Mittwoch, 16. Oktober 2013

Steuersystem kaum noch administrierbar

Warum werden von unseren Politikern Systeme aufgebaut, die nicht einmal mehr Spezialisten im Gesamten überblicken können. Genannt sei das Steuersystem und die allgemeinen Gesetzbücher.

Alles andere als transparent und verständlich werden diese Systeme laufend "aktualisiert". Dh. ergänzt mit Ausnahmeregelungen, Novellierungen, Ergänzungen und Zusätzen. Längst sind diese Konvolute unüberschaubar und deshalb für den Bürger im Grunde nicht mehr nachvollziehbar.

"Unwissenheit schützt nicht vor Strafe" heisst ein Juristenspruch, doch wenn selbst Juristen diesen Paragraphendschungel nicht mehr durchschauen, wie sollte das ein Normalbürger schaffen.

Grossfirmen und Konzerne beschäftigen hochbezahlte Juristen, die Schlupflöcher suchen und auf Grund der Komplexität der Gesetze auch finden.

Der Normalbürger, der Unternehmer, der Mittelständer kann sich derartige Spezialisten der Juristerei nicht leisten und kann somit viele der von grossen Unternehmen in Anspruch genommene Schlupflöcher bzw. Gummiparagraphen nicht nutzen.

So wird eine gewisse elitäre Überlegenheit provoziert. Am Besten zu sehen bei der immer noch Ermittlung in der Sache des ehemaligen Finanzministers Grasser.

Ein Steuerberater (Kunden sind Kleinbetriebe) sagte zu mir: "Das Steuerrecht ist kaum mehr administrierbar. Selbst wir Steuerberater sind mit Paragrafen konfrontiert, die entweder kaum umzusetzen sind oder sogenannte Gummiparagrafen sind. Dazu gibt es ständig Neuerungen und Aktualisierungen, deren Studium einen grossen Zeitaufwand ausmachen. Normalerweise müsste das Steuerrecht einfach und klar sein, so dass ein Unternehmer gar keinen Steuerberater benötigt."

Aussicht auf Besserung ist natürlich nicht in Sicht. Jede Änderung, jede Reform oder auch nur Reförmchen wird auf das bestehende, komplizierte und intransparente Recht aufgebaut.

Man müsste aber, auch um möglichst gleiche Bedingungen für alle zu schaffen (dies scheint allerdings nicht gewollt zu sein!) das Recht grundsätzlich neu aufbauen. Und vor allem den alten Schrott ausmisten.

Warum werden die Gesetze derart komplex und kompliziert aufgebaut? So dass der "normale Bürger", der "normale Unternehmer", der Nicht-Jurist kaum eine Chance hat, durchzublicken, geschweige denn, es zu verstehen. Warum müssen wir ein Heer von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Juristen bezahlen, um diese unfassbaren, unverständlichen Gesetze auslegen und anwenden zu können.

Recht und Gesetze müssten, dem normalen Menschenverstand nach, verständlich, kompakt, nachvollziehbar und dadurch auch umsetzbar sein. Ein intransparenter und unverständlicher Dschungel an Gesetzen lässt jene, die es sich leisten können, nach entsprechenden Lücken suchen und diese zu nutzen.

Nicht nur, dass wir (nicht nur in Österreich) extrem hohe Steuern bezahlen müssen, sind viele Gesetze, vor allem Steuergesetze nicht mehr nachvollziehbar. Dies öffnet natürlich der Steuerhinterziehung viele Möglichkeiten. Und der Spruch "Brauchen´s eine Rechnung?" wird angesichts der immer unverständlicheren Gesetzgebung und der nicht zu stillenden Steuergier der Finanzminister zu einer immer öffters gestellten Frage.

Wie dieses System schlussendlich ausarten kann, bevor die Menschen beginnen zu rebellieren, sieht man an Griechenland.

Besserung erwarte ich keine, im Gegenteil. Der Staat, die Regierung, wird, sowie in Griechenland, schlussendlich Vorsorge treffen, über diesen Weg neue Möglichkeiten der Enteignung der Bürger, in diesem Fall hauptsächlich der Klein- und Mittelbetriebe zu finden und sie mit mittelalterlichen Raubrittermethoden auszurauben ... natürlich gesetzeskonform!

