Sonntag, 28. Juni 2009

Amerika ... Entschuldung auf Kosten der restlichen Welt?

Kollabiert die USA und bricht danach auseinander? Oder saniert sich die USA auf Kosten der restlichen Welt? In keinem Fall schöne Aussichten, denn wenn ersteres passiert, reissen sie viele Staaten - und ziemlich sicher die gesamte EU bzw. den Euroraum - mit in die Tiefe. Übrig bleiben einzelne Ex-US-Staaten in verschiedenen Einflussbereichen. Diese müssen von vorne beginnen und das Chaos beseitigen. Der Dollar wäre Geschichte, ebenso die wirtschaftliche und militärische Vormachtstellung in dieser Welt. Saniert sich die USA auf Kosten der anderen Staaten - vornehmlich Europa, China und Japan - könnte der "Weisskopfadler" aus der Asche emporsteigen, wie einst Phönix. Möglicherweise wäre die USA weiterhin die letzte verbliebene Supermacht und könnte diese Stellung auch enorm ausbauen. Alle anderen Staaten sind von den USA mehr oder weniger abhängig ...

Bisher waren die Pläne zur Lösung der Wirtschaftskrise in den USA eher schlecht als recht. Allen voran versucht Bernanke, der oberste FED´ler, dem Problem der exorbitanten Überschuldung mit noch mehr Geld und noch mehr Schulden entgegenzutreten. Milliardenbeträge verschwinden in dunklen Kanälen, die Realität wird offensichtlich und bewusst verzerrt, Zahlen und Fakten manipuliert, neues Geld in unfassbarer Menge neu gedruckt, Unternehmen und Banken "gerettet", die dauch langfristig kaum Überlebenschancen haben, der Mittelstand ausgerottet und der Militärsektor weiterhin überdimensional gehalten.

Das kann einfach nicht gut gehen. Jeder Tag, an dem die USA rund 7 Milliarden Us-Dollar verliert, schwächen das Land und die Substanz. Langsam sollte man mehr Programm haben, als Gelddrucken und noch mehr Schulden machen! Die Blase der Staatsanleihen droht zu Platzen, weiterhin sind Überraschungen von Milliardenverlusten bei den Banken jederzeit möglich und durch die Erschaffung von neuem Geld ohne Gegenwert könnte es zu einer enormen Inflation kommen, Zustände wie in Simbabwe nicht ausgeschlossen.

Eine wichtige und auch fragwürdige Rolle bei all diesen Überlegungen spielt auch die Figur des amerikanischen Präsidenten Obama. Sein vorpräsidiales "Yes, we can!" hat die Medien weltweit mitgerissen, den Amerikanen neuen Mut gegeben und ihn selbst wie einen Messias erscheinen lassen. Die Luft ist raus, die meisten Versprechen blieben Blasen, die jetzt verpuffen, sein Nimbus angeschlagen und die Veränderung, die er vorhatte, blieb am Tage seiner Angelobung stecken. Obama unterscheidet sich von Bush nur durch seine Redegewandtheit, seine offensichtliche höhere Intelligenz und seine Hautfarbe. Aber das war zuerwarten!

Gehe ich zu weit, wenn ich der Meinung bin, dass jener Staat, der die letzten hundert Jahre die Welt am meisten beeinflusst hatte, jener Staat, den man immer "das Land der unbegrenzten Möglichkeiten" nannte, jener Staat, der Präsidenten hatte, die wie Popstars gefeiert wurden (ua. Kennedy und eben Obama), jener Staat, der die unumschränkte Wirtschaftsmacht dieser Erde war, jener Staat, dessen Alltag einen Namen hatte ... the american way of life, wo es war möglich war, dass ein Tellerwäscher Millionär wurde, ein Land, das uns alle prägte, wie kein anderes, ein Land unendlicher Freiheit, bizarrer, wunderschöner Natur, den meisten Klischees und den "gescheitesten Köpfen", als einzige Lösung das Anwerfen der Gelddruckmaschine findet? Nein, Freunde, da muss noch etwas nachkommen, da muss es einen Plan B (oder C, D, E, wie auch immer) geben. Selbst die Elite kann nicht wollen, dass das Land pleite geht und im Chaos landet. Denn auch ihr Vermögen und Leben ist gefährdet, wenn es zu Aufständen und Bürgerkriegen kommt ...

Andererseits sind in der Vergangenheit derart grobe Fehler gemacht worden, angesichts derer man an der notwendigen Intelligenz der Amerikaner zweifeln könnte und die einiges zur jetzigen Situation beigetragen haben.

Werden sie versuchen, über eine Währungsreform das Land zu entschulden? ... auf Kosten der restlichen Welt, um danach möglicherweise als die grossen und wahrscheinlich einzigen Sieger da zu stehen? Das erscheint mir sehr plausibel und wahrscheinlich. Doch wie werden die Dollar-Gläubiger reagieren? Jene Staaten, die US-Dollar als Währungsreserven und US-Staatsanleihen besitzen, die im Falle einer Währungsreform nur mehr einen Bruchteil wert sein werden?

Wie abhängig ist die USA vom Rest der Welt und kann ein derartiger Plan überhaupt realisiert werden? Ja, realisiert werden könnte eine Währungsreform ... ich denke, den Yankees bleibt auch nichts anderes übrig. Doch dann verscherzt das Land es sich mit dem Rest der Welt, die als die grossen Verlierer mit Sicherheit etwas zusammenrücken werden und eine Phallanx gegen die Sieger bilden.

Der grosse Schwachpunkt ist die amerikanische Wirtschaft, die kaum mehr produktiv ist. Das heisst, selbst amerikanische Wirtschaftssymbole, wie Levis, Nike, Donna Karen NY, müssen importiert werden. Bei fast jedem in den USA gekauften Artikel steht: Made in Japan, Made in China, Made in Taiwan, etc. Die Produktivität wieder in die Staaten zu verlagern, wäre immens teuer und würde Jahre dauern. Es fehlt mittlerweilen an Facharbeitern, Produktionsstätten und auch Know How. Diese Tatsache ist wahrscheinlich der Garant, dass eine Entschuldung der USA auf Kosten der Anderen nicht so leicht möglich ist. Denn die USA ist abhängiger vom Rest der Welt, als viele andere Staaten.

Und das ist vielleicht ganz gut so, denn so sind egoistische Alleingänge nur schwer möglich ... aber nicht ausgeschlossen! Warten wir ab, viel Zeit haben die Yankee nicht mehr, deswegen werden wir bald wissen, was sie vorhaben!

Würde sich Amerika auf Kosten der anderen entschulden, wäre es vermutlich ein geächtetes Land, mit dem niemand mehr Geschäfte machen möchte. Mögliche Freundes- oder Partnerstaaten könnten durch internationalen Druck veranlasst werden, die Bindung zu den USA aufzugeben. Die meisten der US-Militärbasen wären Geschichte und der Einfluss der Amerikaner auf andere Staaten würde ebenfalls auf ein Minimum zurück gehen. Der Rest der Welt würde bluten ... nur zugunsten eines imperialistischen Staates, der auch in der Vergangenheit immer nur den eigenen Vorteil gesucht hat. Dass einige andere Staaten etwas dagegen haben werden, ist logisch. Deshalb wäre in diesem Falle auch ein mehr oder weniger grösserer Konflikt fast vorprogrammiert ...



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Die neue Realitätstheorie - Realität oder Fiktion? (gegenfrage.com)
Kalifornien kollabiert (jungewelt.de)
UNO sagt der Rezession den Kampf an (kurier.at)
Ist die Bankenkrise vorbei? (diepresse.com)
Flucht ins Gold (mmnews.de)

Wenn du die Welt verändern willst, fang bei dir selber an (alles-schallundrauch.blogspot.com)


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Freitag, 26. Juni 2009

Die Relativität von Prognosen & Voraussagungen

Die Zukunft vorauszusagen, auch die nahe Zukunft, ist schwer. Nicht unmöglich, doch schwer. Denn es spielen sehr, sehr viele Faktoren mit, die allerdings stets einen relativen Wert haben. Die Schemata, in denen sich Dinge entwickeln, ändern sich laufend.

Das heisst, die Zukunft, egal ob es sich um die nahe oder ferne Zukunft handelt, kann wahrscheinlich sein, kann vielleicht sein, ist aber niemals sicher und deswegen nicht absolut.

Kleines Beispiel: Versuch selbst, deinen morgigen Tag vorauszusagen. Du weisst, was du machen oder unternehmen wirst, doch dann können "Kleinigkeiten" passieren, die alles "Geplante" über den Haufen werfen und der Tag wird gänzlich anders, als du prognostiziert hast. Obwohl, die Wahrscheinlichkeit ist trotzdem sehr hoch, dass deine Planung bzw. Prognose stimmt ... doch dann kommt ein Anruf oder ein Freund der plötzlich deine Hilfe braucht , oder es kommt überraschender Weise die Schwiegermutter zu Besuch - und alles ist anders.

Ebenso kann die Krise bzw. der zu erwartende Crash als solches nicht detailliert vorausgesagt werden. Man kann von Wahrscheinlichkeiten ausgehen, aber nicht von absoluten, unumstösslichen Voraussagen.

Dass sich die derzeitige Krise zu einem weltweiten Crash, einem Zusammenbruch und der Auflösung aller Strukturen und Werte entwickelt, ist wahrscheinlich. Doch es können plötzlich Wendungen und zusätzliche Faktoren dieses wahrscheinliche Szenario kippen. Irgendwer findet einen (versteckten) Ausgang, eine bisher nicht gedachte Möglichkeit, diesen Abwärtsstrudel zu stoppen und plötzlich ist alles anders, es geht wieder bergauf, die Krise ist vorüber und der Crash nicht eingetroffen. Zwar eine geringe Wahrscheinlichkeit, doch trotzdem möglich ...

