Sonntag, 29. Dezember 2013

2013 ... Teil 1

Das Jahr 2013 haben wir, für viele wider Erwarten, fast unbeschadet überstanden. Der, wie auch in den Jahren zuvor, vorhergesagte Crash, der Zusammenbruch des Finanzsystems ist 2013 ausgeblieben. Die Situation ist allerdings noch immer sehr angespannt und gefährlich. Daran hat sich nichts geändert! Im Gegenteil, hinter den Kulissen hat sich die Lage weiter zugespitzt. Von einer etwaigen Lösung oder Entspannung sind wir weiter entfernt, als noch vor einem Jahr.

Geprägt war das Jahr von drei Ereignissen bzw. Entwicklungen, die niemand vorher gesagt hatte, die aber die derzeitige Veränderung und die Verschiebung der Machtverhältnisse aufzeigen.

Der Papst tritt zurück! „Liebe Brüder und Schwestern! Guten Abend!“. Mit diesen Worten wendet sich Franziskus, der neue und 266. Papst der römisch-katholischen Kirche, an die Gläubigen. Am 11. Februar hatte sein Vorgänger Papst Benedikt XVI. überraschend verkündet, am 28. Februar zurückzutreten. Er fühle sich angesichts seines fortgeschrittenen Alters nicht mehr länger in der Lage, die Aufgaben seines Amtes angemessen zu erfüllen, begründete Benedikt.

Edward Snowden, der ehemalige Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA, ist zweifellos die Person des Jahres. Niemand anderer hat das Jahr 2013 so geprägt wie er. Anfang Juni übermittelt er dem Guardian-Journalisten Glenn Greenwald als streng geheim eingestufte Informationen, am 9. Juni gibt er seine Identität bekannt. Er tritt eine Lawine los: Seine Enthüllungen gewähren einen einzigartigen Einblick in die weltweite Überwachung durch US-Geheimdienste. Snowden wird zum Staatsfeind Nummer eins. Das FBI erwirkt einen Haftbefehl. Er wird wegen Spionage gesucht. Wochenlang sitzt er in Folge am Moskauer Flughafen fest, ehe ihm Russland Anfang August Asyl gewährt und er seitdem inkognito an einem unbekannten Ort in Russland lebt.

Putin löst Obama als mächtigsten Mann der Welt ab. Begonnen hat der Niedergang Obamas einerseits mit dem abgesagten Krieg gegen Syrien, bei dem man eine direkte Konfrontation mit Russland und dadurch eine mögliche Ausweitung, befürchtete. Nicht nur, dass mit England der wichtigste Kriegspartner nach einer Parlamentsabstimmung absagen musste, auch in der US-Army war der Widerstand überraschend hoch.
Und andererseits mit jener aussenpolitischen Aktion, die weltweit einzigartig war und der die Reputation der USA langfristig schädigte. Weil die amerikanischen Geheimdienste Snowdon in dem Regierungsjet Boliviens, mit dem bolivianischen Präsidenten an Bord, vermutete, verboten mehrere (!!!) europäische Staaten auf Geheiss (oder besser Befehl) der USA den Überflug. Morales musste in Wien landen. Snowdon war nicht in dem Flugzeug. Amerika war blossgestellt! Damit hatte Obama gegen alle internationale Regeln der Diplomatie verstossen und sich den gesamten südamerikanischen Kontinent zum Feind gemacht!



In Deutschland und Österreich war Wahljahr und beide Länder bekamen eine grosse Koalition. Aussicht auf politische Veränderungen sind damit dahin ...

Österreich hat sich zusätzlich von einer aktiven Aussenpolitik verabschiedet. Nach dem Abzug der österreichischen UNO-Truppen vom Golan blieb man auch der Totenfeier von Nelson Mandela fern. Österreich schafft es nicht, einen offiziellen Vertreter pünktlich zur Trauerfeier zu entsenden. Nachdem die Koalitionsverhandlungen „im Endstadium" Bundespräsident, Kanzler und Außenminister angeblich zum Bleiben zwingen, reist Bundesratspräsident Reinhard Todt nach einem offenbar unaufschiebbaren Besuch des marokkanischen Senatspräsidenten in Wien um einen Tag verspätet an.

Ausserdem zeigte sich in unserem Land die enorme Korruption und Freunderlwirtschaft, die stückweise ans Tageslicht kommt. So wurde im Jänner der schwarze EU-Parlamentarier und frühere Innenminister Ernst Strasser wegen Bestechlichkeit zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht begründet: „Es hat in der Zweiten Republik wenige Menschen gegeben, die dem Ansehen der Republik so viel Schaden zugefügt haben (...). Darum war es notwendig, eine Strafe zu verhängen, die eine abschreckende Wirkung auf mögliche Nachahmungstäter hat. Und davon gibt es wohl einige.“ Das Urteil wird an die erste Instanz zurückverwiesen. Ein Freispruch scheint aber unwahrscheinlich.

In diesem Sumpf werden auch die Vorgänge rund um die Pleite der Hypo Alpe Adria ermittelt, die sich zu einem echten Fass ohne Boden entwickelt. Möglicherweise sind über 20 Milliarden von den Steuerzahlern abzudecken. Erste Verurteilungen hat es schon gegeben, viele folgen noch!

