Samstag, 30. November 2013

Schnecken, eine einfache Herausforderung ...

Vergangene Woche habe ich einen Bekannten besucht, der seit einigen Jahren in Pension ist und neue Herausforderungen suchte. Gefunden hat er sie in Form einer Schneckenzuchtanlage. Heute bessert er seine Pension mit Schnecken in Gläsern und Schneckenkaviar auf. Kurz, er ist so etwas wie Landwirt geworden.

In der hügeligen niederösterreichischen Landschaft nördlich der Donau besitzt er ein kleines Haus am Rande eines malerischen, typisch weinviertler Dorfes mit grossem Garten. Zuerst erkundigte er sich über Schaf- und Ziegenzucht, doch für dieses Vorhaben war sein Garten dann doch zu klein. Zunächst versuchte er es erfolgreich mit einer Hasenzucht. Belgische Fleischhasen aus seiner Zucht waren bald eine beliebte Grundlage für Gerichte, für er auch ausgefallene und schmackhafte Rezepturen lieferte.

Erst Jahre später kam er auf die Schnecke. Ich koche immer wieder gerne eine Obers-Schneckensuppe (Sahne-Schneckensuppe) und lade Bekannte dazu ein. Nachdem er diese gegessen hatte und ich ihm einiges (was ich wusste) über Schnecken und Schneckenzucht erzählt hatte, begann er sich dafür näher zu interessieren.

Er baute ein Beet, dass er mit Holzpfosten rund einen halben Meter hoch, aber auch einen halben Meter unter der Erde einzäunte. Damit die Schnecken nicht abhauen konnten, befestigte er am oberen Rand Niedervoltdrähte (ähnlich einem Weidezaun). Das Beet war rund fünf mal 12 Meter gross. Im Inneren baute er Salat, Mangold, Kraut, Kohl, Kohlrabi und ähnliches an. Alles was Schnecken gerne fressen. Zusätzlich legte er auch Steine und kleine Bretter hinein, damit die Schnecken Plätze zum Verkriechen hatten. Auch für kleine Pfützen mit Wasser sorgte er.

Dann setzte er einige hundert heimische Weinbergschnecken aus, gekauft bei einem anderen Züchter. Vorigen Herbst hatte er die erste Ernte. Einige Tausend Schnecken wanderten in den Kochtopf. Die grössten und ältesten liess er am Leben, als Zuchtschnecken.

Heuer war ich zur "Ernte" eingeladen. Mittlerweilen hat er die Zuchtfläche verdoppelt. Schnecken sind genügsam, brauchen wenig Pflege, als Futter dient Salat und Gemüse und sie fressen sich bis zum Herbst richtig "fett" und können dann "geerntet werden.

Schnecken sind in der Vergangenheit ein wichtiger Proteinlieferant gewesen, bevor sie ausschliesslich nur mehr in Gourmetlokalen angeboten wurden. Früher, bis zum ersten Drittel des Zwanzigsten Jahrhunderts waren auf allen Wiener Märkten "Schneckenstände", auf denen Schnecken als Imbiss oder als Kochzutat für zu Hause angeboten wurden. Im Grunde ein leicht verfügbares, nahrhaftes und gesundes Lebensmittel, das ohne grossen Aufwand gezüchtet werden kann. Und nebenbei derzeit in der österreichischen Gastronomie ein Comeback feiert.

Früher sind die Menschen am Land Schnecken sammeln gegangen, in der Stadt wurden sie am Markt gekauft. Besonders in schlechten Zeiten, in denen mehr oder weniger Hunger geherrscht hat, waren Schnecken wichtige Proteinlieferanten. Das könnte in Katastrophenzeiten in naher Zukunft ebenso sein. Dabei ist der Aufwand äusserst gering und der Ertrag hoch. Ausserdem lassen sich Schnecken vielseitig in der Kulinarik einsetzen. Sie haben kaum Eigengeschmack, schmecken nur etwas nussig und halten entsprechend eingemacht in Dosen oder Gläser jahrelang ...

Am Abend, bevor ich wieder nach Graz heimfuhr, gab es Variationen von der Schnecke. Mein Bekannter bat mich, eine kleine Gesellschaft zu bekochen: Schnecken im Speckmantel, Spaghetti mit Schneckenragout und Szegediner Schneckengulasch.

Sollte jemand an Schneckenzucht interessiert sein, ich kann wertvolle Tipps geben - sowohl über die Zuchtanlage als auch die Verarbeitung.






Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



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Schuldenbombe: US-Notenbank muss ständig neues Geld schaffen, sonst bricht das Kartenhaus zusammen (propagandafront.de)

Mit Panzern gegen Kriminelle – US-Polizei rüstet auf (gulli.com)

China sendet Kampfjets in neue Luftverteidigungszone (diepresse.com)

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Warum ist es so schwer den Meeresspiegel zu messen? (eike-klima-energie.eu)

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