Es ist Vorsicht geboten, vor allem hinsichtlich Zeitangaben und Bewertungen. Doch wir sind Menschen und spielen diese Szenarien durch, legen sie auf die Waagschale und unsere subjektive Meinung und Einstellung ist ausschlaggebend, welche Prognose wir annehmen und glauben.

Sehr viele sogenannte Prognose stehen allerdings ohne begleitende Argumentation im Raum. Jetzt vor allem die positiven Voraussagen, wann definitiv der Aufschwung wieder kommen wird ... etc.

Dabei darf ich daran erinnern, dass bisher fast alle Politker, Ökonomen, Bankfachleute, Wirtschaftsexperten und Trendforscher mit ihren Prognosen weit daneben gelegen sind. Ein gutes Beispiel sind die ständig nach unten revidierten Konjunkturprognosen ...

Mittlerweile zeichnen nur mehr Politker und Realitätsverweigerer ein Krisen-Ende-Bild. Die anderen werden immer düsterer und teilweise auch brutaler in ihren Prognosen.

Was tatsächlich eintreffen wird, werden wir in absehbarer Zeit erleben bzw. erfahren. Kommt es zum Systemzusammenbruch? Kann der sprichwörtliche "Last Exit" gefunden werden? Steuern wir in einem grossen Plan auf die totalitäre Eine-Welt-Regierung zu? Sind die Tage des US-Dollars bzw. des Euro gezählt? Kommen Volksaufstände und Revolten?

Im Grunde alles schöne oder schlimme Aussichten, jeweils in der subjektiven Sichtweise des Betrachters. Ich nehme mich dabei gar nicht aus! Jeder hat seine Meinung und jede Meinung hat ihre Berechtigung! Und die höchste Wahrscheinlichkeit ist nichtig, wenn es trotzdem anders kommt. Derzeit hat die Krise bzw. der herannahende Crash eine Eigendynamik bekommen, die (fast) nicht mehr beeinflussbar ist. Doch vielleicht ergibt sich dadurch die Lösung. Ausgeschlossen ist nichts, weder ein brutaler noch ein sanfter Ausgang. Sicher ist nur eines, es wird sich vieles ändern! Das wahrscheinlich Einzige, das prognostizierbar ist! Denn wir befinden uns in einer immerwährenden Weiterentwicklung ...

Lasst es auf euch zukommen. Überlegt, was für euch das EIGENE Worst-Case-Szenario sein kann und bereitet euch darauf vor! Vertraut nicht irgendwelchen Internetseiten, Blogs oder sonstigen Medien, sondern informiert euch umfassend, analysiert selbst und handelt nach eurer Intuition, eurem Verstand und eurem Ermessen.

Blind in eine Richtung zu sehen, auch wenn diese die eines hochverehrten, hochdekorierten und geschätzten "Weiss-Ich-Was-Experten" ist einseitig und gefährlich.



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Ein fast bilderbuchartiges Beispiel ist heute im Kurier erschienen: Der Aufschwung kommt 2010 ... ohne Argumentation, ohne Erklärung, eine etwas dürftige, karge Feststellung ohne jeglicher Relevanz, ausser wieder einmal irgendwelche Experten (Wer kann mir sagen was Konjunkturexperten sind?) eine vage Schätzung eingehen und diese auch abgedruckt wird!! ... inklusive Konjunkturprognosegrafik!!!



Meldungen:



Faymann gegen Mehrwertsteuererhöhung (derstandard.at)
Ein Hochstapler namens Republik Österreich (diepresse.com)
Fremdwährungskredite vor dem Aus (derstandard.at)
Detroits letzter Cadillac-Händler vor dem Aus (kurier.at)
US-Jobkrise verschärft sich (handelsblatt.com)
Sag´ dem Dollar leise Servus (t-online.de)
Die Lokführer der Weltwirtschaft (derstandard.at)

Business-Jets zu Schnäppchenpreisen (handelsblatt.com)



Die deutsche Bundesregierung erwartet Unruhen und spricht von kommenden "erheblichen Verteilungskonflikten" - Vor wenigen Wochen noch hat die Bundesregierung die von DGB-Chef Sommer und der Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan prognostizierten "sozialen Unruhen" als angeblichen "Unsinn" zurückgewiesen. Nun spricht sie selbst von erwarteten "erheblichen Verteilungskonflikten". (kopp-verlag.de)

EZB-Volkswirt warnt vor Serie von Finanzkrisen - Warnung an die Staaten im Euroraum: Der Chef-Volkswirt der Europäischen Zentralbank, Jürgen Stark, befürchtet ein Ausufern der Staatsverschuldung. Spätestens 2011 müssten die Länder dringend die Bremse ziehen. Andernfalls drohe eine Serie von Krisen. Viele Staaten haben sich verschuldet, um die Finanzkrise zu bekämpfen. (welt.de)

Rotes Licht, trübe Zeiten - Kunden bleiben aus – oder wollen feilschen: Das Geschäft mit der Prostitution läuft schlecht in Deutschland. Die Wirtschaftskrise erreicht Bordelle, Huren und Zuhälter. Sie reagieren darauf. Mit Rabattschlachten. (tagesspiegel.de)

Bernanke hält sich für "höchst integer" - Fed-Chef Bernanke nimmt vor dem Kongress Stellung zu seiner Rolle bei der Fusion von Bank of America und Merrill Lynch. Republikaner wollen ihn loswerden, Demokraten verteidigen ihn. Der Notenbankchef kämpft - und weist alles von sich. (ftd.de)

Der Irrweg des Schuldenpräsidenten - Barack Obama will die Wirtschaft stimulieren und beschleunigt so Amerikas Abstieg. Die benötigten Milliarden werden nicht geliehen, sondern gedruckt. Kanzlerin Merkel sollte bei ihrem Washington-Besuch das tun, was Vorgänger Schröder im Irak-Krieg getan hat: Nein zum Irrweg der US-Regierung sagen. (spiegel.de)

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Donnerstag, 25. Juni 2009

Investigativer Journalismus

In den vergangenen Tagen hörte ich im Auto eine Radiosendung von Radio Graz über investigativen Journalismus. Es waren Journalisten als Interviewpartner im Studio und eine Antwort auf die Frage: "Warum gibt es keinen investigativen Journalismus mehr?" wurde ungefähr so beantwortet: "Im Gegensatz zu jener Zeit, wo zwei amerikanische Journalisten monate- bzw. jahrelang an der Watergate-Affäre recherchierten und schlussendlich mit dem Ergebnis den amerikanischen Präsidenten stürzten, haben heute die Redakteure die Zeit für solche Recherchen nicht mehr. Der Druck von den Chefredakteuren und Zeitungsmanagern ist so gross geworden, dass diese Art von Journalismus nicht mehr möglich ist!"

Ich war sprachlos! Traute meinen Ohren nicht! Als dann noch der verstorbene Alfred Worm als der letzte investigative Journalist genannt wurde, schob ich eine CD in die automobile Jukebox und hörte mir lieber die wunderschöne Stimme der Neo-Österreicherin Anna Netrebko an.

Das war es also, warum kaum mehr etwas der Intrigen, Geheimniskrämerei, Betrügereien und Täuschungen der Mächtigen an die Oberfläche kam. Sie haben "freie Fahrt"! Wenn sie sich nicht besonders dumm anstellen, bleibt alles im Dunkeln. Bravo Standard! Bravo Kleine Zeitung! Bravo Kurier! Bravo Die Presse! ... egal welche Namen ihr trägt! (diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann bis zu den Regionalblättern fortgesetzt werden!)

Doch sehen wir uns einmal an, wie Meldungen in die Medien kommen. Es gibt fünf Varianten:

1) Die Meldung kommt über eine Presseagentur in die Redaktion. Jedes Land verfügt über eine nationale Presseagentur (in Österreich ist es die APA, weltweit ua. Reuters), die nationale Meldungen weltweit den Medienredaktionen offeriert. Oftmals sieht man das daran, dass der Text in den verschiedenen Medien fast deckungsgleich ist, ebenso in vielen Fällen die selben Bilder verwendet werden. Das heisst, es ist keine subjektive Meinung eines Fachjournalisten, sondern einfach ein "cut & paste" (Ausschneiden & Einfügen) vorgefertiger Meldungen.

2) Die Meldung kommt per Presseaussendung oder Presseveranstaltung von Unternehmen, Prominenten, staatlichen Stellen oder Organisationen. Meist gleichen sie sich ebenfalls und werden per "cut & paste" eingebaut.

3) Der Redakteur (ich vermeide ab jetzt die Bezeichnung Journalist, weil der Redakteur nicht investigativ arbeitet, sondern nur vorgefertigte Meldungen bringt) macht ein Interview und bringt dieses weitgehend authentisch wieder.

4) Der fantasievolle Redakteur muss in kürzester Zeit einen Artikel zu einem aktuellen Thema bringen und fügt - Sensationen verkaufen sich besser - einiges hinzu, was nicht unbedingt der Wahrheit oder dem Geschehenen entspricht. Nachzulesen bei diversen Medien, die fast ausschliesslich auf Sensationen aufgebaut sind (aber nicht auf investigativen Journalismus). Meist beruht der Artikel ursprünglich auf Meldungen von Presseagenturen und wurde "gepimpt".

5) Die "gekauften" Artikel sind die fünfte Variante. Durch Werbung, die in dem Medium geschalten wurde, stehen Unternehmen auch redaktionelle Beiträge zu. Das Unternehmen entwirft einen (Presse)Text, der meist auch per "cut & paste" übernommen wird. Vor allem die "Gratispostillen" sind voll mit dieser versteckten Werbung ...

