Dienstag, 7. Februar 2012

Open Source in der Technik

Wenn jemand, sei es eine Person oder Unternehmen, etwas erfindet oder neu entwickelt, kontruiert, etc. kann er ein Patent seiner Konstruktion, Erfindung oder Verfahren anmelden. Jeder andere, der sich diesem Patent bedient, muss Lizenzgebühren bezahlen. Soweit, so gut, dieser Vorgang ist in unserer Welt vollkommen normal. So soll die geistige Arbeit geschützt werden und durch die Lizentgebühren auch entsprechend belohnt.

Erinnern wir uns zurück in die Pionierzeit der PCs (Personal Computer), in der Microsoft mit seinen Windows-Versionen fast absoluter Marktführer war. Apple war damals noch sehr klein und die Commodore und Atari Computer starben langsam aber sicher aus. Jede Art von Software, ausser einigen Gimmix, musste man kaufen - eine Lizenz erwerben.

Doch später etablierte sich ein System, das weitgehend freie und kostenlose Pogramme für fast jeden Computer ermöglichte: Open Source. Und obwohl Betriebssystem wie Windows, MacOS oder Linux sehr komplex und aufwändig aufgebaut sind, auch ein entsprechend grosses Programmiererteam benötigen, war es möglich, Betriebssysteme anzubieten, die nicht nur vollkommen gratis aren, sondern auch ständig weiter entwickelt werden. Linux war geboren und die Basisprogrammierung wurde in vielen Distributionen für verschiedene bedürfnisse angepasst.

Stell dir vor, mein lieber Freund, die Erfindungen, neuen Konstruktionen, Verfahrenstechniken, etc. werden nicht mehr als geschützte Patente angemeldet, sondern der Öffentlichkeit (mehr oder weniger) geschenkt, quasi Open Source Technik. Dies hätte einige sehr grosse und wichtige Vorteile bezüglich Innovation und Weiterentwicklung. Viele neue Ideen und Kompetenzen würden zusätzlich einfliessen, weil die Benützung und Weiterentwicklung viel weniger kosten würde.

Ein zusätzlicher, nicht zu unterschätzender Faktor wäre auch, dass jene Unternehmen, denen Neuentwicklungen und Erfindungen möglicherweise das Geschäft und damit den Profit bzw. Gewinn gefährden, diese nicht mehr, wie üblich, einfach aufkaufen und schubladisieren können, das heisst, nicht mehr unterdrücken können.

Es könnte ein enormer Innovationsschub stattfinden ... und zwar in allen Bereichen. Es bräuchte auch kein Erfinder mehr Angst haben, dass Patente "gestohlen" oder widerrechtlich genützt werden würden. Ich weiss von einem Fall, wo ein Wiener ein Solarsystem für Klimaanlagen und Kühlschränke konstruiert hatte - das war in den 90er Jahren gewesen - und ein Grosskonzern, mit er verhandelte, hatte seine Konstruktion nur wenig verändert, ebenfalls als Patent angemeldet und er ist leer ausgegangen. Gebleiben sind Rechtsanwaltskosten in enormer Höhe!

Nochmals zur Open Source Software. Ich selbst verwende zwar einen Windows-Computer, allerdings sind alle Programme, die ich verwende, schon aus Prinzip Open Source: Open Office, Inkscape, Scribus, etc.

In der Technik wird sich dieses Prinzip auch mittelfristig durchsetzen! Vor allem in einem, sehr, sehr wichtigen Bereich für uns, könnte es durch das Open Source System zu revolutionären Veränderungen kommen: im Bereich der Freien Energie Produktion.

Noch sind die Wissenschaftler, Tüftler und Bastler äusserst vorsichtig und rücken noch nicht mit den gesamten Plänen und Konstruktionen heraus - sie warten auf den richtigen Zeitpunkt. Denn sie "kämpfen" gegen übermächtige Gegner, die alles und jeden zerstören, der es wagt, ihre Monopole in Frage zu stellen ...

