Dienstag, 6. März 2018

Madeira

Die Blumeninsel im Atlantik bietet das ganze Jahr über Urlaub in warmen, gemässigtem Klima. Es ist niemals zu heiss und niemals zu kalt. Madeira ist keine Badeinsel, wo man tagelang nur am Strand liegt. Madeira ist sehr gebirgig, mit steil ins Meer abfallenden Klippen. Man benötigt einen Leihwagen um die Schönheit der Insel zu erleben. Auch kulinarisch hat Madeira sehr viel zu bieten, wenn man sich ausserhalb der Hotels auf Suche begibt. Hervorragende Fischgerichte, Madeira Wein & Rum und die besten Bananen findet man hier. Und nicht nur in der Hauptstadt Funchal ...

Madeira ist eine portugiesische Insel, 951 km südwestlich von Lissabon und 737 km westlich der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean. Die gesamte Insel hat Mittel- bis Hochgebirgscharakter. Die Küste Madeiras fällt steil ins Meer ab. In der Mitte der Insel ragen die höchsten Gipfel empor. Der höchste Berg ist der Pico Ruivo mit 1862 m. Dieser bildet zusammen mit dem Pico do Arieiro, dem Pico das Torres und dem Pico Grande das Hochgebirge der Insel. Hier ist das Lavagestein sehr zerklüftet und zeigt interessante Felsformationen. Im westlichen Teil der Insel liegt das Hochmoor Paul da Serra. Es handelt sich dabei um eine relativ ebene Hochfläche in einer Höhe von 1300 m bis 1500 m über dem Meer. Nördlich der Hochfläche schließt sich mit dem Tal des Ribeira da Janela das tief eingeschnittene Tal des mit zwölf Kilometer längsten Flusses der Insel an.

Schon der Anflug auf den Flughafen von Madeira ist ein Erlebnis. Der Jet zieht eine Schleife und setzt auf der in den Hang gebauten, relativ kurzen Landebahn auf. Die Piloten benötigen zum Landen eine eigene Einweisung.

Über die Schnellstrasse Via rápida 1 des gut ausgebauten Strassennetzes im Süden kommen wir ins Savoy Hotel in Calheta Beach. Beim Hotel einer der wenigen Badestrände der Insel. Dieser ist künstlich angelegt. Eine Überraschung beim Einchecken, die Rezeptionistin des Hotels trägt ein Namensschild: "Zita" ...

Der letzte Kaiser Österreichs, Karl I., wurde 1921 mit seiner Frau Zita (1892–1989) nach Madeira ins Exil verbannt. Er starb, praktisch mittellos geworden, am 1. April 1922 in Monte oberhalb Funchals an einer Grippe und wurde in der dortigen Kirche Nossa Senhora do Monte beigesetzt.

Um die Insel erkunden zu können benötigt man einen Leihwagen. Enge Strassen führen an der Steilküste, durch Eukalyptus- und Lobeerwälder, durch die spektakulären Berge über die Insel. Überall wachsen wild Hortensien, Weihnachtssterne, Natternköpfe, Strelitzien und andere bunte Blumenarten.

Sehenswert sind Funchal, vor allem das Hafenviertel und der Markt, Monte, Ausflugsort oberhalb von Funchal, den man mit der Seilbahn erreicht, mit Korbschlittenfahrt, Tropischen Garten mit Azulejos und der Kirche mit dem Grab Karl I., des letzten Kaisers von Österreich-Ungarn, der malerische Hafenort Câmara de Lobos, die Felsenbäder in Porto Moniz an der Nordwestküste und Cabo Girão, eine der höchsten Steilklippen Europas.

Man sollte es sich nicht entgehen lassen, in einer der kleinen Restaurants Espada (Schwarzer Degenfisch mit gebratenen Bananen), Espetadas (Fleischspieße) und Napfschnecken zu probieren. Ebenso ist die Verkostung der Madeira Weine ein besonderer Genuss. Madeira Weine sind Portwein und Sherrys durchaus ebenbürtig.



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Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)





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