd.de)
Der neue Dollar - ein Insider der FED berichtet (videogold.de)
"World Economic Forum" in Davos – was steckt dahinter? (kopp-verlag.de)

Kriegsvorbereitungen (hartgeld.com)



Euro-Zone: Roubini sagt Zerfall voraus - Der renommierte New Yorker Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini stimmt in den Chor der Euroskeptiker ein: Er sei noch nie so pessimistisch gegenüber der Gemeinschaftswährung eingestellt gewesen wie jetzt, sagte er in einem Interview am Rande des World Economic Forum in Davos. (handelsblatt.com)

"Werden einige Staats­pleiten in Europa sehen" - Rogoff erklärt, warum nicht alle Staaten in Europa ihr Budget sanieren werden können und die Überschuldung auch Österreichs Banken bedroht. (derstandard.at)

Wirtschaft warnt vor neuer Krise - Wirtschaftsführer warnen Politik und Banken vor Rückfall in neue Wirtschaftskrise: “Banken müssen wieder Kredite vergeben“. - “Die Gefahr einer zweiten Wirtschafts- und Finanzkrise ist real, wenn bei Wirtschaft und Verbrauchern kein dauerhaftes Vertrauen entsteht." (mmnews.de)

Schwerer Rückschlag für den US-Immobilienmarkt - Die Neubauverkäufe in den USA sind im Dezember 2009 nach den gestrigen Angaben des Census Bureau um -7,6% zum Vormonat auf 342‘000 Wohneinheiten saisonbereinigt und aufs Jahr hochgerechnet (SAAR) gefallen! Im Gesamtjahr 2009 wurden mit 374'000 Wohneinheiten verkauft, so wenig wie noch nie seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1963! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

China wird zur neuen Weltbank - Argentinien, Weißrussland, Indonesien, Malaysia und Südkorea - die Liste der Staaten, denen Peking finanziell unter die Arme gegriffen oder sogar auf die Beine geholfen hat, ist lang. Und wird immer länger. Denn China ist auch monetär eine Weltmacht geworden. (ftd.de)

EU-Parlament lehnt Bankdaten-Abkommen mit USA ab - Das umstrittene Swift-Abkommen über die Weitergabe von Bankdaten an die USA wird vom EU-Parlament abgelehnt. Das Abkommen hätte mit erstem Februar in Kraft treten sollen. (diepresse.com)

Griechenland kündigt Sparmaßnahmen an - Neue Spekulationen über eine mögliche Rettungsaktion für Griechenland weisen Deutschland und Frankreich umgehend zurück. (derstandard.at)

Weltwirtschaftsforum in Davos: Weltenlenker treffen sich zum Katastrophengipfel im Schnee - Es ist ein düsteres Jubiläum: Die globale Elite trifft sich zum 40. Mal zum Weltwirtschaftsforum in Davos, beschützt von Tausenden Soldaten. Doch die Stimmung ist angespannt - das Vertrauen in die Finanzmärkte ist dahin, Ökonomen warnen bereits vor einem neuen Börsencrash in Asien. (spiegel.de)

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Mittwoch, 27. Januar 2010

Email-Blockade durch Spamhouse

Liebe Freunde, könnt ihr euch noch erinnern, als ich im Dezember 2009 die täglichen News nicht mehr von Gmail (Google Mail) versandte, sondern ihr plötzlich diese News-Mails von Survival Scout (survival-scout.at) bekommen habt? Ich hatte damals einige Beschwerden von web.de und gmx Empfänger, dass sie keine News-Emails mehr erhalten würden. Seit ich von survival-scout.at versende, bekommen wieder alle ihre News ... vorerst!

Nun sind auch andere Webseitenbetreiber und Blogger an die Öffentlichkeit gegangen, dass ihre Emails nicht zugestellt werden. Interessant dabei ist, dass diese nicht, wie man vielleicht denken würde, im Spam-Ordner landen, sondern sie verschwinden ohne Grund, ohne Benachrichtigung, einfach im Datennirvana. Das ist, als würde die Post Briefe von einem bestimmten Absender nicht mehr zustellen, sondern einfach in den Abfallkübel werfen bzw. im Altpapier entsorgen.

Hinter dieser unglaublichen Aktion steht ein äusserst dubioses und fragwürdiges Unternehmen, allein dessen Geschäftsadresse, Eigentümer und Kontaktdaten anscheinend bewusst verschleiert werden. Diese Firma nennt sich Spamhouse (spamhouse.org) und hat sich als Partnerfirma von Gratisemailanbietern wie gmx, web.de, etc. zur Aufgabe gemacht, sogenannte Spamadressenlisten zur Verfügung zu stellen, nach denen die Emailanbieter aussortieren.

Mir sind schon einige, darunter auch höchst seriöse Newsletterversender und Unternehmen, Geschädigte bekannt geworden, deren Emailadressen grundlos auf den Spamlisten landeten. Und einmal in dieser Datenbank, gibt es anscheinend kein Entrinnen mehr. Auf jeglichen Kontaktversuch antworten Spamhouse, wenn überhaupt, mit "fuck off!", zu deutsch: "geh scheissen!".

Natürlich laufen schon Klagen gegen Spamhouse, doch auf Grund der verschleierten Daten, eine zeitaufwändige Angelegenheit, die möglicherweise nicht zielführend ist. Denn wir wissen, eine Umbennung eines Unternehmens, die Verlegung des Hauptsitzes in ein anderes Land oder in ein Land, wo die europäische Gerichtsbarkeit abblitzt, dauert im Akutfall oft nur wenige Stunden.

