Mittwoch, 30. Mai 2012

Krise? Welche Krise?

Ein Freund fragte mich diese Tage: "Krise? Welche Krise?" In der Tat, man liest zwar in den Medien und sieht im TV (also schon in den Mainstreammedien!) von den finanziellen und menschlichen Katastrophen in den südlichen Ländern Europas, doch bei uns im Volk ist die Krise noch nicht angekommen. Vielleicht sind die Menschen etwas sensibler geworden, doch wirklich realisiert wird die tatsächliche Lage nicht!

Deshalb werden von den meisten auch keine besonderen Vorbereitungen getätigt. Es scheint kaum notwendig zu sein auch nur kleinweise in eine Krisenvorsorge zu investieren. Doch parallel dazu sinkt das Vertrauen in unseren Euro. Viele versuchen noch "Etwas" dafür zu bekommen! Man nennt dies Crack Up Boom. Die Angst vor einer massiven Geldentwertung ist jedenfalls vorhanden!

Was allerdings bedenklich stimmt, ist die weitgehende Unfähigkeit der Bevölkerung, die kolportierten Summen, die derzeit als benötigt genannt werden, zu realisieren.

Ich habe bei meinem letzten Besuch in Belgrad Inflationsgeldscheine aus der Hyperinflation in den 90er Jahren gekauft. Die Banknote mit dem höchsten Wert beträgt unglaubliche 500 Milliarden jugoslawische Dinar. Wenn ich diese Geldscheinserie, beginnend mit 5.000 Dinar herzeige und den Betrachter bitte, den jeweiligen Wert abzulesen, hören die meisten bei 5 oder 10 Millionen Dinar auf. Höhere Zahlen können sie gar nicht mehr erfassen ...

Wie sollte dann der Ernst der Lage erkannt werden können, wenn Spaniens Banken geschätzte 150 Milliarden benötigen und Griechenland nach geschätzten 350 Rettungsmilliarden noch immer Bankrott ist? Irland, Portugal und Italien dabei noch nicht berücksichtigt wurde ...

Entweder der Euro muss in den nächsten Wochen drastisch entwertet werden oder das Spiel ist aus! Ich tippe eher auf Ersteres. Das würde bedeuten, dass wir in eine Hyperinflation rutschen. Im Vergleich zu anderen Währungen könnte der Euro empfindlich abgewertet werden, um über diese Abwertung eine teilweise Entschuldung zu erreichen. Das würde aber das Vertrauen in unsere Gemeinschaftwährung empfindlich stören. Es ist jetzt schon eine Flucht aus dem Euro und aus Eurowerten zu beobachten.

Und doch kann niemand sagen, was kommen wird. Wir wissen, die Politiker haben bisher voll versagt; auch ihre Prognosen erwiesen sich als vollkommen falsch! Demnach werden ihre kolportierten Lösungsansätze kaum Wirkung zeigen - wie bisher. Doch die Ressourcen werden von Tag zu Tag weniger, dadurch auch die Möglichkeiten das Steuer herum zu reissen.

Nicht nur ich bin der Auffassung, dass ohne tiefgreifende Systemänderungen, eine Krisenlösung ausgeschlossen werden kann. Diese werden wir allerdings kaum erleben, solange das jetzige System noch existiert. Denn die Mächtigen werden in jedem Fall alles daran setzen, diese Macht zu erhalten.

Darum wird auch jenen immer mehr weggenommen, die sich nicht wehren können (oder wollen ... noch nicht!), den unteren und mittleren Schichten. Dies führt allerdings, wie man in Griechenland und Spanien sieht, zu Demonstrationen, Aufständen und Verlagerung der politischen Kräfte. Plötzlich wird Radikalismus salonfähig und wählbar. Jene Parteien und Politiker, die bisher die Chance nicht nutzten der Krise entgegenzusteuern, verlieren.

