Freitag, 10. Februar 2017

Heimisches Superfood: Äpfel



"A apple a day, keeps the doctor away!" ... ein alter Spruch der viel Wahrheit in sich birgt. Unser beliebter Apfel, ein Heilmittel und Prophylaktikum ... schmeckt ausserdem gut und ist vielseitig verwendbar bzw. verarbeitbar. der Apfel und der Apfelbaum symbolisieren die Themenbereiche Sexualität, Fruchtbarkeit und Leben, Erkenntnis und Entscheidung sowie Reichtum.


Äpfel sind reich an Vitaminen (A, B und C), organischen Säuren (Dextrose, Pektine, Wachs, Salizylsäure, Gerbsäure), Spurenelementen (Eisen, Kupfer, Mangan) sowie Mineralstoffe (Kalium, Natrium und Kalzium) deren Gehalt abhängig ist von Sorte und Jahreszeit.

Als Heilpflanze taucht der Apfel bereits in einer alten babylonischen Schrift aus dem 8. vorchristlichen Jahrhundert auf, die die Pflanzen des Heilkräutergartens des Königs Marduk-apla-iddina II. aufzählt. Auch die mittelalterliche Medizin schrieb dem Apfel allerlei heilkräftige Wirkungen zu. Die Mehrzahl der Früchte der damaligen Apfelsorten dürfte für den heutigen Geschmack noch reichlich sauer, gerbstoffhaltig und holzig gewesen sein. Häufig liegt noch im Dunkeln, wie, wann und welche Teile der Apfelpflanze genutzt wurden.

Der Verzehr von Früchten mit Schale hat im Allgemeinen eine adstringierende und eine abführende und keimtötende Wirkung. Apfel ist auch gut für den Magen.

Apfelfaser ist ein Ballaststoff, der aus entsafteten und getrockneten Äpfeln gewonnen wird. Er enthält einen hohen Anteil an Pektinen.

Der regelmäßige Verzehr von Äpfeln reduziert das Risiko, an Herz- und Gefäßerkrankungen, Asthma und Lungenfunktionsstörungen, Diabetes mellitus und Krebs zu erkranken. Bei den Krebserkrankungen sind dies insbesondere Darm- und Lungenkrebs. Mehrere Studien, Tierversuche und epidemiologische Daten kommen zu dem Schluss, dass der regelmäßige Verzehr von Äpfeln eine krebsvorbeugende Wirkung hat. Dafür sind vermutlich die in Äpfeln enthaltenen Pektine und Polyphenole, wie beispielsweise Quercetin, verantwortlich. Auch in Tierversuchen konnten die epidemiologischen Daten bestätigt werden. Mäuse und Ratten mit einer Nahrungsergänzung aus Äpfeln entwickelten bis zu 50 Prozent weniger Tumoren. Auch waren die Tumoren kleiner und die Metastasierung schwächer ausgeprägt, als bei den Tieren, die keine Äpfel in der Nahrung hatten. Der gleiche Effekt stellte sich bei Apfelsaft ein, wobei hier der trübe Apfelsaft wirksamer war. Vermutlich sind hier die Procyanidine, die in trübem Apfelsaft in hoher Konzentration vorliegen, die Ursache.

Der Apfel, eins der besten und wundersamsten "Superfoods", die auch auf heimischen Wiesen wachsen. Wobei alten Sorten und Bio-Produkten der Vorzug gegeben werden sollte.

Ausserdem, Äpfel sind das ganze Jahr über zu haben ... in Supermärkten wie auch auf Bauernmärkten. Und sie schmecken einfach verdammt gut!

Eine kleine Anekdote zum Schluss: Auch der Apfelduft bewirkte angeblich schon Erstaunliches. Der bekannte Dichter Friedrich Schiller, so wird berichtet, hatte immer einen etwas angefaulten Apfel in seiner Schreibtischschublade - der intensive Duft brachte ihm die Inspiration zu seinen Werken.



Rezepte:


Bratäpfel: Bei reifen und säuerliche Äpfel das Kerngehäuse grosszügig ausschneiden, die Äpfel außen bei der Schale mehrmals anstechen - Wichtig, denn dadurch verteilt sich der Rum später, besser im Apel. Nun die in Rum eingelegten Rosinen mit Zimt und einer Prise Kardamom sowie Zucker und den gehackten Nüssen mischen und in die Apfelöffnung füllen. Die Äpfel in eine mit Butter ausgestrichene Auflaufform geben und im Rohr 20 Min. bei ca. 160 Grad braten - kein Wasser in die Auflaufform gießen.


Apfelstrudel mit Blätterteig: Den Blätterteig ausklappen (oder ausrollen) und mit etwas zerlassener Butter bestreichen. In einer Schüssel die würfelig geschnittenen, geschälten Äpfel mit gehackten Walnüssen, Zimt, Zucker, Rosinen und Zitronenschalen vermischen. Etwas Zitronensaft und Rum hinzufügen. Eine "Strasse" mittig des Blätterteiges mit Semmelbrösel machen und die Apfelmischung darauf verteilen. Den Teig zu einem Strudel zusammenklappen, dabei an den kurzen Seiten ca. 3 cm frei lassen und auf die Füllung klappen. Mit verquirlten Ei bestreichen und rd. 45 Minuten bei 180° backen. Der Strudel sollte goldbraun sein. Entweder mit Schlagobers (Schlagsahne) oder Vanilleeis servieren.


Bunter Salat mit Äpfeln und Walnüssen: Feldsalat und Rucola verlesen, waschen und abtropfen lassen. Karotte und Zwiebel in feine Streifen schneiden. Aus Essig, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Senf, Zucker und Öl ein Dressing rühren. Apfel waschen, vierteln, Kernhaus entfernen und das Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Die Apfelstücke in die Marinade geben. Salat unterheben und anrichten. Zum Servieren mit den Walnüssen bestreuen.







Der Apfel als Heilpflanze (vitamine.com)

Der tägliche Apfel – Wundermittel für unsere Gesundheit (bessergesundleben.de)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)





Keine Kommentare: