Mittwoch, 27. Februar 2013

Kommt das Bargeldverbot auch bei uns?

Ja natürlich, wegen der Terrorgefahr und der organisierten Kriminalität! Spass beiseite, das Thema ist zu ernst. Ja, so wie in einigen Staaten Europas wird es auch bald bei uns eine Bargeldbeschränkung geben. Das ist die Vorstufe des generellen Bargeldverbotes.

Die Argumentationen der Politiker sind gedenfalls allesamt gelogen. Es geht ausschliesslich um Kontrolle und Überwachung. Gibt es keinen oder kaum Bargeldverkehr, ist (fast) jeder Geldfluss nachzuvollziehen und zu kontrollieren. Die Politik will dem unversteuerten Schwarzgeldverkehr den Garaus machen. Doch ob ein Bargeldverbot effizient und sinnvoll ist, bleibt dahin gestellt.

Schwarzgeld-Rechnungen, also unversteuerte Bargeldgeschäfte wird es weiterhin geben. Der Pfusch, wie man liebevoll in Wien sagt, wird in einer Zeit der Teuerung und Inflation einen gewaltigen Zulauf bekommen. Ob die Menschen nun statt Euro-Bargeld mit irgendwelchen anderen Währungen (Schweizer Franken, Norwegische Kronen oder auch US-Dollar) bezahlen um so das Verbot zu umgehen, oder schnell Geldersatzwährungen finden, sei dahin gestellt.

Ein gutes Beispiel ist das Waffenverbot. Praktisch keine Verbrechen werden mit legalen, registrierten Waffen begangen ... ausser sie sind gestohlen. Verbrechen werden in der Regel mit illegalen Waffen begangen. Obwohl diese strengstens verboten sind, sind doch einige zehntausende im Umlauf. Und sie sind relativ leicht am Schwarzmarkt zu bekommen.

Andererseits, Bargeldbeschränkung oder Bargeldverbot heisst (hoffentlich) nicht, kein Bargeld besitzen zu dürfen, es sind nur die Bargeldsummen vorerst begrenzt, seinen es 500,-, 1.000,- oder 1.500,- Euro. Diesbezügliche Bargeldbeschränkungen gibt es schon in Griechenland, Italien, etc.

Ein junger Italiener, der in meiner Gasse lebt, erzählte mir kürzlich bei köstlicher Pasta und fruchtigem Bardolino, wie es heute in Italien abläuft. Natürlich gibt es keine Bargeldgeschäfte über der Verbotsgrenze. Im schlimmsten Fall begleiten sie dich auf die Bank, wo du den Betrag aufs Konto dirket einzahlen musst. Nebstbei musst du dich natürlich legitimieren. Soweit für die Fremden, die Touristen. Doch die Einheimischen lassen sich eben entsprechend gesplittete Rechnungen ausstellen oder es wird ein schwarzes Geschäft. Sozusagen unter dem Verkaufstresen.

Die oranisierte Kriminalität ist kein bisschen eingedämmt worden, denn die kriminellen Zahlungstransfers waren vorher schon illegal und blieben im Dunkeln. Da ändert sich nichts. Und wie ich recherchiert habe, sind auch die Terroranschläge wegen der Bargeldbeschränkung nicht gesunken. Tja, es gab ja vorher auch keine ;-)

Mit einer Bargeldbeschränkung oder einem Bargeldverbot steigt natürlich der Steuerdruck. Wird jeder Zahlungsfluss nachvollziehbar, gibt es einige Branchen, die durchaus als existenzgefährdet gelten. Vor allem im Klein- und Kleinstunternehmerbereich.

Alles was neu gefunden werden muss, sind innovative und kreative Geldwäschevarianten, auch für kleine Summen. Aber dabei ist unserer Fantasie keine Grenze gesetzt ...

Was ich damit ausdrücken möchte, der Staat wird kaum mehr an Steuern einnehmen, weil kaum mehr als offizielles, legales Geschäft getätigt wird. Nur die Hürden werden mehr und die Kontrolle wird effizienter.

