Mittwoch, 25. Juli 2012

Was will man überhaupt noch retten?

Nun scheint tatsächlich nicht nur Feuer am Dach zu sein, sondern das Haus lichterloh brennen, wenn schon der Mainstream schreibt, dass es zu einem Währungscrash kommen wird.

Neuralgische Zeitpunkte sind die tatsächliche und damit reale Zahlungsunfähigkeit Griechenlands oder eines anderen Staates. Es findet jetzt schon eine Kapitalflucht aus den gefährdeten Gebieten statt.

Der "wundersame Rettungsschirm" EFSF, genannt Eurorettungsfonds, wurde von Moodys in der Bonität gesenkt ... Ausblick negativ. Na ja, man kann einen in Nöten geratenen Schuldner nicht mit Geld retten, das man nicht hat ... ;-)

Und der ESM ist, trotz kolportierter astronomischen Summen, schon jetzt zu klein ...

Was will man überhaupt noch retten?



Einige Zitate aus verschiedenen Medien, welche die Brisanz der Situation bestätigen:




Die Welt ist bereit für den Crash! Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise spitzt sich auf beispiellose Weise zu. Es gibt keinen Fall in der Geschichte für das, was auf uns zukommt. Alle Krisen oder Zusammenbrüche der Vergangenheit waren regional begrenzt. Heute jedoch ertrinken alle wichtigen Volkswirtschaften in Schulden und Dekadenz, und niemand ist da sie zu retten.
(saarbruecker-homepage.de)


Zur Verschleierung wird wild manipuliert: Buchhaltung schöngerechnet, Regeln gebrochen, neue beschlossen, die nie jemand einhalten kann. Selbstbetrug und Selbsttäuschung sind so verbreitet wie niemals zuvor. Ethik, Moral und Anstand erzeugen nur noch Nasenrümpfen.
(saarbruecker-homepage.de)


In den vergangenen Tagen haben sich die Abwärtsspirale und die Flucht aus den Problemstaaten sogar beschleunigt. Abzulesen ist das an galoppierenden Anleihen-Renditen: Am Montag stiegen die Zinssätze für zehnjährige spanische Staatsanleihen auf 7,55 (!) Prozent. Italien musste für seine Langläufer bereits über 6,4 Prozent bezahlen. Spanien hat den Zugang zu den Märkten damit verloren, helfen kann jetzt nur noch ein Eingreifen der EZB oder des EFSF durch direkte Anleihenkäufe.
(format.at)


In den wenigen Jahren seiner Existenz hat der Euro einen Schaden angerichtet, den man sonst nur mit einem mittleren europäischen Krieg hinkriegt. In den noch weniger Jahren ihrer Existenz haben die europäischen Rettungsschirme einen Schaden angerichtet, den man sonst nur mit ausführlichen Flächenbombardements hinkriegt. Dabei kommt das dicke Ende erst noch.
(journal21.ch)


Das Euro-Projekt ist undemokratisch. Die Mehrheit der europäischen Bürger – auch die Deutschen – wurde nicht gefragt. „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“, drohte die deutsche Bundeskanzlerin zuletzt. Was heißt das in aller Konsequenz? Der Euro ist keine Vereinigungswährung, der Euro ist eine Diktatur! Wenn die Mehrheit der Menschen das erkennt und die Konsequenzen verinnerlicht, dann wird es blutig auf den Straßen.
(goldreporter.de)


Die spanische Regierung braucht zurzeit dringend Geld zur Rettung ihrer Banken. Deshalb sagte sie kürzlich zu den Regierungen der anderen Euroländer: "Leiht uns was!" Dann sagten die Regierungen: "Wir haben selber nix. Aber unser Rettungsschirm, der kann Schulden machen, die ihr haben könnt." "Super", sagten die Spanier, "und als Sicherheit kriegt ihr dann das, was wir nicht haben." "Spitze", sagten dann alle und machten sich daran, Spanien, seine Banken und den Euro zu retten.
(mmnews.de)


... Sicher, so etwas geht nicht von einem Tag auf den anderen. Rom ist auch nicht an einem Tag gefallen. Die Machtverschiebung ist nicht am Anfang, sie ist bereits im vollen Gange und wir sind mittendrin. Dabei ist bereits abzulesen, wie Amerika die Zügel aus der Hand gleiten und Europa wieder in seine Einzelteile zerfällt.
Besonders Europa gibt ein schwaches Bild ab. Niemand in der Welt kann bis heute mit Europa als Einheit etwas anfangen. So wird Europa in wichtigen Gesprächen auch behandelt. Wenn es wichtig wird, reden Präsidenten direkt mit den Lenkern der einzelnen europäischen Staaten, nie mit der Führung Europas. (start-trading.de)


