Dienstag, 10. Januar 2012

Der Maya-Kalender und der österreichische Wein

Nun hat das "schicksalträchtige" Jahr 2012 begonnen und die Medien bringen - gut bis weniger gut - recherchierte Artikel, Dokumentationen und natürlich Spielfilme über 2012 und vor allem über das Ende des Maya-Kalenders, um den es offensichtlich sehr breit gefächerte Meinungen gibt ... vom Weltuntergang bis zum Massen-Hoax ist die gesamte Bandbreite vertreten.

Zunächst, wenn der Maya-Kalender endet, geht die Welt nicht unter ... was man daran auch immer verstehen mag. Was allerdings, im weitesten Sinne der Wörter, nicht ganz richtig ist, denn unsere Welt, jene Welt, die wir kennen, mit allen ihren Systemen und Strukturen, die wird untergehen ...

Neugierig geworden? Ja, ich schrieb schon einige Male über dieses Thema und kann es offensichtlich auch heute nicht lassen. Denn nicht nur das Ende des Maya-Kalenders am 21. Dezember 2012 sagt den Untergang der unseren Zivilisation (nicht der Menschheit!) voraus. Diese Geschichte findet sich immer wieder, fast deckungsgleich, in den verschiedensten Kulturen. Und wir wären Ignoranten, wenn wir das so leichtfertig und ohne darüber nachzudenken, einfach abtun ... mit der Bemerkung: "Es wird sich schon nichts ändern, weil sich niemals was geändert hat!"

Nun möchte ich eine kleine, kurze Geschichte aus meinem Leben erzählen, die vielleicht veranschaulicht, wie schnell tatsächlich Veränderungen stattfinden können ... auf Grund der verlogenen Strukturen, die aufgedeckt wurden:

Es war Mitte der 80er Jahre, ich war in der gehobenen Gastronomie und Hotelerie als Konditor bzw. Patissier, Koch und im Service tätig. Jene Restaurantkultur, wie wir sie heute in Österreich kennen, gab es damals noch nicht. Selbst die heute so bekannt-berüchtigte Kritikerszene der Medien war in Österreich noch in ihren Kinderschuhen. Es war damals normal, wenn man durch jene Orte ging, in denen ich Saisonjobs hatte, dass die Speise- wie Getränkekarten überall einfach und fast gleich waren. Qualitätswein aus der Bouteille gab es fast nirgends.

Dann kam 1985 der Weinskandal (Weinpantscherei mit Glykol) und der österreichische Weinmarkt brach zusammen! Plötzlich konnte nichts mehr exportiert werden und auch im Inland war das Vertrauen in die Weinproduzenten wie weggeblasen. Die Weinwirtschaft war plötzlich und unvermutet am Nullpunkt angelangt! Nichts ging mehr!

Zur Vorgeschichte: Österreich war, bis auf wenige Ausnahmen, ein Weinmassenproduktionsland ohne hohen Qualitätsanspruch. Durch einen Chemiker wurden viele Weinbauern verführt, ihre Massenweine mit Glykol zu versetzen und als sogenannte Prädikatsweine (Weine besonderer Leseart, Eiswein, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese) überteuert in den Verkehr zu bringen. Eine Produktverfälschung, ein Betrug!

Billigst produzierte 08/15-Weine waren plötzlich begehrte, edle Kressenzen und dadurch auch teurer absetzbar. Doch wenn man weiss, wie gering die tatsächliche Saftausbeute und in Folge die zu produzierende Weinmenge bei sogenannten Weinen besonderer Leseart und wie hoch der Personalaufwand ist, wundert man sich, dass "Eisweine" tankwagenweise exportiert wurden! Einzelne Erzeuger exportierten Mengen, die "normalerweise" im gesamten Weinbaugebiet Österreich nicht produziert werden konnten. Und noch dazu extrem billig, so kostete in Deutschland eine kleine Flasche gepantschter österreichischer Eiswein in Billigläden nur zwei bis drei DM!

