Montag, 26. Mai 2014

Kein Kaviar, kein Zobelpelz und kein Lada mehr aus Russland?

Welch Kasperltheater läuft hier wieder ab? EU beschliesst Sanktionen gegen Russland. Welche denn? Braucht nicht Europa Russland mehr, als umgekehrt?

Politiker wollen Sanktionen beschliessen, während Manager aus ganz Europa bei russischen Unternehmen vorstellig werden, um die Handelsbeziehungen wieder zu normalisieren.

Was wollen die Europäer tatsächlich sanktionieren bzw. boykottieren? Russischer Kaviar wird ohnehin kaum mehr importiert, der meiste Kaviar kommt aus Zuchtanstalten oder dem Iran (... trotz Boykott). Krimsekt ist exotisch, Zobelpelz ebenso. Und russisches Gas? Ohne das hätte Europa tatsächlich ein grosses Problem. Darum hat die OMV (Österreichische Mineralölverwaltung) vor wenigen Wochen die neuen Lieferverträge unterzeichnet!

Russland hat, wegen der Grösse des Landes, unvorstellbar viel Bodenschätze. Bodenschätze, die Europa nicht besitzt. Ohne russisches Titan gäbe es keine Airbus-Flugzeuge ... die Handelsverträge laufen noch Jahre, also keine Angst, dass die Airbus-Produktion stillgelegt werden müsste.

Die Frage stellt sich, wohin Russland die Rohstoffe verkaufen will? Asien boykottiert nicht, Asien sanktioniert nicht. Und Asien benötigt Rohstoffe! Eben wurde ein Gas-Lieferabkommen unterzeichnet, um einen dreistelligen Milliardenbetrag!

Und seien wir ehrlich, alles was Russland braucht, kann es ebenso in Asien oder über Asien kaufen ...

Und erinnern wir uns an einzelne Berichte des Iran-Boykotts, den die USA unbedingt durchsetzen wollte. Europa machte mit und boykottierte auf Wunsch der Amerikaner. Als erster ist gleich Peugeot in die Krise gekommen, weil der Iran traditionell einer ihrer besten Absatzmärkte war. Der ist verloren, die Iraner kaufen jetzt asiatische Autos.

Die Amerikaner hielten sich nur nach aussen an den von ihnen geforderten Boykott. Wie bekannt wurde, hielten sich Firmen wie Caterpillar und Coca Cola nicht daran und verkauften weiterhin ihre Waren an die Perser ...

Was macht man jetzt übrigens mit der ISS Raumstation? Es gibt derzeit nur einen Personenraumtransporter hinauf, die russische Sojus Rakete. Bei einem Boykott oder Sanktionen können amerikanische Astronauten nicht mehr hinauf zur ISS?

Egal wie man die Sache betrachtet, Russland verliert kaum, Europa sehr viel. Und Amerika dreht sich, wie sie es brauchen ...



EU-Staaten planen gemeinsame Sanktionen gegen Russland - Die EU-Staaten beraten über Wirtschafts-Sanktionen gegen Russland im Anschluss an die Ukraine-Wahl. Eine mildere Stufe wären Importverbote für Luxusgüter wie Wodka, Kaviar oder Diamanten. Doch auch ein Embargo auf russisches Gas wird in Brüssel diskutiert. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Putins Drohung lähmt die USA und Europa - Es hat der ehemalige Beamte des US-Finanzministeriums, Dr. Paul Craig Roberts, gegenüber King World News gesagt, dass die USA und Europa durch die von Putin heute ausgesprochene Drohung regelrecht gelähmt werden. (lupocattivoblog.com)

Waffenbrüder trotz Krise: Russland und der Westen auf der ILA - Die westliche und die russische Luftfahrtindustrie sind stark verzahnt. Kein Airbus ist in der Lage zu starten, ohne Titan-Lieferungen aus Russland. Die Lieferungen sind auf 20 Jahre im Voraus gebucht. Die Nato-Staaten und Russland werben deshalb auf der ILA Seite an Seite für ihre Produkte. Die Ukraine-Krise spielt in Berlin kaum eine Rolle. (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Putin will keine neue Sowjetunion: „Es wird keinen Kalten Krieg geben“ (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



EU-Parlamentswahl: Warnschuss für eine losgelöste Kaste - Der entlarvendste Kommentar zum Ausgang der EU-Parlamentswahl stammte gestern Abend von EZB-Chef Mario Draghi. Die Wähler in der Gemeinschaft seien “losgelöst.” Abgehoben von der Realität, meint er damit. (markusgaertner.com)

EU-Wahl 2014: Sparguthaben in höchster Gefahr - Wie nach allen Wahlen wird auch diesmal den Bürgern erst danach reiner Wein eingeschenkt, nur dass er diesmal besonders bitter für das Wahlvolk sein wird. Alle nationalen Regierungen, zögern eine Veröffentlichung des Ausmaßes einer bevorstehenden Krise hinaus. (mmnews.de)

Geldsystem: Trügerische Ruhe vor dem finalen Exitus (pravdatvcom.wordpress.com)

Österreich will Gläubiger bei Hypo Alpe Adria austricksen - Zwischen Österreich und der Finanzindustrie bahnt sich ein ernster Konflikt an: Finanzminister Spindelegger will die Gläubiger der HGAA austricksen, indem er die Staatsgarantien durch ein neues Gesetz aushebelt. Solche Enteignungen kannte die Banken-Welt bisher vor allem aus hoch verschuldeten Entwicklungsländern. (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

RH zählt in London Österreichs Goldreserven nach (krone.at)

Fekter: "Habe keinen Schaden angerichtet" - Helmut Draxler, Ex-Aufsichtsrat der staatlichen Problembank Hypo Alpe Adria, warf Ex-Finanzministerin Maria Fekter Untätigkeit vor, die "deutlich mehr als eine Milliarde Euro" gekostet habe. Davon will die Politikerin nichts wissen. (kleinezeitung.at)

Krisengipfel bei Hollande: „Der König ist nackt“ (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Wie in Griechenland 200 Mrd Euro verpulvert wurden - Griechenland erhielt in den letzten 30 Jahren enorme EU-Mittel, von denen jedoch niemand genau weiß, wie hoch sie waren und wohin sie flossen. (griechenland-blog.gr)

Doppel-Erdbeben in Griechenland stimmt bedenklich - Das am 24 März 2014 verzeichnete starke Erdbeben in Griechenland mit Epizentrum in der Nordägäis stimmt die Wissenschaftler bezüglich der Anatolischen Verwerfung bedenklich. (griechenland-blog.gr)

Japan will vorsätzlich Hunderte von Tonnen radioaktiven Wassers aus Fukushima in den Pazifik verklappen (kopp-verlag.de)

Wegen Smog: China zieht Millionen Autos aus dem Verkehr (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Geheim-Verhandlungen: Wasser soll weltweit privatisiert werden - Unbemerkt von der Öffentlichkeit haben 2012 weltweite, geheime Verhandlungen zur weitgehenden Deregulierung der Wasserversorgung, der Energieversorgung, des Finanz-, Gesundheits- und Bildungswesens begonnen. Sollten sie erfolgreich sein, wird es zu weitreichenden Privatisierungen kommen. Der Protest der Bürger, etwa gegen die Privatisierung von Wasser würde ins Leere laufen. (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Schreiben bis zum Untergang: Die düstere Zukunft der »Qualitätsmedien« (pravdatvcom.wordpress.com)

Nature by Numbers (youtube.com)





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