Mittwoch, 6. März 2013

Was bleibt, wird immer weniger ...

Wenn du (angenommen) 100,- €uro von deinem Arbeitgeber netto verdient hast, mussest du für wesentlich mehr Geld arbeiten. Denn der ausbezahlte Nettobetrag ist der magere Rest eines viel höheren Bruttobetrages. Also jener Bertrag vor Steuern, Abgaben, etc. Es halten viele die Hand auf, bevor du dein hart verdientes Geld in den Händen hältst: der Staat, die Gemeinde (Kommune), die Pensionsversicherung (Pensionsanstalt), die Krankenversicherung, etc. Mindestens die Hälfte, in der Regel aber viel mehr, wird dir abgezogen ...

Doch von den 100,- €uro werden dir weiterhin, wenn du das Geld ausgibst, Steuern, Gebühren und Abgaben abgezogen. Das heisst, dein ohnehin bereits versteuertes Geld wird ein zweites Mal versteuert: Mehrwertsteuer und Sondersteuern (Mineralölsteuer, KfZ-Steuer, Tabaksteuer, etc.) ... bis zu über 50% (zB. bei Treibstoffen). Bleibt dir nach Abzug aller Abgaben ein mickriger Rest von im schlechtesten Fall weniger als 50,- €uro pro verdiente mehr als 200,- €uro ...

Das bedeutet, dass mehr als ein Drittel ausschliesslich für Steuern, genauer gesagt für Zinszahlungen von Staat, Länder und Kommunen drauf gehen. Rund ein Drittel für die gesetzliche Pensionsvorsorge und Krankenkasse. Und rund ein Drittel verwendest du für Energiekosten: Treibstoff, Strom, Strassen- und Autobahngebühren, etc., aber auch die Energiekosten für die Fertigung von Waren ...

Bleiben dir von den ursprünglich verdienten 200,- €uro bloss rund 20,- €uro netto zum Leben! (Alle Steuern abgezogen!)

Der Staat sagt, er benötigt dein Geld für die Aufrechterhaltung der staatlichen Infrastruktur, die das Volk nutzt. Den Beamtenstaat, die Strassen, Krankenhäuser, Schulen, Arbeitslosengeld, Sozialausgaben, usw. ... Das ist eine glatte Lüge! Die staatlichen Leistungen, Länder und Kommunen mit berücksichtigt, sind wesentlich günstiger. Das meiste deiner Abgaben und Steuern sind für Zinszahlungen von Schulden notwendig! Und dieser Bedarf steigt exponentiell an! Dh., es wird immer mehr Geld für Zinszahlungen benötigt, weil die Schulden bzw. Zinsen ebenfalls exponentiell steigen.

Man sieht diese Entwicklung am besten bei jenen Staaten, die ein rigoroses Sparprogramm umsetzen. Trotz Ausgabenkürzungen steigt die Überschuldung und damit der Zinsaufwand stark an! Natürlich auch deshalb, weil die Wirtschaft schrumpft, die Arbeitslosigkeit steigt und durch weniger Konsum die Steuern sinken.

Nachdem der Staat (inkl. Länder und Kommunen) weiterhin steigenden Kapitalbedarf haben, werden Steuern erhöht und neue Steuern eingeführt. Von den ca. 20,- €uro, die dir heute noch bleiben, werden es bald noch viel weniger sein ...

Denn, sowohl bei Pensionskassen wie auch bei Krankenkassen, ist die finanzielle Lage äusserst angespannt und sie benötigen ein wesentliches Mehr an Einnahmen. Das bedeutet, die Beiträge werden mittelfristig erhöht, um das Pensions- und Gesundheitssystem nicht kollabieren zu lassen!

Und am Energiesektor wird der Konsument ohnehin mit künstlich hoch gehaltenen Preisen und billigen Tricks (saftige Spriterhöhungen zu Stosszeiten) abgezockt. Die ÖMV, Österreichs grösster Treibstoffproduzent und -verteiler, hat eben die Geschäftszahlen des letzten Jahres vorgelegt und darauf verwiesen, dass 2012 ein Rekordjahr war. Sowohl beim Umsatz, wie auch beim Gewinn.