Aus gutem Grunde, verlautbarte doch der letzte österreichische Finanzminster, dass die Millairdenzahlungen für Griechenland ein gutes Geschäft für Österreich wären. Nun kommt die jetzige Finanzministerin drauf, dass das Geld wohl weg ist! Und doch buttern wir weiter Milliarden in dieses System. Sollte der ESM kommen, werden sich diese Summen sogar vervielfachen. Doch es könnte sein, dass vorher sich der Euro verabschiedet!

Doch was dann? Die Staaten werden wieder ihre eigenen Währungen einführen, doch niemand weiss, was dieses explosive Experiment tatsächlich kosten kann und wird!

Was der "kleine Mann" tun kann, oder besser tun sollte, ist sich darauf vorzubereiten. Denn zu Bankschliesstagen und damit zu Nichtfunktionieren von Plastikgeld (Kreditkarten, Bankomat, etc.) wird es in Folge kommen. Möglicherweise werden aus Hunger auch Supermärkte geplündert. Dann sollte man zumindest für einige Wochen Lebensmittel und Trinkwasser zu Hause gelagert haben!

Wie schon erwähnt, niemand weiss, wie´s kommen wird! Aber man sollte doch auf gewisse Eventualitäten vorbereitet sein.

Die breite Masse ist es jedenfalls nicht! Sie sieht die Gefahr einer drastischen Verschärfung der Krise (noch) nicht! Und irgendwann ist es zu spät - morgen, nächste Woche, nächstes Monat, in einem halben Jahr ...




[gefunden bei: hartgeld.com]



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Collapse-O-Meter: Momentane Stärke des Finanzbebens: 10.5: letzte Änderung - erhöht von 10.4 auf 10.5 -kurz vor dem Euro-Kollaps (hartgeld.com)

Es wird ungemütlich! Wir stehen vor schwierigen Zeiten. Die europäische Finanzkrise verschlechtert sich zusehends. Wie sich herausstellt, hat JP Morgan Verluste in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar eingefahren. Doch noch höhere Verluste kommen auf Europa zu, nachdem die Franzosen nun einen sozialistischen Präsidenten gewählt haben, der angekündigt hat, den Spitzensteuersatz auf 75 Prozent zu erhöhen. Man kann natürlich auf verschiedene Weise Selbstmord begehen. (kopp-verlag.de)

Die Atem beraubende Erosion der Zuversicht - So dürfte es sich anfühlen, wenn im 62. Stockwerk das Zugseil des Aufzugs reißt: Schnapp, kabooom, Beschleunigung von 0 auf 100 in drei Zehntel Sekunden; das Adrenalin schießt in Nanosekunden durch den ganzen Körper, das Herz scheint im Kopf zu schlagen. – Wer dieser Tage die Zeitungen liest – egal ob in den USA, Europa oder Asien – ist regelrecht geschockt, wie schnell die Zuversicht schwindet. Der “Grexit?” Vor Monaten trauten viele sich nicht, vom Ausstieg der Griechen zu sprechen, Jetzt halten ihn erstaunlich viele für unvermeidbar. (markusgaertner.com)

Zinsexplosion & Dollar-Entwertung: Der echte Crash kommt erst noch - Aktuell wütet die Staatsschuldenkrise in Europa. Ist beim europäischen Drama der Vorhang aber erst einmal gefallen, wird sich die Krise bis in die USA durchfressen. Dann sitzen die Amerikaner in der ersten Reihe, doch es ist kaum wahrscheinlich, dass sie dieses Schauspiel genießen werden. (propagandafront.de)

Nuklearer Geldkrieg – Eine ruckartige Abwertung schleicht sich in wichtigen Volkswirtschaften plötzlich als letzte Option ein (markusgaertner.com)

Derivate-Bombe: Noch viel gefährlicher als in 2008 (propagandafront.de)

Tag der Abrechnung rückt unaufhaltsam näher (querschuesse.de)

