Montag, 26. Juni 2017

Der Juni ...

Impfpflicht in Italien tritt in Kraft - Nicht geimpfte Kinder werden künftig nicht in Krippen, Kindergärten oder Vorschulklassen aufgenommen. Bußgelder und der Verlust des Sorgerechts drohen.

In Italien ist am Donnerstag die Impfpflicht für Kinder in Kraft getreten. Präsident Sergio Mattarella unterzeichnete das Regierungsdekret, mit dem dieses ab dem kommenden Schuljahr im September eingeführt wird. Die Impfungen sollen für insgesamt zwölf Krankheiten wirksam sein, darunter Masern, Hirnhautentzündung, Tetanus, Kinderlähmung, Mumps, Keuchhusten und Windpocken.

Nicht geimpfte Kinder werden künftig nicht in Krippen, Kindergärten oder Vorschulklassen aufgenommen. Die Eltern schulpflichtiger Kinder ab sechs Jahren, die nicht geimpft sind, müssen Bußgelder von bis zu 7.500 Euro zahlen. Ihnen droht sogar der Verlust des Fürsorgerechts, wenn sie ihre Kinder nicht impfen lassen. (kleinezeitung.at)

Südtiroler Impfgegner wollen Asyl in Österreich - In Italien wächst der Protest gegen eine seit Donnerstag geltende Impfpflicht für Schulkinder . 130 Südtiroler Familien haben sogar angekündigt, dass sie Asyl in Österreich beantragen werden, um ihren Nachwuchs nicht immunisieren zu müssen. "Wir werden unsere Kinder nicht vergiften. Nicht nur diejenigen Menschen beantragen Asyl, die vor einem Krieg flüchten, sondern auch diejenigen, die ihre Rechte verletzt sehen", sagte Reinhold Holzer, Aktivist der Eltern-Initiative "Ökokinderrechte Südtirol" ... (krone.at)



Wie "Anna Karenina" das Leben eines Müllmannes veränderte - Aus einem Buch wurde eine ganze Bibliothek: In Bogota rettet ein Müllfahrer seit 20 Jahren Bücher und verwandelt sein Haus so in eine Gratis-Bibliothek.

Jose Alberto Gutierrez ist seit mehr als 20 Jahren Müllmann in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota. Als er eines Morgens eine Ausgabe von Leo Tolstois "Anna Karenina" aus dem Abfall zog, sollte dies sein Leben verändern: "Es war eine wunderbare Entdeckung: Mir wurde bewusst, dass Leute Bücher in den Abfall werfen, also habe ich angefangen, sie zu retten", sagt der 54-Jährige.

Seither holte der stämmige Mann tausende Bücher vom Straßenrand - Romane, Gedichtsammlungen, Erziehungsratgeber - und verwandelte sein Haus in eine Gratis-Bibliothek mit 25.000 Werken. Inzwischen ist Gutierrez, der als Kind nur die Volksschule besucht hat, in dem südamerikanischen Land als "Herr der Bücher" bekannt, der Schulen im ganzen Land mit Literatur versorgt. Zu Tolstois Klassiker kamen etwa "Der kleine Prinz", Jostein Gaarders Philosophie-Roman "Sofies Welt", Homers "Ilias" und Romane des kolumbianischen Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Marquez.Dann meldeten sich die ersten Nachbarn, um Bücher zu leihen, die ihre Kinder in der Schule brauchten. "Es gab einen Mangel daran in unserer Nachbarschaft", erzählt Gutierrez.

Im Jahr 2000 eröffnete er mit seiner Frau Luz Mery und ihren drei Kindern im Erdgeschoß seines Häuschens im Arbeiterviertel Nueva Gloria auf 90 Quadratmetern eine kostenlose Bibliothek mit dem aussagekräftigen Namen "Die Macht der Worte". Da viele Bücher in einem schlechten Zustand waren, reparierte seine Frau, eine Näherin, die interessantesten Titel. Die Kunde verbreitete sich schnell. Es meldeten sich freiwillige Helfer, und der Müllmann wurde zu Buchmessen in Santiago de Chile und in der mexikanischen Stadt Monterrey eingeladen.