Vermisst du etwas? Ja, richtig, jenen Journalisten, der entweder selbst auf "Etwas" draufkommt oder einen Tipp aus seinem Netzwerk bekommt, diesem nachgeht, recherchiert, untersucht, mit vielen Leuten redet, Dokumente und Akten durchsieht, bei Behörden und Organisationen nachfragt, alle Betroffenen interviewt und nach aufwändiger Arbeit ein belegbares, nachvollziehbares Ergebnis veröffentlicht.

Nein, es ist - wie könnte es in unserer schnellebigen Zeit anders sein - keine Zeit dafür. Journalisten, Entschuldigung, Redakteure werden dafür bezahlt, dass sie den freien Platz füllen ... egal wie, Hauptsache schnell. Nicht die Qualität der publizierten Meldungen ist wichtig, sondern die Quantität!

Andreas von Bülow, deutscher Ex-minister, Ex-Staatssekretär, Rechtsanwalt und Buchautor, hat die Medienpolitik des CIA (amerikanischer Geheimdienst) so beschrieben: "Die Medien werden mit Meldungen versorgt. Drucken sie diese in unserem Sinne ab, profitieren sie davon, weil wir sie zu exklusiven Reisen und Wochenenden einladen, um die Freundschaft zu vertiefen. Dabei werden auch ab und zu ausgefallene Wünsche erfüllt. Uns ist wichtig, dass unsere Sichtweise veröffentlicht wird. Hält sich ein Medium nicht daran, bekommt es von uns keine Informationen mehr!!!"

Dazu kommt, dass ALLE Medien von Anzeigenkunden abhängig sind. Diese zu verärgern, ist, als würde man an dem Ast sägen, auf dem man sitzt. Und wir wissen, wenn es Probleme eines Unternehmens gibt, hilft meist eine "Informationskampagne" ... um die tatsächlichen (aber subjektiven) Hintergründe offenzulegen! Natürlich möchte jedes Medium von dieser "Informationskampagne" profitieren. Also wird dem "Kunden" möglichst NICHT weh getan ...

Journalismus ist eine Grauzone, die zwischen Ertrag (Gewinn) und Information angesiedelt ist. Die Medien wollen und müssen wirtschaftlich überleben, der Konkurrenzdruck ist sehr gross, Zeit ist knapp, und so erreichen uns Meldungen, die uniform, einseitig und manipuliert sind. Egal wie sehr auf die vielzitierte Unabhängigkeit verwiesen wird. Unabhängigen, investigativen Journalismus gibt es nicht mehr! Der wurde mit Alfred Worm, zumindest in Österreich, zu Grabe getragen! (In anderen Ländern ist die Informationssituation ebenso "beschissen")

Allerdings gibt es eine neue Form der Informationsverbreitung, die immer relevanter und zunehmend akzeptiert wird. Es sind die Blogger, allen voran Freeman von alles-schallundrauch.blogspot.com und der Blogger des wirtschaftquerschuss.blogspot.com ... nur um zwei zu nennen, deren Tausende es gibt! Dort werden auch sensible Themen beleuchtet, relevante Daten präsentiert, die sonst nicht den Weg in die Öffentlichkeit finden, subjetive UND objektive Meinungen vertreten, konträr zum Mainstream publiziert ... und tatsächlich das praktiziert, was in den Mainstreammedien offensichtlich nicht mehr möglich ist, nämlich investigativer Journalismus praktiziert. Gott sei Dank, denn sonst würden wir alle der Manipulation der Medien erliegen, die fast nur abschreiben, vorgefertigte Meinungen veröffentlichen und "keine Zeit" mehr haben, heute so Aktionen wie einen Watergate-Fall aufzudecken.

Uniforme, weichgespülte, meist aussagelose Meldungen als Füllungen für den Platz, der sicher besser verwendet werden könnte, doch man möchte nirgends anecken, ist doch alles Geld, sprich Profit ...



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Opel verliert täglich 6 Millionen Euro (kurier.at)
Finanzkrise bedroht visionäres Stadtteil-Projekt (derstandard.at)
Neue (Aus-)Sicht für Medici (derstandard.at)
Eine neue globale Finanzordnung ist nötig (derstandard.at)
Felderer für Erhöhung der Mehrwertsteuer (derstandard.at)

7.600 Austro-Millionäre weniger (derstandard.at)



Goodbye Dollar - Explodierende Staatsschulden, Geldschwemme und Finanzkrise untergraben das Vertrauen in das globale Geld- und Währungssystem. Ohne eine grundlegende Reform drohen schon bald neue Krisen. Bei einer Neuordnung könnte Gold eine wichtige Rolle spielen. (wiwo.de)

Die Banken behalten das billige Geld für sich - Die Europäische Zentralbank hat die Rekordsumme von 442 Milliarden Euro in den Finanzmarkt gepumpt. Banken freuen sich über die günstige Möglichkeit zur Refinanzierung. Doch die Verbraucher haben wenig von dem billigen Geld: Dispozinsen und Konsumentenkredite werden nicht günstiger. (welt.de)

Banker brauchen Kohle - Citigroup hebt Gehälter um 50 Prozent an - Die angeschlagene Citigroup, die von der US-Regierung 45 Milliarden Dollar erhielt, will die Grundgehälter ihrer Angestellten um bis zu 50 % anheben. Damit will man die entfallenden Bonusvergütungen kompensieren. (wirtschaftsblatt.at)

Der Irrweg des Schuldenpräsidenten - Barack Obama will die Wirtschaft stimulieren und beschleunigt so Amerikas Abstieg. Die benötigten Milliarden werden nicht geliehen, sondern gedruckt. Kanzlerin Merkel sollte bei ihrem Washington-Besuch das tun, was Vorgänger Schröder im Irak-Krieg getan hat: Nein zum Irrweg der US-Regierung sagen. (spiegel.de)

Bundesbank: Stärkerer Einbruch 2009, kein Wachstum 2010, Deflationsgefahr - Bundesbank-Chef sieht schwarz für 2010: Kein Wachstum im kommenden Jahr. Konjunkturprognose der Regierung zu optimistisch. Wirtschaftseinbruch 2009 stärker als erwartet. Deflationsgefahr. (mmnews.de)

EZB pumpt Rekordbetrag in den Markt - Die europäischen Währungshüter versuchen, die Kreditvergabe der Banken zu beleben und stellen 442 Mrd. Euro frisches Kapital zur Verfügung - ein Höchstwert. Die Nachfrage ist gewaltig. Finanzminister Steinbrück mahnt die Institute nun an, das Geld weiterzureichen. (ftd.de)

Pimco-Chef erwartet heftige Kurseinbrüche - Mohamed El-Erian sah die Finanzkrise früh voraus. Nun rät der Mann mit Kultstatus Anlegern: "Wer unbedingt kaufen will, sollte nur Geld investieren, das er nicht für die Miete oder Ausbildung seiner Kinder braucht." (ftd.de)

Es werde Geld – es werde Krise - Die Vorschläge zur Regulierung der Finanzmärkte gehen an einen fundamentalen Problem vorbei: Banken schaffen mit einem simplen Trick seit Jahrhunderten scheinbaren Reichtum, der sich immer wieder in Luft auflöst. Seit 1970 hat diese Praxis den Ländern der Welt 124 systemische Bankenkrisen beschert. (ftd.de)



Feedback:


Hallo Johannes,

mit dieser Email möchte ich mich heute für die sehr persönliche und sachliche Blogseite von Dir bedanken und mal ein Feedback geben (Sorry für das "Duzen", Herr Johannes hört sich komisch an - wäre aber auch nicht auszuschließen :-)

Deine Seite ist für mich ein philosophisches Highlight des Tages. Leider bin ich kein Finanzexperte, so dass ich mich erst seit ca. 1,5 Jahren mit der Volkswirtschaft beschäftige. Trotzdem möchte ich als Dank für Deine "herausragende Leistung" mich mit einem Kurzessay bedanken.
Wenn es nur schon als Anregung Deiner Gedanken dient, wäre mein Ziel dieser Email erreicht. Ich sehe also keinerlei Copyrights an der recht intuitiven These :-)
Mach bitte weiter so!
Harald


FED - hat alles im Griff
Aufgrund der Rezession, die in den Medien 2007-2008 nur verzerrt widergespiegelt wurde, machte 2008 die Zinssenkung nahe Null und den Mega-Bailout der US Regierung natürlich Sinn.
Um den Aufprall des Wirtschaftscrashs und den Anstieg der Arbeitslosenquote in den USA so weich wie möglich zu gestalten, macht auch dieser Tage Bernanke einen cleveren Schachzug: weitere 1.7 Billionen $ in den Markt zu werfen und von "wenn überhaupt gedämpfter Inflation" zu reden.
Das stimmt wohl auch, da zur Zeit die Geldmenge nicht bei der Masse ankommt und die Geldumlaufgeschwindigkeit durch die Crashstarre auch beinahe Null ist. So wird wirklich "für einige Zeit" die Inflation niedrig sein.
Sobald jedoch eine Verbesserung bei der USA-Wirtschaft zu verzeichnen ist, was die Welt wohl wieder verspätet mitbekommen wird, kann gefahrlos für Amerika ein Währungsschnitt erfolgen. Der Zeitgeist in den Köpfen des Volkes wird dann durch die "Krise" gezeichnet sein und jeder Amerikaner wird sich mit der nächsten "plötzlichen" Aktion einverstanden erklären. So wird eine Rohstoffwährung (Währungskorb aus mehreren Rohstoffen) geschaffen und die nächste Stufe des Politiker Lieblings Keynes wird erklommen. Szenen wie Ölpeak, JPMorgans Öl-Handel und Sammlung der Tanker, Volkswerbung für Gold etc. würde dann in einem neuen Licht dastehen. Amerika stände aufgrund der zu Recht beanspruchten Rohstoffquellen als Währungshüter wieder fein da und die übrige Welt bleibt auf den kleinen grünen Scheinchen mit dem Abbild eines Alten Mann "sitzen".

