Mittwoch, 5. November 2014

Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin ...

Dass der Mensch schon des Öfteren darauf hingewiesen wurde, den Umgang mit sich selbst mit seinesgleichen und mit der Erde (also der Umwelt) zu ändern, hat nichts bewirkt. Nach kurzen "Nachdenkpausen" und "kollektiven Gejammerns" kehrt man zurück zu den alten Mustern.

Der erste und zweite Weltkrieg waren wohl ein kräftiger Tritt in den Arsch. Sobald die Trümmer beseitigt und die Ruinen neu aufgebaut waren, fand man sich im gleichen System wie vorher. Ein paar kräftige Watsch´n (Ohrfeigen), wie zB. die Nuklearunfälle Harrisbourgh, Sallafield, Tschernobyl und zuletzt Fukushima regten auch kaum zum Umdenken an. Auch nicht der letzte Tritt in den Arsch, der "plötzliche Ausbruch der Krise" 2008 veränderte etwas. Nur Bla-Bla-Bla, ohne Umsetzung, ohne Plan, ohne Kraft.

Dabei müssten wir bereits verstanden haben, dass wir uns in einer Einbahnstrasse befinden und unsere Welt sich rasend schnell auf eine Betonmauer zubewegt, an der sie unweigerlich zerschellen wird.

Wobei es jetzt falsch wäre, irgendwelchen Personen oder Gruppierungen die Schuld zu geben. Daran sind wir alle schuld, weil wir es zugelassen haben und weil wir Veränderungen nicht erzwungen haben.

Warum auch? Es war sehr bequem in dieser Illusion einer (fast) heilen Welt. Nun aber, beginnen wir die Schäden zu realisieren. Nicht nur in der Umwelt, sondern auch in der Gesellschaft und in unserem Denken. Doch es tut sich weiterhin fast nichts.

Nur einige Unentwegte versuchen weltverändernd zu wirken. Sie werden aber schnell von uns gebrandmarkt, ausgegrenzt und belächelt ... oder noch schlimmer, ins radikale Eck gestellt.

Unsere Welt läuft total verkehrt. Wegen Diebstahls von Eigentum kannst du schon mal ein paar Jahre Knast aufgebrummt bekommen. Als Möder von tausenden Menschen bekommst du Orden und Anerkennung!

Der Mensch nimmt sich das Recht heraus zu morden, Krieg zu führen, mühsam erbautes zu zerstören. Genauso wie der Dieb, der eine Geldbörse entwendet ... Die Grenze zwischen Recht und Unrecht gibt es nicht mehr.

Denn wenn jener Dieb nicht eine Geldbörse stiehlt, sondern die Menschen, die seine Kunden in der Bank sind, um Millionen bringt, so landet er auch nicht im Knast, sondern bekommt wie üblich seine Bonuszahlungen weiterhin - quasi als Belohnung!

Wir stehen an einem Scheideweg, nicht erst seit heute. Doch die Möglichkeiten, durch schnelle und radikale Veränderungen die Gesellschaft und damit die Erde zu heilen, werden immer weniger ... weil immer weniger Zeit bleibt, bis der grosse Einschlag, der grosse Knall kommt.

Schön wäre es, man könnte sagen, nichts unversucht gelassen zu haben. Aber man versucht nicht einmal. Zwanghaft krallen wir uns an einem offensichtlich bereits klinisch totem System fest und plappern mantra-artig irgendwelche Durchhalteparolen, an die wir selbst schon nicht mehr glauben.

Nun werden, nachdem uns die letzten "Tritte in den Arsch" und die "Ohrfeigen" nicht genug motiviert haben, gravierende, notwendige Veränderungen herbeizuführen, diese eben weiterhin an uns "verteilt". Und zwar solange, bis wir erkennen, bis wir erwachen und sagen: "So kann es nicht mehr weitergehen!"

Und glaubt nicht diesen diabolischen Verführern des Übels, wenn sie behaupten, dass unser System alternativlos wäre. Das ist es nicht. Kein System ist alternativlos! Wir müssen uns nur ernsthaft darüber Gedanken machen, was die Kernpunkte unseres Systems sind, die auch die Wurzel allen Übels darstellen.

