Samstag, 25. August 2012

E10 ... ein Rohrkrepierer

Ethanol-Kraftstoffe sind Ottokraftstoffe mit unterschiedlichen Anteilen an Ethanol. Die Gemische werden nach dem Anteil von Ethanol im Benzin bezeichnet, z. B. E85 mit 85 % Ethanol oder das in Deutschland kontrovers diskutierte E10 mit 10 % Ethanol oder E5 mit 5 % Ethanol. Benzin mit nur geringen Ethanol-Beimischungen wird gewöhnlich unverändert als Benzin bezeichnet. Nach der Europäischen Norm EN 228 ist eine Beimischung von Bioethanol zu herkömmlichem Benzin von bis zu 5 % zulässig (E5). Normale Benzinmotoren können ohne Modifikation mit E5 betrieben werden. (wikipedia.org)

Grundsätzlich ist gegen Ethanol-Kraftstoffe, umgangssprachlich Biosprit, nichts einzuwenden. Motore mit Biosprit anzutreiben, ist auch nicht neu, so glaubte Henry Ford bei der Präsentation seines Ford T-Modells, dass Biosprit, also Ethanol, der Kraftstoff der Zukunft sei und der Landwirtschaft neue Wachstumsimpulse bringen werde. Nikolaus August Otto verwendete bereits in den 1860er Jahren „Spiritus“ (Kartoffelsprit, Äthylalkohol) als klopffesten Kraftstoff (Oktanzahl mind. 104 ROZ) in den Prototypen seines Verbrennungsmotors. Während des Ersten Weltkriegs wurde dieser Kraftstoff als Motoren-Spiritus für hohe Leistungsanforderungen wie Jagdflugzeuge auf Feindflug verwendet.

In Österreich soll E10 ab Oktober an den Tankstellen verfügbar sein!

Schauen wir kurz nach Deutschland: die Nachfrage ist weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Mehr als 60% der Autofahrer sind nach wie vor der Meinung, E10 könnte ihrem Motor schaden. Obwohl die Automobilindustrie für über 90% der Automotore E10 für unbedenklich propagiert ...

Unser lieber Herr Minister will den Start trotz aller Bedenken durchboxen. Es soll keine steuerliche Begünstigung geben - das heisst, man zahlt auch für den Anteil Ethanol im Sprit Mineralölsteuer. Ein Schelm, der böses denkt ;-)

Nun gibt es zwei Faktoren, die grundsätzlich bedacht werden müssen, denen Minister Nikolaus „Niki“ Berlakovich von vorn herein eine Abfuhr erteilt:

Egal ob diese Treibstoffart von den Autofahrern angenommen wird oder nicht, es soll flächendeckend von allen Mineralölfirmen eingeführt werden. Die Kosten für Logistik und Distribution wird schlussendlich der Konsument bezahlen müssen. Und es ist ein nicht unerheblicher Kostenfaktor. Wenn E10, nach jetzigem Stand, teurer ist, als vergleichbarer Sprit ohne Ethanol, wer zum Teufel soll diesen tanken?

Es könnte ein für die Autofahrer teurer Rohrkrepierer werden!

Der zweite Grund gegen eine Einführung von E10 ist noch gewichtiger. Warum sollten wir Lebensmittel dafür verwenden, um unsere Autos bewegen zu können. Das heurige Wetter hat ziemliche Ernteeinbussen verursacht und dadurch auch durch die geringe Menge einen Teuerungsschub verursacht. Durch die Produktion von E10 wird das dafür benötigte Getreide noch mehr der Spekulation an den Finanzmärkten unterliegen als bisher. Also noch ein gewichtiger Grund für eine mögliche Teuerung!

Und für mich zählt ein ethnischer Faktor am meisten. Solange es irgendwo auf dieser Welt Menschen gibt, die, aus welchem Grund auch immer, nicht genug zu Essen haben und Hunger ausgemergelte Körper dahinrafft, darf auch in Ländern des Überflusses kein Getreide in Automobilen verfeuert werden!

Das ist Dekadenz höchsten Grades!



Biosprit, mehr als eine Schnapsidee? Gegner und Befürworter schenken sich nichts: seit die Nahrungsmittelpreise explodieren, ist Biosprit ein Kampfgebiet. (kurier.at)








Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Die Goldstandard-Propaganda - Eine kritische Sicht zur aktuellen Propaganda über den Goldstandard! (der-klare-blick.com)

Geldbombe: Die Lunte brennt - In immer schnellerem Tempo steht immer mehr Geld immer weniger Gütern gegenüber. Auch wenn die Konsequenzen der aktuellen Gelddruck- und Schuldenexzesse nicht direkt spürbar sind: die Zeche zahlen am Ende jene, welche in Zukunft auf das Wertaufbewahrungsmittel "Geld" vertrauen. (mmnews.de)

Erwartetes Schockereignis: Hedgefonds sitzen auf historisch hohen Cashbeständen - Hedgefondsmanager betrachten die Lage an den Finanzmärkten nicht selten vollkommen anders als große institutionelle Investoren, die immer unter Anlagedruck stehen. So verwundert es nicht, dass Hedgefondsmanager momentan historisch hohe Bargeldbestände halten, weil sie dem Braten an den Aktienmärkten nicht trauen und ganz offensichtlich mit einem ökonomischen Schock in den nächsten Monaten rechnen. Aus welcher Ecke dieses Ereignis resultieren könnte, steht zwar nicht fest. Doch viele Manager wetten anscheinend auf eine Eskalation der europäischen Staatsschuldenkrise. (wirtschaftsfacts.de)

Deutsche Wirtschaft kämpft gegen die Krise an (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Irland: Jeder fünfte Schuldner kann seinen Kredit nicht zurückzahlen (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Job weg + Wohnung weg = Arbeitslosenunterstützung weg (uhupardo.wordpress.com)

Protest: Erneute “Enteignung” von Lebensmitteln im Supermarkt (uhupardo.wordpress.com)

USA: Rückkehr zum Goldstandard? Die US-Republikaner haben im Wahlkampf erstmals vorgeschlagen, den Goldstandard wieder einzuführen und Fed Chef Bernanke zu entlassen. Diese Punkte sollen in Kürze auf einem Parteitag beschlossen werden. Abkehr von Fiat Money? (mmnews.de)

Der US-Dollar hat seit 1971 über 90% an Kaufkraft verloren (gegenfrage.com)

Ein Königreich für einen Kredit - Nach der Finanzkrise setzen die US-Banken auf extreme Sicherheit. Kunden müssen einen finanziellen Striptease absolvieren, um in einem nervenzerreibenden Prozess über Monate an Geld zu kommen. Kredite bekommen jene, die sie am wenigstens brauchen. (kleinezeitung.at)

Rund 10.000 an jedem Tag – Amerika droht der Boomer-Crash (markusgaertner.com)

Iran will „kaum ablehnbare Lösung“ für Syrien-Krise anbieten (politaia.org)

Informationsschlacht um Syrien - Ein Beispiel (dasgelbeforum.de.org)

"Schutz vor Nordkorea": USA planen Raketenabwehr (diepresse.com)

Der grüne Dämmwahn wird immer teurer! (eike-klima-energie.eu)

Anonymous veröffentlicht Ratschläge, wie man sich der Gesichtserkennung entziehen kann (kopp-verlag.de)

REALSATIRE: Stepic: „2015 ist die Krise endgültig vorbei“ - Herbert Stepic, Chef der Raiffeisen Bank International, spricht über seine private Geldanlage, die europäische Schuldenkrise, die Pläne für den Geschäftsausbau in Asien und wann er sich zurückziehen wird. (diepresse.com)




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