Und, wir verlieren so ziemlich das letzte Stück an Freiheit, das wir noch haben! Grund genug, sich dagegen aufzulehnen. Denn die Methoden unserer Politiker mit ihrer restriktiver Gesetzgebung ähnelt mehr dem mittelalterlichen Raubrittertum, als einem modernen, freien Zeitalter mit mündigen Staatsbürgern!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)  



Medienschau:



Goldpreis vollzieht spektakuläre Kehrtwende - Der Goldchart hat innerhalb der vergangenen Handelstage einen beeindruckenden Rebound hingelegt. 50 Dollar wurden im Verlauf einer Woche gutgemacht. (goldreporter.de)

Die Eurokrise wird sich 2013 erheblich verschärfen (jjahnke.net)

Merkel: Erstes Nachdenken über eine „modifizierte Euro-Zone“ - Wenn Italien nicht bereit sei, weitere Reformen durchzuführen, werden weder EZB noch die übrigen EU-Partner dem Land helfen, sagt der Wirtschaftsweise und Merkel-Vertraute Lars Feld. Steigende Zinskosten und massive Kapitalflucht werden die Folge sein. Der Bestand der Euro-Zone sei gefährdet. (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Europa enteignet erstmals die Gläubiger einer Bank - Das hat es selbst in Griechenland bislang nicht gegeben: Die niederländische Regierung hat über Nacht Anleihen der Bank SNS für wertlos erklärt. Das bedeutet für Privatanleger den Totalverlust. (welt.de)

Jugendarbeitslosigkeit 25 Prozent: Paris stoppt Sparkurs (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Wie Draghis Bank Italien finanziert (jjahnke.net)

Was als nächstes kommt: Der Fahrplan Italiens ins Chaos - Italien dürfte in den kommenden Monaten vor allem mit sich selbst beschäftigt sein. Der Fahrplan für die nächsten Schritte zeigt: Das Ziel der Reise dürfte Chaos und politisches Feilschen sein. Wegen des Wahlsiegs von Beppe Grillo fürchten die etablierten Parteien Neuwahlen. (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Moody's erwägt Herabstufung Italiens - Laut der Ratingagentur steht eine längere Phase der Instabilität im Raum. Das wirke sich auf die Kreditwürdigkeit aus. (derstandard.at)

Italien-Patt löst Panik in Südeuropa aus - Spanien, Portugal, Griechenland und Frankreich fürchten eine neuerliche Verschärfung der Schuldenkrise. (diepresse.com)

Spanien: Zahl der neuen Hypotheken im Sturzflug (querschuesse.de)

Regierung verbietet den Gebrauch des Wortes “Zwangsräumung” - Es ist derzeit nicht einfach zu entscheiden, über welchen Skandal in Spanien man (zuerst) berichten soll. Nach unserer Auffassung zeigt aber gerade diese Meldung besonders deutlich, wie infam die Regierung mit den Menschen umgeht, auch wenn es im Grunde “nur” um den Gebrauch eines einzelnen Wortes geht. Das Wort “Zwangsräumung” (desahucios) soll vermieden und “durch weniger drastische Ausdrücke” ersetzt werden, lautet eine schriftliche Dienstanweisung der konservativen Regierungspartei. (uhupardo.wordpress.com)

Tragikomische Zustände im öffentlichen Dienst in Griechenland (griechenland-blog.gr)

Mit dem Blindenstock durch das China-Enigma (markusgaertner.com)

Arme USA: Anzahl von Essens- und Leistungsmarken steigen weiter an (pravdatvcom.wordpress.com)

Geschmacklos: US-Banken machen zweithöchsten Gewinn ihrer Geschichte (iknews.de)

Spuren verwischen wird verboten - Die CDU will das verwischen bzw. verschleiern der eigenen IP im Internet verbieten. (marialourdesblog.com)

Schilddrüsen-Anomalie bei Kindern in Fukushima (kleinezeitung.at)

US-Atommülltanks sind leck - Auf dem Gelände eines der ältesten Atommülllager der USA wurde noch bis 1989 mit Plutonium gearbeitet. Nun sickert aus sechs unterirdischen Tanks radioaktive Flüssigkeit in den Boden. (kleinezeitung.at)

Wasser: EU macht weiter Druck Kritiker der neuen Konzessionsrichtlinie fürchten die Privatisierung durch die Hintertür (kurier.at)





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