Anfangs holte er die Bücher von den Straßen, inzwischen erhält er zahlreiche Buch- und Geldspenden, zahlt jedoch auch einiges aus eigener Tasche. "Wir sind mit einem Fluch gesegnet", sagt er. "Je mehr Bücher wir weggeben, umso mehr kommen zu uns." Heute gleicht das Haus einem Labyrinth aus Papier - so groß wurde die Sammlung, dass Lesestunden für Kinder im Haus aus Platzmangel abgesagt werden mussten. Stattdessen reist die Familie im Land umher, um Hunderte arme und entlegene Bezirke mit kostenlosen Büchern zu versorgen. (kleinezeitung.at)



Extrakte aus Roter Zwiebel töten Krebszellen ab - Rote Zwiebeln sind möglicherweise Krebskiller. Das geht aus einer Studie kanadischer Forscher hervor, die Brust- und Darmkrebszellen den Extrakten von fünf verschiedenen Zwiebelsorten ausgesetzt haben. Demnach unterbrechen die Inhaltsstoffe der Roten Zweibeln die Kommunikation zwischen den Krebszellen und lösen deren Zelltod aus. Schon bald wollen die Wissenschaftler die Wirkung der Extrakte in klinischen Studien am Menschen testen.

Laut Angaben von Forschern um Abdulmonem Murayyan von der University of Guelph im kanadischen Ontario zeichnet für die antikanzerogene Wirkung der Roten Zwiebeln vor allem der Pflanzeninhaltsstoffe Qercetin, ein starkes Antioxidans , verantwortlich. Die Wirkung der Substanz werde zudem durch den roten Naturfarbstoff Anthozyan verstärkt, so die Wissenschaftler. Die Kombination sei es auch, die Rote Zwiebeln besser wirken lassen, als die anderen getesteten Zwiebelsorten.

"Wir haben herausgefunden, dass Zwiebeln beim Töten von Krebszellen exzellent sind. Sie aktivieren Signalwege, die die Krebszellen dazu bringen, zellulären Selbstmord zu begehen. Zudem stören sie die Kommunikation zwischen den Krebszellen, was deren Wachstum hemmt", wird Murayyan auf der Website der University of Guelph  zitiert.

In einem nächsten Schritt wolle man die krebsdämpfende Wirkung der Extrakte der Roten Zwiebeln im Rahmen klinischer Studien am Menschen testen, sagt Murayyan. Er hält es für durchaus realistisch, die antikanzerogenen Substanzen der Lauchart schon in naher Zukunft in Form von Pulvern oder Tabletten als Unterstützung bei der Krebstherapie eingesetzt werde. (krone.at)



Warnhinweise für Homöopathie gefordert - Was in den USA bereits umgesetzt wird, fordert nun auch ein deutscher Experte: Warnhinweise für homöopathische Präparate.

In den USA wurden Warnhinweise für homöopathische Mittel bereits eingeführt - nun fordert auch der deutsche Pharmakologe Gerd Glaeske eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für homöopathische Präparate. Es müsse deutlich gemacht werden, "dass eindeutige Hinweise auf Wirksamkeit und Nutzen fehlen", sagte der Wissenschaftler von der Universität Bremen anlässlich des Homöopathie-Weltkongresses in Leipzig.

Solche Warnhinweise dienten dem Schutz von Patienten, "die Homöopathie noch immer als Alternative zur Schulmedizin anwenden". "Auch in der Schulmedizin ist nicht alles durch gute Studien belegt, was behauptet wird", sagte Glaeske. "Für die Homöopathie gibt es aber gar keine Ergebnisse aus methodisch akzeptablen Untersuchungen, die als Alternative zur Evidenz in der Schulmedizin zitiert werden können."

In den USA müssen homöopathische Arzneimittel diese Hinweise tragen: „Es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg, dass dieses Produkt wirkt“. Diese Kennzeichnung müssen die Mittel tragen, wenn sie sich nicht einer strengen Wirkstoffprüfung unterziehen - von der die meisten homöopathischen Mittel ausgenommen sind.

In Deutschland, nicht in Österreich, refundieren Krankenkassen in vielen Fällen die Kosten für homöopathische Behandlungen. Kritiker lehnen dies vor allem wegen der nicht belegten Wirksamkeit ab. Vor kurzem forderte die deutsche Kassenärztliche Bundesvereinigung, dass die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland grundsätzlich keine homöopathischen Leistungen finanzieren dürften, solange der Nutzen nicht nachgewiesen sei.