Gedanken aufgrund von:

http://www.ftd.de/politik/international/:Zinssitzung-Fed-zerstreut-Inflationssorge/531522.html
http://www.wiwo.de/politik/goodbye-dollar-400556/print/
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,632433,00.html

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Mittwoch, 24. Juni 2009

Der nahende Crash

Ich habe schon des öfteren erwähnt, dass es zum grossen Crash kommen muss. Denn dieser Crash, den ich als globalen Reinigungsprozess sehe, ist ein wichtiger Faktor in der Weiterentwicklung des Menschen, besonders hinsichtlich der geistigen Weiterentwicklung.

Wir haben, eingelullt von Wohlstand, Illusion und fragwürdigen Idealen einen Stillstand erreicht. Unsere geistige Entwicklung blieb einfach stehen, war teilweise sogar rückläufig, weil wir uns mit Dingen auseinander setzen mussten, die rein materieller Natur waren und fast immer mit materiellen Zugewinnen zu tun hatten.

Die meisten von uns beschäftigte das neue Auto, das Traumhaus, der nächste Urlaub, das 75. Paar Schuhe und der Ausverkauf in den Boutiquen mehr, als die wirklich wichtigen Fragen. Und genau dieses (ich sehe es als) Problem, hat uns in diese, jetzt schon aussichtslose Lage gebracht.

Natürlich wäre die Krise lösbar gewesen. Doch dies hätte Massnahmen bedurft, die mächtigen Lobbies nicht angenehm gewesen wären. Weshalb auch kein Politiker es sich traute, diese mächtigen Lobbies als Feinde zu haben. Meist wären viele Politiker ohne den Einfluss dieser Lobbies auch kaum in diese Positionen gekommen, in denen sie heute sitzen.

Die Mächtigen vertrauten auf ihre Macht, auf ihren Reichtum und auf ihren Einfluss. Was sie nicht ahnen konnten, dass die Krise ein Eigenleben, eine Eigendynamik entwickelt, dadurch wurde sie nicht mehr kontrollierbar.

Es kursieren viele Theorien, auch Verschwörungstheorien, im Netz, dass wohl alles nach einem schon vor langem festgelegten Programm ablaufen würde und in eine Eine-Welt-Regierung münden sollte ... ja, ich halte es für nicht ausgeschlossen, dass es solche Bestrebungen gibt und es spricht auch einiges dafür. Doch wenn das System wirklich kollabiert und weitgehend alle Strukturen zusammenbrechen, ist es, als würde eine wilde Horde Bullen eine Stampede laufen. Es wird durch den Volkszorn, der sich schon jetzt langsam entwickelt und später, wenn die breite Masse erkennt, wie sehr sie benutzt und ausgenutzt wurde, ziemlich eng für die Macht- und Geldelite. Ja, vielleicht schaffen sie es wirklich, ein straffes, restriktives Regime zu installieren, das viele Staaten umfasst. Doch von Dauer wird es in keinem Fall sein. Wie gesagt, ich halte den Zusammenbruch für einen Reinigungsprozess, nicht für die Entwicklung von authoritären, totalitären Machteliten.

Dieser Reinigungsprozess wird sehr viel vernichten! Vielleicht, sogar werden diesem auch Kriege begleiten. Doch schlussendlich, wenn wir den Null-Punkt erreicht haben, werden gänzlich andere Werte, Anschauungen und Perspektiven eine Rolle spielen, als heute noch. Der Mensch wird geläutert! ... und wird eine geistige Revolution von ungeahnten Ausmassen durchmachen. Am Ende werden wir uns kaum wiedererkennen.

Die Welt hat sich seit ihrem Bestehen oftmals grundlegend verändert. Einige diese Veränderungen können wir nachvollziehen, die meisten nicht. Denn alles, auch von Menschenhand Geschaffenes ist vergänglich (ebenso, wie der Mensch selbst). Die Natur regelt das Sein auf dem Planeten. Der Mensch kann diese Zyklen, die kommen und gehen, nutzen .. auch zu seinem Vorteil.

Wir leben in einem dualen System nach dem archaischen Prinzip von Ursache und Wirkung. Das heisst, Ursache und Wirkung sind zwei neutrale, aber unumstössliche Tatsachen. Wir bewerten diese mit positiv und negativ - so wie eben alles in unserem Leben. Diese Bewertung ist aber die jeweils eingeschränkte Sichtweise des Menschen, das Gesamte mit all ihren Auswirkungen nicht zu sehen und nicht zu begreifen. Denn sonst wären wir nicht in diese Situation gekommen.

Deshalb, sehen wir diese Krise, die sich in einen gewaltigen, alles vernichtenden Crash entwickeln wird, als positive Chance, durch das Erlebte endlich wirklich etwas zu verändern, die Dinge nicht reduziert und einseitig, sondern gesamtheitlich zu beurteilen, sich selbst in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen und eine neue Welt zu schaffen, in der nicht das Geld und die Macht im Mittelpunkt allen Denkens und Handelns steht, sondern der Mensch. Der Mensch, egal welchen Geschlechts, welcher Rasse, welcher Nationalität und welcher Religion er angehört.

Doch bis dahin haben wir einen anstrengenden, entbehrungsreichen und steinigen Weg vor uns, den wir allerdings gehen MÜSSEN - ALLE!




Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Erst grosses Schrumpfen, dann Erholung
(kurier.at)
Defizitverfahren gegen Österreich im Herbst (derstandard.at)
Vielen Gemeinden geht das Geld aus (kurier.at)
Rennen um Opel weiter offen (derstandard.at)
Die Finanzkrise fordert immer mehr Todesopfer (kopp-verlag.de)
Japans Exporte weiter schwach (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Staatsverschuldung - warum der Staat Sie immer für dumm verkaufen muss
(hartgeld.com)



Geldsystem: Die Lunte brennt - Wenn ringsherum alles in Flammen steht, ist jeder Löschversuch sinnlos. Die Schulden der Welt können nicht zurückgezahlt werden. Die Konsequenz ist der Kollaps des globalen Geldsystems und eine Implosion der Wirtschaft. (mmnews.de)

Bankenretter kommen ins Rutschen - Staaten retten Banken vor dem Niedergang – und kommen selbst ins Rutschen: Spanien etwa hat sein Spitzenrating verloren. Noch schlimmer steht es um Irland, das nur noch mit dem drittbesten Rating bewertet wird, Tendenz sinkend. Die Ratings weiterer EU-Länder sind in Gefahr. Hinzu kommt, dass die EU inzwischen davon ausgeht, dass die Krise im schlimmsten Fall die Haushalte der Euro-Staaten insgesamt bis zu 1,8 Billionen Euro kosten kann. (handelsblatt.com)

IWF: Dollar runter - IWF redet offen über mögliche Dollar-Abwertung. Volkswirte befürchten weltweiten Abwertungswettlauf wegen Wirtschaftskrise. (mmnews.de)

Steueroasen beugen sich Druck der OECD - Für Steueroasen wird die Luft dünner. Ein Gipfel hat in Berlin Strafmaßnahmen für Länder beschlossen, die bei der Bekämpfung der Finanzkriminalität nicht kooperieren. Dem stimmten auch die lange als Fluchtburgen für Steuersünder verschrienen Staaten Schweiz, Österreich und Luxemburg zu – ein Erfolg für Finanzminister Steinbrück. (welt.de)

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Dienstag, 23. Juni 2009

Betrug am Volk

Derzeit dementieren die Politiker jegliche Steuererhöhungen, speziell in Deutschland. Man versucht uns wieder einmal einzulullen und belügt uns einfach! Sie brauchen unsere Stimme und da ist offensichtlich jedes Mittel recht!

Tatsache ist, die Konjunktur ist stark rückläufig. Das heisst natürlich auch, wenn die Wirtschaft schrumpft, sinken die Steuereinnahmen. Der Staat, aber auch die Länder und Kommunen verzeichnen sehr viel wenier Einnahmen. Einnahmen, die aber bereits als geplante Ausgaben im Budget vorgesehen sind. Paralell dazu steigen durch die erhöhte Arbeitslosigkeit die Ausgaben. Da drängt sich die Frage auf, wie werden die Mehrausgaben finanziert, wenn die Einnahmen sinken?

Werden neue Schulden gemacht? Ja, neue Schulden werden (auch) gemacht! Aber es wird in jedem Fall und in jedem europäischen Staat zu höheren Steuern kommen müssen! Denn die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben muss irgendwie abgedeckt werden und nur durch neue Schulden wird man es kaum schaffen.

Wir stecken in einem Teufelskreislauf. Immer weniger Gewinne in der Wirtschaft, immer mehr Inolvenzen, immer mehr Arbeitslose, immer weniger Konsum, immer weniger Steuereinnahmen ... in Summe stark steigende Ausgaben durch den Staat und stark schrumpfende Einnahmen für den Staat. Dazu kommen die Ausgaben in schwindel erregenden Summen für Rettungspakete, Staatshilfen, Kurzarbeit und Konjunkturprogramme. Und ein nicht absehbarer Ausgaben-Posten kommt noch hinzu, der ursprünglich im Budget auch nicht eingeplant war - die erhöhten Zinszahlungen für die Staatsschulden (Staatsanleihen). Es gibt keinen europäischer Staat, dessen Zinsen nicht gestiegen sind!

