Montag, 31. Juli 2017

Der Juli ...

Limonade verkauft: 170 Euro Strafe für Fünfjährige in London - Weil eine Fünfjährige ohne Genehmigung Limonade verkauft hat, sollte ihr Vater umgerechnet 170 Euro an eine Londoner Behörde zahlen. Vier Behördenmitarbeiter hätten das Kind auf einem Straßenfest zur Rede gestellt, wie der Vater in einem Gastbeitrag im „Telegraph“ am Donnerstag berichtete.

Ein Beamter habe eine „ziemlich lange Vorschrift“ vorgelesen und erklärt, der Vorfall ziehe eine Strafe nach sich. Es wurden 150 britische Pfund verhängt. Der Fall schlug in den Medien hohe Wellen. Die Limonade hatte das Mädchen selbst gemacht.

Die Bezirksverwaltung von Tower Hamlets reagierte gestern per Kurznachrichtendienst Twitter. „Es tut uns sehr leid, dass dies passiert ist. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern, dass sie gesunden Menschenverstand zeigen. Das ist hier eindeutig nicht geschehen.“ Die Strafe werde sofort zurückgenommen, Vater und Tochter seien um Entschuldigung gebeten worden, hieß es. (orf.at)



Rosemary Smith im Renault R.S.17, Formel 1-Test mit 79-Jahren - Die 79-jährige Britin Rosemarie Smith durfte in Paul Ricard das Renault Formel 1-Auto fahren. Wie sich die rüstige Rentnerin im F1-Renner geschlagen hat, sehen Sie im Video auf Auto, Motor & Sport. (auto-motor-und-sport.de)



Ärzte finden 27 Kontaktlinsen in Auge von Patientin. Bei einer Untersuchung im Vorfeld einer geplanten Augenoperation bei einer 67-jährigen Pensionistin in Großbritannien haben Mediziner eine "bläuliche Masse" im Auge der Frau entdeckt, die sich als Linsen-Klumpen herausstellte.

Das berichtet der Berufsverband der britischen Optiker. Die Frau sollte eigentlich wegen ihres Grauen Stars operiert werden. Einem Augenarzt fiel jedoch der Linsen-Klumpen im Auge der Patientin auf. 17 Linsen seien zusammengeklebt gewesen. Bei der Untersuchung konnten die Mediziner außerdem zehn weitere im Auge verteilt entdecken.

Die Patientin selbst habe nicht bemerkt, dass sich derartig viele Linsen in ihrem Auge befanden, heißt es in dem Bericht. Sie habe zwar über Probleme mit dem Auge geklagt, diese aber auf Alterserscheinungen und trockene Augen zurückgeführt. Die Operation musste abgesagt werden

"So etwas hat niemand von uns je zuvor gesehen. Es war eine derart große Menge. Alle 17 Kontaktlinsen klebten zusammen. Wir waren sehr überrascht darüber, dass die Patientin nichts von ihnen mitbekommen haben will", zitiert der Optiker-Verband eine der behandelnden Ärztinnen, "der Klumpen dürfte das Auge schwer gereizt haben".

Wie lange sich die Linsen bereits im Auge der Patientin befunden haben, konnte nicht herausgefunden werden. Bereits seit 35 Jahren verwende die Frau laut eigenen Angaben Kontaktlinsen, regelmäßige Untersuchungen bei einem Optiker oder Augenarzt habe sie jedoch nicht wahrgenommen ... (kleinezeitung.at)



Ausfahrt im SAM Criog, der Spaß-Buggy aus Sachsen - Ob Düne, Rennstrecke oder Stadtbummel: Der Criog aus der Sächsischen Automobil Manufaktur SAM ist die Antwort auf alle Fragen, die nie gestellt wurden. Er ist sinn- und zweckfrei und will nur eins: Spaß. Da haben sich zwei gefunden.