Fragwürdig ist aber die Zusammenarbeit zwischen United Internet, zu denen gmx und web.de gehören, und Spamhouse. Wenn Unternehmen, wie United Internet, weltweit operieren und eine wichtige Position am Markt einnehmen, so sollten derartige Kooperationen mit solch fragwürdigen Firmen wie Spamhouse grundsätzlich unterlassen werden.

Was kann der User, der in diesem Fall Geschädigte, dagegen tun? Sofort einen anderen, Emailanbieter suchen und das Emailkonto bei gmx oder web.de schliessen. United Internet ist ein auf Werbung basiertes Unernehmen, das, wenn die User davonlaufen, sinkende Werbeeinnahmen verzeichnen.

Dass Spam heute ein gewaltiges Problem geworden ist, weiss jeder, der ein Emailkonto betreibt und mit Penisverlängerungen, Pornolinks, Viagra, billigsten Markenuhren, günstigen Softwareprodukten und dubiosen Investmentprodukten penetriert wird. Diese Belästigungen sollten möglichst effizient unterbunden werden. Daher sind Unternehmen wie Spamhouse im Grunde wichtige Partner für Emailanbieter. Doch dessen Dienstleistung sollte seriös, transparent und nachvollziehbar sein. Und nicht dubios, intransparent und fragwürdig. Vor allem kann es jeden Versender treffen, auf die Liste zu kommen. Wie bei den Banken, von der schwarzen Liste, die ja angeblich nicht existiert, kommt man kaum mehr herunter ...

Alternativen zu web.de und gmx gibt es zu viele, u.a. GoogleMail, die angeblich nicht so restriktiv arbeiten wie die beiden Genannten. Im Sinne eines freien Meinungsaustausches und der freien Informationsmöglichkeit, sollten alle web.de und gmx User sofort ihre Emailadressen löschen bzw. nicht mehr benutzen. Es muss jenen Firmen, welche auf arrogante Weise selbständig selektieren, welche Post zu uns durch darf und welche nicht, die Grundlage entzogen werden. Doch wie so oft im Leben, sind nur relativ wenige Benutzer betroffen, von denen wiederum nur ein kleiner Teil handeln wird ... damit wird das Spiel weiter gehen und möglicherweise noch verschärft werden! Was dazu führen wird, dass die Informationsvielfalt und Meinungsaüsserung selektiv und empfindlich beschnitten wird. Der Kampf gegen echten Spam muss verschärft weitergehen, doch nicht auf Kosten jener, die gewollte Informationen versenden bzw. ausdrücklich gewollte Informationen erhalten wollen!

Wohl gemerkt, es geht dabei nicht nur um die Mails von MMNews, der aber offensichtlich wegen seines Servers bei einem dubiosen Providers geblockt wird. Auch vom Kopp-Verlag und eben Schnittpunkt2012 kommen Beschwerden, dass viele Emails bzw. Newsletter blockiert werden. Und sowohl ich, als Schnittpunkt2012, wie auch der Kopp-Verlag, distanzieren sich mit aller Nachdrücklichkeit Spams zu versenden!



Rubrik Überwachungsstaat (hartgeld.com)



Mail-Zensur bei gmx und web.de - Wer eine Mailadresse bei gmx und web.de hat, kann nicht mehr sicher sein, auch alle Mails zu erhalten. Provider blockieren Post. (mmnews.de)

gmx & web.de: Keine "Zensur", sondern "Blockade" - Viele Reaktionen gab es auf den Artikel „Mail-Zensur“ bei GMX und WEB.DE - Trotz zahlreicher Proteste bleiben die beiden Mailprovider dennoch hart: MMnews bleibt blockiert. (mmnews.de)







Johannes (schnittpunkt2012.blogspot.com)



Meldungen:



Griechen rufen China zu Hilfe (ftd.de)
Portugal droht das Griechenland-Desaster (welt.de)
Was die USA können, will Europa auch (badische-zeitung.de)
Russlands Inflation achtmal höher als in EU (rian.ru)
Chávez kippt Dollar auf den Markt (ftd.de)
Fiat mit Produktionsstop (econo-matrix.blogspot.com)
Obama – Schritt in Richtung Kriegsrecht in den USA (kopp-verlag.de)
Porno-Industrie erweist sich nicht länger als rezessionsresistent (wirtschaftsfacts.com)
Gold kaufen, Gold kaufen, Gold kaufen, ... (survival-scouts.blogspot.com)



2010: Gigantische Sturmwolken ziehen sich zusammen - Das Jahr 2008 wurde von mir als das Jahr bezeichnet, in dem das System zusammenbricht. Ein öffentlicher Artikel beschäftigte sich mit den Problemen und er lag vor, noch bevor dieser Zusammenbruch im September 08 eintrat. Die Auswirkungen der vielen Zusammenbrüche, die verzweifelten Verstaatlichungen, das hastige Gedrängel, um die Finanzabwässer unter staatliche US-Hoheit zu stellen, die Erkenntnis, dass TARP ein riesiger Schmiergeldfonds für illegitime Bankenrettungen ist, die offiziellen Monetisierungspläne, welche einer Bond-Implosion vorgeschoben wurden und noch vieles mehr - all diese Dinge geschahen im Jahr 2009 wurden als Folgeerscheinungen markiert. (goldseiten.de)

Crash-Prophet Roland Leuschel: "Es wird zu Massenprotesten und sozialen Unruhen kommen" - In einem Interview mit dem Anlegermagazin 'Börse Online' kritisiert der als Crash-Prophet bekannt gewordene Roland Leuschel den derzeit zur Wiederwahl stehenden US-Notenbankpräsidenten Ben Bernanke scharf. Wie Bernanke seien zuvor schon Hitler und Stalin vom "Time Magzine" zum Mann des Jahres gekürt worden. Beide hätten "ein ziemliches Chaos angerichtet". Irgendwann werde man sagen, "Bernanke war verantwortlich für das Chaos, das wir demnächst sehen werden", mahnte Leuschel. (extremnews.com)

