Samstag, 30. September 2017

Gesundheitsgefahr Palmöl

Ich persönlich meide schon lange, sofern es geht, Produkte mit Palmöl. Zum einen, weil es bessere, gesündere Öle und Fette gibt. Zum anderen, weil durch die riesigen Monokulturen nicht nur wichtiger Regenwald gerodet wird, es müssen auch grosse Mengen an Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Zum Teil sind dies Mittel, die bei uns schon lange verboten sind. Und ausserdem entstehen bei der Produktion zusätzliche Schadstoffe, die der Gesundheit erheblichen Schaden zufügen können.

Doch Palmöl ist billiger Rohstoff und leicht zu verarbeiten. Deshalb ist Palmöl in sehr vielen Produkten enthalten. Angesichts dieses Lebensmittelskandals fordere ich, wie schon in der Vergangenheit, in den Supermärkten Einkaufswagen mit Leselupe, damit man auch die meist sehr kleine Kennzeichnung jederzeit lesen kann. Die Drogeriekette DM hat dies übrigens schon (DM im City Park Graz).

Vor allem Convenience Food (Fertiggerichte) werden mit Palmöl hergestellt. Aber auch Margarinen, Schokolade, Nougatcremen, Tortenglasuren, etc.

Gesundheitsschädigende Schadstoffe in Palmöl sind im Besonderen 3-MCPD und  Glycidyl-Ester. 3-MCPD wird  als  möglicherweise krebserregend eingestuft, Glycidol als wahrscheinlich krebserregend. Zusätzlich ist Glycidol auch gentoxisch: Es kann das Erbgut der menschlichen Zellen schädigen. Die Schadstoffe entstehen bei der Herstellung  der  Pflanzenöle. Diese  werden  bei  hoher  Hitze  raffiniert, um unangenehme Geruchs- oder Geschmacksstoffe zu entfernen. Auf diese Weise entstehen in weiterer Folge die Speiseöle bzw. -fette, jedoch auch die Schadstoffe.

Die EFSA untersuchte verschiedene Produkte, die Pflanzenöle beinhalten. Das Ergebnis: Die höchsten Werte der Fettsäureester befanden sich in Palmölen und Palmfetten.

Elf Lebensmittel, acht davon mit Palmöl, ließ Greenpeace von der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) testen. Untersucht wurden Nougat-Aufstriche, Tortenecken, Tortenglasuren, Schokoladen, Margarinen und Packerlsuppen. Während in allen Produkten mit Palmöl die Schadstoffe gefunden wurden, konnten sie in zwei der palmölfreien Lebensmittel nicht und im dritten nur in ganz geringen Mengen festgestellt werden.

Die Greenpeace-Testergebnisse zeigten bei Produkten mit Palmöl derart hohe Konzentrationen von 3-MCPD-Ester, dass vor allem bei Kindern der TDI von 0,8 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht rasch überschritten würde. Auch von Glycidyl-Ester wurden hohe Konzentrationen gefunden. Besonders gravierend seien beide Werte bei der getesteten Milka-Erdbeerschokolade (0,993 bzw. 0,377 mg/kg) und bei den Margarinen von Alsan (0,810 bzw. 0,689 mg/kg) und Rama Original in Würfelform (0,619 bzw. 0,220 mg/kg).

"Der Einsatz von Palmöl hat drastische Auswirkungen auf die Umwelt und auf die menschliche Gesundheit. Für die gesundheitsgefährdenden Stoffe 3-MCPD- und Glycidyl-Ester, die bei der Raffination von Palmöl entstehen, gibt es bisher keine gesetzlichen Grenzwerte. Das ist grob fahrlässig", kritisierte Greenpeace-Umweltchemiker Herwig Schuster.

"Wir raten dringend bis auf Weiteres vor allem bei Kindern vom Verzehr dieser Produkte ab. Ein Kind hat die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge von 3-MCPD-Ester bereits nach elf Gramm, also nach zwei Stückchen der getesteten Erdbeerschokolade, erreicht. Bei den beiden Margarinen genügen 13 bzw. 17 Gramm, also zwei dünn bestrichene Semmelhälften", erklärte Schuster. Dabei sei noch nicht berücksichtigt, dass Kinder und Erwachsene an einem Tag oft eine Vielzahl an weiteren palmölhaltigen Produkten konsumieren.

Auch Umweltmediziner Hans-Peter Hutter warnte: "Verschiedene Erhebungen haben gezeigt, dass gerade sensible Gruppen wie Säuglinge, Kleinkinder und Kinder höhere Mengen an 3-MPCD- und Glycidyl-Ester im Alltag konsumieren. Produkte, die vor allem diese Risikogruppen ansprechen, wie etwa Schokolade, müssen daher besonders strenge Auflagen erfüllen. Die Beobachtung, dass solche Produkte den TDI nahezu ausschöpfen oder sogar übersteigen, muss Anlass zum Umdenken beim Einsatz von Ausgangsprodukten dieser Nahrungsmittel und bei Herstellungsverfahren sein."

Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit forderte angesichts der Ergebnisse vom Gesundheitsministerium, Produzenten und Handel sofortige Maßnahmen. Es brauche nun flächendeckende Produkttests und die Veröffentlichung der Testergebnisse bei TDI-Überschreitungen. "Vom Konsum von Lebensmitteln, bei denen bereits bei sehr geringem Verzehr der TDI-Wert überschritten werden kann, muss unbedingt öffentlich abgeraten werden", so Schuster. Den Konsumenten empfahl die Umweltschutzorganisation generell, soweit wie möglich auf Produkte mit Palmöl zu verzichten.

Auch strenge gesetzliche Grenzwerte für die Schadstoffe 3-MCPD-und Glycidyl-Ester seien dringend notwendig. Der Lebensmitteleinzelhandel solle die drei am höchsten belasteten Produkte ("Milka"-Erdbeerschokolade, "Alsan"-Margarine und "Rama Original"-Margarine) solange aus den Regalen nehmen, bis flächendeckende Untersuchungen seitens der Behörden vorgenommen wurden und strenge Grenzwerte festgelegt wurden. Von Handel und Herstellern fordert Greenpeace die schrittweise Senkung des Anteils von Palmöl in Produkten bzw. palmölfreie Produkte in allen Kategorien anzubieten.

Wobei, das muss auch erwähnt werden, ist Palmöl per se nicht gesundheitsschädlich. Es gibt Palmöl als Bioprodukt oder hochqualitativ, das durchaus verwendet werden kann. Doch die billige Industriemassenware wird unter anderen Gesichtspunkten produziert, dabei ist hauptsächlich der Gewinn relevant. Wie bei so vielen Produkten ...



GESUNDHEITSGEFAHR PALMÖL - Greenpeace-Test zu 3-MCPD-Ester und Glycidyl-Ester in Lebensmitteln (greenpeace.org)

Palmölprodukte aus den Regalen genommen
- Palmöl in Lebensmitteln wie Schokolade und Margarine soll gesundheitsschädigend sein. Zwei große Handelskonzerne - REWE und Spar - reagierten nun und nahmen diese Produkte aus dem Handel. (kleinezeitung.at)
  
Lieferengpass für Butter: Bäcker schlagen Alarm - Der Butterpreis erreicht nicht nur im Supermarkt Rekordhöhen. Jetzt gibt es erste Lieferengpässe mit drastischen Auswirkungen auf heimische Wirtschaftsbetriebe. Die Wiener Traditionskonditorei Aida - eine der größten Europas - muss die Produktion von Cremeschnitten, Torten, Kipferln und Co. einschränken. (krone.at)

Palmöl (wikipedia.org)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Vorsicht wer eine Lebensversicherung (noch) hat (alles-schallundrauch.blogspot.co.at)

Hilfe von der US-Militärregierung? Im hiesigen besetzten Kriegsgebiet („Deutschland“) sind Einrichtungen zu finden, welche die US-Militärregierung vertreten. Einer unserer werten Leser wollte sein Leid klagen und wandte sich an eine hiesige Vertretung der US-Militärregierung. (krisenfrei.de)

Fast 300 Milliarden Euro: Österreichs Schuldenberg wächst immer weiter - Milliardenschwere Angebote für Steuerentlastungen finden sich in den Wahlprogrammen praktisch aller Parteien. Ein Blick in die Bücher der Republik weist allerdings auf keinerlei Spielräume für die Erfüllung derartiger Offerte hin. (nachrichten.at)

Katalonien-Referendum: „Nerven liegen blank“ - spanische Polizisten (sputniknews.com)

US-Weltordnung ist am Ende (pravda-tv.com)

Das steckt hinter dem rätselhaften Jet - Viele Backnanger wundern sich über einen Flieger, der stundenlang über der Stadt kreist. Auf den ersten Blick sieht der Jet aus wie ein Passagierflugzeug – doch er ist eine der tödlichsten Waffen des Pentagons. (stuttgarter-zeitung.de)

Boeing E-6 - Doomsday Plane (wikipedia.org)

USA stellten sich gegen diplomatische Gespräche zwischen Seoul und Pjöngjang (rt.com)

Kriege werden nicht geführt, um 'deine Freiheiten zu schützen' (antikrieg.com)

Europa: Islamische Parteien machen sich bereit zur Eroberung (journalistenwatch.com)

Private Flüchtlingshelfer packen exklusiv aus: Hinter den Kulissen von Asylquartieren (unzensuriert.at)

So lügen die Linken: Ex-Mainstream-Journalisten packen aus (pi-news.net)

Rechts, links, oben, unten, vorne, hinten (Teil 2) (thedailyfranz.at)

Das Märchen vom Klima-Wandel - Klima hat sich schon immer verändert, war nie stabil. Die Frage ist nur, welche Schreckensszenarien gerade durch die Medien getrieben werden. - Das einzige was sich wirklich wandelt ist der Alarm in der Presse. (mmnews.de)

Wie der Kosmos unseren Körper beeinflußt. Das Programm Helios & die Hologrammtechnologie (quer-denken.tv)





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