Mittwoch, 28. November 2012

Ein weiterer EU-Nonsens

Die EU schafft es immer wieder durch absoluten Nonsens und skurille Massnahmen zu verblüffen. Die nächste Verordnung klingt vorerst unglaublich, zeigt aber bei näherer Betrachtung auf, dass wieder einmal die Industrie gute Lobbyarbeit geleistet hat. Naja, wie meistens halt!

Das neue Konvolut nennt sich Speisekarten-Verordnung und zwingt Wirte, Restaurants und Imbissbuden ab Dezember 2014 auch bei unverpackten Lebensmittel die vierzehn wichtigsten Allergene anzuführen. Das sind unter anderem: glutenhaltiges Getreide, Eier, Fisch, Erdnüsse, Laktose, Phenole, Sellerie- und Senferzeugnisse, etc.

Das würd dann wahrscheinlich so aussehen:

Wiener Schnitzel vom Schwein mit Kartoffelsalat
enthält Gluten, Ei, Senf

Und, führen wir diesen Nonsens weiter, kommt die EU sicher in ihrer Abartigkeit noch drauf, auch vor dem Verzehr von Schweinefleisch zu warnen. Denn es gibt Mitbürger, die aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen. Da müsste schon davor gewarnt werden, samt der Auflistung aller allergenen Stoffe, zugesetzten Stoffe, Farbstoffe und Konservierungsmittel.

Sind wir Europäer nicht mehr mündig genug, um unser Essen normal, ohne Warnhinweise, zu bestellen? Oh nein, da steckt mehr dahinter!

Die Industrie verkauft dann an die Gastronomie bereits fertige Speisen bzw. Menüs. Schon am Packungsteil sind alle Informationen, auch die allergenen Stoffe aufgelistet. Diese müssen nur mehr mittels Steckkarte oder am Computer (copy & paste) in die Speisekarte übertragen werden.

Stell dir vor, mein lieber Freund, ein Gastrom würde einen dieser Stoffe anzugeben vergessen. Tür und Tor für etwaige Schadensersatzklagen wären weit offen! Gastronom zu sein, hiesse dann, einen Hochrisikoberuf auszuüben, der im schlimmsten Fall zum Verlust des Eigentums und der Existenz auf Grund von Schadensersatzklagen führen kann.

Und wir werden mit uniformen Gerichten aus Grossküchen und Industrieküchen kulinarisch verwöhnt. Wollen wir das?

Jetzt wäre es an der Zeit, unseren nationalen Regierungen endlich klar zu machen, dass dieser Verordnungswahnsinn ein Ende haben muss! Jagt diese EU-Bürokraten endlich aus den Tintenburgen!

Denn wenn jemand an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leidet, weiss er ohnehin, was er essen kann und was nicht. Wie auch ein Diabetiker, der weiss wieviel Zucker und Zuckerprodukte, auch versteckte, er seinem Körper zumuten kann. Und ein wenig Verantwortung über uns selbst, sowie die Freiheit selbst für sich zu entscheiden, sollte uns nicht auch noch genommen werden!



Speisekarten-Verordnung erregt Wirte Allergene Stoffe: Wirte und Hoteliers fürchten, dass ihnen die EU mit einer neuen Verordnung in die Suppe spuckt. (kurier.at)

Kommt das Ende frisch gekochter Gerichte? Hoteliers bangen vor EU-Regelung zu allergenen Stoffen - WK-Bundesspartenobmann: "Dann wird nicht mehr frisch gekocht" (derstandard.at)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)  



Medienschau:



Die fatale Abhängigkeit der Staaten von den Banken - Die Staaten sind abhängig von den Banken, weil die Institute mit dem Kauf von Staatspapieren deren Haushalt finanzieren. Eine gefährliche Symbiose, die auf Kosten der Bürger und Steuerzahler geht. (goldreporter.de)

OECD: „Euro in fragilem Zustand“ (diepresse.com)

Banken, macht euer "Testament" - Was passiert, wenn eine Bank Pleite geht? Dafür soll es laut deutscher Bundesregierung nun detaillierte Pläne geben. (kurier.at)