Der Euroraum gerät ins Wanken - In einem internen Papier wird erstmals der Zusammenhalt der Währungsunion infrage gestellt. Die Krise deckt auf, wie sehr Süd- und Nordeuropa wirtschaftlich auseinandergedriftet sind. (diepresse.com)

Im Reich der Mittel - In der Weltfinanzkrise warnen Experten vor einer Horror-Inflation. In China steigen die Preise bereits dramatisch – mit weltweiten Auswirkungen. (focus.de)

Banken-Eigenkapital: Als Kern oder Hybrid? - Kaum ein Bürger ist in der Lage, eine normale Gewerbebilanz zu lesen, geschweige denn, zu verstehen… beim Bankengewerbe ist es nahezu unmöglich! Wer allerdings in einem solchen vernebelten Bilanzwerk die Position Eigenkapital findet, sollte doch davon ausgehen, dass dieses ausgewiesene Vermögen auch tatsächlich Eigenkapital ist. Weit gefehlt. (mmnews.de)

Japans Staatschulden bei 973 Billionen Yen Ende 2010 - Nach den gestrigen Angaben des japanischen Finanzministeriums soll Japans Staatsverschuldung bis Ende 2010 auf 973 Billionen Yen (10,8 Billionen Dollar) ansteigen. Die Ratingagentur Standard & Poor´s hat darauf hin heute Morgen ihren Ausblick für japanische Staatsanleihen von stabil auf negativ herabgesetzt. Das AA-Rating für Japan wurde beibehalten. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

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Dienstag, 26. Januar 2010

Vortrag: Warum der grosse Crash kommen muss!

In eigener Sache: ich werde am 19. Februar 2010 im Café Hochl einen Vortrag für alle Interessierten über das Thema: "Warum der große Crash kommen muß!" halten. Im Besonderen werden diese Themenbereiche (und natürlich auch darüber hinaus) abgehandelt:

  • Informationen abseits der Medien
  • Der €uro ist am Ende
  • Das Grosse Finale
  • Unruhen & Aufstände
  • Vermögenssicherung
  • Vorsorge & Vorbereitung
  • Kommunale Vernetzung

die Veranstaltung findet am 19. Februar 2010 um 19 Uhr im Café Hochl, 8020 Graz, Triesterstraße 162 (beim Eingang zum Zentralfriedhof) statt. Mein Vortrag wird etwa 150 Minuten dauern - Eintritt 7,50 €uro - Reservierungen unter: 0316.271744







Auf zahlreiches Kommen und reges Interesse freut sich

Johannes (
schnittpunkt2012@gmail.com)

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monetäres vs. nicht monetäres System

Was ein monetäres System ist, wissen wir! Wir leben seit Menschengedenken in einem monetären System. Jeder, der eine Leistung bringt, wird diese mit Geld abgegolten. Damit kann er einkaufen, investieren und ein Vermögen anhäufen. Unser System ist auf Geld aufgebaut. Dadurch ist es in sich korrupt und impliziert eine Elitenbildung. Die Auswüchse kennen wir, die Armen werden ärmer, die Reichen reicher ...

Was ein nicht monetäres System ist, kann sich kaum jemand vorstellen. In einem nicht monetären System gibt es kein Geld! Damit kann ein nicht monetäres System nicht korrupt sein und impliziert auch keine Elitenbildung ... ausgenommen auf geistiger Ebene. Es gibt kein arm und kein reich mehr. Doch wie sollte ein derartiges System funktionieren?

Wir machen gerade eben die fatale Erfahrung, dass unser monetäres System durch die Korruption, durch die Gier und durch die Geld- und Machteliten zusammenbricht. Währungsreformen, Währungskollapse, ein weltweiter Finanz- und Wirtschaftscrash klopfen bereits an die Tür. Das System, das uns so vertraut ist, allerdings auf Illusion aufgebaut wurde, kollabiert. Kaum eine Währung, kaum ein Land, das nicht betroffen sein wird. Das monetäre System funktioniert nicht mehr, weil alle Grenzen überschritten wurden!

Mit der Ideologie des monetären Systems verhält es sich genauso, wie mit der Idealisierung der Demokratie. Eine Demokratie, also eine Staatsform, in der die Macht vom Volk ausgeht, gibt es kaum mehr. Fast diktatorisch, faschistisch regieren die gewählten Volksvertreter in den Regierungen und arbeiten nicht im Sinne des Volkes, sondern im Sinne von Lobbies. Damit wird eine ideale Staatsführung mit den Füssen getreten und ad absurdum geführt. Was bleibt sind verlogene, selbstherrliche Demokarturen - Diktaturen auf Zeit. Das heisst, das Volk hat alle paar Jahre die Möglichkeit, seinen Diktator auf Zeit selbst zu wählen. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Parteien und deren Vertreter nur marginal. Es geht nicht ums Volk bzw. dessen Willen, sondern um Macht. Die tatsächlich Mächtigen sitzen hinter den Parteien im Dunkeln und ziehen die Fäden. Das Volk, die Wählrschaft soll und muss allerdings einen anderen Eindruck bekommen, deshalb wird die Realität verschleiert, das Volk manipuliert und der Staat mit seiner Regierung als väterlicher Beschützer präsentiert. Jedwede andere Staatsform muss demnach klarerweise verteufelt werden.