Würde man diese Konstruktionen und Ideen der Menschheit schenken, diese zur Weiterentwicklung offen legen, so könnte unser Energieproblem, das erstens immer mehr zu einem Ressourcen- und Umweltproblem wird und zweitens eine unabdingbare Abhängigkeit schafft (wir müssen rund 40% unseres Einkommens nur für Energie im weitesten Sinne ausgeben!!!), in eine vollkommen neue Richtung gelenkt werden, die zum einen eine saubere, für jeden frei verfügbare Energie bietet und zum anderen die Abhängigkeiten löst und damit Freiheit schafft.

Sobald dieses System begonnen wird, ist es nicht mehr aufzuhalten. Und weil es ein Open Source heisst es nicht, dass niemand daran verdienen wird. Schliesslich müssen die entsprechenden Geräte und Aggregate produziert werden. Doch dieses System gibt auch kleinen Unternehmen die Möglichkeit, daran zu finanziell teilzuhaben ... und nicht nur die grossen Multis und Monopolisten!

Zu erwarten ist jedenfalls, wenn Open Source in der Technik (aber nicht nur dort) tatsächlich eingeführt wird, es zu einem noch nie dagewesenen Entwicklungsschub kommen. Weil plötzlich ungeahnte Kompetenzen und geistiges Potential frei wird, das bisher gebunden und unterdrückt wurde!






Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Krise: Alternativlos bis zum Ende - Die Bekämpfung der Krise war von Anfang an alternativlos. So formulierte es die Bundeskanzlerin und ließ keine Zweifel daran, auf welche Weise gerettet und geholfen werden muss. Normalerweise gibt es immer mehrere Möglichkeiten. Normalerweise hat eine Medaille immer zwei Seiten, man kann also wählen. (start-trading.de)

Mein Lager, Dein Ärger, meine Rendite - Banken beherrschen zunehmend zentrale Teile der Lieferkette für Industriemetalle. Häuser wie Goldman Sachs haben sich systematisch in industrielle Lagerhallen für wichtige Metalle eingekauft und sitzen an den Schalthebeln. Goldman soll 80% der Lagerkapazität in Detroit kontrollieren. (markusgaertner.com)

Fiskalpakt: Asmussen knickt ein, Südachse in der EZB setzt sich durch - Der deutsche Außenminister in der EZB, Jörg Asmussen, hat eine Kehrtwende im Hinblick auf die Bewertung des Fiskal-Pakts gemacht. Noch vor einem Monat kritisierte er das Papier wegen der „substantiellen Verwässerung“ des Spargedankens. Nun lobt er ihn als einen „wichtigen Baustein der Wirtschaftsunion“. Damit ist klar: Die EZB wird weiter Geld in den Markt pumpen. Für die Bundesbank gibt es nur einen kleinen Trostpreis. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Ungarns Staatsbankrott rückt immer näher - Nach dem Aus der staatlichen Fluglinie Malév droht eine Kettenreaktion. Da auch die Verhandlungen mit der IWF über Notkredite nicht vorankommen, sieht es für Ungarn immer düsterer aus. (wiwo.de)

Griechen mobilisieren gegen Spardiktat - Heute müssen weitere unpopuläre Sparmaßnahmen beschlossen werden, langfristig sollen 150.000 Staatsdiener gehen. (derstandard.at)

Troika-Pläne für Griechenland: Mindestlohn auf zwei Euro pro Stunde runter, Arbeitszeit auf 12 Stunden hoch (simablog.eu)

Zitronen-Auspresser einst und heute - "Wir werden herausholen, was man nur aus einer Zitrone pressen kann, und noch etwas mehr" - alles Gold und Silber, alle Kostbarkeiten, Firmen müssten dem Land genommen werden, und an die anderen Staaten, die unter der Politik dieses Landes gelitten hätten, verteilt werden: Sie "dürfen nicht mit einem blauen Auge davonkommen". Spricht hier die Bild-Zeitung über Griechenland, so in etwa mit dem berüchtigten Zitat "„Verkauft doch eure Inseln – und die Akropolis gleich mit“? (simablog.eu)