Ein Land im Würgegriff der Hedgefonds - Argentinien muss über zehn Jahre alte Anleiheschulden in Milliardenhöhe bei aggressiven US-Hedgefonds begleichen. Diese treiben ihr Geld mit aller Härte ein. "Keinen Cent für die Aasgeier", sagt die Regierung - denn das könnte die Pleite bedeuten. (kleinezeitung.at)

Kataloniens Separatisten erobern absolute Mehrheit (diepresse.com)

Riskante neue Trickkiste für Athen - Da ein ausreichender Schuldenschnitt politisch und rechtlich nicht möglich ist, wird für Athen neuerlich Zeit gekauft. Die Rückkehr zu einer selbstständigen Finanzierung des Landes rückt noch weiter in die Ferne. (diepresse.com)

Verdoppelung der Tafel-Gäste in Griechenland - In Griechenland lief die diesjährige Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige an, parallel zeigt sich eine Verdoppelung der Anzahl der Personen, die bei Tafeln Zuflucht suchen. (griechenland-blog.gr)

Chinas Öl-Importe aus Iran steigen um 19 Prozent (gegenfrage.com)

Russisches Roulette mit der größten Volkswirtschaft der Welt - Die Sparverhandlungen in Washington gehen diese Woche in die zweite Runde. Jetzt geht es ans Eingemachte. Doch während die Wall Street ihre Furcht vor dem “fiscal cliff” bereits abstreift, wird deutlich, dass die US-Wirtschaft längst Blessuren abbekommen hat. Dem Einzelhandel läuft die Zeit davon. (markusgaertner.com)

Die US-ISRAEL Attacke auf Gaza (marialourdesblog.com)

China wird eine Supermacht auf dem Meer - Die wachsende Militärmacht Chinas hat einen weiteren grossen Schritt vollzogen. Auf dem ersten Flugzeugträger des Landes ist zum ersten Mal ein Jagdflugzeug vom Typ Shenyang J-15 gelandet. Damit steht der Einsatzfähigkeit der "Liaonung" bald nichts mehr im Wege. (alles-schallundrauch.blogspot.co.at)

Landminen: Um 40 Euro die Gefahr gebannt - Ein emigrierter Afghane hat eine windgetriebene Kugel entwickelt, die das weltweite Landminen-Problem lösen könnte. Um nur 40 Euro pro Stück. (kurier.at)

Geologische Beweise für einen nuklearen Krieg im Altertum - Gibt es Hinweise darauf, dass frühere Kulturen auf der Erde im Atomkrieg untergingen? Ja, die gibt es, meint Brad Steiger. Nur wird ihre Existenz von der etablierten Wissenschaft bisher nicht zur Kenntnis genommen. Warum wohl? (nexus-magazin.de)

Deutsche bangen vor Blackout - Vergangenen Februar schrammten Teile des deutschen Stromnetzes knapp an flächendeckender Zwangsabschaltung vorbei - Laut Strombranche ist es daher fraglich, ob die Reservekapazitäten diesen Winter reichen werden. (kleinezeitung.at)

Extreme Hundstage mit über 40 Grad werden Realität
(kurier.at)





1 Kommentar:

Der Nordländer hat gesagt…

Wie wäre es wenn jeder Wirt in seiner Gaststätte ein riesiges Schild aufhängt.
Worauf folgendes oder etwas ähnliches steht.
ACHTUNG, hier bekommen sie all den Dreck den sie zu Hause auch essen können, incl. Pestizid Rückstände, Pflanzenschutzmittel Reste, Krebserregende Stoffe, Hormone, Schwermetalle, Umweltgifte usw. Glauben sie wirklich wir beziehen unser Essen aus einer anderen Quelle als Sie? Schauen sie auf die Speisekarte.

Und noch etwas, hier mal ein wirklich guter Artikel von Freeman, den ich mir runtergeladen haben.

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2012/11/zentralregierungen-sind-schlecht-fur.html

mfg