Die Real-Satire des Jahres kommt von unserer Regierung, unter besonderer Mitwirkung unserer ehemaligen Finanzministerin, der "Schottermitzi" Fekter. Obwohl die Zahlen vor der Wahl sehr wohl bekannt waren, hielt man diese bis nach der Wahl geheim. Dann entdeckte man "das Budgetloch"! Tagelang stritt man um die Höhe zwischen 10 und 45 Milliarden €uro, bis man bei Regierungsangelobung versicherte, es gibt kein Budgetloch, sehr wohl aber Sparprogramme (von denen hatte man vor der Wahl ebenfalls nichts gewusst!) ...

Grosse Katastrophen blieben 2013 aus, mit Ausnahme des Taifuns, der den Philipinen eine gewaltige Zerstörung und mehrere tausend Tote bescherte.
Das verheerendste Erdbeben des Jahres 2013 erschüttert am 24. September eine wenig besiedelte Region Pakistans. In der Provinz Balochistan kommen durch das Beben am 24. September über 800 Menschen ums Leben.
Die Region Sichuan in China wird am 20. April von einem schweren Erdbeben erschüttert, 217 Menschen sterben.

Alles in allem kein besonders spektakuläres Jahr, aber ein Jahr in dem viele Weichen gestellt wurden, die erst langfristig für Veränderungen sorgen werden.



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Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Verursachte China den Goldcrash? (der-klare-blick.com)

Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren: Wie wir lernten, die Banken zu hassen - Banken haben die Steuerzahler Milliarden gekostet. Und wollen jetzt einfach so weitermachen. Das empört uns. (faz.net)

Die Billionen-Euro-Bombe bei Banken - Dieser Tage wird die Einigung im Bankenstreit der Euro-Zone gefeiert. Oft vergessen: Die Banken haben unglaublich hohe Bestände an so genannten faulen Krediten. Diese Kredite werden schlicht nicht zurückgezahlt. Banken müssen die Forderungen irgendwann abschreiben und gefährden dadurch auf absehbare Zeit ihre Existenz. Zu unseren Lasten. (kopp-verlag.de)

Geldsystem: Tag der Abrechnung rückt näher - Die Geldsystem-Krise schwelt weiter. Kein Problem wurde gelöst. Im Gegenteil: Die globalen Schulden sind seit Ausbruch der "Finanzkrise" sogar um rund 40% gestiegen. Die scheinbare Ruhe trügt. Der Tag der Abrechnung rückt näher. Gibt es Alternativen? Andreas Popp im Gespräch mit Michael Mross. (mmnews.de)

Saxo-Bank erwartet Zwangsabgabe für Sparer in Europa bereits 2014 (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Draghi räumt erstmals schleichende Enteignung der deutschen Sparer ein (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Rätsel um deutsches Gold: Was haben die Amerikaner geliefert? Teile des Goldes der Bundesbank, das dieses Jahr aus den USA nach Frankfurt geliefert wurde, musste vor dem Transport eingeschmolzen werden. Die ursprünglichen Barren der Bundesbank waren in New York nicht mehr vorhanden. Offenbar nutzen die Amerikaner das Gold der Deutschen für ihre eigenen Zwecke. (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Grossbritannien: Muslimische Kassiererin verweigert Alkoholverkauf (focus.de)

Papst warnt vor gewaltsamen Protesten in Italien (kleinezeitung.at)

Täglich 15000 Kontopfändungen in Griechenland - Im Rahmen der radikalen Beitreibung sogar auch noch gar nicht fälliger Verbindlichkeiten an den Fiskus wurden in Griechenland 2013 über 100000 Pfändungen vorgenommen. (griechenland-blog.gr)

Griechenland: von der Depression zur Explosion - Griechenland wird inzwischen weltweit den Staaten mit dem höchsten Risiko zugeordnet, denen eine gesellschaftliche Explosion droht. (griechenland-blog.gr)

Luftverpestung wegen Krise - Das Heizen mit Brennholz sorgt für extreme Smog-Belastung in griechischen Städten. (kurier.at)

Türkei in der Krise: Lira stürzt auf historisches Tief (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Konjunktur: Der Tanz auf dem chinesischen Vulkan - Die Situation in China ähnelt beunruhigend jener in den USA und Europa vor Ausbruch der Finanzkrise 2008. Geschönte Wachstumsdaten verdecken das. (diepresse.com)

Wenn die Chinesen kein Gold mehr kriegen ist Sense (alles-schallundrauch.blogspot.co.at)

Die Gleichschaltung der US-Medien ist schlimm (alles-schallundrauch.blogspot.co.at)

Chinas Bomber könnten US-Militärbasen erreichen - Chinas Bomber könnten sämtliche US-Stützpunkte in der Region mit nuklear bestückbaren Langstreckenraketen erreichen, sogar ohne den chinesischen Luftraum zu verlassen. US-Offizielle warnen immer ... (gegenfrage.com)

A320-Pilot meldet Beinahe-Kollision mit UFO nahe London-Heathrow (grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de)

Für Gläubige der globalen Erwärmung war 2013 ein Höllenjahr (eike-klima-energie.eu)

Studie bestätigt erneut: Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern (grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de)

Deutschen Physikern gelang effizienter Nachweis von Quantenkorrelationen (derstandard.at)

NSA: US-Richter erklärt Telefondaten-Sammeln für verfassungskonform - William Pauley sieht keinen Hinweis auf unrechtmäßige Verwendung - Anderes Gericht kam zu gegenteiligem Urteil ... (derstandard.at)

Das Geheimnis der 7 Schwestern – Die Geschichte des Weltöl-Kartells - Als Seven Sisters (sieben Schwestern) wurden nach dem Zweiten Weltkrieg sieben Ölkonzerne bezeichnet, die in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren den globalen Ölmarkt beherrschten. (marialourdesblog.com)





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