Freitag, 19. Dezember 2014

Ging der Schuss nach hinten los?

Es wird immer offensichtlicher, dass die westliche Sanktionspolitk gegen Russland nicht nur den gewünschten Effekt, Russland und Putin zu schwächen, gebracht hat. Im Gegenteil, eigentlich ging der Schuss nach hinten los. Und beschleunigte die Krise enorm.

Die USA, und damit brüstet sich das Weisse Haus, hatte zwei hauptsächliche Interessen zu verfolgen. Einerseits mit der Einverleibung der Ukraine an deren Rohstoffe zu kommen und Zugang zur russischen Grenze aus geostrategischen Gründen zu haben. Andererseits einen starken Putin und ein starkes Russland zu verhindern. Denn dies würde die noch führende aber ohnehin schon instabile Position der USA schwächen.

"Partner" waren schnell gefunden, denn die europäischen Arschkriecher und Speichellecker, allen voran die deutsche Merkel, waren, wie man jetzt weiss, auch ohne die Konsequenzen zu überdenken, im Team. Die amerikanischen Vasallen sprachen von Freiwilligkeit, die Amerikaner (Vizepräsident Joe Biden) von Druck, den sie gegenüber Europa ausüben mussten.

Die USA hatte sogar den etwas fiktionären Plan, bei Ausfall der russischen Gaslieferungen mit amerikanischem Gas einzuspringen ...

Nach den Sanktionen konnten die Amerikaner mit Hilfe der Öl-Saudis erreichen, dass der Rohölpreis fast über Nacht um ein Drittel fiel und damit den Russen erhebliche Finanzeinbussen bescherte.

Auch die Abschottung russischer Banken und Konzerne vom internationalen Finanzmarkt schadete den Russen enorm und der Rubel crashte.

Nun wird, mittlerweile auch europäischen Politikern, klar, dass diese Entwicklung nicht nur den Russen schadete. Nur die etwas infantilen Amerikaner denken immer noch über eine Verschärfung der Sanktionen und umfassende, weitere Militärhilfe und Waffenlieferungen an die Ukrainer nach.

Doch das Ergebnis der bisherigen Entwicklung sieht verheerend aus und sollten nicht schnellstens Bemühungen unternommen werden, die Situation zu normalisieren, sind die Zukunftsaussichten dunkelschwarz bis desaströs!

Putin ist ein Garant für ein starkes Russland - auch militärisch und politisch. Sollte die USA es schaffen, Putin zu entmachten, werden es höchst wahrscheinlich Nationalisten an die Macht schaffen, die wesentlich gefährlicher sind, als das bisherige Russland. Zu dieser Auffassung sind auch schon (!!!) europäische Politiker und deren Berater gekommen ...

Ein wirtschaftlich geschwächtes Russland schadet vor allem Europas Wirtschaft! Auch der Bankensektor zittert vor uneinbringlichen Russenkrediten in Milliardenhöhe.

Durch den Rohölpreisverfall ist die Fracking-Methode zur Erdöl- und Erdgasgewinnung nicht mehr wirtschaftlich. Deshalb sitzt die USA auf einer 550 Milliarden-Bombe, die jederzeit hochgehen kann. Analysten sprechen schon von einer weitaus ernsteren Situation als vor der Subprime-Kredit-Krise. Fracking benötigt einen Mindestpreis von 70-80 US-Dollar pro Barrel. Damit sind auch etwaige Erdgaslieferungen aus den USA kaum möglich!

Gelder an die Ukaine, egal ob vom IWF, der USA oder Europa, versinkern in einem wahren Korruptionssumpf. Der desaströse Krieg gegen die Ostukraine kostet pro Tag mehr als 18 Millionen US-Dollar. Die Ukraine wünscht, dass die EU für die Kosten aufkommen sollte.

Für die Erhaltung der Infrastruktur ist kaum Geld vorhanden und wird auch nicht bereit gestellt. Warum? Es gibt derzeit ausser "Krieg" kein politisches Konzept in der Ukraine!

Der Handel mit dem wichtigsten Wirtschaftspartner Russland ist zusammengebrochen, damit auch der fast gesamte Export. Die Wirtschaft in der Ukraine ist klinisch tot. Nun will man, natürlich auf Kosten der EU, eine Mauer entlang der russischen Grenze aufbauen. Dümmer geht´s wohl nicht mehr!

Das ist auch mit ein Grund, warum Russland bzw. Putin die Ukraine gar nicht einnehmen möchte. Das Land ist ein Fass ohne Boden.