In Deutschland sind im Herbst Wahlen. Die Politiker greifen tief in die Kiste, wo die verlogensten und betrügerischten Wahlzuckerl versteckt sind. So ist zu erwarten, dass sich die Steuern möglicherweise bis nach der Wahl nicht erhöhen, aber spätestens dann und zwar exorbitant.

Du, lieber Leser, bist einer aus Volk, ein Bürger - egal ob du Österreicher, Deutscher oder Schweizer bist. Du hast eine staatsbürgerliche Pflicht, du musst für all die offenen Rechnungen deiner Regierung geradestehen, gemeinsam mit mir und all den anderen Staatsbürgern (beachte das Wortspiel: Staatsbürgen ...). Du, ich und alle anderen werden zur Kasse gebeten. Und dafür gibt es nur einen Weg: Steuererhöhungen!

Ich weiss nicht, ob man den Regierungen Versagen vorwerfen kann, denn ich glaube, es hätte fast jede Regierung versagt und es gibt wahrscheinlich keine kanditierende Partei, die uns die Krise und damit auch den baldigen Crash ersparen hätte können. Zuviel resultiert aus Fehlern Vergangenheit, derer viele erst jetzt ans Licht kommen, aus der globalen Vernetzung und damit auch aus der globalen Abhängigkeit.

Was man den Regierungen allerdings vorwerfen kann und ich hiermit auch mache, ist die Verlogenheit, die bewusste Irreführung und damit das kollektive Belügen des eigenen Volkes ... nur um den eigenen Arsch über die Legislaturperiode und die nächste Wahl zu retten!

Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Kein Finanzminister, weder Steinbrück, noch Pröll, noch Merz kommen um Steuererhöhungen herum! Der Staat braucht Einnahmen - das ist ein Faktum! Der Staat muss seinen Verpflichtungen nachkommen.

Wenn bald, wie erwartet, die Insolvenzwelle ins Rollen kommt und die Steuereinnahmen immer stärker sinken werden, stösst der Staat bzw. der Finanzminister bald an die Grenzen. Und es wird keine andere Möglichkeit geben, als die Steuern in JEDEM Bereich zu erhöhen.

Das wissen die verehrten Herren in Nadelstreif und deshalb finde ich es besonders verlogen, nicht mit offenen Karten zu spielen, sondern solange zu lügen, bis es nicht mehr geht!

Im übrigen hat vor einigen Jahren ein Gericht geurteilt, dass Politikerversprechen NICHT einklagbar sind, weil jeder Bürger wissen sollte, dass diese sehr oft nur Illusion sind und in der Realität kaum umsetzbar. Das heisst, wir müssen wissen, dass sie uns belügen! Warum glauben wir ihnen dann überhaupt noch ein Wort? .. für mich ist das BETRUG AM VOLK!

... das "Aufwachen" wird für viele ziemlich schmerzhaft sein!



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Über Österreich kreist der Pleitegeier: 15% mehr Insolvenzen (kurier.at)
Iran, Dollar, Börsen (mmnews.de)
Eine Blase platzt nie nur zur Hälfte (manager-magazin.de)
Investmentbanking: Es locken die fettesten Boni aller Zeiten (wirtschaftsblatt.at)
Höchste Alarmstufe: Der Bankenkollaps in den USA geht weiter (kopp-verlag.de)



US-Geschäftsleute kämpfen ums blanke Überleben - Jahrelang war der Konsum die Lokomotive der US-Wirtschaft. Nun kämpfen Laden- und Restaurantinhaber ums Überleben. Dabei entwickeln sie eine bemerkenswerte Kreativität. Doch alle Bemühungen ändern nichts an der Tatsache: Die Vereinigten Staaten befinden sich im Ausverkauf. (welt.de)

"No, he can`t" - »I have a dream« rief Martin Luther King im Jahr 1963 und begründete mit diesen vier Worten eine neue Vorstellung von Freiheit und Gerechtigkeit für ein ganzes Land. Wer hätte gedacht, dass es 2008 nur noch drei Worte brauchen würde, um die ganze Welt in Stimmung zu versetzen: »Yes we can«, die magische Zauberformel des Barack Obama. Gefolgt von Wahlversprechen, die dem amerikanischen Volk aus dem Herzen sprachen, war es eine meisterliche Kampagne. (kopp-verlag.de)

Ausgang verzweifelt gesucht - Die Fed berät am Dienstag und Mittwoch über ihr weiteres Vorgehen. Experten rechnen zwar noch nicht mit einem krassen Kurswechsel. Doch an den Märkten wird bereits heftig über "Exit-Strategien" spekuliert. (ard.de)

US-Manager stoßen massenweise ihre Aktien ab - Führungskräfte von US-Unternehmen nutzen die Aktienrallye an den Börsen zu Verkäufen. Sie verkaufen ihre Aktien so rasch wie seit Juni 2007 nicht mehr. Anleger sollten Aufhorchen, denn leitende Angestellte haben den besten Einblick in die Aussichten der von ihnen geführten Konzerne. (welt.de)

Merkwürdigkeiten der März-Rally 2009 - Am Montag, dem 9. März 2009, drückt "Mr. Goldfinger" zu Handelsbeginn den "Startknopf" für das gigantischste Kaufprogramm aller Zeiten. Mr. Goldfinger ist Manager eines "Super-Dachfonds", der von einem "Kartell" aus internationalen Großbanken und großen US-Fonds getragen wird. Geld hat man satt und genug, denn die FED hat dieses großzügig zur Verfügung gestellt, und dazu verfügen die Fonds über eine Menge Cash. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Zahl der US-Sozialhilfeempfänger schnellt hoch - Die Rezession wird zum Belastungstest für die wenig krisenerprobte Sozialversicherung in den USA. Die Zahl der Amerikaner, die staatliche Unterstützung bekommen, ist binnen eines Jahres deutlich gestiegen - in einigen Bundesstaaten kletterte die Zahl der Hilfeempfänger gar um mehr als 20 Prozent. (spiegel.de)

Cantarell im gnadenlosen Decline - Die staatliche mexikanische Ölgesellschaft Pemex (Petróleos Mexicanos) berichtet auch für den Monat Mai 2009 von einem deutlichen Ölförderrückgang (All Liquids) um -5,43% auf 2,991 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) im Vergleich zum Vorjahresmonat! Die Förderung von Crude Oil, sank um -6,52% im Vergleich zum Vorjahresmonat, auf 2,609 mb/d! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Wie mit Lügen der Öffentlichkeit Kriege verkauft werden - Zur Erinnerung, hier ein Video welches zeigt, wie mit Propaganda und Lügen die amerikanische Öffentlickeit überzeugt wurde, Saddam Hussein ist ein Monster, der Babys aus Brutkästen auf den Boden schmeissen lässt, um den Einmarsch im Irak begründen zu können. Die Zeugenaussagen des Mädchens und des Arztes aus Kuwait über die getöteten Babys waren der Schlüssel, um die öffentliche Meinung für die Notwendigkeit des ersten Golfkrieges gegen den Irak zu überzeugen. (alles-schallundrauch.blogspot.com)

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Montag, 22. Juni 2009

Der Faktor Zeit

Alle gemalten Szenarien, egal wie düster, sind relativ, denn eine Unbekannte ist ein wichtiger Faktor, der weder präzise vorauszusagen, noch berechenbar ist. Wenn man die aktuellen Daten analysiert, die Trends berücksichtigt, kann man in etwa gewisse Dinge prognostizieren. Zum Beispiel, was sich in den USA aller Wahrscheinlichkeit entwickelt:

Durch die Depression, also extreme Schrumpfung der Wirtschaft, stark steigende Arbeitslosigkeit, das bekannte Problem der Banken, die hohe Überschuldung des Staates, der Unternehmen und der Privaten und schleisslich die exorbitante Erhöhung der sich im Umlauf befindlichen Geldmenge, sind Szenarien möglich, die bis zum Kollaps von Wirtschaft, Bankensystem und Währung reichen. Wann allerdings dieser finale Zusammenbruch, der immer wahrscheinlicher wird, stattfindet, kann man kaum vorher sagen. Es könnte im Prinzip morgen sein und im schlechtesten Fall erst nächstes Jahr. Warum schreibe ich "im schlechtesten Fall"?

Weil, je länger dieser Kollaps hinausgezögert wird, umso brutaler für alle ausgehen wird. Denn neben dem unberechenbaren Faktor Zeit spielen Puffer eine Rolle, die für nicht Beteiligte kaum zu erkennen sind, weil sich das meiste in einem geheimen, verlogenen Bereich abspielt. Je länger die "Krise" dauert, desto harmloser werden Nachrichten, die noch vor kurzer Zeit die Welt erschüttert haben. Die Menschen wähnen sich in falscher Sicherheit. Noch vor einem Jahr waren bankrotte Banken eine Titelseite wert, heute oft nur mehr ein Vierzeiler im Finanzteil. Der Horror ist alltäglich geworden ... und das Leben hat sich für viele nicht geändert. Sie haben noch einen Job, können noch die Hypothek abzahlen, genauso wie das Leasingauto, werden auch heuer noch auf Urlaub fahren ... Tatsächlich sollten JETZT bei allen bereits die Alarmglocken läuten, denn wusstest du, dass in diesem Jahr bereits über 40 Banken in den USA bankrott gegangen sind? Die Produktivität so schnell sinkt, wie die Arbeitslosigkeit steigt? Der Aktienmarkt eine reine Illusion geworden ist und ein weiterer, viel härter Crash vor der Tür steht? Ebenso eine Hyperinflation nach dem Muster von Simbabwe? Und dass spätestens mit dem Dollar-Kollaps auch der Euro ins Trudeln gerät?

