Freitag, 3. Oktober 2014

Der Dominoeffekt der Unabhängigkeitsbewegungen

Wenn die Berichte in diversen Medien (natürlich nicht in den Mainstreammedien) stimmen, so wurde beim Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands manipuliert. Es durfte kein "Ja!" für die Unabhängigkeit geben. Aus mehreren Gründen nicht.

Für England ist Schottland wichtig, vor allem wegen der Erdölwirtschaft und deren Einnahmen bzw. Erträgen.

Es sollte auch suggeriert werden, dass die Menschen, in diesem Fall die Schotten, keine Selbständigkeit wollen und brauchen. Denn das kann zu einem Dominoeffekt in anderen Regionen führen.

In Regionen wie Katalonien, Baskenland, Südtirol, aber auch zB. Hawaii sind die Unabhängigkeitsbewegungen sehr stark und kämpfen seit Jahren bzw. Jahrzehnten um Unabhängigkeit (Autonomie) oder Anschluss an ein anderes Land.

Ob es allerdings die erhofften Verbesserungen bringen kann, ist zu bezweifeln. Denn viele Faktoren, wie die Aufteilung der Staatsschulden, gemeinsame, finanzielle Verpflichtungen etc. sind abhängig, wie der Neustart als junger, unabhängiger Staat durchgeführt werden kann.

Und es bleiben noch die Fragen offen, ob diese jungen, neuen Staatsgebilde bei der EU bzw. ggf. in der Eurozone bleiben werden oder ob sie neu ansuchen müssten.

Die meisten jener Regionen, welche die Unabhängigkeit anstreben, sind meist jene, die eine höhere Produktivität, höhere Löhne und höheren Wohlstand als der Durchschnitt des "Mutterlandes", aufweisen. Ärmere Regionen würden zuviel verlieren, deshalb gibt es dort fast keine Unabhängigkeitsbewegungen.

Für die "Mutterländer" wie Grossbritannien oder Spanien sind diese Unabhängigkeitsbestrebungen im Erfolgsfall jedenfalls ein grosser Verlust an Macht, Steuereinnahmen, ggf. EU-Förderungen bzw. -Subventionen und natürlich ein flächenmässiger Verlust an Staatsgebiet sowie an Einwohner. Darum wird alles versucht, den Erfolg von Unabhängigkeitsbewegungen zu verhindern. Sei es durch manipulierte Referenden oder, wie jüngst in Spanien, das Verbot diesbezüglicher Referenden.

Dadurch provoziert man allerdings das Volk - vor allem wenn die Unabhängigkeitstendenzen sehr stark ausgeprägt sind - und fördert die Wut und den Zorn auf den "Mutterstaat". Was daraus erfolgt sind Demonstrationen bis hin zu Strassenschlachten. Diese werden nach dem Verbot in Katalonien kaum ausbleiben ...

Unabhängigkeitsbestrebungen sind kaum aufzuhalten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese zum Erfolg auf friedliche oder rebellische, gewaltsame Art und Weise führen.

Es stellt sich für die Politiker nur die Frage, ob sie den Willen eines regionalen Volkes, meist Minderheiten, zulassen und akzeptieren oder einfach ignorieren.

Auch in der Ukraine tobt ein Abspaltungs- bzw. Unabhängigkeitskampf ... der leider sehr blutig und gewaltsam ausgetragen wird. Die Ukraine ist an und für sich pleite und ein Problemstaat. Wenn nun der industrielle und dadurch produktivere und reichere Osten sich abspalten möchte und einen unabhängigen Staat ausruft, hat die West Ukraine noch mehr Probleme als vorher. Der Osten, mit mehrheitlich russischer Bevölkerung nimmt die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland wieder auf. Der Westen kann dies ohne Regierungswechsel und dem damit verbundenen Gesichtsverlust nicht. Und von Europa wie auch der USA ist ohnehin nicht viel zu erwarten, ausser heillos überteuerte Kredite, die die Situation zusätzlich anheizen.

Langfristing werden diese Staaten aber fast alle ihr Ziel erreichen. Ob es danach für das Volk besser sein wird, bleibt dahin gestellt ...

Demnach ist der Verbot des katalonischen Referendums auch nur ein mittelfristiger Zeitgewinn für die Regierung in Madrid. Irgendwann, wahrscheinlich sogar bald, werden sie es zulassen müssen. Und wenn sich die Katalonen dieses Recht blutig erkämpfen ...







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Zerfall einer Weltordnung - Gesellschaften werden im Wesentlichen von drei Säulen getragen. Einem kollektivem soziokulturellen Gerechtigkeitsempfinden, einem verbindendem Wirtschaftssystem und einer, die politische Umsetzung bestimmenden Staatsdoktrin. Jede dieser Säulen ist wichtig und ein harmonisches Staats- und Gesellschaftsgefüge stellt sich ein, wenn jeder dieser Säulen ein gleicher Stellenwert eingeräumt wird. (krisenfrei.de)

Euro-Krise: Eurozone steht kurz vor dem nächsten Wirtschaftseinbruch (propagandafront.de)

Crash-Gefahr: Rekord-Schulden bedrohen die Weltwirtschaft - Die globale Verschuldung wächst weiter und bricht neue Rekorde. Der 16. Genfer Bericht über die Weltwirtschaft besagt, dass die globale Wirtschaft nicht in der Lage ist, die angehäuften Schulden zurückzuzahlen. Der weltweite Schuldenanstieg macht sich vor allem in China bemerkbar. (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)