Genauso, wie man ein nicht monetäres System als unmöglich hinstellt. Nicht einmal so viel wert, darüber nachzudenken. Trotzdem scheint es aber die ulimative Lösung der ganzen Misere zu sein. Doch Vorsicht! Ein gleitender Übergang von einem monetären in ein nicht monetäres System ist nicht möglich! Denn jeder, der Macht und Vermögen besitzt, wird diese kaum kampflos aufgeben. Und wenn man die wirklichen Eliten betrachtet, so wird dieser Aspekt natürlich verständlich. Denn diese wären die grossen Verlierer! Gewinner würde die grosse Masse, das Volk sein. Doch wie würde das reagieren, wenn es von heute auf morgen nicht mehr manipuliert, ausgenutzt werden würde und ganz plötzlich frei, nämlich wirklich frei, wäre?

Ein nicht monetäres System muss dem Individum zeigen, dass es nicht mehr den individuellen Egoismus und dem Streben nach ewig mehr unterstützt, sondern dass durch die Gemeinschaft mehr möglich ist, als jeder Einzelne schaffen kann. Nach dem Motto: geht es allen gut, geht es auch mir gut! Wird die Individualität, die sowieso nur eine Illusion ist, aufgegeben und versucht man gemeinsam aus den vorhandenen Ressourcen zu schöpfen - ohne dass die Geld- oder Machteliten den Weg vorgeben, können ungeahnte Projekte entstehen, die heute noch als zu fiktionär abgetan werden.

Den meines Erachtens grössten Fehler machen jene, die ohne darüber nachzudenken behaupten: "Dann arbeitet doch keiner mehr!" Ja, es mag ein verlockender Ansatz sein, zu sagen, die Gemeinschaft tut und ich schaue zu und profitiere davon. Wenn das die Mehrheit denkt, tritt Stillstand ein ... also wird sich - wohl oder übel - jeder irgendwie in das neue System einbringen. Vor allem auch, weil es plötzlich mehr Möglichkeiten und weniger Grenzen gibt! Auch im nicht monetären System wird Leistung, egal ob geistig oder manuell, in irgendeiner Form abgegolten. Fähige, gute, kreative und fleissige Menschen werden sicher mehr davon profitieren, als jene, die man heute Sozialschmarotzer nennt. Doch ein nicht monetäres system bietet in jedem Fall mehr Gerechtigkeit und mehr Menschenwürdigkeit.

Der Übergang von einem monetären in ein nicht monetäres System kann, wie schon erwähnt, nicht gleitend vor sich gehen. Jeder, der sich an Vermögen und Macht gewöhnt hat, wird kaum bereit sein, dies aufzugeben. Das ist aber eine der Vorraussetzungen. Ein nicht monetäres Sytem kann nur dann installiert werden, wenn das moenetäre System gescheitert und kollabiert ist. Das heisst, nachdem wir den Null-Punkt erreicht haben. Wenn Währungs- und Wirtschaftssysteme zusammengebrochen sind, wenn das Volk als grosser Verlierer die Eliten und deren Vermögen vernichtet, wenn durch einen weltweiten Crash alle Strukturen vernichtet wurden und nichts mehr geht. Dann könnte - ich sage ausdrücklich, könnte - sich ein nicht monetäres System bilden. Auch aus der Angst, wieder ein System zu installieren, das in sich korrupt und elitenbildend ist!

So wie derzeit die Lage ist, werden wir wohl bald dazu Gelegenheit haben, einen umfassenden Paradigmenwechsel zu erfahren und möglicherweise auch ein neues, menschenwürdigeres, ehrlicheres System aufzubauen ... ein nicht monetäres System. Dabei ist wirklich jeder eingeladen, sich schon heute darüber Gedanken zu machen ...







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Markt für Nutzfahrzeuge bricht weg (maerkischeallgemeine.de)
Griechenland: Euro-Rausschmiss? (mmnews.de)
Ukraine muss sich vor möglicher Pleite retten (handelsblatt.com)
Lettland: Gepfändete Kfz als Exportschlager (diepresse.com)
Öffentlichkeit wird geschockt sein über Ausmaß des CRE-Dramas (infokriegernews.de)
Unabhängigkeit der US-Notenbank in Gefahr (20min.ch)
USA: 15 Unternehmen, die gehasst werden (econo-matrix.blogspot.com)

Staatsbankrott & Währungsreform (goldseiten.de)



Die spektakulärsten Staatsbankrotte - Der Staatsbankrott ein Ausnahmezustand? Weit gefehlt. Ein Blick zurück in die Geschichte zeigt: Praktisch alle Länder waren schon einmal pleite – oder sogar mehrfach. Einige Staaten gingen in der Not sogar dazu über, Gläubiger zu exekutieren. Hier die spektakulärsten Fälle von Staatsbankrott. (handelsblatt.com)

China muss die Notbremse ziehen - Die halbherzigen Versuche, eine Überhitzung der chinesischen Wirtschaft zu stoppen, reichen nicht aus. Die einzige Chance, einen Kollaps zu verhindern, ist eine Neubewertung der Währung. (ftd.de)

Der Euroraum gerät ins Wanken - In einem internen Papier wird erstmals der Zusammenhalt der Währungsunion infrage gestellt. Die Krise deckt auf, wie sehr Süd- und Nordeuropa wirtschaftlich auseinandergedriftet sind. (diepresse.com)

Ruin oder Reinigung? Heute Griechenland, morgen die Ukraine und bald vielleicht Spanien: Viele Länder stehen nach dem internationalen Finanzcrash vor dem Staatsbankrott. Das klingt nach Inferno, aber was bedeutet es wirklich? Kommt dann der Uno-Gerichtsvollzieher und beschlagnahmt das Parlamentsgebäude? Wichtige Fragen rund um das Thema „Staatsfinanzen und Staatsbankrott“ – und die passenden Antworten. (handelsblatt.com)

