Samstag, 9. Juni 2018

Erdbeeren

Erdbeerzeit! Es ist jedes Jahr für mich ein besonderer Moment, wenn die ersten roten, vollreifen, heimischen Erdbeeren am Markt angeboten werden. In meinem Fall natürlich steirische Erdbeeren. Da kann ich nicht widerstehen und mach´ mir meist einemal eine grosse Schüssel Erdbeeren mit Schlag (Sahne).

Wenn meine Liebste aus Deutschland nach Graz kommt, steht während der Erdbeerzeit immer eine Schüssel frischer steirischer Erdbeeren am Tisch ...

Die Erdbeere war auch Attribut vieler antiker Liebesgöttinnen, etwa Frigg (Freya) oder Venus. Im Volksglauben waren Erdbeeren von daher oft Symbol der sexuellen Lust, Ausdruck von Sinnlichkeit und dadurch auch Verlockung zur „Sünde“. Der Begriff Erdbeermund spielt auf die zum Kuss zusammengezogenen Lippen an.

Botanisch gesehen gehören sie zur Familie der Rosengewächse; ihre kleinen "Geschwister", die Walderdbeeren, spielten schon in der Steinzeit eine wichtige Rolle. Die uns bekannte Gartenerdbeere, die übrigens jede Menge Eisen, aber auch Kalium, Magnesium und Kalzium enthält, entstand im 18.Jahrhundert wohl durch einen Zufall aus einer Kreuzung der amerikanischen Scharlacherdbeere mit der Chileerdbeere. Heute gibt es mehr als tausend Sorten und sie gedeihen in nahezu allen Klimazonen und auf fast allen Gartenböden. Die kleine Walderdbeere findet man in Europa und Nordasien, entlang von Waldrändern und in lichten Laub- und Nadelwäldern und – meist recht teuer – auf unseren Wochenmärkten.

Erdbeeren enthalten mehr abwehrstärkendes Vitamin C als Orangen. Ernährungsexperten setzen sie wegen ihres hohen Gehalts an Folsäure und Eisen seit alters her gegen Blutarmut ein. Der hohe Kalzium-Gehalt schützt die Knochen vor Osteoporose. Kalium und Magnesium schützen das Herz. Erdbeeren enthalten Salicylsäure, die Beschwerden von Gicht und Rheuma lindert. Sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Phenolsäuren schützen vor Krebs und beugen Arteriosklerose vor.

Wegen ihres hohen Wassergehaltes sind Erdbeeren druckempfindlich, leicht verderblich und verlieren schnell ihr Aroma. Daher ist Vorsicht bei Transport und Lagerung oberstes Gebot. Locker ausgebreitet halten sich unbeschädigte Früchte ein bis zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks.

Zum Waschen taucht man die ganzen Beeren kurz in kaltes Wasser und tupft sie vorsichtig trocken. Um das Aroma nicht zu verwässern empfiehlt es sich, Stiele und Blätter erst nach dem Waschen zu entfernen. Frische Erdbeeren schmecken nicht nur besser, sie sind auch gesünder. Die enthaltenen Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe leiden unter langen Transportzeiten. Man sollte deshalb Erdbeeren aus heimischen Regionen bevorzugen. (iss-xund.eu)



ISS-XUND! Erdbeeren ... mit Rezepten zum Nachkochen (iss-xund.eu)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)





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