Dienstag, 7. November 2017

Sexuelle Belästigung und sexueller Missbrauch ... jetzt wird´s immer bizarrer

Sowohl sexuelle Belästigung wie auch sexueller Missbrauch ist in unserer Gesellschaft offenbar gängig und weitverbreitet. Ich lehne Beides ohne wenn und aber entschieden ab!

Nun häufen sich die "Outings" und Schuldzuweisungen vor allem bei Personen, die im Rampenlicht stehen und über Macht verfügen - Politiker, Regisseure, Film- & Musikproduzenten, Manager, etc.

Allerdings bekommt diese Kamagne, und man kann schon von einer Kampagne sprechen, immer mehr eine bizarre Eigendynamik. Oft liegen die Vorkommnisse mehrere Jahre zurück und auch die Definition von beiden Begriffen, sexuelle Belästigung wie auch sexueller Missbrauch, ist nicht ganz klar.

Speziell als Mann bekommt man den Eindruck, man darf Frauen gar nicht mehr ansehen, ohne dass sie sich sexuell belästigt fühlen. Eine traurige Entwicklung! Wie soll ich eine Frau, die mir gefällt und die ich gerne näher kennenlernen würde nun ansprechen, ohne dass sie sich belästigt fühlt und mich gleich in die Medien (bzw. Soziale Medien) bringt?

Auch Frauen, wie Nina Proll und Chris Lohner, wehren sich gegen den neuen Trend. Nichts destotrotz wird in der Politik (SPÖ) darüber nachgedacht, ein Nachpfeifen und Nachrufen unter Strafe zu stellen ...

Aber seien wir mal ehrlich, richten sich Frauen nicht extra schön her um der Männerschaft zu gefallen? Ist es für eine Frau (aber auch für einen Mann) nicht angenehm, Komplimente zu bekommen, die sich auf die Figur und auf das Aussehen beziehen? Wo beginnt Belästigung, wo beginnt Missbrauch?

Wenn jede Frau, der ich mal den Arm um die Schulter, einen Kuss auf die Wange oder ihre Hände in die meinen genommen habe, sexuelle Belästigung wäre, wäre ich ein schlimmer Sexualverbrecher und hätte niemals die tollen Frauen näher kennengelernt, mit denen ich Beziehungen hatte bzw. habe.

Auf jedenfall wird das auch in meinem Bekanntenkreis so gesehen (viele Selbständige, Künstler, Akademiker). Wir sind nun mal zwei Geschlechter die sich anziehen.

Es sollte in den Medien und von der Politik mal definiert werden, wo genau sexuelle Belästigung beginnt. Und es sollte auch gesagt werden, dass nicht alle Frauen wie Männer Berührungen und eindeutige Phrasen als Belästigung auffassen.

Für mich beginnt sexuelle Belästigung dann, wenn man weitermacht obwohl das "Opfer" entschieden "NEIN!" gesagt hat oder zum Ausdruck brachte. Sexueller Missbrauch, vor allem durch Menschen die über andere Macht ausüben, ist generell zu verurteilen!

Nun ist aber zu befürchten, dass (wahre oder auch unwahre, wie auch übertriebene) Geschichten aus der Vergangenheit auftauchen, die vielleicht gar nicht mehr zu beweisen sind nur um Menschen aus Rache zu diskreditieren ...



Chris Lohner schrieb auf Facebook: "shitstorm hin oder her, aber jetzt muss ich auch mal zum thema sexuelle belästigung etwas sagen: diese ist durchaus zu verurteilen und zu bestrafen, aber die diversen anschuldigungen nehmen jetzt so bizare formen an, so dass sich jeder mann davor fürchten muss, mit einer frau allein in einem lift, raum zu sein. vertretern bestimmter berufsgruppen, ärzten, masseuren, usw. ist zu raten, bei der ausübung ihrer tätigkeit eine zweite person als kontrolle dabei zu haben, um nicht mit aussage gegen aussage konfrontiert zu werden. abgesehen davon, ist doch wirklich jeder einzelne fall von sexueller belästigung akribisch zu recherchieren, bevor man jemand anpatzt oder seine karriere ruiniert. man fragt sich, ob nach einem one-night-stand, der vielleicht beiden nicht gefallen hat, dieser dann womöglich als vergewaltigung dargestellt wird ... ich bin immer auf seiten der frauen, aber der echten, und nicht der rachsüchtigen und hasserfüllten. so und jetzt dürfen sie alle über mich herfallen ..."

Die Schauspielerin Nina Proll hatte am Sonntag in der Ö3-Sendung "Frühstück bei mir" gesagt: "Ich habe dieses kollektive Jammern, das in dieser #metoo-Debatte entstanden ist, satt. Bei mir beginnt sexuelle Belästigung da, wenn die Frau Nein sagt und der Mann macht weiter", betonte die Schauspielerin. "Dass Frauen einander auf die Schulter klopfen und schreiben 'Mir ist es auch passiert' und Geschichten von vor 20 Jahren auf den Tisch legen - das schwächt uns Frauen." Die Lösung könne nur sein, "dass die Frau den Mann in der Konfrontation darauf aufmerksam macht, dass es ein Übergriff ist", so die 43-Jährige. In der Puls-4-Sendung "Pro und Contra" legte sie am Montag provokant nach: "Das ganze Leben ist eine sexuelle Belästigung."



Christopher Seiler polarisiert mit Facebook-Video zu #MeToo - Der Kabarettist und Musiker Christopher Seiler (Seiler & Speer) sorgt mit einem Videobeitrag zum Thema Sexismus für heftige Debatten in den sozialen Medien. (kleinezeitung.at)
  
Chris Lohner wettert gegen „rachsüchtige“ Frauen - Die "#MeToo"-Bewegung gegen sexuelle Übergriffe lässt niemanden kalt. Weltweit haben Millionen Frauen über soziale Medien Belästigungen verbaler und physischer Natur öffentlich gemacht. Nun hat sich nach Schauspielstar Nina Proll auch die ehemalige Fernsehmoderatorin und ÖBB-Stimme Chris Lohner in die Debatte eingeklinkt und sich auf Facebook gegen die pauschale Verurteilung von Männern ausgesprochen. (krone.at)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)





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