Gefangen in der Endlosschleife eines Albtraums - Die nun drohenden Folgen der Finanzkrise sprengen unsere Vorstellungskraft. Die Abwehr-Reaktionen auf Barack Obamas Vorhaben, die Banken an die Kette zu legen, entspringen einer Unheil bringenden Quelle: Wir sind gefangen in der Endlosschleife eines Albtraums, in der die Ursachen der Krise fortlaufend neu reproduziert werden. (welt.de)

warnungen vor einem möglichen währungs-crash werden eindringlicher! die warnungen, dass es in europa, vor allem in der euro-zone zu erheblichen problemen kommen wird, kommen jetzt auch schon von der europäischen zentralbank. etliche staaten sind de facto schon bankrott, die eu sowie die ezb haben weitere zahlungen ausgeschlossen: "diese länder müssen jetzt mit ihren problemen selbst fertig werden!" es auch politisch kaum mehr vertretbar, dass staaten wie frankreich und deutschland, ebenso wie die anderen wenigen "noch netto zahler" für pleitestaaten und ihre jahrzehntelange politik zahlen müssen. denn auch in diesen staaten ist die überschuldung immens und geld mangelware. (survival-scout.at)

Debakel nach dem Orakel - Für Ben Bernanke wird es knapp: 15 Senatoren verweigern dem obersten US-Notenbanker die Zustimmung für eine weitere Amtszeit, ihn jetzt abzusägen wäre ein fataler Fehler. (derstandard.at)

Überfällige US-Finanzmarktreform - Falls es US-Präsident Obama gelingen sollte seine Ankündigungen vom letzten Donnerstag zur Reform des Bankensystems umzusetzen, dürfte das Bankster-System einen herben Schlag einstecken! Solange bleibt den Profiteuren eines unhaltbaren spekulativen Systems die Hoffnung, dass sich diese längst überfälligen Schritte zur strengen Regulierung im Geflecht von Bürokratie und Lobbyismus als wirkungslose Absichtserklärung entpuppen. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Terror und Freiheit - Anti-Terror-Maßnahmen und Freiheitsrechte – meist geht das eine zu Lasten des anderen. Die Bereitschaft, Freiheitsrechte mit dem Ziel verschärfter Sicherheitsmaßnahmen einzuschränken, steigt nach einem Anschlag oder vereitelten Anschlag phasenweise deutlich an. (mmnews.de)

Fiskalischer Ungehorsam - Je höher die Steuern und Abgaben, desto mehr Bürger schalten auf Boykott. Die Rechnung der Politiker, "höhere Steurn = höhere Einnahmen" erweist sich als Milchmädchenrechnung. Immer mehr Untertanen werden "fiskalisch ungehorsam". (mmnews.de)

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Montag, 25. Januar 2010

Ist der europäische Traum ausgeträumt?

Wenn plötzlich, wie vergangene Woche, die eigene Währungsbank (EZB) vor einem möglichen Währungskollaps (€uro) warnt, dann ist bereits Feuer am Dach. Denn bisher hat die EZB logischerweise ihre eigene Währung immer verteidigt. Stehen wir kurz vor einem Währungskollaps oder dem Zerfall der Währungsunion?

Durch die Verschuldung einzelner Staaten, allen voran die PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien), aber auch Grossbritannien, ist der €uro ziemlich unter Druck gekommen und heizt, jetzt auch offen in den Mainstreammedien, die Diskussion an. Ein wichtiger Punkt dabei sind die jahrelangen "Bilanzfälschungen" der Griechen, bei denen man bis heute nicht weiss, welches Zahlenmaterial wirklich stimmt. Man nimmt aber an, dass die bisher gefundenen Manipulationen noch nicht alles sind. Der frische Kapitalbedarf ist immens, die Flucht aus griechischen Papieren hat bereits begonnen.

Die EZB bzw. die EU hat vorerst abgewunken, frisches Kapital für Griechenland bereit zu stellen. Wenn allerdings keine griechischen Staatsanleihen mehr angenommen werden, muss irgendwie ein Weg gefunden werden, Griechenland mit neuem Geld zu versorgen, ansonsten wird der Euroverbund sofort gesprengt. Liegt der Ball jetzt bei Deutschland und Frankreich? Die sich allerdings eine Eurohilfsaktion kaum leisten können und diese auch politisch kaum durchbringen werden.

Die Crux an der Sache ist, dass wenn Griechenland geholfen wird, auch andere Staaten sofort die Hand aufhalten werden. Und wenn man die Explosivität betrachtet, die ein Staatsbankrott eines Staates im Euroverbund bringen wird, ahnt man die fast ausweglose Situation.

Was kann dagegen unternommen werden? Möglich ist ein Ausschluss jener Staaten, die den Euro gefährden. Diese führen wieder ihre eigene Währung ein und fahren ihr ehemaliges Programm wieder an. Das heisst, bei Wirtschafts- oder Budgetproblemen wird abgewertet. So wie früher bei Drachmen, Lira, Pesetas und Escudos ... Inflation als Mittel zur Staatsentschuldung und Wirtschaftsankurbelung. Doch was passiert mit all jenen Euros, die diese Staaten herausgebracht haben? Werden diese wertlos? Oder 1:10 umgetauscht? Nein, Euro wird Euro bleiben, egal welche Länderkennung darauf steht. Allerdings kann es durchaus sein, dass die Bevölkerung jene Scheine der Pleitestaaten nicht mehr annehmen will, aus Angst, dass diese möglicherweise wertlos werden könnten.