EU-Hearing: Phrasen-Gewitter, damit die Lobbyisten unerkannt bleiben - Das Hearing der Kommissions-Kandidaten vor dem EU-Parlament zeigte: Keiner spielt mit offenen Karten. Die Komplexität der Probleme im Finanzsektor kann nicht durch mehr Bürokratie und Zentralisierung gelöst werden. Die Inhalte werden am Ende von den Lobbyisten bestimmt. Das Parlament hat eher eine folkloristische Funktion, die den Anschein eines demokratischen Systems aufrechterhalten soll. (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Schottland, Plastiksack mit JA-Stimmen gefunden - Wie ich bereits berichtet habe, ist das Referendum für eine Unabhängigkeit Schottlands manipuliert worden. Viele JA-Stimmen wurden nicht gezählt und die Befürworter haben mit 45 zu 55 Prozent verloren. (alles-schallundrauch.blogspot.co.at)

Spanien-Katalonien Konflikt-Rechtsanwälte warnen vor Extremismus und Gewalt (spanienleben.blogspot.com.es)

Demos in Katalonien (krisenfrei.de)

Ukraine gefährdet Deal: „Gazprom finanziert Terroristen“ - Im Gasstreit mit Russland will Kiew einer ausgearbeiteten Einigung nicht zustimmen. Man wolle kein Geld an Gazprom zahlen, da der Öl-Konzern die „Terroristen“ in der Ostukraine unterstütze. Die Ukraine kann auf Zeit spielen, da bereits klar ist, dass die EU und der IWF die Rechnungen übernehmen werden. (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Ukraine: Granate trifft Schule in Donezk - Zehn Zivilisten wurden getötet, darunter auch Lehrerinnnen und Kindergärtnerinnen. (diepresse.com)

Ernsthafte Hinweise: Ukrainische Armee hinterlässt Massengräber (derhonigmannsagt.wordpress.com)

Jetzt zucken sie unter dem Knallen von Putins Peitsche zusammen (globalfire.tv)

Hong Kong-Proteste: Chinas großes Zittern (markusgaertner.com)

Mit Augenbinde trotz Sturmwarnung über das Finanz-Drahtseil - Gibt es noch ein Gemisch, das die Wall Street in die Knie zwingen kann? Trotz biblischer Geldfluten, Ignoranz gegenüber allen Konflikten auf der Welt und Schönwetter-Propaganda ohne Ende? Wir haben es fast nicht mehr geglaubt. (markusgaertner.com)

USA: Chefin des Secret Service muss gehen (diepresse.com)

Was ist der Patriot Act - Die Nennung des amerikanischen „Patriot Act“ löst bei vielen Unbehagen aus, steht das Gesetz doch für den potenziellen Zugriff von US-Behörden auf Cloud-Daten deutscher Unternehmen. Die Datenschützer wollen die Notbremse ziehen, europäische Politiker arbeiten schon an einem Gesetz. Was sollen deutsche Unternehmen nun tun? (marbec14.wordpress.com)

USA brechen Völkerrecht und bombardieren Syrien - Die Vereinigten Staaten haben damit begonnen, Syrien zu bombardieren, um ISIS zu bekämpfen – jene Terrororganisation, die sie selbst mit hochgezüchtet haben. Weder gibt es ein UN-Mandat, noch hat die syrische Regierung um Hilfe gebeten. Damit handelt es sich um einen Bruch des Völkerrechts und eine Verletzung der Souveränität Syriens. Der Kampf gegen ISIS könnte die Initialzündung für einen Krieg gegen Syrien selbst werden. (marialourdesblog.com)

Ostsyrische Wirtschaft liegt in Trümmern, nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika private Erdölraffinierien zerstören - Regierungsvertreter stellten Angriffe hin als Ausschalten der „Finanzierung des ISIS” (antikrieg.com)

Radioaktive Reste aus Atomwaffentests: Mehr Plutonium in Atmosphäre als gedacht - Die Atomwaffentests des Kalten Krieges hinterlassen ein schwereres Erbe als bislang angenommen: Noch immer schwirren radioaktive Partikel in der Stratosphäre umher – und das in viel höherer Konzentration als bislang angenommen. (pravda-tv.com)

Energie: Amerika schwimmt im Erdöl (diepresse.com)

Yellowstone: Wie man einen Supervulkan zur Eruption bringt - Auf dem YouTube-Kanal „The HAARP Report“ wurde am 30.09.2014 das folgende Video hochgeladen. Der Clip enthält eine Reihe Indizien, dass von Seismographen in der Umgebung des Supervulkans im Yellowstone-Nationalpark bereits seit rund 2 Jahren verdächtig regelmäßige Schwingungsmuster aufgezeichnet werden. (marialourdesblog.com)

Wahnsinn: Nahrungsmittelabfälle kosten 2600 Milliarden Dollar – jedes Jahr - Etwa ein Drittel der gesamten Nahrungsmittelproduktion wird nicht konsumiert sondern weggeworfen oder geht entlang der Wertschöpfungskette verloren. Dabei geht es nicht nur um den Verlust immenser Mengen an Nahrungsmitteln, sondern auch um grosse negative Umweltwirkungen und die damit zusammenhängenden Kosten für die Gesellschaft. (zeitpunkt.ch)





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