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Lesen wir zB. in der Zeitung, dass bei einem Lawinenabgang fünf unserer Rasse den Tod gefunden haben, ist das schrecklich. Passiert so etwas jedoch jede Woche, wird es alltäglich und wir finden fast nichts mehr dabei. Erst wenn die Lawine 200 Menschen in den Tod reisst, dann trauern wir wieder kollektiv. Wir alle gewöhnen uns zu schnell an positive, wie auch negative Ereignisse. Wir passen uns an! Es wird Alltag ...

Deshalb verlieren wir die Sensibilität und auch das Interesse. Die Sensation, die gestern noch eine war, ist heute keine mehr. Wir stumpfen ab! Wir fahren unsere Sensoren ein!

Ich kenne Personen, die ein Krisenlager aufgebaut haben und nun genau dieses "aufessen", weil sie der Meinung sind, es wird eh nichts passieren. Noch vor einem Jahr war die Situation viel gefährlicher und wir dem Abgrund näher als heute. Dass ihr euch nicht täuscht, Leute! Ihr seid nur nicht mehr hellhörig, nicht mehr sensibilisiert. Ihr hattet erwartet, dass es viel schneller geht. Und weil das System noch immer (irgendwie) funktioniert, seid ihr der Meinung, wir hätten es geschafft! Ja, und die Politiker versuchen mit aller Kraft genau dieses Bild zu vermitteln.

Das ist die Zeit, die unseren Blick verklärt. Nun wird, wie schon erwähnt, möglichst Vieles verschwiegen, weg gelogen, versteckt - nur um mit aller Kraft das System, das totgeweiht ist, irgendwie am Laufen zu halten. Doch wir kommen zu dem Punkt, wo es einfach aus ist. Dann baut sich ein "Tsunami" auf, den die Geschichte noch nicht gesehen hat. Binnen Stunden und Tage steht das globale Räderwerk still ... nichts geht mehr!

Je weiter dieser finale Zeitpunkt in die Zukunft gezögert wird, umso brutaler wird es für alle. Ich garantiere Euch, von dem Zeitpunkt an, wo die tatsächliche Flucht aus dem Dollar beginnt, wo die ersten echten Grossbanken wegen Liquiditätsmangel in den USA schliessen, der Run auf die Supermärkte beginnt, ist binnen 24 Stunden auch bei uns "Sendepause" ...nichts geht mehr. Wir sind zu vernetzt, zu abhängig geworden. Dank Internet werden plötzlich viele vom Supermarkt-Run in den USA erfahren, nur Stunden später geht es auch bei uns los: Supermarkt-Run, Banken-Run, die ersten Schliessungen, aufkommende Panik ... wie gesagt, das war´s dann. System hinunter gefahren!

Ob das im Sommer, im Herbst oder erst nächstes Jahr passieren wird, kann niemand sagen. Die Zeit arbeitet aber nicht unbedingt für uns! Je länger es dauert, umso härter wird es für jeden Einzelnen. Bis dahin werden wir belogen, betrogen und in vermeintlicher Sicherheit gewähnt! Der Faktor Zeit wird plötzlich zum grossen Problem ...



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:


Sky Europe meldet Insolvenz an (derstandard.at)
HTI baut weitere 500 Jobs ab (derstandard.at)
Hoffen auf Milliarden aus Konjunkturprogrammen (derstandard.at)
Kommunalkredit verliert fast 1,5 Millairden Euro (diepresse.com)



Weltbank sieht für Euro-Zone und USA schwarz - Die Weltbank hat ihre Konjunkturprognosen für die Euro-Zone, die USA und Japan gesenkt. Zur Begründung nannte sie die wirtschaftlichen Aussichten, die weiter ungewöhnlich unsicher seien. Auch der IWF und die OECD äußerten sich vorsichtig. Für Deutschland kommt die Bundesregierung zu einer anderen Einschätzung, wie aus dem Monatsbericht des Finanzministeriums hervorgeht. (handelsblatt.com)

Experten sagen heftige Dax-Korrektur voraus - Düstere Aussichten für das wichtigste deutsche Börsenbarometer. Aktienstrategen sagen dem Dax einen jähen Absturz voraus. Die Deutsche Bank erwartet beim Leitindex einen Rückgang auf 4000 Zähler, die WestLB auf 4300 Punkte. Offenbar nehmen die Akteure Risiken wieder stärker wahr. (welt.de)

Österreich kommt glimpflich davon - 2008 hat Spanien alle Rekorde gebrochen, 2009 dürften die Nieder­lande mit einem Plus von 75 Prozent die meisten Pleiten einfahren. (derstandard.at)

Überleben in der Eiszeit - Schon jetzt trifft die Weltrezession deutsche Vorzeigebranchen hart. Die Industrie, das Herz der deutschen Wirtschaft, steckt in massiven Problemen. Experten warnen: Das Schlimmste kommt noch. (manager-magazin.de)

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Samstag, 20. Juni 2009

Sommerloch? ... nein, heuer nicht!

Heuer werden die Medien im Sommer keine Informationsflaute erleiden, so wie alle Jahre das "Sommerloch" genannt wird. Jene Zeit, wo unser Parlament im Urlaub ist, das Parteiengezänk infantil wird und auch sonst nicht viel passiert.

GEAB No. 36 ist erschienen und geht davon aus, dass in diesem Sommer drei Monsterwellen unser Wirtschaftliches Gefüge schwer treffen werden. Besonders arg wird sein, dass diese Monsterwellen nicht hintereinander kommen werden, sondern vermutlich ziemlich gleichzeitig. Ein verdammt heisser Sommer scheint damit garantiert zu sein!

Die drei Monsterwellen beschreibt GEAB als 1) Massenarbeitslosigkeit 2) Insolvenzen mit Dominoeffekten 3) die Agonie des Dollars, der US-Schatzbriefe, des britischen Pfunds und die Wiederkehr der Inflation.

Im Raum steht natürlich die berechtigte Befürchtung, dass zwei wichtige Träger des weltweiten Wirtsschafts- und Finanzsystems, die USA und Grossbritannien, Staatsbankrott erleiden könnten.

Ich war mit jenem Bankmanager, den ich im März nach langer Zeit wieder traf und damals über unser Gespräch schrieb (Sei wachsam, Holzauge!) heute morgen auf einen Kaffee.

Natürlich wollte ich wissen, wie er jetzt die Lage beurteilt, denn einige österreichische Banken benötigen wieder Staatskapital und amerikanische Banken machen anscheinend wieder Milliardengewinne und beginnen die Rettungsmilliarden zurück zu bezahlen ...

"Die Situation wird immer explosiver! Der Öffentlichkeit wird etwas vorgegaukelt, das überhaupt nicht der Realität entspricht. Osteuropa wird für die westeuropäischen Banken, auch für die österreichischen, ein Desaster, dessen Tragweite heute noch nicht absehbar ist. Aber nicht nur im Osteuropaproblem liegt gewaltige Explosivität, wir haben seit längerem einen Teufelskreislauf erricht, aus dem wir offensichtlich nicht herauskommen können. Bedingt durch die Wirtschaftskrise kommen immer mehr Unternehmen ins Trudeln, müssen Leute entlassen oder in Kurzarbeit schicken. Dadurch werden wir heuer noch mit Kreditausfällen konfroniert, die die eine oder andere Bank nicht überleben wird. Alle bisherigen Schätzungen werden permanent nach unten revidiert. Auch das wird ein Desaster! Dazu kommen noch eine dreistellige Milliardensumme, die amerikanische Papiere betrifft, in die österreichische Banken investiert haben und die nach internen Meinungen enorme Verluste bringen werden. Wenn unsere Kunden wüssten, was uns die nächsten Monate erwartet, würden sie alle Sparbücher auflösen und alles Bargeld abziehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dafür sogar die Staatshaftung nicht ausreicht, ist hoch! Wir bekommen Probleme, die wir nicht mehr lösen können, es ist nur eine Frage der Zeit, bis alles kippt.
Derzeit vergleiche ich das globale Finanzsystem mit einer schon seit längerem insolventen Firma, die durch Bilanzfälschung und 'Loch-auf-Loch-zu'-Politik ein paar Wochen oder Monate gewinnt."

Wie glaubst du, wird der Sommer verlaufen?

"Das ist eine nicht sehr nette Frage, denn momentan kann täglich das Finale eingeläutet werden. Es wird so viel versteckt, unterdrückt, geheim gehalten und abgestritten, so dass man das gesamte Ausmass noch gar nicht abschätzen kann. Schau dir die amerikanischen Banken an. Die stellen eigene Bilanzierungsregeln auf, veröffentlichen somit bewusst falsche Zahlen und die Regierung hilft ihnen bei diesem Betrug tatkräftig. Es geht dann schnell, sobald eine dieser grossen Banken fällt. Das gesamte Finanzsystem ist derzeit zum Zerreissen gespannt. Ein grösserer Bankrott und all die Unwahrheiten und Betrügereien werden sich rächen. Ein guter Spiegel ist derzeit der Aktienmarkt, eine typische Crack-Up-Rallye. Jeder der es sich noch leisten kann, möchte die gewaltigen Verluste der Vergangenheit möglichst schnell aufholen und wieder ins Plus kommen. Die Aktien haben mit den Wirtschaftsdaten absolut nichts zu tun und sind teilweise weit überteuert und überschätzt. Doch hier machen die Banken, die diese Rallye finanzieren, kurzfristig enorme Gewinne ... bis der Einbruch kommt. Und der steht bevor. Der Aktienmarkt wird einbrechen wie nie zuvor! Das ist alles komplett überzogen und irreal. Doch es ist so viel Geld im Spiel, dass niemand aufhören kann und will. Jetzt wird noch ausgepresst - viele wissen, dass es wahrscheinlich für lange Zeit das letzte Mal sein wird. ... oder für immer! Ob das allerdings alles schon im Sommer passiert, kann ich nicht sagen. Aber es kann einfach nicht mehr lange so weitergehen!"