Jener Steuerberater sagte mir auch, dass Grossbetriebe kaum, Konzerne fast nicht steuerlich geprüft werden, weil deren Steuergebarung, juristisch gesehen, die Kompetenz und das Wissen der Steuerprüfer bei weitem übersteigt ...



Nicht einmal Experten kapieren Steuersystem Dringender Ruf nach Reform: "Steuersystem kaum noch administrierbar" (kurier.at)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Die globale Finanzelite erhöht den Druck auf Europa (geolitico.de)

Deutsche Bank: Kein Leben nach US-Zahlungsausfall (mmnews.de)

Spanien – Drei Millionen Menschen leben in absoluter Armut (format.at)

Griechenland wieder am Rand des Bankrotts! (griechenland-blog.gr)

2010 wurden die Banken, nicht Griechenland gerettet (krisenfrei.wordpress.com)

China fordert De-Amerikanisierung des Finanzsystems - China hat offenbar die Nase voll von der ständigen Bedrohung durch einen US-Staatsbankrott, offizielle Stimmen fordern darum eine De-Amerikanisierung des internationalen Finanzsystems. (gegenfrage.com)

Amerika schreibt sein Drehbuch um: High Noon ist jetzt vor 12 Uhr (markusgaertner.com)

Government Shutdown behindert US-Bankenkontrolle (goldreporter.de)

Weltbank-Chef: Möglicher US-Staatsbankrott führt in globale Wirtschaftskatastrophe (ria.ru)

Notfallplan in den USA: die Welt vor dem Abgrund
- Die Welt steht vor dem Abgrund. Sollten sich die USA nicht auf eine neue Schuldenobergrenze verständigen, ist der Staat formal zahlungsunfähig. Bis auf 30 Milliarden Dollar bleibt dann nichts mehr. So weit ist alles bekannt und die Einigung wurde nun wahrscheinlicher. Dennoch: Ein Notfallplan steht jetzt schon. Insider berichten. (kopp-verlag.de)

Paul Craig Roberts: US-Präsident kann jederzeit den Notstand ausrufen; Schulden werden immer bedient (propagandafront.de)

Die Krise der Schuldengrenze erklärt - Das US-Schatzamt hat gewarnt, dass das andauernde Versagen des Kongress die Schuldengrenze zu erhöhen, wird die Vereinigten Staaten in die Lage bringen seine Rechnungen nicht mehr zahlen und seine Staatsschulden nicht mehr bedienen zu können. Das heisst, ein Staatsbankrott. Hier sind einige hilfreiche Antworten zu den häufig gestellten Fragen über die Krise der Schuldengrenze ... (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Gerüchte: FEMA trifft Vorbereitungen zur Krisenintervention - Wenn die Federal Emergency Management Agency (FEMA) beginnt gewisse Szenarien durchzuspielen, bietet das immer Raum für Spekulationen und eine gewisse Panik. Zum Spass trifft die Katastrophenschutzbehörde selten Vorkehrungen. Normal soll sich die FEMA eigentlich vorwiegend um die Bewältigung von Naturkatastrophen kümmern, allerdings hat man im Ernstfall erhebliche Kompetenzen. Durch unzählige Executive Orders wird im Ernstfall der FEMA die Kontrolle über die gesamte Infrastruktur der USA übertragen. (iknews.de)

Zwei führende Kommandeure der US-Nuklearstreitkräfte nach Enthüllungen über geheime Verlegung von Atomsprengköpfen gefeuert (kopp-verlag.de)

Human Rights Watch: Syrische Rebellen morden und verschleppen Zivilisten! (seite3.ch)

Ein Brief an alle jungen Athleten, die davon träumen, 2020 nach Tokio zu kommen - Einige Fakten über Fukushima, die ihr kennen solltet (luftpost-kl.de)

Die Befreiung des Geistes aus dem Gefängnis des Verstandes (dieter-broers.de)





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