Der Weinskandal hatte zur Folge, dass die österreichische Weinwelt komplett zusammenbrach und ein absolut neues Konzept benötigte, wenn es überhaupt in unserem Lande weiterhin noch Wein bzw. Weinproduzenten geben sollte.

Natürlich waren nicht alle "Weinpantscher" oder Massenweinproduzenten. Einige der heimischen, heute international grossen Namen, erzeugten damals, fast unbemerkt von der österreichischen Öffentlichkeit, hervorragende Weine, die höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wurden. Genannt seien vor allem Paradewinzer Willi Bründlmayer, die Gebrüder Jurtschitsch, das Weingut Reinisch oder der Mantlerhof u.a.

Früher belächelt ob ihren Qualitätswahn, waren sie plötzlich Zugpferde und Trendsetter, aus denen eine völlig neue, hoch qualitative und vor allem ehrliche Weinwelt in Österreich entstand. Doch bis dahin war es ein langer und mühevoller Weg.

Als alles zusammenbrach, begannen sich die Winzer international zu orientieren und schickten Söhne und Töchter zu Studienzwecken ins Bordeaux, in die Toskana und nach Kalifornien. Kurz darauf fand eine beispiellose Generationsablöse statt. Die "Alten" wussten offenbar, dass mit ihrem Können, ihrer Technik und ihrer Philosophie keine Grenzen überwunden werden konnten. Die Jungen, die etwas unbedarfter, innovativer und aufgeschlossener ans Werk gingen, krempelten einmal den gesamten Laden um, so dass kein Stein auf dem anderen blieb. Alle Dogmen der Alten waren plötzlich nichts mehr wert. Die Weingärten und deren Pflege wurden geändert, eine Sortenauswahl nach anderen Kriterien vorgenommen, die Kellertechnik revolutioniert ... und so entstanden fast über Nacht völlig neue Weine, die auch ihren weltweiten Siegeszug antraten. Mitte des letzten Jahrzehnts, rund 20 Jahre nach dem Weinskandal, war das kleine, aber feine Weinland Österreich weltweit an der Spitze bei Weinprämierungen (es platzierten sich sogar burgenländische Rotweine vor Spitzengewächsen aus dem Bordeaux!!!) und in den letzten Jahren waren bei den Wahlen der Winemaker of the Year vom Decanter Magazine immer Österreicher unter den Finalisten und/oder Prämierten.

Spricht man mit den alten Weinmachern, so erzählen sie, dass vor dem Weinskandal keiner sich eine derart rasante Entwicklung und vor allem grundlegende Veränderung im österreichischen Weinbau auch nur annähernd vorstellen konnte. Es war nur möglich, weil plötzlich und aus heiterem Himmel ein reinigendes Donnerwetter stattfand und (fast) alle ganz von vorne beginnen mussten.

Die menschliche Entwicklung sehe ich ebenso, ebenso drastisch, ebenso rapid und ebenso grundlegend. Und irgendwie haben die Medien auch recht, wenn sie (oberflächlich betrachtet) von einem Weltuntergang schreiben. Damals ist die österreichische Weinwelt ebenso ganz plötzlich untergegangen. Doch, so wie die Menschheit es ebenso tun wird, wie der legendäre Phönix aus der Asche empor kam, hat die Weinwelt zu neuen, spektakulären Höhenflügen angesetzt und diese auch erreicht! Der Untergang betrifft unser System, unsere Strukturen und nicht die Menschheit. Es wird etwas Reinigendes, etwas Grundlegendes diesem Untergang anhaben. Und wie die Dualität beim Tod die Geburt, beim Ende den Anfang impliziert, brauchen wir auch keine Angst zu haben. Es kann sich nur zum Guten wenden, denn schlimmer kann es (fast) nicht mehr werden!

Und liebe Freunde, verzeiht den "hatscherten" Vergleich von Wein und Maya-Kalender ...