In jedem Fall ist die Situation ziemlich ernst und wenn nicht schnell reagiert und gegengesteuert wird, kann es sogar kurzfristig zu einer Währungskatastrophe kommen, sei es ein kompletter Kollaps, eine Währungsreform oder eine Hyperinflation. Die EZB lässt jedenfalls verlautbaren, dies sei die ernsteste Situation seit Einführung des Euros ...

Leider zeigt es auch, dass durch die Unfähigkeit der Politiker die Bevölkerung in jedem Fall, egal was passieren wird, bezahlen muss. Sei es durch Vermögensvernichtung, mehr und höhere Steuern oder eine lang andauernde Depression. Wie man es dreht und wendet, es wird in jedem Fall teuer für alle beteiligten Staaten!

Wie man von Griechenland weiss, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch zu Aufständen und Unruhen. Das, was im Land der Helenen bisher an Strassenkämpfen, Demonstrationen und Unmutsbekundungen zu sehen war, wo ganze Strassenzüge demoliert wurden, Autos und Geschäftslokale brannten und die Polizei mehr schlecht als recht die öffentliche Ordnung aufrecht erhalten konnte, wird rapide zunehmen und könnte als Flächenbrand auf andere Staaten übergreifen.

Denn, seien wir uns ehrlich, in erster Linie wird es - wie immer - besonders jene treffen, die nicht begütert sind. All jene, die durch einen Jobverlust oder Geldentwertung plötzlich vor dem Nichts stehen.

Und sparen werden diese Staaten in jedem Falle müssen. Das heisst, die staatliche Verwaltung abbauen, Sozialausgaben auf ein Minimum kürzen, drastische Steuererhöhungen einführen und so versuchen, der exorbitanten Verschuldung zu entkommen. Wobei die Zinszahlungen für bestehende Schulden das grösste Problem darstellen, denn je schlechter die Bonität eines Staates ist, desto höher sind die Zinsen. Griechenland hat bereits "Junk-Status", die anderen PIIGS-Staaten werden bald folgen.

Das sich kurzfristig Entscheidendes ändern wird, ist kaum zu erwarten, denn unser politisches System ist zu träge, um schnell und effizient reagieren zu können. Und wenn man die bisherige Ignoranz und Unfähigkeit unserer Politiker bezüglich der schon länger existenten Krise betrachtet, darf und kann man nicht erwarten, dass plötzlich Mut zur Veränderung und Wahrheit, Kreativität, Entschlossenheit und Entscheidungsfreudigkeit aufkommen. Ich befürchte, es wird zu lange abgewartet und mit dem Finger auf mögliche Schuldige gezeigt, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken.

Wir haben uns in einem Teufelskreislauf manövriert, aus dem herauszukommen nur mit drastischen Mitten möglich ist. Zu lange wurden alle Vorzeichen und Warnungen in den Wind geschlagen und die Selbstherrlichkeit unfähiger Politiker nicht erkannt. Sie machen sich mehr Sorgen über neue Überwachungs- und Kontrollmöglichkeiten der Bevölkerung, die sie alle pauschal als mögliche Terroristen verurteilen, als über grundlegende Veränderungen und Regulierungen eines Systems, das schon seit langem krankt und nun auf der Intensivstation gelandet ist.

Wir Europäer haben haben den Amerikanern nachgeeifert, wollten den "American Way of Life" in Europa leben, doch ohne der Entschlossenheit und Rücksichtslosigkeit der Yankees. Noch dazu sind viele Vorkommnisse aus der Vergangenheit, damit meine ich nicht nur der Faschismus in vielen Staaten (es war ja nicht nur Deutschland faschistisch), ein politischer Klotz an Europas Beinen, einen vorurteilsfreien, unabhängigen, selbstbewussten Weg zu gehen. Und sich nicht für jede politische Handlung irgendwo entschuldigen zu müssen.

Europa ist ein Viel-Nationen-Staat geworden, mit vielen Meinungen, vielen verschiedenen Bedürfnissen, die nicht zusammengewachsen sind, sondern in kurzer Zeit zusammengeführt wurden. Europa ist keine Einheit, sondern bleibt ein politischer Traum, der schon auf Grund der Vergangenheit nur sehr schwer zu erreichen sein wird.

Diese Währungskrise wird nicht nur den Euro auf eine schwierige Probe stellen, es wird auch die gesamte europäische Union in ihrer Sinnhaftigkeit und nicht vorhandenen Einigkeit zur Diskussion stehen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es den Euro, wie auch die EU zerreisst, ist ziemlich hoch. Wobei, es muss nicht nur ein Nachteil für uns alle sein! Aber lassen wir uns überraschen, wie unsere Politiker das Schiff aus schwerer See steuern werden ... oder werden wir alle untergehen? Sie sind in jedem Fall gefordert wie noch nie, vielleicht setzt das nun ungeahnte Kräfte frei!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



EZB: Gigantische Transferzahlungen verschieben EWU-Zerreißprobe nur (magazin.am-finanzplatz.de)
Warum plötzlich Portugal? (econo-matrix.blogspot.com)
Griechen wollen den Euro nie mehr hergeben (focus.de)
Österreich: Krise der Gewerbeimmobilien spitzt sich zu (handelsblatt.com)



Griechenland in der Krise: Schulden werden immer teurer - Griechenland muss heuer 53 Milliarden € aufnehmen, was etwa 20 Prozent des BIP entspricht. (wirtschaftsblatt.at)

Investoren werden immer nervöser - Der Optimismus ist verpufft; am deutschen Aktienmarkt fragen sich die Börsianer jetzt: Können die Unternehmen halten, was alle Konjunkturhoffnungen versprochen haben? Außerdem schauen Marktbeobachter besorgt nach Griechenland, auf die Geldpolitik in China und auf die Bankenpläne des US-Präsidenten. Die kommende Börsenwoche steht unter negativen Vorzeichen. (handelsblatt.com)

Reformverlierer Goldman Sachs - Der US-Präsident knöpft sich die US-Großbanken vor und will ihnen Eigenhandel verbieten. Die Investmentbank Goldman Sachs würde das besonders hart treffen. (ftd.de)

China und die Kunst des Wirtschaftskrieges - Die Volksrepublik China ist nach den Vereinigten Staaten von Amerika der zweitgrößte Ölkonsument der Welt. Im Gegensatz zu den USA, die im „Krieg gegen den Terror“ verstrickt sind, verfolgt sie jedoch erfolgreiche Energiesicherheitsstrategien. Die rufen in Washington zunehmend Sorge hervor. (mmnews.de)

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Sonntag, 24. Januar 2010

China - aus der Traum?