Würde man nun eine Entschuldung der Staaten durchführen und die Gewissheit haben, nicht neu mit diesem Schuldenwahnsinn zu beginnen, blieben und von den hart erarbeiteten 200,- €uro, möglicherweise ein Vielfaches, als die derzeitigen 20,- €uro.

Würde, quasi als Draufgabe, das Pensions- und Krankekassensystem, damit auch das gesamte Gesundheitssystem, reformiert werden (zB. Zusammenlegung aller Pensions- und Krankenkassen ... speziell in Österreich) - die Reformierung des ineffizienten und extrem teuren, pragmatischen Gesundheitssystem, das vor allem die Pharmaindustrie diktiert, in ein humanes, ganzheitliches Prinzip - dann fallen ebenfalls erhebliche Kosten weg, für die das arbeitende Volk aufkommen muss.

Doch da die Schulden in den Händen der Mächtigsten liegen, ist an eine Entschuldung kaum zu denken. Nicht einmal relativ kleinen Staaten wie Griechenland erlaubt man diesen Schritt, sondern versucht, auf Kosten der Bevölkerung, damit noch enorme Gewinnmaximierung zu betreiben. Sprich, die Zinsen in die Höhe zu treiben und durch Wetten am Finanzmarkt abzusahnen. Wie gerade jetzt bei den PIGS-Staaten.

Ohne dringend anstehender Veränderungen und tiefgreifender Reformen wird unser Lohn, der uns bleibt, immer weniger, abgesehen von der fortschreitenden Inflation, und das System als solches zerstört sich von selbst. Es kollabiert ... weil es nicht mehr funktioniert! Und kann, nur durch Einsatz von noch mehr Schulden, keinesfalls "gerettet" werden.







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)  



Medienschau:



Venezuela: Hugo Chavez ist tot, Goldman Sachs trauert - Der Tod von Hugo Chavez trifft den Markt für Staatsanleihen hart: Der totalitäre Herrscher von Venezuela hat alle Staatsschulden pünktlich bezahlt und damit Goldman Sachs und anderen Investoren sagenhafte Gewinne beschert. Nun wird eine Abwertung der Währung, des Bolívar erwartet. Es droht die Staatspleite. Die Geschichte ist ein Menetekel für alle Staatsschuldner der Welt. (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Die Rückkehr der Eurokrise - Ist alles nur ein großes Missverständnis? Bei der Lektüre der meinungsbildenden deutschen Informationsportale wie dem Spiegel könnte der Eindruck entstehen, die aktuellen Spannungen zwischen Berlin und Rom seien schlicht darauf zurückzuführen, dass beide Streitparteien mit Kommunikationsproblemen zu kämpfen hätten: "Sie verstehen einander einfach nicht - und schnell gibt es Streit", resümierte Spiegel-Online den deutsch-italienischen Schlagabtausch. Dieser kulminierte in einem diplomatischen Eklat, bei dem der italienische Präsident Napolitano  ein Treffen mit dem sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück kurzfristig absagte, nachdem dieser Berlusconi und den Populisten Grillo als "Clowns" bezeichnet hatte. (heise.de)

BRICS-Staaten planen eigene Bank als Konkurrenz zum IWF (uhupardo.wordpress.com)

Euro-Wahnsinn als Abzocker-Modell der Finanzmafia (politaia.org)

Die Transatlantische Union als Lösung der US-Krise - Die Wirtschaftliche NATO ... (politaia.org)

Abschied vom Bargeld: EU erklärt Giro-Konto als lebensnotwendig - EU und Finanzwirtschaft haben ein Auge auf 30 Millionen EU-Bürger geworfen, die kein Bank-Konto haben. Um sie zu vollwertigen Konsumenten zu machen, hat die EU nun ein „soziales Grundrecht“ auf ein Bank-Konto ausgerufen. (pravdatvcom.wordpress.com)

Banken in Italien wanken: Banco Popolare mit schweren Verlusten (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Spanische Bürger richten Protest-Video ans deutsche Volk - “Lasst uns das Europa der Händler zur Geschichte machen”, lautet die Kernbotschaft einer spanischen Bürgerinitiative, die an das deutsche Volk gerichtet ist. (goldreporter.de)