Was empfiehlst du angesichts der Situation?

"Gold und Silber, keine Papiere, egal welche, raus aus allen Versicherungen, möglichst keine Schulden und schauen, dass man überlebt!"


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



GEAB No. 36 ist angekommen (leap2020.eu)

Erste US-Grossbanken zahlen Staatshilfe zurück
(orf.at)
Börse: Es wird noch einen heftigeren Einbruch geben (diepresse.com)


Pimco-Chef erwartet heftige Kurseinbrüche - Mohamed El-Erian sah die Finanzkrise früh voraus. Nun rät der Mann mit Kultstatus Anlegern: "Wer unbedingt kaufen will, sollte nur Geld investieren, das er nicht für die Miete oder Ausbildung seiner Kinder braucht." (ftd.de)



Meldungen:



Goldgräber-Stimmung in Osteuropa (kurier.at)
Türkei: Ilisu-Staudamm finanziell ausgetrocknet (derstandard.at)
USA: 40. Bankenpleite dieses Jahr (mmnews.de)
Krise: US-Städten droht Abrissbirne (mmnews.de)
Kalifornien steht kurz vor dem Staatsbankrott (netzeitung.de)

Die Krise nährt die Krise (hartgeld.com)



Metamorphosen - Der deutsche Auslandsgeheimdienst sagt massive Verschiebungen im globalen Mächtegefüge voraus und verlangt "eine geostrategische Debatte in Deutschland". Der Zusammenbruch der westlichen Volkswirtschaften, dessen Ende bislang nicht absehbar ist, könne den Aufstieg Chinas sowie den Abstieg des langjährigen Hauptverbündeten der Bundesrepublik, der Vereinigten Staaten, dramatisch beschleunigen, heißt es in einer vertraulichen BND-Studie. (german-foreign-policy.com)

Die Kriege kosten den Amerikanern bisher 1 Billion Dollar - Der US-Senat stimmte am Donnerstag mit 91 gegen 5 Stimmen für das 106 Milliarden Dollar umfassende Gesetz zur Finanzierung der Kriege in Afghanistan und Irak, welches bereits vom Repräsentantenhaus am Mittwoch mit 226 gegen 202 Stimmen verabschiedet wurde. Damit kostet dem amerikanischen Steuerzahler der "Krieg gegen den Terror", den die USA seit 8 Jahren führt, fast 1 Billion Dollar (1000 Milliarden). (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Inflationieren ODER Sterben? Oder beides? Ganz gleich wie stark die US-Notenbank inflationiert - die Wirtschaft wird am Ende sterben. Entweder wird es einen "Tod" durch Hyperinflation oder einen "Tod" durch eine deflationäre Implosion geben. (mmnews.de)

Rekordarbeitslosigkeit in 8 US-Bundesstaaten - Das Bureau of Labor Satistics (BLS) veröffentlichte gestern den Bericht über die Daten der Arbeitslosigkeit in den einzelnen US-Bundesstaaten und den Großraumregionen (Regional and State Employment and Unemployment (Monthly)) für den Monat Mai 2009. In 48 Bundesstaaten inkl. dem District of Columbia stieg die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat. Nur in Nebraska ging sie leicht um -0,1% zurück und in Vermont stagnierte die Rate. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Die Kriminellen überwachen die Kriminellen - Was Obama jetzt beschlossen hat, der amerikanischen Notenbank Fed die Macht als oberste Aufsichtsbehörde über das gesamte Finanzsystem zu geben, ist der absolute Beweis, er ist eine Marionette der Finanzmafia. Damit wird der Bock zum Gärtner gemacht. (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Milliarden-Anleihen entpuppen sich als Fälschung - Die Summe war zu hoch, um wahr zu sein: Der Fund von US-Staatanleihen im Wert von 134 Milliarden Dollar hat sich als Fälschung herausgestellt. Das teilte das US-Finanzministerium mit - nachdem es Fotos der angeblichen Staatspapiere gesehen hat. (spiegel.de)

Gold besser als Aktien - Der Goldpreis werde sich in den kommenden neun bis zwölf Monaten besser entwickeln, als Aktien. Das meint Adrian Day, anerkannter britischer Rohstoff-Experte und President von Adrian Day Management. (mmnews.de)

Abschwung, Wende und Aufschwung in einem - Ist das Ärgste überstanden, wie manche Politiker weismachen wollen, oder steht das Schlimmste noch bevor? Es kommt darauf an, von was man spricht. Von Finanz- oder Realwirtschaft oder den Erwartungen. (derstandard.at)

Schweizer Großbanken droht Zerschlagung - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat sich besorgt über den Zustand der Großbanken in der Alpenrepublik geäußert. Auch nach der mit einer Milliarden-Staatshilfe behobenen Schieflage der Großbank UBS bleibe die Lage für die Geldinstitute schwierig. Die Währungshüter sprachen von beträchtlichen Risiken und fordern Gegenmaßnahmen. (handelsblatt.com)

Die grosse Ernüchterung - Die Wahl Obamas und die Finanzkrise haben die Hoffnung geweckt, dass sich vieles ändern wird. Doch ein halbes Jahr später ist die Ernüchterung gross. Viel mehr als zahnlose Papiertiger und populistische Phrasendrescherei hat uns die Aufarbeitung der vergangenen Jahre nicht beschert. Doch wer etwas anderes erwartet hat, der kennt die Mechanismen nicht. Michael Lewis, der ehemalige Salomon-Händler und Buchautor, nennt die Dinge beim Namen. (zeitenwende.ch)



Tipp für heute abend:


Friedrich Gamerith - GUMMIBÄREN LÜGEN NICHT - Das Kabarett zur Finanzkrise – Damit Sie heute schon erfahren, was morgen auf Sie zukommt ...
20.Juni, 20:00 h - Stainzerhof Messner Grazer Straße in Stainz (gamerith.net)



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Donnerstag, 18. Juni 2009

Wer hat die Macht?

Macht, Definition bei Wikipedia: Nach einem weitverbreiteten Verständnis des Wortes bezeichnet Macht die Fähigkeit von Individuen und Gruppen, auf das Verhalten und Denken sozialer Gruppen oder Personen - in ihrem Sinn und Interesse - einzuwirken. Es handelt sich um einen grundlegenden sozialen Aspekt, welcher in praktisch allen Formen des menschlichen Zusammenlebens eine Rolle spielt. So führt das Sozialverhalten von Individuen in Gruppen und von Gruppen untereinander zum Entstehen von Sozialstrukturen, in denen sich auch unterschiedliche Machtpositionen ausdifferenzieren. (de.wikipedia.org)

Wer hat die meiste Macht? Nein, weder irgendein Staatsoberhaupt, noch ein Militärbefehlshaber oder Geheimdienstchef, noch ein Konzernchef. Die meiste Macht haben wir, das Volk. Doch wir wissen es nicht, wir üben sie daher kaum aus und wir werden von jenen Personen und Gruppierungen beherrscht und benutzt, die wesentlich weniger Macht haben, aber uns gegenüber mächtig erscheinen.

Wie kommt das? Die Mächtigen, die sogenannte Elite hat über uns Macht, weil wir es ihnen "erlaubt" haben. Sie "belohnen" uns dafür, indem sie zB. für Schutz, Sicherheit und Wohlstand sorgen. Tatsächlich arbeiten sie diffiziler und effektiver. Dieses Spiel mit der Macht geht schon Jahrtausende lang und funktioniert noch immer! Ein nicht so Mächtiger muss den wahren Mächtigen abhängig machen, dann kann er Macht über ihn ausüben.

Das heisst auf die heutige Zeit übertragen, die Elite sorgt für Annehmlichkeiten, wie Wohlstand, soziale Sicherheit und andere trügerische Illusionen. Wir, das Volk sind dankbar dafür, dass wir uns ein Leben in Wohlstand leisten können und wollen auch nicht, dass dies gefährdet wird. Daher müssen sie auch für eine offensichtlich reale Gefahr sorgen, damit dieses angenehme Leben in Wohlstand und Sicherheit gefährdet ist. Womit kann das Volk in einen permanent-latenten Angstzustand versetzt werden, wobei sich die Elite wieder als Beschützer aufspielt? ... Terrorismus, Kriegsgefahr, Krankheiten, Epidemien, etc. Eine unglaubliche Abhängigkeit entsteht. Auch durch das fast bedingungslose Obrigkeitsdenken des Volkes - man vertraut der Elite fast blind und sieht durch diese "Blindheit" nicht, wie abhängig und unfrei man geworden ist und wie man schamlos benutzt und ausgenutzt wird. Das Volk hat die Freiheit für Abhängigkeit aufgegeben, durch den Wunsch nach immer mehr ...

Wie kann das Volk seine Macht gegenüber der Elite demonstrieren und die Abhängigkeit lösen? Leider gar nicht! Denn zu viele verschiedene Interessen, die ausgeprägte Bequemlichkeit und die Sucht nach der Abhängigkeit, vor allem die Infragestellung des Wohlstandes und der Sicherheit führen eine mögliche Einigkeit von Beginn an ad absurdum. Doch wenn es einig wäre und die selben Interessen vertreten würde, dann wäre es möglich!