Einige Kernpunkte sind ohnehin unübersehbar: das Geldsystem, das Wertesystem, das Gesellschaftssystem, das politische System, etc. Diese Systeme sind alt (Basis ist das Römische System) und wie ein grosses Räderwerk verzahnt. Eines ergibt das andere und wenn man zusätzlich eingreift, so manipuliert man das System, verändert es aber nicht.

Alternative Konzepte gibt es einige, auch realistische und umsetzbare. Dazu ist aber eine tiefe Erkenntnis und die Bereitschaft wirklich umzudenken notwendig. Solange die Eliten von diesem Gesamtsystem profitieren und den Rest der Weltbevölkerung wie Sklaven halten, nur um ihren Profit und ihre Macht zu steigern, ist jede Alternative zwecklos, denn sie wird bereits im Ansatz unterdrückt.

Erst wenn die Eliten draufkommen, dass sie selbst nicht auf einer Insel der Seligen leben, sondern nun durchaus gewaltige Verluste hinnehmen müssen, werden sie bereit sein, ein globales Umdenken aufkommen zu lassen.

Das kann natürlich soweit gehen, dass die Zerstörung der Erde und der Gesellschaft durch menschliche Einflüsse (zB. globaler Krieg, globaler Finanzcrash, ...) globale, irreperable, existenzbedrohende Schäden mit sich bringt, die überlebenden Opfer die Täter, die Urheber suchen und sie entsprechend bestrafen.

Deshalb müssen wir jetzt beginnen bei uns selbst zu suchen, was wir verändern können. Um auch gewappnet zu sein, wenn unsere Erde in der Sackgasse an der Betonmauer aufprallt. Nur Krisenvorsorge zu betreiben ist zu wenig. Es muss ein Umdenken in unseren Köpfen stattfinden, dass uns eine (zumindest) geistige Unabhängigkeit gegenüber den Eliten, die allesamt Fatalisten sind, zu erreichen.

Das können wir aber nicht in den Tageszeitungen, Monatsillustrierten, Talkshows, Nachrichtensendungen und im Hörfunk erfahren. Wir können es nur, wenn wir in uns gehen und unsere Gedankenwelt, unsere Wertigkeiten und unsere Visionen und Träume analysieren und gegebenefalls neu definieren bzw. neu bewerten.

Wir dürfen nicht von den Eliten, den Meinungsmachern und Alphatieren erwarten, dass sie umdenken ... wenn wir selbst (noch) nicht dazu bereit sind.

Solange wir selbst nicht mit uns Frieden schliessen und dies auch mit unserem kleinen Gesellschaftskreis tun, solange sind wir abhängig und angewiesen was "die da oben" sich für Schweinereien für uns ausdenken.

Nach dem Motto: Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin ...







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



EU-Außenbeauftragte will Palästina anerkennen (gegenfrage.com)

„Blamiert bis auf die Knochen“
(jungefreiheit.de)

Altersarmut im Vormarsch: Immer mehr Alte auf Grundsicherung angewiesen (jjahnke.net)

Österreich stellt sich gegen Merkel, lehnt neue Russland-Sanktionen ab (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

NATO fordert USA auf, weitere Soldaten in den baltischen Staaten und Polen zu stationieren, um der »russischen Bedrohung« entgegenzutreten (kopp-verlag.de)

MH370 und MH17 - Wer trägt den Schaden? (heise.de)

Republikaner erobern Mehrheit im US-Senat - Kongresswahl. Die US-Republikaner halten nun mindestens 52 der 100 Sitze im Oberhaus. Regieren wird für Präsident Obama nun immer schwieriger. (diepresse.com)

Mid-term-elections USA: No he can’t oder Rien ne vas plus - Nachdem in den USA gestern gewählt wurde, ist Obama ein zahnloser Tiger. Nicht nur im Senat gehen die Republikaner nach den ersten Auszählungen als Gewinner hervor, auch einige der Gouverneurs-Posten scheinen verloren. Ab nun droht Stillstand oder es müssen weitreichende Zugeständnisse gemacht werden. Lobbyisten – besonders aus dem militärisch industriellem Komplex – dürften sich bereits die Laufschuhe anziehen. Der Weltmacht USA droht nun der totale Stillstand. (iknews.de)

Bankrotter als bankrott = USA (altermannblog.de)

