Mittwoch, 13. Februar 2013

Was spricht dafür, was dagegen?

Um nochmals zum gestrigen Artikel (Wir warnen, schon zum x-ten Mal!) zurückzukommen, versuche ich heute aufzulisten, was für einen epochalen Finanz- bzw. Systemcrash spricht, und was dagegen ... entscheide selbst, mein lieber Freund, welche Möglichkeit wahrscheinlicher ist!



Dass spricht für einen Crash:

  • Trotz astronomischer Überschuldung werden von den meisten Staaten weiterhin neue Schulden eingegangen - von Ländern und Kommunen ebenso - die Zinsbelastung wird immer prekärer
  • Die Inflation zieht an, unser Geld wird immer weniger wert und die Reallöhne schrumpfen
  • Die Arbeitslosigkeit ist so hoch wie seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr und steigt weiter - besonders besorgniserregend ist die Jugendarbeitslosigkeit
  • Die Wirtschaft schrumpft, wir befinden uns bereits in einer Depression
  • Die Steuereinnahmen schrumpfen und neue Steuern und Abgaben werden beschlossen. Das Sparen des Konsumenten bedeutet für den Staat weniger an Einnahmen. Die Steuer- und Abgabenlast steigt wie nie zuvor!
  • Politiker haben sich in den letzten Jahren in ihren Prognosen fast immer geirrt - Wirtschaftsinstitute ebenfalls
  • Unser Geldsystem ist ein Schuldsystem und gleichzeitig ein Schneeballsystem. Jeder neu geschaffene Geldschein ist gleichzeitig eine Schuld und ein Schneeballsystem muss irgendwann an seine physischen Grenzen gelangen
  • Unser Geld hat keinen realen Wert, es ist nur das Versprechen der Nationalbanken, dass dem Geld einen imaginären Wert verleiht
  • Bisher hat kein Gipfel, kein Treffen zu einer Veränderung oder Reform des angeschlagenen Systems geführt. Es ist prinzipiell alles beim alten geblieben - die angekündigten Reformen waren Kosmetik, reine Augenauswischerei
  • Derzeit schätzt man die Summe der laufenden Derivate weltweit auf das drei- bis fünffache des weltweiten Bruttosozialproduktes (2010 rund 17 Billionen US-Dollar) - eine explosive Finanzvernichtungswaffe
  • Unsere Staatsschulden, egal ob die österreichischen, deutschen, griechischen, spanischen oder amerikanischen, können auf normalem Weg niemals zurückbezahlt werden
  • Ein Funke genügt und der Crash wird plötzlich und schnell ausgelöst. das kann passieren, wenn eine systemrelevante Bank Pleite geht und andere Banken mitreisst (To big to fail)
  • Die grossen Börsen sind manipuliert und gesteuert (zB. Plunge Protection Team gemeinsam mit der Fed manipuliert im grossen Stil). Die Kurse sind teilweise gefährlich überschätzt. Entsprechende Einbrüche werden nicht ausbleiben, dadurch auch grosse Verluste
  • Drastische Sparpakete führen zu Revolten und Aufständen ... und schlussendlich zu Bürgerkriegen
  • Die Kosten unseres Sozial- und Gesundheitssystems steigen rapid
  • Der Umfang des geplanten ESM ist jetzt schon zu klein!!! Trotzdem geht die Rettungsorgie lustig weiter.
  • Unabhängige Experten und Ökonomen warnen vor einem epochalen Finanzzusammenbruch aus (Andreas Popp, Bernd Willfried Senf, Wilhelm Hankel, Franz Hörmann, Dirk Müller, etc.) - auch auf der anderen Seite des Atlantiks (Gerald Celente, Nouriel Roubini, ...)
  • Politiker sind Marionetten jener Mächtigen, die im Dunkel die Fäden ziehen
  • Insgesamt ist unser gesamtes Finanzsystem instabil und gefährdet zu kollabieren



Das spricht gegen einen Crash:

  • Politiker und Wirtschaftsinstitute sagen einen baldigen Wirtschaftsaufschwung, eine neue Wachstumsphase und die Beendigung der Krise voraus
  • Drastische Sparpakete konsolidieren das Budget
  • Man kann fast unendlich viel neues Geld produzieren (... und tut es offensichtlich auch)
  • Der Finanzmarkt hat wieder Vertrauen in unsere Währung ;-)
  • Politiker und Banken wissen was sie tun ;-)
  • Politiker versprechen die Staatsschulden zurückzubezahlen ;-)
  • Politiker gehen verantwortungsvoll mit unserem Vermögen, mit unserem Geld um ;-)
  • Die Börsen verzeichnen Gewinne und steigen Richtung ATH (All Time High)
  • Mit dem ESM ist ein effizientes und umfangreiches Werkzeug vorhanden, allfällig auftretende Finanzprobleme bei Staaten und Banken schnell lösen zu können
  • Politiker sind verantwortungsbewusst, ehrlich, kompetent und tun alles für ihre Bürger (Wähler) ...



Schuldenkrise: Die Todesspirale dreht sich unaufhaltsam weiter - Die USA werden weiter Schulden anhäufen, das machte US-Präsident Obama in seiner gestrigen Rede klar. Auch in Europa dürfte man mit Sparprogrammen nicht mehr lange weiterkommen.  Die weltweite Insolvenzverschleppung geht weiter und sie wird den Bürger teuer zu stehen kommen. (goldreporter.de)

Warnung: Die EU-Krise ist zurück … und sie wird nur noch schlimmer werden - Und das bedeutet … dass wir es hier mit dem Endspiel zu tun haben. Komme, was wolle – die Staatspleiten sind unvermeidlich und der Euro wird implodieren ... (propagandafront.de)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)  



Medienschau:



Quo vadis, Geldsystem? (goldseiten.de)

Karneval erneut um 365 Tage verlängert - Die Chronologie des Wahnsinns überholt sich auch heute wieder. Man könnte lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Oder man könnte weinen, wenn es nicht so lustig wäre. Ich kann das eine vom anderen schon nicht mehr unterscheiden. Das mag an den Nachwehen des Karnevals liegen, der niemals mehr endet ... (rottmeyer.de)

Lobbyismus in Brüssel:“ The Brussels Business” (marialourdesblog.com)

Seit wann sind Banken kundenorientiert? Wann haben Sie zum letzten Mal bei Ihrer Bank vorbeigeschaut? Mussten Sie dafür einen halben Tag Urlaub nehmen? Denn während die meisten Menschen noch arbeiten, schließen die Filialen der Finanzinstitute bereits. Wer nicht vor verschlossenen Türen stehen will, muss sich verbiegen. Warum aber gehen die Banken nicht auf die Kunden zu? Warum haben die Institute noch Öffnungszeiten wie vor 30 Jahren? Warum wechseln sie kein Bargeld und wieso dauert eine Überweisung so lange? (start-trading.de)

EU: Einmarsch bei Aufstand - Wie eine Krake greift die EU immer mehr nach direkter Macht in den einzelnen Mitgliedsländern. Wenn ein Land nicht spurt, kann Brüssel demnächst einmarschieren und die EUdSSR per Militärgewalt durchsetzen. (mmnews.de)

Schwerer Vorwurf: Papst soll Millionen auf geheimen Bankkonten gebunkert haben - Der türkische Journalist Aytunç Altındal spricht von Geheimkonten bei 17 verschiedenen Banken. Allein bei der deutschen Bank Hauck & Aufhäuser soll der Papst in der Vergangenheit 32 Millionen Dollar angesammelt haben. Auch von Geldwäsche ist die Rede. (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Rechnungshof: Frankreich wird Defizit-Ziel nicht erreichen (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Peugeot schreibt höchsten Verlust seiner Geschichte (diepresse.com)

S&P senkt Kreditwürdigkeit Sloweniens auf "A-" - Begründet wird die Maßnahme von der Ratingagentur mit der steigenden Schuldenlast des Landes und den unsicheren Wachstumsperspektiven. (diepresse.com)

Hoher Euro-Kurs ist zusätzliches Gift für die Südländer (goldreporter.de)