Der britische Historiker Niall Ferguson: Eurobonds als weitere deutsche Nachkriegs-Wiedergutmachung (jjahnke.net)

Bund streicht Städten Geld für Straßenbau - Der Bund und die Länder streiten über die Zuständigkeit für die Verkehrsinfrastruktur. Der Bund droht damit, seine Zuschüsse von 1,3 Mrd. Euro pro Jahr zu streichen - die Kommunen warnen vor immer mehr Schlaglöchern. (ftd.de)

Enteignungs-Steuer kommt (mmnews.de)

Dönerverkäufer zahlt 3333 Jahre Steuern zurück - 400.000 Euro Steuerschulden hat ein Dönerverkäufer aus Velbert binnen sechs Jahren angehäuft. Nun wurde er verurteilt, seine Schulden zu begleichen. Dafür hat er genügend Zeit – insgesamt 3333 Jahre. (welt.de)

Finanzdebakel in Wien - Warnungen des Rechnungshofs wurden ignoriert. Schulden in Wien explodieren auf 4 Milliarden Euro. (format.at)

Österreich: Die Regierungsparteien sind fast pleite (diepresse.com)

Kopfzerbrechen bei Österreichs Top-Bankern (kurier.at)

Monti: Euro-Austritt Italiens wäre Riesen-Problem für Deutschland - Erstmals wirft Mario Monti den Euro-Austritt Italiens in die Diskussion: Ein Austritt Italiens würde der deutschen Wirtschaft sehr schaden, meint der Goldman-Premier. Daher sind für ihn Eurobonds auch längst eine Gewissheit. Deutschland könne mit ihnen dem Gemeinwohl Europas dienen. (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Fällt Europa wegen Spanien? Wer hätte das gedacht? Lange Zeit hat man nur über die faulen, nicht ihre Steuern zahlenden Griechen geschimpft. Man hat mit dem Finger auf das kleine Land im Südosten des Kontinents gezeigt. Die Iren sind zwar auch Pleite, die gelten aber als leidensfähig und als Musterschüler. Die Portugiesen haben ebenfalls kein Geld, sind aber eher ein stilles Volk. Während also das Wohl oder Übel des Kontinents in Griechenland gesucht und gefunden wurde, spielt die wahre Trauermusik in Madrid und in Barcelona. Mittellos rutscht das Land in die Depression und reißt Europa gleich mit. (start-trading.de)

EZB lehnt Bankenrettung in Spanien ab, Notenbank-Chef tritt zurück (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Neuer Wirbel um spanische Bankia - Der Wirbel um die teilverstaatlichte spanische Großbank Bankia reißt nicht ab. Die Madrider Börsenaufsicht CNMV setzte am Freitag die Notierung von Bankia-Aktien vorübergehend aus. (relevant.at)

Der Sanierungsfall Bankia - Die Wahrheit ist erschreckend (spanienleben.blogspot.com.es)

S&P stuft spanische Banken auf “Junk” - Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s hat drei spanische Banken auf “Junk” herabgestuft. Diese Banken gelten somit als hochriskante Anlagen und sind nicht mehr als Investment geeignet. Auch Renditen auf spanische Staatsanleihen steigen infolge der schlechten Situation der Banken. (eilpost.org)

Spaniens Krisenkinder - In Spanien sind so viele junge Leute arbeitslos wie nirgendwo sonst in der Eurozone. Das verändert das Land - aber nicht nur dieses. (faz.net)

Spanien im freien Fall - Europa und Euro: Was ist das zukünftige Schicksal von Schicksalsgemeinschaften? Spanien rückt in den Fokus. Griechenland am Abgrund. Dominoeffekte zu erwarten. Fadebook: Facebook-IPO als Flop. Commerzbank im freien Fall. Russische Aktien preiswert. (mmnews.de)

Bundesbank will den Austritt Griechenlands (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Eurozone rüstet sich für Ausstieg der Griechen - Eurogruppenchef Juncker bestätigt die Prüfung eines Griechen-Ausstiegs aus der Eurozone. Im Hintergrund wird offenbar schon an Notfallplänen gebastelt. (diepresse.com)