Spanien steht enorm in der Bredouille und dürfte auf Grund der Dimension der Probleme der Sargnagel für die gesamte Eurozone und die gemeinsame Währung werden.
(querschuesse.de)








Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Das Endspiel hat begonnen - Allen Beschwichtigungsversuchen seit dem vergangenen EU-Gipfel zum Trotz, geht das unschöne Spiel an den Anleihenmärkten weiter. (format.at)

Panik-Manipulation - Der Euribor (Libor der europäischen Banken) zeigt es an. Wie ein Stein ist der Kurs vor ein paar Tagen gefallen, nie zuvor hat es einen solchen „Absturz“ in der ganzen Geschichte des Euribor gegeben. (saarbruecker-homepage.de)

11 Gründe, warum das Euro-Projekt im Desaster endet (goldreporter.de)

Im Waffenschrank der EZB steckt Sprengstoff - Nur noch die Europäische Zentralbank scheint den Euro vor dem Zerfall bewahren zu können. Handlungsoptionen hat sie zwar genug – einige von ihnen haben allerdings verheerende Nebenwirkungen. (welt.de)

ELA: Die nationalen Notfallhilfen sind brandgefährlich - Der Mechanismus der Emergency Liquidity Assistance (ELA)ermöglicht nationalen Notenbanken die Rekapitalisierung maroder Institute mit zweifelhaften Sicherheiten. Ein TV-Beitrag beleuchtet die damit verbundenen Risiken. (goldreporter.de)

Rettungsschirm droht ein Loch - Die US-Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für die Bonität des Euro-Rettungsfonds EFSF von stabil auf negativ gesenkt. Die Kreditwürdigkeit bleibt vorerst bei AAA - allerdings ist ein negativer Ausblick der erste Schritt für eine Abwertung. (kleinezeitung.at)

Der große Rettungs-Bluff - Wie kann man einen Schuldner retten mit Geld das man nicht hat, weil man selbst überschuldet ist? - Die milliardenschweren Rettungspakete in Europa sind nichts anderes als ein großer Bluff. Denn ganz gleich, ob damit Banken oder Staaten aus der Schuldenmisere geholfen werden soll - bezahlt werden die Hilfen mit neuen Schulden. (mmnews.de)

„Libor“-Zinsskandal: Staatsanwälte wollen Banker festnehmen (faz.net)

Kapitalflucht-Studie: Reiche bunkern mehr als 20 Billionen Dollar in Steueroasen (spiegel.de)

Politik im Krisenmodus – droht "soziale Explosion"? Ex-Finanzminister Peer Steinbrück erklärt ganz offen, dass einige Länder wohl den Euro verlassen müssten. In Südeuropa wird dabei die Lage immer fragiler – Neuverschuldung und Arbeitslosigkeit sind zu hoch. (welt.de)

Krise: Europa verliert deutlich an Boden (start-trading.de)

EFSF vom Zerfall bedroht: Zypern will nicht mehr einzahlen (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Euro im Abwärtssog - So tief wie seit über zwei Jahren nicht (n-tv.de)

Moody's senkt Ausblick für Deutschland, Niederlande und Luxemburg (kleinezeitung.at)

Deutsche Industrie: Aufträge brechen ein (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Italiens Schuldenkrise greift auf Industrie über - Oft folgt nach einer Abwertung eines Staates auch eine Abwertung der inländischen Finanzhäuser. Doch dieses Mal ist es schlimmer. Moody's senkt auch die Bonität wichtiger Industriekonzerne. (welt.de)

Italien und Spanien lassen Unternehmen verhungern - Unternehmen in Spanien und Italien leiden darunter, dass die öffentliche Verwaltung sich vor dem Zahlen drückt. Die Regierungen in Madrid und Rom haben dagegen inzwischen Gesetze beschlossen - mit unterschiedlichem Erfolg. (ftd.de)

Spanien: dramatische Lage - Wie bei Querschuesse erwartet, steht nun auch der spanische Staat unmittelbar vor dem Euro-Rettungsschirm. Nicht nur das spanische Bankensystem mit einer Bilanzsumme von 4,254 Billionen Euro muss vom Rettungsschirm stabilisiert werden, sondern demnächst auch der Staat selbst (774,549 Mrd. Euro Bruttostaatsschulden zuletzt in Q1 2012), in Folge der ungebrochenen negativen Rückkopplungsschleife, die durch die Sparmaßnahmen des Staates zusätzlich angefeuert wird. (querschuesse.de)