Und die leeren Versprechungen des Westens tun ihr eigenes dazu. Die Menschen in der Ukraine werden ungeduldig. Statt westlichen Wohlstand gibt es Krieg, eine zusammenbrechende Infrastruktur, Stromabschaltungen, Hunger und Kälte. Aufstände gegen die jetzige Regierung werden erwartet, es blüht ein zweiter "Majdan". Diese Entwicklung könnte nationalistische, radikale Gruppierungen an die Macht bringen. SS-Runen und Hakenkreuze sind bereits Alltagsmotive in den Städten der Westukraine geworden.

Während die USA gemeinsam mit der ukrainischen Regierung weiter Richtung Krieg, möglicherweise auch gegen Russland, hetzt, wachen die europäischen Politiker endlich langsam aus ihrer Lethargie auf und entdecken, was sie mit ihrem blinden Gehorsam der USA gegenüber kaputt machten.

Selbst wenn die Sanktionen aufgehoben werden sollten, kann man nicht erwarten, dass man gegenüber den Russen mir nix dir nix wieder zum Alltag übergeht.

Man kann nur dankbar sein, dass Putin noch immer an der Macht ist und mit Geduld und Diplomatie bisherige Eskalationen verhindert hat.

Europa muss sich von den USA emazipieren. Wir dürfen nicht der Vasall in ihren geopolitischen und geostrategischem, gefährlichen Spiel sein, das durchaus einen Weltenbrand entfachen kann. Europa darf aber auch die Ukraine nicht tatenlos den Amerikanern überlassen, sondern ihren Einfluss geltend machen, damit zum einen die Ostukraine, wie mehrheitlich vom Volk gewünscht wird, ein souveräner, anerkannter neuer Staat wird und die Westukraine dahingehend unterstützt, damit der "Bruderkrieg" möglichst schnell beendet wird und die Politik sich normalisiert - auch gegenüber Russland. Denn ohne die Freundschaft zu Russland wird die Ukraine ein unsägliches Entwicklungsland werden.






Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Systemfrage: Die Lage spitzt sich dramatisch zu (konjunktion.info)

UN-Vollversammlung beschließt Anti-Nazi-Resolution – USA und Ukraine stimmen dagegen (ria.ru)

USA schaffen militärisch-polizeiliche Behörde in Deutschland (pravda-tv.com)


Frankreich braucht Geld: Hollande setzt Juncker unter Druck (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Ukraine – Höchste Gefahr - Die Zeichen verdichten sich, daß es in der Ukraine bald wieder zu schwerwiegenden militärischen Auseinandersetzungen kommt. (goldseitenblog.com)

EU: Widerstand gegen weitere Kredite an die Ukraine wächst (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

MH17 Zeuge: Verdächtige BUK 312 war „100 Prozent ukrainisch!“ (epochtimes.de)

War der Rubel-Crash geplant? Ist die massive Abwertung des Rubels ökonomisch gerechtfertigt, eine Überreaktion oder war sie möglicherweise gewollt? Offensichtlich treffen alle drei Behauptungen zu. (mmnews.de)

Chaos in Russland: Wenn Putin stürzt, wird es für den Westen teuer (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Merkel spricht erstmals von Lockerung der Sanktionen gegen Russland - Beim EU-Gipfel in Brüssel scheinen sich vorerst jene Kräfte durchgesetzt zu haben, die erkennen, dass die Russland-Sanktionen für die EU große Nachteile mit sich bringen. Angela Merkel verlangt von Russland lediglich, die Lage zu deeskalieren. Erstmals stellte die Kanzlerin die Lockerung der Sanktionen in Aussicht. (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

(Fast) alle gegen Russland - Der EU-Gipfel beschließt neue Sanktionen gegen die Krim und fordert einen "radikalen Kurswechsel" von Moskau. (heise.de)

Ein Unruhestifter ist US-Botschafter in Moskau (alles-schallundrauch.blogspot.co.at)

Investoren warnen vor 550-Milliarden-Dollar-Ölblase - Die ungezügelte Gier nach Öl droht sich bitter zu rächen: Weil der Ölpreis sinkt, geraten US-Förderfirmen in Schieflage, Investoren bangen um Anleihen in dreistelliger Milliardenhöhe. Schuld ist auch die Niedrigzinspolitik der Fed - es werden böse Erinnerungen an die Hypothekenkrise wach. (manager-magazin.de)

US-Staat New York verbietet Fracking (gulli.com)

BBC: Nordseeöl-Industrie kurz vor Kollaps (finanzmarktwelt.de)

