Samstag, 24. März 2018

Heimisches Superfood: Walnuss



Die Echte Walnuss (Juglans regia) ist ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae). Sie heißt meist umgangssprachlich einfach Walnussbaum oder Walnuss, regional auch Welschnuss (Österreich) oder Baumnuss (Schweiz). Ihre Früchte sind die bekannten Walnüsse. Sie sind geschützt von einer harten, hellbraunen Schale, die von einer fleischigen, grünen Außenschale umgeben ist. Die Früchte sind reif, wenn diese grüne Außenhaut aufplatzt.

Die in der harten Schale sitzenden Kerne sind eine beliebte Zutat bei der Herstellung von Kuchen und Kleingebäck. Halbreif geerntet dienen die Früchte zur Herstellung von Likören oder Schnäpsen.

Je nachdem, ob frisch oder getrocknet, haben Walnusskerne einen Fettanteil von 42 bis 62,5 Prozent, 11 bis 16 Prozent Eiweiß, 15 bis 23 Prozent Kohlenhydrate. Walnüsse haben von allen Nussfrüchten mit 7490 mg/100 g den höchsten Gehalt an Linolensäure (einer für das Herz gesunden Omega-3-Fettsäure). Darüber hinaus sind sie reich an Tocopherolen, einer Gruppe von vier verschiedenen Vitamin-E-Formen. Dazu ist diese Frucht reich an Zink (ein wichtiges Spurenelement unter anderem für Leber und Haare) und Kalium (unter anderem für den Herzmuskel), außerdem enthält sie Magnesium, Phosphor, Schwefel, Eisen, Calcium und die Vitamine A, B1, B2, B3, C und Pantothensäure. Der Brennwert von 100 g verzehrbarem Anteil liegt bei 2738 kJ.

In einer Untersuchung über Mittelmeerdiäten wurde festgestellt, dass die Nüsse eine vor Diabetes (Typ 2) schützende Wirkung besitzen. Auch zeigen neuere Untersuchungen, dass schon neun Walnüsse täglich und ein Teelöffel Walnussöl den Körper vor zu hohem Blutdruck in Stresssituationen schützen können. In Kombination mit Leinöl sollen sich Walnüsse zudem auch positiv auf den Zustand der Blutgefäße auswirken. Darüber hinaus scheinen Walnüsse nicht nur Herz-Kreislauferkrankungen entgegenzuwirken, sondern auch Prostatakrebs zu bremsen.

Halbreife Nüsse und im Frühsommer geerntetes Laub enthalten bis zu 1 Prozent Vitamin C und gehören damit zu den Vitamin-C-reichsten Pflanzenteilen in Mitteleuropa. Schon seit der Antike fanden sie vielseitige medizinische Verwendung. Ihnen wird eine antiseptische, wurmtreibende, tonische, blutreinigende und narbenbildende Wirkung nachgesagt.

Die Walnuss wirkt adstringierend, anregend, antiseptisch, appetitanregend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend und schmerzstillend und findet auf folgenden Gebieten Anwendung: Afterjucken, Akne, Anämie, Arteriosklerose, Darmentzündungen, Darmschleimhautreizung, Diabetes, Ekzeme, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, Fußpilz, Fußschweiß, Gallenschwäche, Gelenkentzündungen, Gicht, Gürtelrose, Haarausfall, Hämorrhoiden, Hauterkrankungen, Herz- und Kreislauferkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Hühneraugen, infektiöse Ausschläge, Lidrandentzündungen, Magen-Darm-Katarrh, Menstruationsbeschwerden, Mundschleimhautentzündungen, Rheuma, Schuppenflechte, übermäßige Schweißbildung, Verstopfung, Warzen und Zahnfleischentzündung.

Walnüsse können gehackt oder gerieben auf Eis, Müslis, Obstsalate, Salate, Erdäpfel (Kartoffeln) gegeben oder ganz zu Käse serviert werden.

Walnüsse sollen kühl, trocken und dunkel gelagert werden, da sie leicht ranzig werden können.



Superfood Walnuss ... mit Rezepten (iss-xund.eu)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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