Ein kleines Beispiel. Kannst du dich noch an die Aufrufe, den Mineralölkonzern Shell zu boykottieren, erinnern, weil sie damals eine ausgediente Ölplattform im Meer versenken wollten. Wegen der immensen Erdölrückstände wäre das eine tickende Ökobombe irgendwo in den Tiefen der See gewesen, die wahrscheinlich langfristig eine grosse Umweltkatastrophe auslösen hätte können. Den Boykott schlossen sich zwar nicht viele aus dem Volk an, aber doch genug, um bei Shell für empfindliche Umsatzeinbussen zu sorgen. Die Plattform wurde nicht versenkt, sondern an Land geschleppt und entsorgt. Die Macht des Konsumenten (des Volkes) zwang einen mächtigen Konzern in die Knie.

Das heisst, wir hätten die Macht, jeden Konzern UNSERE Interessen aufzuzwingen oder Regierungen zu stürzen. Doch durch unsere Uneinigkeit, Bequemlichkeit und Angst Eigenverantwortung zu übernehmen, bleibt diese effektiv auszuüben wohl oder übel ein visionärer Traum.

Aber halt, nicht ganz, denn zum einen ist das Volk, also du und ich ebenso, lernfähig und wir befinden uns derzeit in einer Krise, die sich langsam zu einem totalen Zusammenbruch aller Systeme entwickelt. Spätestens dann, kann die Wirtschaft nicht mehr für Bedürfnisse und Abhängigkeiten sorgen, die Regierungen nicht mehr für Sicherheit ... spätestens dann wacht das Volk auf, wird erkennen, wie manipuliert und ausgenutzt es wurde und wird auf die Strasse gehen. Dann wird die Elite merken, dass das Volk doch erheblich mehr Macht hat, als sie. Doch bis dahin rinnt die Mur (Fluss durch Graz ;-) noch viel Wasser hinunter und so lange werden wir auch noch ausgenutzt und gegeneinander ausgespielt ... so lange es noch geht!

Einie Male in der Geschichte hat das Volk seine Macht demonstrieren können, so wie sie es derzeit auch im Iran versucht. Oft war allerdings Manipulation einer anderen Elite der Grund dafür. Das heisst, nicht aus eigenen Interessen ging man auf die Strasse, sondern aus Interessen einer anderen Gruppe, meist eines Staates, der mehr Einfluss anstrebte. Doch das Volk stürzte Diktatoren, Regime und Regierungen. Dahinter standen Geheimdienste, andere Regierungen und profitgierige Konzerne.

Wenn es zum Zusammenbruch vieler Staaten gleichzeitig kommt, und dadurch auch zum Kollaps staatlicher Strukturen, fallen diese Manipulationen naturgemäss weg. Das Volk ist auf sich alleine gestellt, muss Verantwortung übernehmen und kann nun die Macht ausüben, die sie bisher nicht erkannt hat. Das heisst, es spielen dann kaum mehr staatliche, wohl aber ideologische Motive und Auslöser mit. Denn Regierungen werden mit sich selbst genug zu tun haben, um überhaupt noch irgendwie zu funktionieren, Konzerne ebenso.

Die Gefahr allerdings besteht, dass das Volk, das seine Freiheit sucht, plötzlich auf irgendwelche "starken Führer", Populisten und Demagogen hereinfällt und sich wieder vor dem Karren spannen lässt und die Interessen einer kleinen, weit weniger mächtigen Gruppierung, durchsetzt.

Es wird mit Sicherheit eine chaotische, wilde und vor allem verlustreiche Zeit, bis das Volk seiner Verantwortung im ideologisch-politischen, gesellschaftlichen, wie auch im wirtschaftlichen Sinn UND seiner Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft bewusst wird und verantwortungsvoll damit umgeht. Kein leichter Weg, auf dem sehr, sehr viel Porzellan zerbrochen und sehr, sehr viel Blut fliessen wird. Doch die Hoffnung besteht!

Was das Volk erwarten kann, ist bekannt, viel zitiert und klingt auch ein wenig "ausgelutscht". Und doch ist es wahrscheinlich das Wichtigste in der Geschichte der Menschheit, das all den Kampf gegen die Elite, gegen die scheinbar Mächtigen erst sinnvoll erscheinen lässt und für das man auch Verluste schlussendlich gerne in Kauf nimmt: Freiheit, Einigkeit und Brüderlichkeit ... die visionären Eckpfeiler der französichen Revolution!



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Max Weber: Nach dieser wohl bekanntesten Definition ist Macht „jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht.“ Diese Definition abstrahiert von den Quellen der Macht, sieht also etwa von einer Legitimiertheit der Macht völlig ab.



Meldungen:



Kurzarbeit soll Krise lindern (derstandard.at)
BMW mahnt Mitarbeiter zur Markentreue (derstandard.at)
China verkauft US-Staatsanleihen im Wert von 4 Milliarden US-Dollar (china.org.cn)
Geht die Schweiz bankrott? (woz.ch)
Buy Chinese (mmnews.de)
Zehn US-Grossbanken zahlten Staatshilfe zurück (derstandard.at)



USA und Europa - Hyperinflation am Horizont - Fachleute warnen vor überschwappender Liquidität - Unabhängige Experten der Finanzwelt, die keinerlei „Verbindung“ mit der Politik, bestimmten Banken und/oder anderen Institutionen haben, warnen jetzt immer lautstarker vor der Gefahr von Hyper-Inflation in jenen Ländern, die mit atronomischen Summen ihr Banken gerettet haben und weiter retten sowie zusätzlich immense Geldmengen in Firmen-Rettungen und andere Unterstützungsaktionen für die Industrie gesteckt haben und stecken. Das betrifft besonders die USA, aber in deutlichem Masse auch die EU/Eurozone. (berlinerumschau.com)

Expertenkommission gibt zu: »Stress-Test« für die Banken ist völlig wertlos - In der Öffentlichkeit wird immer wieder behauptet, die seit Anfang Mai zu verzeichnende scheinbare Erholung an der US-Börse, eine sogenannte »suckers‘ rally«, sei vornehmlich auf den von der Obama-Regierung angeordneten »Stress-Test für die Banken« zurückzuführen. Dabei waren 19 der größten US-Banken einer Überprüfung unterzogen worden, angeblich um festzustellen, wie gefährlich das Verhältnis zwischen ihren »giftigen« Wertpapieren und ihrem Eigenkapital war. Allerdings gibt es jetzt noch keinen Grund, die Champagnerkorken knallen zu lassen. Für Insider kam es überhaupt nicht überraschend, dass alle 19 überprüften Banken den Test »bestanden« hatten, das hatten ja zumindest US-Finanzminister Timothy Geithner und seine Bundeseinlagenversicherung (FDIC) bekannt gegeben und erklärt, möglicherweise brauchten die Banken nur noch zusätzliches Kapital in Höhe von 75 Milliarden Dollar – und das sei wohl kaum ein Grund für die Angst vor einer Systemkrise des amerikanischen Kapitalismus. Die Sache hat nur einen Haken: Übereinstimmend kam eine Arbeitsgruppe des US-Kongresses jetzt zu dem Schluss, dass dieser Stress-Test so konzipiert war, dass er praktisch wertlos ist. (kopp-verlag.de)

Miegel: Die nächste Krise wird noch schlimmer. Wirtschaftsexperte kritisiert staatliche Reaktionen als zu heftig. Nach Einschätzung des Wirtschaftsexperten Meinhard Miegel ist nach der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise ein noch schlimmerer Einbruch in der Weltwirtschaft zu befürchten. Bei der nächsten Krise könnten auch Staaten "ins Trudeln kommen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Denkwerk Zukunft. (dradio.de)

Protektionismus bringt Weltwirtschaft zum Absturz - Erst USA, jetzt China. Protektionismus wird der Weltwirtschaft den Todesstoß versetzen: Wer nicht aus der Geschichte lernt wird die Depression ernten! Es war genau dieses Vorgehen, warum die Wirtschaftskrise der 30er Jahre zur Grossen Depression ausartete. (mmnews.de)

The Big Unwind - Im März 2008 suchte man seitens des TIME.com-Blogs "The Curious Capitalist" eine treffende Bezeichnung für die damalige Nur-Finanzkrise, die sich mittlerweile zu einer veritablen globalen Wirtschaftskrise ausgewachsen hat. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Die «bond market vigilantes» sind an der Arbeit - Die Diskussion an den Kapitalmärkten über Grund und Folgen der trotz den Lockerungsbemühungen der Notenbanken steigenden Marktzinsen hält an. Immer häufiger sind Befürchtungen einer in Zukunft kräftigen Inflation zu hören. Das Emissionsvolumen ist anhaltend hoch. (nzz.ch)

US-Immobilienmarkt mit Trendwende? - Im Mai 2009 gibt es erstmals eine erwähnenswerte Erholung am US-Immobilienmarkt! Nach den gestrigen Daten des Census Bureau steigen die US-Baubeginne (Housing Starts) um +17,2% zum Vormonat auf 532'000 Neubaubeginne an. Es ist aber immer noch ein Einbruch von -45,2% zum Vorjahresmonat und von gewaltigen -76,6% zum letzten Hoch im Januar 2006 mit 2,273 Millionen Wohneinheiten.(wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Mit Brot, Milch und – Pistole - Aufgrund der anhaltenden Rezession bewaffnen sich immer mehr Amerikaner. Sie haben Angst vor Plünderungen und dem Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung. (kopp-verlag.de)

Real Madrid kauft nur auf Kredit - Der FC Barcelona muss sich nicht länger wundern, woher der Erzrivale Real Madrid das Geld für die exorbitant teuren Transfers von Kaka und Cristiano Ronaldo nimmt. Der spanische Fußball-Rekordmeister finanziert seine derzeitige Einkaufstour "auf Pump". (n-tv.de)

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