Griechenland: Wo sind die 380 Milliarden Euro Hilfsgelder hin? (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Polizei warnt Griechen: Bringt Euer Geld zurück auf die Bank! (deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

Grexit-Angst hält Griechen vom Steuerzahlen ab - Die Griechen überweisen ihrem krisengeschüttelten Staat noch weniger Geld als sonst. (derstandard.at)

Was geschieht mit den griechischen Euro-Scheinen? (goldreporter.de)

EZB: Mussten 150 Milliarden "Deutsche" Euro (mit "X") gedruckt werden, damit die Banken in Griechenland nicht kollabieren? (marktorakel.com)

Detroit: Abrissbagger und keine Kohle für Straßenbeleuchtung (wirtschaftsfacts.de)

Stürzt uns JP Morgan in den Abgrund? JP Morgan ist der mit Abstand größte Derivate-Händler in den USA, mit Positionen im Nominalwert von mehr als 70 Billionen US-Dollar (Trillions)! 2008 war „Lehman“. Einige Marktbeobachter befürchten, dass „JP Morgan“ für das nächste große Finanzmarktdesaster stehen könnte. (goldreporter.de)

Amerika in Angst vor der China-Invasion - Die einen nennen es Investitionen, die anderen fürchten den Einmarsch: China hat binnen kürzester Zeit so viel Geld in Amerikas Firmen und Landstriche investiert, dass in den USA die Angst umgeht. Dennoch macht Peking weiter - und plant einen neuen gewaltigen Brückenkopf. (manager-magazin.de)

US-Einheiten sprangen über Nordkorea ab (kleinezeitung.at)

Der nukleare GAU ist wahrscheinlicher als gedacht - Westeuropa trägt das weltweit höchste Risiko einer radioaktiven Kontamination durch schwere Reaktorunfälle. (mpg.de)

Nach Ölpest: Mutierte Tiere im Golf von Mexiko (kurier.at)

Österreichische Imker: 9.000 Bienenvölker verendet (marialourdesblog.com)

Die derzeit 5 wichtigsten “Freie Energie”-Technologien (politaia.org)

100 Jahre und noch immer unter Strom - Der Elektromotor ist immer wieder Thema in der weltweiten Automobilbranche. Schon vor 100 Jahren baute "Rauch & Lang" Elektroautos. In Stainz ist solch ein Fahrzeug voll fahrbereit. (kleinezeitung.at)

Schlagwörter, die Sie im Internet vermeiden sollten - Eine britische Zeitung hat eine Liste von Schlagwörtern veröffentlicht, deren Benutzung Sie tunlichst im Internet vermeiden sollten, wenn Sie nicht von Geheimdiensten ausgespäht werden möchten. Überwacht werden etwa Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. (gegenfrage.com)

Die Ferrero-EM: Punkten bis das Trikot platzt - Am 8. Juni 2012 beginnt die Fußball-Europameisterschaft. Wie immer ganz groß mit von der Partie: Süßwarenkonzern Ferrero. Und da wird es auch für Nicht-Fußball-Fans interessant. In unserem kurzen Video zeigen wir, wie sich Ferrero die EM vorstellt. (foodwatch.de)

Roland Düringer: "Mich leckt’s am Orsch" - "Das Ende der Wut" heißt das Buch. Und es soll der Anfang einer Rebellion sein. Roland Düringer sehnt sich nach dem großen Umdenken. Das Interview mit dem Kabarettisten und Schauspieler. (kurier.at)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)




1 Kommentar:

Klotho hat gesagt…

HAHAHA, das wird noch lustig, der Kollaps und das Megachaos wird Ende 2012 anfangen. Ich kann eines nicht verstehen, die Politiker sind doch auch Menschen, warum belügen und betrügen sie das Volk?