Der Kongress Bericht über Folter bestätigt, dass al-Kaida am 11. September nicht beteiligt war (voltairenet.org)

Geleakt: CIA-Handbuch: "Beste Praktiken bei der Aufstandsbekämpfung" - nennt viele Beispiele aus der Praxis (dasgelbeforum.net)

Erzeugt die Erde ihre Gewässer im Erdinnern selbst? (grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de)





Kommentare:

Der Nordländer hat gesagt…

Um es gleich vorweg zu sagen, warum konzentriert man sich immer auf Putin und ehh,, Obama und und den wohl total blöden Leuten die alles an die wand fahren aus gier und dummheit.
Die größere Dummheit wäre zu glauben das dies so ist. Der „Crash „ de Rubel ist gar keiner, sonder eine bedeutend schnelle Möglichkeit den Dollar und das weltweite Finanzsystem irgendwann relativ plausibel gegen die Wand zu fahren.
Glaubt irgendjemand das der 33. Grad Freimaurer Putin wirklich ein Gegner der USA ist, sind wir alle blind und blöde. Dieses System fällt einfach nicht von alleine zusammen, da muss man eben nachhelfen, meint denn wirklich jemand das der Rubel Verfall einfach so mir nichts dir nichts passiert. Alles ist manipuliert, auch diese Posse. Jeder Vollidiot scheint zu glauben das Putin wirklich dem Obama und den Westen die Stirn bietet, und Obama ein Psychopath und Geisteskranker ist der alles was man ihm sagt macht. Die Geisteskranken sind wir. So gut wie Niemand merkt das alles nur zum großen Spiel gehört. Um die Massen an einen Krieg zu gewöhnen, der eine gerecht und der andere ungerecht, Hauptsache Krieg und hingehen soll auch noch jemand. Der Rubel crash,t nicht der Dollar auch nicht, alles dient nur der Einführung einer anderen weltweiten Währung. Dies ist erst der Anfang.
Die USA haben fertig und werden abgewickelt glaubwürdig für den Rest der Welt, dafür würden viele in den Krieg ziehen. Genau darum geht’s.

Es gibt noch viel mehr zu sagen aber,,, der Platz reicht hier nicht.

mfg

Unknown hat gesagt…

JA sicher Nordländer,Putin und Obama gehen jeden Abend zusammen in die Disco,frühstücken am nächsten morgen zusammen nachdem sie auch noch zusammen eine Dusche genommen haben.
Putin hat jetzt nichts anderes zu tun als seinem Volk in den Rücken zu fallen und Russland wieder auf den stand zu bringen wo damals Jelzin aufgehört hat Russland zu zerstören.Seine ganze Arbeit um Russland wieder stark zu machen schmeißt er einfach an die Wand.Dem 33 Grad Freimaurer bleibt auch gar nichts anderes übrig als dem Amerikaner zu gehorchen.Nicht wahr?
Wie krank klingt das denn?
Ja und noch was.Putin bietet dem Obama und dem Westen gar nichts.Seine Taktik war biss heute nur Passivität,Gott sei dank nicht viel mehr.
Die Krim war so ziemlich der einzige absolut notwendige Schachzug von Putin,um zu verhindern dass die Menschen ihre Häuser verlieren für die sie ihr ganzes Leben hart gearbeitet haben.
Schon einmal daran gedacht?

Der Nordländer hat gesagt…

Es geht um viel größere Dinge als um Russland , Krim Amerika EU und Ukraine. Verzettle dich in Nebensächlichkeiten, der ist gut der andere böse, die Menschen ergreifen Partei der Krieg wird möglich. Was dann danach kommt das ist entscheidend was davor war diente nur diesem Zweck.

Dies zu sehen ist nicht jedermanns Sache, all dein Geschwätz ist ohne Bedeutung und geht am Kern vorbei. Wie fast bei allen Menschen dieser verblödeten Welt erkennen sie nicht den wahren Zweck aller herbeigeführten Ereignisse.These, Antithese, Synthese. Also nichts für einfältige Flachdenker.

mfg

Thorsten Durbahn hat gesagt…

Der Boykott gegen Russland wurde verhängt, damit es in der EU schlechter läuft. Da ging nichts nach hinten los, alles läuft nach Plan.

Die Absicht ist das maximale Chaos, und alles soll so aussehen, als sei es TROTZ ihrer Maßnahmen entstanden....... so will man schonmal die Geschichtsbücher von morgen vorbereiten.

Durchsichtige langweilige Muppetshow, mein Lieblingsbegriff dieser Tage :-)