Chomsky: USA sind Weltmeister im Erzeugen von Terror (gegenfrage.com)

Fukushima: Alle Brennelemente aus Reaktor 4 geborgen (derstandard.at)

Mehr als 40 Prozent von Chinas Ackerland verseucht - China ist das bevölkerungsreichste Land der Erde, doch ausreichend Nahrung für seine 1,4 Milliarden Einwohner zu produzieren wird immer schwieriger. Inzwischen sind offiziell mehr als 40 Prozent des Ackerlands verseucht. (handelsblatt.com)

Die UN und der Klima-Schwindel - Wieder einmal feierte der Weltklimarat seinen propagandistischen Höhepunkt, der einmal im Jahr unausweichlich ist und vom UN-Generalsekretär vorgetragen wird: diesmal also von Ban Ki Moon. Und wieder einmal wurden der Schrecken angesichts des dräuenden Unheils und die Angst vor dem Untergang fein dosiert – so viel, daß jedem, der es hört, eine Gänsehaut über den Rücken läuft, und so wenig, daß man sagen kann: „Freunde, es gibt noch Hoffnung! (krisenfrei.de)

Nimbus-Programm: Uralte Satelliten-Fotos aufgetaucht - Fast vergessen, leicht verstaubt und doch wieder gefunden: Uralte Satelliten-Fotos vom Nimbus-Programm aus den 60er Jahren zeigen unter anderem riesige Löcher in der Arktis. Das Nimbus-Programm war ein US-amerikanisches Wettersatelliten-Forschungs-programm der zweiten Generation. Es umfasste den Start von acht Satelliten ... (pravda-tv.com)

Verlieren wir die Menschlichkeit? (z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.blogspot.co.at)





1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

Du schreibst ja selbst, dass es sich hier um das römische System handelt, welches eigentlich längst unteregangen sein sollte. Für die Eliten hat sich dieses System über die Jahrtausende bewährt, warum also sollten sie es ändern? Es wird maximal irgendwie umgetauft und heisst dann Sozialismus, Kommunismus, Demokratie, Kapialismus, Globalismus, Kaiserreich, deutsches Reich, ... die Eliten sind immer dieselben und die Sklaven auch - nur wissen sie meist nicht, dass sie Sklaven sind.

An diesem Punkt wird deutlich, dass das Volk über Jahrtausende tatsächlich nichts verändert hat. Auch wenn es eine Weile so ausgesehen haben mag, als ob es eine breite Masse geben könnte, die in Wohlstand lebt, so macht die Kenntnis der Zusammenhänge ( Schuldgeldsystem, Globalisierung ) klar, dass dieser breite Wohlstand nur eine flüchtige Randerscheinung gewesen ist, um alle Bürger so zu versklaven, dass sie das auch selbst für notwendig und alternativlos erachten.

Wenn sich nun also seit Jahrtausenden für den kleinen Mann objektiv betrachtet nicht wirklich was verbessert hat, welchen Schluss sollte man dann daraus ziehen? Ich würde sagen, der einzig sinnvolle Schluss den man ziehen kann ist der, dass man ein solches System nicht selbst unterstützen sollte. Das fängt im Kopf an. Wenn viele Menschen Arbeitslosengeld beziehen würden, statt Zwangssteuern zu zahlen, wenn viele Menschen untereinander tauschen würden, statt zu konsumieren und wenn viele Menschen danach trachten würden, sehr bescheiden aber autark zu leben, ... dann würde dem System automatisch keine Energie mehr zugeführt werden.

Macht kann nur jemand über dich ausüben an den du glaubst und dem du deshalb diese Macht gibst. Bei einer Wahl beispielsweise gibst du deine Macht ab in Form einer Stimme. Wenn du deine sogenannten Volksvertreter als Marionetten einer selbsternannten Elite betrachtest, wirst du nie auf die Idee kommen, einen von denen bewusst zu wählen - das wäre völlig absurd. Du würdest auch nie auf die Idee kommen, diese Leute freiwillig durch Steuern und Konsum zu unterstützen, du würdest also deine Energie vollkommen abziehen. Von dieser Energie lebt aber das System und wer anders denkt hält automatisch das Sklavensystem der Römer weiterhin am Leben indem er es auch selbst unterstützt.