China ist und bleibt ein Land (unüberbrückbarer) Gegensätze. Enorm reich und trotzdem unsäglich arm, so präsentieren sich die Chinesen. Ein Mischvolk vieler Volksgruppen, China ist sozusagen die diktatorische Holding vieler Einzelnationen, die teilweise gar nicht brüderliche Gefühle für einander haben. Nach Mao Tse Tung wurde ein geradliniger Weg gewählt, um China zur Nummer 1 der Welt zu machen. Wenn man den Jubelmeldungen der Medien glauben schenken kann, sind sie auch am besten Weg dazu ...

Und doch trüben Schatten dunkler Wolken das Bild des wirtschaftlich angeblich so erfolgreichen Chinas. Vorallem scheinen die offiziell publizierten Wirtschaftsdaten ziemlich geschönt zu sein. Doch lassen wir eine Bekannte von mir zu Wort kommen, die rund ein Jahr vor Olympia in einem grossen Pekinger Hotel als Food & Beverage Managerin angeheuert hat und seit gut einem Jahr wieder zurück in den Tiroler Bergen ist: "Für die Zeit der Olympiade war dem chinesischem Regime nichts zu teuer, sie wollten sich so präsentieren, dass die Gigantonomie kein anderes Land übertrumpfen kann. Das haben sie wahrscheinlich auch geschafft. Und viele Gäste in unserem Haus waren von dieser Vorstellung schlichtweg beeindruckt. Olympia war vorbei und ein halbes Jahr später wurde unser neues Hotel mit über 800 Betten in Peking gesperrt, weil keine Gäste mehr kamen. Die staatliche Tourimusorganisation teilt Reisegruppen und Einzelreisende mehr oder weniger den Hotels, die alle in staatlicher Hand sind, zu. Dabei bleiben viele, so wie wir, leer. Das Hotel ist immer noch gesperrt, wird auch kaum mehr wieder öffnen. Doch nicht nur am Hotelsektor sind grosse Kapazitäten frei, auch viele Fabriken, man spricht von mehreren Hunderttausend, haben in den letzten 2 Jahren auf Grund von fehlenden Aufträgen schliessen müssen. Die Krise ist auch an China nicht vorüber gegangen. Trotzdem werden nur positive Eindrücke des tatsächlich enormen Wirtschaftsaufschwunges dem Rest der Welt präsentiert, die dunklen, negativen Seiten werden bewusst verheimlicht. Wobei mit den Schliessungen der Fabriken ein gefährliches Potential für Aufstände bei den Wanderarbeitern, die heute kaum mehr Arbeit finden, ausgeht. Die Führung Chinas muss reagieren, sonst ist ein sozialer Flächenbrand unvermeidlich. Ich gehe davon aus, dass es mittelfristig dazu kommen wird, die weiteren Gründe kennst du ja!"

... ja, die weiteren Gründe kenne ich und die haben teilweise ziemliches Explosionspotential in sich:

Die unglaublich grossen Unterschiede zwischen der extrem armen Lanbevölkerung und den reichen bis superreichen Städtern - schwerste soziale Konflikte sind vorprogrammiert, denn auch bei weitaus höherer Wirtschaftsleistung Chinas kann dieses Problem so schnell nicht gelöst werden. All jene, die kaum genug verdienen um ihre Familien zu versorgen, werden auch im modernen China immer mehr statt weniger.

Die exorbitanten Umweltschäden der letzten Jahre werden China enorme Geldsummen kosten. Teilweise ist die Luftverschmutzung so hoch, wie in gewissen Industriegebieten der 70er Jahre, wo zB. in Tokio "Sauerstofftankstellen für Menschen" aufgestellt wurden und der urbane Verkehr drastisch gesenkt werden musste. Auch Prestigeprojekte wie der Sieben-Schluchten-Staudamm könnten mittelfristig zu einem ökologischen und damit finanziellen Desaster werden.

China weiss, wie instabil der US-Dollar und der Euro sind. Trotzdem sie zwar versuchen, ihre Bestände ob des Risikos zu senken, bekommen sie durch die Exporte immer mehr von diesen Währungen. Dieses Vermögen kann im Falle eines Währungskollapses in den USA oder Europa, der immer wahrscheinlicher wird, weitgehend wertlos werden. Denn noch sind sie die globalen Leitwährungen, auf deren Basis Geschäfte abgeschlossen werden.

Geht der Konsum in den Industriestaaten auf Grund der Auswirkungen der Krise (Lohnreduktion, Inflation, etc.) zurück, wird auch die exportorientierte, chinesische Wirtschaft erhebliche Einbrüche verzeichnen. Auftsrebende Schwellenländer können dies kaum kompensieren. Ein Exporteinbruch ist demnach vorprogrammiert!