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)




Medienschau:



Die Euro-Krise kommt mit Wucht zurück - Die Furcht vor der Ausweitung der Euro-Krise ist enorm. Es beraten Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy ihre Linie für die kommenden Wochen. Sie müssen Antworten finden, sonst droht die Währungsunion auseinanderzubrechen. (spiegel.de)

Euro fällt auf tiefsten Stand seit September 2010 (diepresse.com)

Euro im dritten Krisenjahr - das Endspiel beginnt - Die angedrohte Herabstufung Frankreichs und anderer Euro-Länder ist (bislang) ausgeblieben. Die Zinsen für Staatsanleihen sind (noch) nicht weiter geklettert. Doch die kurze Atempause für den Euro geht zu Ende - das wissen auch Angela Merkel und Nicolas Sarkozy, die sich heute in Berlin treffen. (manager-magazin.de)

Bricht der Euro 2012? Zumindest über den Jahreswechsel haben es Euro und Finanzsystem noch einmal geschafft, wenn auch unter Einsatz aller Mittel wie extremer Goldpreisdrückung, High-Speed-Gelddrucken und so weiter. - Doch dieses Jahr ist das Jahr der Entscheidung. Die Euro-Krise spitzt sich weiter zu. (mmnews.de)

Experten befürchten den Euro-Einbruch - Wenn schon Pensionskassen und Versicherungen ihre Euro-Papiere verkaufen, dann stehen die Zeichen auf Sturm. Analysten erwarten den Euro in Kürze auf Talfahrt, Sarkozy und Merkel stehen erheblich unter Druck. (focus.de)

ZDF-History: Operation Euro - Schicksalsjahre einer Währung: Die ZDF-History-Dokumentation zeigt den verzweifelten Kampf um den Euro - Ausgang offen. (zdf.de)

EU fürchtet Liquiditätskrise bei einer Bank oder einem Staat - In einer Rede vor dem EU-Parlament sagte Währungskommissar Olli Rehn, die Schuldenkrise in Europa sei noch lange nicht überstanden. Die Maßnahmen der EU bräuchten noch Zeit, die Märkte müssten sich gedulden, forderte er. Sonst bestehe die Gefahr, dass die finanzielle Stabilität gefährdet wäre. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Rettet die Fed Europa? Ich habe das Thema erstmals vor einem Monat behandelt, aber nicht über diese Information verfügt: Der “Econospeak“-Blog berichtet, dass die Fed im vergangenen Monat für 99,8 Mrd. Dollar Assets von der EZB aufgekauft hat. (markusgaertner.com)

Baltic Dry Index in Kontraktion - Der Baltic Dry Index (BDI), ein Preisindex für Frachtraten bei Massenfrachtgüter, wie Kohle, Eisenerze, Zement, Kupfer, Kies, Dünger, Kunststoff-Granulat und Getreide, zieht wieder kräftig Richtung Süden und auch dies ist ein kleines Puzzleteil für die weltweit schwindenden Wachstumskräfte. (querschuesse.de)

Ökonomischer Nationalismus auf dem Vormarsch - Barack Obama fordert die US-Firmen auf, wieder mehr Jobs nach Amerika zurück zu bringen. Nicolas Sarkozy will ein Label einführen, das garantierte lokale Produktion in Frankreich zertifiziert. (markusgaertner.com)

Deutsche Staatsanleihen: Erstmals Negativzinsen - Bei der heutigen Auktion von kurzfristigen deutschen Staatsanleihen, lagen die Zinssätze zum ersten Mal im Negativbereich. Damit werden die deutschen Papiere für Anleger praktisch unbrauchbar. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Angst bei den Bonds: Auch Großbritannien mit Negativ-Zinsen (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Erste Bank mit 11 Milliarden Euro in Ungarn investiert - Neben der Erste Bank hat auch die Raiffeisen Bank International viel Geld in Ungarn verborgt. Die Kreditwürdigkeit Ungarns wurde jüngst auf Ramsch-Status herabgesetzt. (diepresse.com)

Im Epizentrum des Beinahe-Kollapses - Was machen eigentlich Credit Suisse und UBS in den USA? Eine Serie in drei Teilen. Heute: Nirgends wird Bedeutung und Grösse der UBS so augenfällig wie in Stamford, im US-Staat Connecticut. (bernerzeitung.ch)