“Bloss keine Troika in Madrid - dann müssten wir knallharte Sparauflagen erfüllen!” – Das ist der Witz der Woche in Spanien, dessen Sinn sich ausserhalb der Landesgrenzen vielleicht nicht sofort erschliesst. Der Hintergrund: Seit Monaten redet Regierungschef Mariano Rajoy davon, man müsse alles tun, damit das Land nicht unter den Rettungsschirm schlüpfen muss, denn sonst kämen die mit den schwarzen Anzügen aus Brüssel und würden Spanien harte Sparauflagen auferlegen. Das Volk begegnet dem inzwischen mit grinsendem Sarkasmus: Noch härtere Sparauflagen als die, die Rajoy längst verkündet hat? Wer sollte denn noch Angst davor haben? (uhupardo.wordpress.com)

“Schäuble, hilf!” – Katalonien bestätigt Pleite der Region (wirtschaftsfacts.de)

Die Dämme brechen - Überraschung: Griechenland ist pleite - Nun ist es sozusagen amtlich alternativlos: Griechenland steht dort, wo es schon vor zwei Jahren stand: am Abgrund. Nur wird der Sturz heute viel tiefer sein, als er damals gewesen wäre. Nicht nur für die Hellenen. (journal21.ch)

Griechenland droht Pleite im September - Griechenland droht die Staatspleite. Sollte Athen noch mehr Geld brauchen, will der Internationale Währungsfonds angeblich nicht mehr mitmachen. Auch bei den Partnern in der Eurozone wächst die Skepsis. (handelsblatt.com)

Schließungen öffentlicher Organismen in Griechenland - In Griechenland soll noch vor Ende August 2012 eine endgültige Liste öffentlicher Träger und Organismen vorliegen, die geschlossen oder zusammengelegt werden. (griechenland-blog.gr)

Steuerschuldnern in Griechenland droht Gefängnis (griechenland-blog.gr)

Amerika holt die Guillotine raus – Bankern droht der Garaus, bis hin zur Verstaatlichung - Lange hat es gedauert. Viel zu lange. Vier Jahre seit der Finanzkrise. Und selbst jetzt sind die Zeichen an der Wand im schlimmsten Fall nur eine Fata Morgana. Den Bankern geht es langsam an den Kragen. Damit wäre erst die dritte Welle seit der Finanzkrise erfolgreich. (markusgaertner.com)

Amerika steht vor gigantischer Rohstoff-Revolution (welt.de)

US-Großbanken führen den Staat an der Nase herum - US-Großbanken, allen voran wie immer wie JP Morgan Chase, Citigroup, Goldman Sachs und die Bank of America, haben in den vergangenen 22 Jahren insgesamt mehr als 10’000 Tochtergesellschaften gegründet, um Steuern zu sparen und diversen Regulierungen seitens der Gesetzgeber zu entgehen. Dies ergab eine Studie der Federal Reserve. Allein JPMorgan Chase sei Inhaber von 3’391 verschiedenen Tochtergesellschaften, gefolgt von Goldman Sachs, Morgan Stanley und der Bank of America Corp mit jeweils mehr als 2’000 Subunternehmen, ... (gegenfrage.com)

Syrien aktuell Zusammenfassung: Vulkan des Unrats (marialourdesblog.com)

Rauchverbots-Kontrolleur wurde bis auf Unterhosen entkleidet in Belgien (sott.net)


Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)




1 Kommentar:

Der Nordländer hat gesagt…

Gerettet werden soll,, eigentlich Niemand.
Diese ganze Chuzpe läuft nur ab um die Wirtschaften der Euroländer zu schwächen, dies alles soll zum Zusammenbruch führen, ganz klar.
Notwendige Schritte wie z.B. die Wiedereinführung von Glass Steagall werden überhaupt nicht erwähnt, die Frage ob SIE denn so DUMM sind nicht zu erkennen usw.. Sollte man nicht stellen, denn SIE sind Befehlsempfänger es ist nicht ihre Aufgabe zu denken.
Ein Krieg zum günstigen Zeitpunkt, abgestimmt mit Russland und China bringt die Weltwirtschaft sofort zum zusammenbrach da alles nur fragil am Leben erhalten wird um in einem Augenblick mit maximaler Wirkung zusammen zu fallen. Die verblödeten Massen sollen gar nicht merken das alles Orchestriert wird.
Wenn sie es doch rausbekommen ist es zu spät, das sterben beginnt...

Danach..... wird dieses System neu aufgelegt.

Was will man überhaupt noch retten?“ Wir sollten uns selbst retten, jeder auf seine weise.

mfg