Griechenland: Das letzte, nein allerletzte Ultimatum - Das Gezerre um Griechenland nimmt immer bizarrere Formen an. Wie oft nun schon das letzte Ultimatum verstrichen ist, ich für meinen Teil habe aufgehört zu zählen. Gestern ließ Frau Merkel in einem Statement auch keinen Zweifel daran, man werde Griechenland nicht erlauben bankrott zu gehen, so der Tenor. Hier die Aussage : “Wir weigern uns, die Pleite Griechenlands anzuerkennen”, sagte sie in einem ZDF-Interview, das am Montagabend ausgestrahlt werden sollte. (iknews.de)

Hedgefonds haben nächstes Schuldenland im Visier - Während alle Welt nach Griechenland schaut, haben einige hochspekulative Hedgefonds bereits das nächste Euro-Land im Visier. (cash.ch)

Portugal trifft erste Vorbereitungen für Schuldenschnitt (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

US-Firmen: Lass´ Obama doch reden - US-Präsident Barack Obama drängt US-Firmen, nach Übersee verlagerte Jobs zurückzuholen. Die Konzerne reagieren auf ihre Art – und exportieren nun nicht mehr nur Fließbänder, sondern auch Forschungslabore, Windkanäle und Designzentren in die Schwellenländer. Und das schneller, als je zuvor. (markusgaertner.com)

Kriegsspiel: US-Think Tank simuliert israelischen Angriff auf Iran - US-Präsident Obama rechnet nicht mit einem israelischen Angriff auf den Iran. Er weitete die US-Sanktionen jedoch auch gegen die iranische Finanzwirtschaft aus. Sicherheitshalber hat ein amerikanischer Think Tank den Ernstfall schon einmal mit verteilten Rollen simuliert. Dabei gab es einige überraschende Wendungen. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Zwischenfall in französischem AKW doch schwer (kleinezeitung.at)

Kältewelle: Eisige Uferlandschaft am Genfer See (diepresse.com)

Astrophysiker lösen Paradoxon um verlangsamte Pulsare - Pulsare gehören zu den exotischsten, bekannten Himmelskörpern. Sie besitzen Durchmesser von etwa 20 Kilometern, beinhalten aber in etwa die Masse unserer Sonne. Ein würfelzuckergroßes Stück ihrer ultrakompakten Materie würde auf der Erde mehrere hundert Millionen Tonnen wiegen. Eine Unterklasse von ihnen, die Millisekundenpulsare, wirbeln zudem bis zu einige hundert Mal pro Sekunde um die eigene Achse. Frühere Untersuchungen hatten bei einigen Millisekundenpulsaren zu der paradoxen Schlussfolgerung geführt, dass sie älter als das Universum sind. (grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com)

Die Geheimnisse des Wassers - Videos - unbedingt ansehen (politaia.org)

Die Super Bowl Show war ein satanistisches Spektakel (alles-schallundrauch.blogspot.com)




Kommentare:

Pedro hat gesagt…

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Unknown hat gesagt…

danke dass du die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machst das Patente uns nur behindern, aber bei den Anfängen der PC Geschichte hast du doch glatt das wichtigste vergessen. Früher war es so das in der PC-Welt jeder seine Informationen und seinen Code für alle freigegeben hat und dann kam jemand der sagte: "Ey meinen Code dürft ihr nicht verwenden und lesen". Das war Bill Gates und er führte es ein das Software etwas kostet. Gute erklärungen findest du im Film: NoCopy

Weiterhin gibt es viele Erfinder und Tüftler die nach Sponsoren suchen, damit sie ihre Erfindungen produzieren können. Hier verweise ich auf www.kickstarter.com
Es ist ein sehr ausgeklügeltes system wo private anwender spenden und dafür etwas bekommen, wenn die kalkulierte Summe erreicht wird. Schau es dir einfach mal an ;)