Wenn es damals zu Hause mal wieder zu laut und zu übermütig wurde, dann sagte Mama genervt: „Warte mal, du lernst den Ernst des Lebens auch noch kennen.“ Sie hatte leider recht. Ein gebrochenes Herz später, nach enttäuschten Erwartungen, einer Finanzkrise, vier Gallenkoliken, zwei Bandscheibenvorfällen, dem Ende des Maya-Kalenders, nach Steuerprüfung, Brexit, Trump und dem ständig unmittelbar bevorstehenden Untergang des Abendlandes schaust du auf die müde Visage im Spiegel und sagst: „Geh mal aus dem Bild, ich will noch mal den Jungen sehen, der einfach nur spielen wollte.“

Selbst Peter Pan musste irgendwann erwachsen werden, und wir alle wissen, dass die Unbeschwertheit der Jugend unwiederbringlich verloren ist. Was also machst du, wenn dich ein Typ anruft und behauptet, er könne sie dir wiederbringen? Du müsstest nur nach Weißwasser in Sachsen kommen.

Immerhin, das ist kein schlechter Witz: Weißwasser. Graue Plattenbauklötze neben dem größten Braunkohleloch des Ostens. Da stehst du jetzt auf einer Anhöhe der Oberlausitz. Um dich herum junge Bäume, aus denen das erste Grün so vorsichtig lugt, als seien sich die Blätter nicht sicher, ob sie nicht wieder in den Stamm zurückkehren sollten. Im Hintergrund raucht ein quaderförmiger Vulkan aus Beton, die Kühltürme des Kohlekraftwerks mit dem nur bedingt  lebensbejahenden Namen Schwarze Pumpe. Der Mann am Telefon hatte Frühlingsgefühle versprochen, nicht Dunkeldeutschland.

Gaudibursche mit Hayabusa-Motor

Aber dann ist da dieses Geräusch. Metallische Schreie mit heller Stimme kommen schnell näher. Kein bassiges „Vrroom“, kein infernalisches „Rooaarrr“. Es klingt heller, jünger, ein fröhlich-freies „Jaaaaaahhhh“. Eine Sekunde später kommt es mit dem Heck voran um die Ecke, wirft übermütig eine Dreckfontäne in die Landschaft, schmirgelt knapp an einem Felsblock vorbei und tobt jubelnd aus einer Kehre wie ein junger Hund, der das Stöckchen holt.

Und plötzlich ist er wieder da, der kleine Junge von damals, der keinen anderen Gedanken fassen kann als: Das will ich auch. „Da ist ein Hayabusa-Motor drin“, sagt der Mann vom Telefon stolz. Sven Knorr ist ein Baum von Kerl, wenn er lacht, bebt ein mächtiger Brustkorb. Der Mann kann vermutlich Motorblöcke mit bloßen Fingern aufbohren, musste er aber gar nicht. Stramme 200 PS bringt der Suzuki-Vierzylinder auch aus serienmäßigen 1,3 Litern.

Bei 750 Kilo geht da schon ordentlich der Punk ab, vor allem mit der kurzen Übersetzung. Der hinter den Sitzen eingebaute Aluwürfel brabbelt im Leerlauf ganz gesittet, doch sobald der Zeiger des Drehzahlmessers die Vier hinter sich lässt, schreit er durch den Rennauspuff begeistert auf. Die eisernen Hufe galoppieren ohne große Anstrengung auch 11.000-mal in der Minute.

Das Kraftwerk steckt im stählernen Gebälk eines Rohrrahmens. Lenkrad, Gaspedal und Sitze sind serienmäßig, Frontscheibe und Türen kostenWertvolles günstig versichern! Aufpreis. Hier geht es ums Wesentliche: Spaß. Das Hinterteil ist gewichtsparend mit einer robusten Kunststofffolie verkleidet. Das grelle Grün weckt Erinnerungen an Tennisbälle und unbeschwerte Stunden im Eisenbahner Sportverein Münster, wo die alten Herren auf der Terrasse nicht selten einen mit roter Asche und Blut besudelten Stier vom Platz kommen sahen und sich zuraunten: „Der Name ist Programm.“ (auto-motor-und-sport.de)







Nach der Atomkatastrophe: Strände bei Fukushima wiedereröffnet - Am vergangenen Samstag wurden drei Strände in den japanischen Präfekturen Fukushima und Miyagiwieder für die Öffentlichkeit geöffnet, wie japanische Medien am 16. Juli berichteten. Die drei Badstrände waren nach dem verheerenden Atomunfall im Jahr 2011 geschlossen worden. Es kamen etwa 1000 Menschen aus Fukushima an den Strand im Seebad Usuiso und nahmenan einer feierlichen Veranstaltung teil. Jedoch trauten sich manche Bürger noch nicht, im Seewasser zu schwimmen.