Der Hunger der Athenerinnen - Die neuen Obdachlosen sind vor allem Frauen aus der ehemaligen Mittelschicht - Die Sparpolitik trifft sie besonders hart - Die Prostitution stieg um 1.500 Prozent. (diestandard.at)

Rote Karte für Finanzministerium in Griechenland - Ein enthüllender Bericht des IWF und der Kommission stellt die völlige Auflösung des Steuereinnahme- und Steuerkontrollmechanismus fest. (griechenland-blog.gr)

Griechisches Militär bereitet sich auf Unterdrückung der Bevölkerung vor (wsws.org)

Griechischer Finanzminister: "Zahlen Schulden zurück" - Stournaras versicherte, dass sich Griechenlands Partner keine Sorgen um das Land machen müssen. Er wünsche sich einen "Zehn-Jahres-Plan". (diepresse.com)

Schüttel, was du hasst - Eigentlich geht es nur um dreißig Sekunden Kontrollverlust: Doch der Harlem Shake, Internet-Hype der Stunde, wird politisch. In Ägypten protestieren Oppositionelle tanzend gegen die verhassten Muslimbrüder. Doch die tanzen nun zurück – und stolpern über den Shake. (kleinezeitung.at)

Zweierlei Maß: Die Berichterstattung über Russland und die USA (pravdatvcom.wordpress.com)

Der DOW erreicht die Stratosphäre – Keine Sonnenstürme gemeldet, freie Fahrt voraus (markusgaertner.com)

Selbst Banker warnen: Diese Politik fesselt Amerika an die eigene Misere (markusgaertner.com)

Waffenboom: Aufträge bei Smith & Wesson verdoppelt - Auch eine Produktionssteigerung konnte die starke Nachfrage nicht komplett erfüllen. Viele Waffennarren decken sich ein, weil sie Beschränkungen fürchten. (diepresse.com)

USA für Kriege kein Geld mehr? Tatsächlich spielt für die USA als Emittent der Weltwährung die eine oder andere Billion mehr oder weniger im Budget keine große Rolle. (marialourdesblog.com)

Das Ende der Diplomatie. Der Iran Krieg wird vorbereitet. (lupocattivoblog.com)

Forscher warnen für 2013 vor Naturkatastrophe - Mächtige Sonnenstürme 2013 (z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.blogspot.co.at)

Ägypten: Land wird von Heuschreckenplage getroffen (pravdatvcom.wordpress.com)

USA und Kanada wollen ACTA wiederbeleben (heise.de)

"Batman" lieferte Kriminellen ab - Ein kostümierter Mann brachte einen gesuchten Verbrecher zu einer Polizeistation. (kurier.at)





Kommentare:

Alchimist hat gesagt…

Wenn man bedenkt, dass das "wahre" Gehalt - eben das was die Firma für einen Angestellten wirklich bezahlt - ja noch das BRUTTO+Dienstgeberanteil ist, dann fällt die Rechnung noch negativer für den hart arbeitenden Lohnsklaven aus :-(

nordlaendersblog hat gesagt…

Zitat:
Wenn du (angenommen) 100,- €uro von deinem Arbeitgeber netto verdient hast,
Ende:

Also wenn ich richtig lese hat Johannes oder wer auch immer ;-) dies schon mitberechnet.
Zitat:
Bleiben dir von den ursprünglich verdienten 200,- €uro bloss rund 20,- €uro netto zum Leben! (Alle Steuern abgezogen!)
Ende:
Also negativ genug!
Aba ich kann dir versichern dies ist nur die spitze des Eisberges der irgendwan einmal auftaucht! Wahrscheinlich nach der Wahl des Bundestages hier in Deutschland, wo eigentlich schon laut Wahlfälschungskommision die SPD wiedereinmal gewinnt. Die Merkel wird kurz vorher mit ihrer Stasi Vergangenheit konfrontiert!!!
Aba nicht so schlimm ist alles vorher abgesprochen.
Was bleibt ist immer weniger ;-)

mfg