Freitag, 28. Februar 2014

Paco de Lucia starb im Alter von 66 Jahren

Jeder beliebige Spanier ist überzeugt: Paco de Lucia war nicht nur der schnellste, sondern überhaupt der beste Gitarrist aller Zeiten. Und hat vermutlich recht damit.

Der wohl leidenschaftlichste aller iberischen Saitenmeister ließ seine Finger in unerhört virtuoser Technik über die Saiten flitzen, als wär’s eine Entspannungsübung, schroff-polternd mit metallisch-hartem Stakkato und Melancholie.

Der bekannteste Botschafter des Flamenco selbst war hingegen unglaublich bescheiden. Jetzt ist er im Alter von 66 Jahren nach einer Herzattacke in Mexiko gestorben.

Der in der andalusischen Hafenstadt Algeciras geborene Musiker, der mit bürgerlichem Namen Francisco Sanchez Gomez hieß, hat den Flamenco weltweit populär gemacht und mit Elementen von Jazz, Blues und Klassik bereichert. Keiner verschwurbelte das Flamenco-Gefühl – Leidenschaft, Stolz und Tragik – so schön mit Folklore auf höchstem Niveau, während er stets betonte: "Ich habe nicht die Stile vermischt, sondern einfach mit Musikern anderer Sparten zusammengespielt."

Perlender, harmonischer und glasklarer Gitarrenklang: Paco de Lucía pflegte die Flamenco-Tradition, entwickelte jedoch gleichzeitig seinen eigenen Stil. Der Mann aus Algeciras, Andalusien, hat viele Flamenco-Gitarristen beeinflusst. Mit 15 Jahren nahm er als Mitglied des Ensembles von José Greco an seiner ersten Auslandstournee teil. Mit 17 Jahren nahm er zusammen mit Ricardo Modrega seine erste Schallplatte auf. Mit 20 Jahren brachte er die erste Solo-Schallplatte auf den Markt. Schon bald begann er eine langjährige Zusammenarbeit mit dem populären Flamencosänger Camarón de la Isla. Zwischen 1969 und 1984 entstanden zwölf Produktionen der beiden. Den internationalen Durchbruch schaffte Paco de Lucía mit 26 Jahren im Jahr 1973 mit der Einspielung "Fuente y Caudal" und dem Hit "Entre dos Aguas." Ab 1977 ging Paco de Lucía mit den Jazzgitarristen Al Di Meola und John McLaughlin auf Tournee. Das 1981 aufgenommene Live-Album "Friday Night in San Francisco" verkaufte sich weltweit über zwei Millionen Mal. Paco de Lucía beschäftigte sich zudem auch mit klassischer Musik. Bekannte Interpretationen sind beispielsweise "Interpreta a Manuel de Falla", "Doce canciones de García Lorca" oder das "Concierto de Aranjuez" von Joaquín Rodrigo.
[Quelle: kurier.at]

Ich war und bin ein grosser Freund seines wunderbaren Gitarrenspiels - Danke Paco de Lucia!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)





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