Euro zu riskant: Lombardei will lokale Währung einführen (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Fiskus in Griechenland sucht verzweifelt nach 6,5 Mrd Euro - Das Finanzministerium in Griechenland muss zur Rettung des Haushalts 2013 wenigstens 6,5 Milliarden Euro aus Immobiliensteuern und Verbindlichkeiten eintreiben. (griechenland-blog.gr)

Richtfest für den neuen DOW-Rekord – Architekt Bernanke kann wegen Überlastung der Druckerei nicht teilnehmen (markusgaertner.com)

Syrien-Debakel: In Washington will es keiner gewesen sein (politaia.org)

13./14. Februar 1945 — Bomben-Holocaust über Dresden - Churchill 1939: “Dieser Krieg ist ein englischer Krieg, und sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands” (politaia.org)

Dresden, 13./14.02.1945 - Wieder einmal jährt sich die Vernichtung Dresdens durch britische und US-amerikanische Bomberverbände. Und wie jedes Jahr spucken bundesdeutsche Qualitätsmedien Gift und Galle gegen jeden, der sich erlaubt eine eigene Sichtweise zu den damaligen Ereignissen zu haben. (deralteschwurblersagt.wordpress.com)

Tschernobyl: Dach von Atomruine teilweise eingestürzt (derstandard.at)

Erstmals Abbau von Methanhydrat vor der Küste von Zentraljapan (eike-klima-energie.eu)

Water Makes Money – Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen (marialourdesblog.com)

"Wir haben genug Probleme auf diesem Planeten" - Der Grazer Planetenforscher Helmut Lammer glaubt an die Existenz außerirdischen Lebens, ist sich aber nicht sicher, ob es gut ist, wenn uns Aliens entdecken. (derstandard.at)





1 Kommentar:

nordlaendersblog hat gesagt…

Ich bin es wieder.
Gut erkannt was dafür und was dagegen spricht.
Auf den ersten Blick ist schon an der Aufzählung ein massiver Überhang von der Für den Crash Liste zu erkennen. Nach Durchforstung Deiner Liste erkenne ich das es in der Regel Symptome sind die bei einer massiven Staatsverschuldung auftreten. Man könnte also eine Menge Punkte wegstreichen und dafür STAATSVERSCHULDUNG als zentrales Element eintragen. Dann wäre sie allerdings nicht mehr so lang.
Die Symptome die gegen einen Crash sprechen sind eher etwas humoristisch gemeint, Politiker und Banken wissen was sie tun ;-) Ja das hat was. Ich behaupte das dieser Satz nicht nur Ironie enthält sondern auch die verdeckte volle unbarmherzige Wahrheit beschreibt.
Denn Sie wissen genau was sie tun es betrifft nur wenige an der Spitze aber so ist es.
Wäre ich ein Kreditgeber würde ich die Bonität des zukünftigen Schuldners überprüfen, demzufolge würde wohl kein Staat hier in EU etwas von mir bekommen. Es sei denn ich möchte diesen Staat mit voller Absicht in den Ruin treiben um soviel wie möglich von diesem Staat zu erwerben was vorher so nicht möglich war. Wie z.B. Die Wasserversorgung und alle sonst in staatlicher Hand befindlichen Aufgaben. Der Staat wird dadurch völlig privatisiert und er hört auf ein wirklicher Staat zu sein. Er gehört der Bank. Natürlich kann ich wenn ich mein Ziel erreicht habe pro forma die Rückzahlung der fälligen Zinsen und auch die Tilgung aussetzen um so den virtuellen Staat am leben zu erhalten. So lange wie ich möchte. Also wann immer der Crash kommt wird es von jemandem eingeläutet der es genau zu diesem Zeitpunkt auch will. Und sollte einmal ein Staat Aufbegehren so fallen mir wieder die Zahlungsverpflichtungen ein und es ist schnell vorbei.
Wäre das nicht toll.
Möge die Macht mit mir sein ! ;-)

Einen Unsicherheitsfaktor gibt es allerdings die Macht des Volkes !

mfg