Die steigende Wirtschaftsleistung des vergangenen Jahres ist zum Grossteil auf Konjunkturpakete im Gesamtwert von über 1 Billion Dollar zurückzuführen. Das heisst, aus eigener Kraft ist die chinesische Wirtschaft kaum mehr gewachsen. Stellt sich natürlich die Frage, wie lange sind solche teuren Konjunkturprogramme noch zu finanzieren? Und, wie reagiert China dann?

Ein eventuell sogar kurzfristiges Problem prognostizieren Experten dem chinesischen Immobiliensektor. Völlig überteuert, grossteils auf Kreditbasis finanziert, wird wesentlich mehr gebaut, als tatsächlich gebraucht wird. Ganze Hochhäuser in sogenannten Boomregionen sind fertig gebaut und stehen leer. Ebenso riesige Shopping-Malls und Wohnblöcke, die nach Baufertigstellung nicht bezogen wurden ... weil es keinen Bedarf, keine Nachfrage gibt. Diese Blase kann kurzfristig platzen und weltweite Wirkung zeigen, da es um unvorstellbare Summen geht ... ein Gegensteuern ist zwar noch möglich, doch viele Experten meinen, dazu ist es zu spät!

Dazu kommt, dass vermutlich alle offiziell publizierten Wirtschaftsdaten geschönt und manipuliert wurden, kurz gefälscht - nach alter kommunistischer Tradition wird die banale Realität gegen eine wunderbare Scheinwelt eingetauscht. Bleibt nur die Hoffnung, dass die politischen Führer, die gleichzeitig auch die wirtschaftlichen Führer sind, nicht dieser irrealen Scheinwelt verfallen und in alter Manier ihre Euphorie ausleben. China hat sich für den Weg eines scheinbar gebremsten Kapitalismus entschieden, doch die Beschleunigung, die sie in den letzten Jahren hinlegten, verlangt nach stärkeren Bremsen, die sie zur Verfügung haben. Der Traum Chinas scheint bloss ein schönes, buntes Luftschloss zu sein, das jetzt mit lautem Knall zu platzen scheint!



Chinas Führung erklärt Finanzkrise für beendet (welt.de)
Wirtschaftsexperten: China wahrscheinlich kurz vor Wirtschaftskollaps (shortnews.de)

Chinas Immobilienboom schürt Blasenangst - Die Wirtschaft der Volksrepublik wächst rasant. Doch noch schneller nach oben schießen die Hauspreise in Metropolen wie Schanghai. Zwar steuert die Nationalbank dagegen. Investor Jim Rogers ist aber überzeugt: "Wenn etwas nach Blase aussieht, dann ist es der Immobilienmarkt." (ftd.de)

Chinas Kreditmoratorium belastet "Schönwetter-Euro" - Den Machthabern in Peking wird die selbst ausgelöste Kreditflut zunehmend unheimlich. Für den Rest des laufenden Monats verhängen Regulierer nun einen Stopp. Die Investoren sind verschreckt: Der Euro fällt unter die Marke von 1,41 $. (ftd.de)

Der nächste große Crash - Die Welt sollte sich nicht von Chinas Wachstum blenden lassen: Es könnte bald passé sein. (welt.de)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Thema des Tages: Krise nicht ausgestanden (kurier.at)
Zentralbank verweigert Griechenland die Rettung (welt.de)
Griechenland: Schuldenchaos (econo-matrix.blogspot.com)
UK: Inflationsanstieg "a very nasty shock" (econo-matrix.blogspot.com)
EU-Kommission fürchtet Euro-Absturz (spiegel.de)
EU warnt vor Zusammenbruch des Euro (alles-schallundrauch.blogspot.com)
Euro wird gemieden (n-tv.de)
Die Flut der Staatsbankrott-Artikel (ef-magazin.de)
Was im Busch? Credit-Default-Swaps stark gestiegen (dasgelbeforum.de.org)
2010 kann das Ende des Dollars markieren (goldseiten.de)
Ron Paul warnt vor kommendem „sozialen und politischen Chaos“ (propagandafront.de)

Krisenvorsorge für Otto Normal (hartgeld.com)


Wenn der Staat bankrott geht - Finanzkrisen. In den letzten 200 Jahren sind Österreichs Staatsfinanzen fünf Mal kollabiert. Ein Rück- und Ausblick des Wirtschaftshistorikers Roman Roman Sandgruber im Gespräch mit Alexander Purger. (salzburg.com)

USA: 5 Banken bankrott - In den USA sind am Wochenende wieder fünf Banken geschlossen worden. Damit steigt die Zahl der Pleiten allein in diesem Jahr auf neun Institute. Einlagensicherungsfonds muss für Milliarden aufkommen. (mmnews.de)

Börsen-Show und wirtschaftliche Realität in den USA - Einer der besten Indikatoren für die gesamtwirtschaftliche Verfassung ist m.E. der Transportsektor. Dessen "Rückgrat" in Nordamerika ist der Transport per Eisenbahn bzw. der koordinierte Transport von Containern über Schiene, Straße und Wasserweg, sozusagen Transportlösungen "aus einer Hand" ("intermodal traffic"). Schaut man sich die Charts der Transport-Aktien-Subindizes "Railroad" (Eisenbahnen) und "Trucking" (Schwerlastverkehr auf der Straße) an, kann man durchaus zu der Auffassung gelangen, die wirtschaftliche Erholung in den USA sei schon weit gediehen. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Experten vermuten mehr Fehler im Weltklimabericht - Es ist eine peinliche Panne, die der Glaubwürdigkeit des UN-Klimarates schadet: Die Prognose zum Abschmelzen der Himalaya-Gletscher basiert auf einem Zahlendreher. Doch Experten zufolge enthält der Weltklimabericht wahrscheinlich noch mehr Fehler. Alles andere wäre bei der Masse an Aussagen ein Wunder. (welt.de)

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