Der Usuiso-Strand liegt Dutzende Kilometer südlich des Fukushima-Atomkraftwerkes und gehörte vor der Nuklearkatastrophe zu den beliebtesten Urlaubsorten in dieser Gegend. Am 15. Juli fand eine Zeremonie zur Wiedereröffnung des Strandes statt. Eine große Gruppe von Schülerinnen führte dabei eine Tanzvorführung in Bademode auf und die Atmosphäre war fröhlich.

Zwei weitere Badstrände in der Nähe von Ofunato und Yamada sollen laut Berichten am kommenden Samstag wiedereröffnet werden, während die weiteren Strände in diesem Sommer immer noch gesperrt bleiben.

Die Bürger sind gespalter Meinung dazu. Ein 56-jähriger, der mit seinen beiden Enkelkindern an der Feier teilnahm, sagte lächelnd: „Das Meerwasser sieht noch klarer als vor dem Atomunfall.“ Andere Bürger sagen dass sie es „widerlich“ finden, dort zu schwimmen, obwohl die offiziellen Tests die Wasserqualität für sicher erklärten. (china.org.cn)



Dieser Elfjährige hat einen höheren IQ als Einstein und Hawking  - Der elfjährige Arnav Sharma kam beim IQ-Test von Mensa International auf erstaunliche 162 Punkte. Es ist der höchste Wert, den man beim Mensa IQ-Test erreichen kann: 162 Punkte. Diese Punktezahl erreichte ein aus Indien stammender Bub in Reading (Großbritannien). Damit ist er, zumindest nach diesem Kriterium, schlauer als Albert Einstein oder Stephen Hawking. Der Intelligenzquotient (IQ) der beiden weltberühmten Physiker wird mit 160 angegeben.

Arnav Sharma heißt der Bub, dessen Eltern aus Indien stammen und der schon im frühen Kindesalter seine besondere mathematische Begabung zeigte, wie die Mutter britischen Medien berichtete. Arnav gab nach dem zweieinhalbstündigen IQ-Test an, sich nicht darauf vorbereitet zu haben. Mathematik ist nicht seine einzige Leidenschaft: Er interessiert sich auch für Musik und Tanzen. (kleinezeitung.at)




Was aus der Million-Dollar-Homepage wurde - Die einst lukrative Idee eines Studenten vegetiert heute als Link-Friedhof vor sich hin und ist auch ein Beispiel für die Schwierigkeiten des digitalen Archivierens.

2005 hatte der britische Student Alex Tew eine lukrative Idee. Er rief die Million Dollar Homepage ins Leben, verkaufte einzelne Pixel auf der Seite für jeweils einen Dollar und nahm in kürzester Zeit mehr als eine Million Dollar ein. Den Käufern, die ihre selbstgewählten Inhalte und einen Link auf der Webseite platzieren durften, redete er ein,  „ein Stück Internet-Geschichte“ zu erstehen. Heute ist die Webseite, wie Motherboard berichtet, ein Link-Friedhof. Von den ursprünglich mehr als 2800 Links auf der Website funktionieren gerade einmal noch 1780 im ursprünglichen Sinn. Rund 500 Links verweisen auf Domain-Sale-Angebote und ähnliches,  weitere 550 führen komplett ins Nichts.


„Verfallendes digitales Artefakt“

Zwar sehe die Seite heute noch genau so aus wie damals, tatsächlich sei sie aber ein „verfallendes digitales Artefakt“, urteilte der Archivar John Bowers vom Library Innovation Lab der Harvard University vor kurzem in einem Blog-Eintrag. Für Bowers ist sie deshalb auch ein schönes Beispiel für das, was man in der englischen Sprache elegant als „Link Rot“ bezeichnet. (futurezone.at)








Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)





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