In Österreich wurde hingegen eine Bürgerinitiative gestartet, die Homöopathie zur Kassenleistung machen will. (kleinezeitung.at)



Dreiviertel Million Euro für Diamantring vom Flohmarkt - Vor rund 30 Jahren war er als Alltagsschmuck auf einem Flohmarkt zu einem Spottpreis verkauft worden, nun entpuppte er sich als kostbarer Diamantring: Das Londoner Auktionshaus Sotheby's hat das verkannte Schmuckstück um 656.750 Pfund (rund 750.000 Euro) an einen neuen Besitzer gebracht.

Wie Sotheby's mitteilte, war der Ring in den 80er-Jahren um zehn Pfund verkauft worden. Erst vor wenigen Monaten habe der Besitzer das Auktionshaus um eine Taxierung gebeten. Es schätzte den Wert des 26,29-Karat-Stücks auf 250.000 bis 350.000 Pfund. Dieser Wert wurde dann bei der Auktion am Mittwoch noch weit übertroffen.

Das Schmuckstück gehört einer Person, die anonym bleiben möchte. Sie kaufte den Ring mit dem weißen 26-Karat-Edelstein vor etwa 30 Jahren. Wegen seines geringen Glanzes war der im 19. Jahrhundert bearbeitete Stein für Modeschmuck gehalten worden.

"Der Besitzer hat den Diamanten jeden Tag getragen, auch zum Einkaufen", sagte Jessica Wyndham vom Auktionshaus Sotheby's. Erst ein Juwelier habe beim Anblick des Rings dessen Wert erkannt. Das Schmuckstück wurde am 7. Juni versteigert. (kleinezeitung.at)



Wie man mit einem einzigen Wort Wienerisch spricht - Die vielfältigen Möglichkeiten, das Wörtchens "Oida" - ursprünglich die Wiener Dialektvariante von "Alter" - passend zu verwenden, hat jetzt die Schauspielerin Ewa Placzynska in einem Video- Tutorial dargelegt. Der Clip mit dem Titel "How to speak Viennese using only one word" (Wie man mit nur einem Wort Wienerisch spricht) zeigt auf amüsante Art und Weise, dass man sich in der Alpenrepublik auch ohne Sprachkenntnisse unter die Leute mischen kann, wenn man das Zauberwort "Oida" kennt.







Vespa-Erfinder Piaggio will wieder die Mobilität revolutionieren - Mit den beiden Transportfahrzeugen Gita und Kilo zeigt Piaggio zwei Konzepte, wie in Zukunft Lasten bequem und ohne Auto transportiert werden können.

Das 1884 gegründete Unternehmen Piaggio hat mit der Erfindung der Vespa im Jahr 1946 die individuelle Mobilität auf unserem Planeten von Grund auf verändert. Aber dabei will es die Firma nicht belassen: Das italienische Traditionsunternehmen betreibt seit dem Jahr 2015 in Boston in den USA auch ein Hightech-Entwicklungs- und Kompetenzzentrum mit dem Namen „Piaggio Fast Forward“. Aufgabe des Tochterunternehmens ist keine geringere als die Neuerfindung der individuellen Mobilität.

Die ersten beiden Produkte der Ideenschmiede heißen Gita und Kilo. Sie sind zwei autonome Lasten-Transporter, die ihren Nutzern selbstständig folgen können und mit ihnen kommunizieren. Sie sind lernfähig und können sich nach einer kurzen Erkundungsphase mit einem menschlichen Begleiter in einem Gebiet selbstständig fahren. Die kleinere Gita kann bis zu 18 Kilogramm Gewicht transportieren, Kilo bewegt mit einem Ladevolumen von 120 Litern rund 100 Kilo Beladung von A nach B.

Geöffnet und aktiviert wird das Fahrzeug mit dem Fingerabdruck des Besitzers und einem Code, das erlaubt auch das Parken im Freien. Wenn also so ein rollender Roboter in einem Gebäude einmal nicht willkommen sein sollte, dann kann man Gita und Kilo vor der Türe parken. Durch flächendeckend verbaute Kameras und Sensoren ist die Sicherheit garantiert.

Die Reichweite beträgt bis zu 35 Kilometer, die Fahrzeuge können sich am Stand drehen und sind damit extrem wendig. Der durchgehende Betrieb wird mit rund acht Stunden angegeben, bevor es an die Steckdose zum Laden geht. (kleinezeitung.at)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)





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