Schweizer Notenbank-Präsident Hildebrand tritt zurück - Der Chef der Schweizer Nationalbank war wegen umstrittener Devisengeschäfte unter Beschuss gekommen. (diepresse.com)

Regierung in Ungarn dementiert Zugriff auf Sparkonten (pesterlloyd.net)

UniCredit: Größter Kursverfall seit 25 Jahren - Die Kapitalerhöhung bei UniCredit hat an der Börse keine Fans. Ein Verkauf der Bank Austria gilt Experten als letzte Möglichkeit. (kurier.at)

Italien: Gewalttaten gegen Steuereintreiber nehmen zu - Die Italiener greifen zunehmend zu kriminellen Methoden, um ihrer Wut gegen die Steuereintreiber Ausdruck zu verleihen. Körperliche Attacken und Briefbomben gehen offenbar nicht nur auf das Konto der bekannten Terrororganisation FAI. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Griechenland/Ungarn: Wettlauf gegen die Staatspleite - Die Schuldenkrise in der EU spitzt sich zu. Die Griechen müssen stärker sparen, Ungarn verhandelt mit dem IWF. (kurier.at)

US-Banken decken sich am Terminmarkt mit Gold ein - Amerikanische Großbanken bauten Anfang Januar am Futures-Markt erneut in erheblichem Umfang Short-Positionen ab. Dies ist einer der Gründe für den zuletzt steigenden Goldpreis. (goldreporter.de)

Libyen: Ex-Rebellen heillos zerstritten - Heftiger Konflikt um künftigen Generalstabschef - Westerwelle in Tripolis. (derstandard.at)

US-Truppenaufmarsch in Israel für den Irankrieg (politaia.org)

US-Verteidigungsminister: Iran entwickelt KEINE Atomwaffen - Der US-Verteidigungsminister Panetta gibt zu, dass der Iran aktuell KEINE ATOMWAFFEN ENTWICKELT. Trotzdem bedroht die USA den Iran und fordert die Welt auf, den diplomatischen Druck auf den Iran weiter zu erhöhen, um zu verhindern, dass der Iran zukünftig vielleicht Atomwaffen entwickelt. (der-klare-blick.com)

Iran: Eskalation rückt näher - Laut RP-Online hat der Iran entschieden im Fall eines Export-Embargos, die Straße von Hormus zu sperren. Die USA verlegen tausende Soldaten nach Israel und Großbritannien verlegt seinen modernsten Zerstörer in den Golf. Auch die Inbetriebnahme der Anlage zur Urananreicherung in Fordo stellt die Weichen nicht unbedingt auf Frieden. Die Lage ist bedrohlich, werfen wir einen Blick auf die Fakten und versuchen ein etwas deutlicheres Bild zu bekommen. (iknews.de)

Kritik an Vorratsdatenspeicherung nimmt zu. Jetzt auch bei der Polizei - Die Vorratsdatenspeicherung als Beschäftigungstherapie für Polizisten? Obgleich insbesondere von Innenministern und Bundeskriminalamt immer wieder betont wird, dass die Vorratsdatenspeicherung zur Kriminalitätsbekämpfung unerlässlich sei, wird dies nun offensichtlich auch aus Kreisen von Ermittlern bezweifelt. Gegenüber dem IT-Kanal gulli.com brachte man die Vorbehalte vor. (gulli.com)

Olympische Spiele in Londonistan: EUR 1,2 Milliarden für Sicherheit, 14.000 Soldaten & Kriegsrecht - Warum Sie nächstes Jahr besser zu Hause bleiben und den Fernseher aus lassen sollten, wenn die Globalisten eine der größten Gehirnwäschekampagnen jüngerer Zeit durchführen werden, die durchaus in einer Falsche Flagge Operation münden könnte. (propagandafront.de)

Krisenvorsorge: Wie bereitet man sich eigentlich auf einen Wirtschaftszusammenbruch vor? Lesen Sie mehr über Krisenvorsorge: Wie bereitet man sich eigentlich auf einen Wirtschaftszusammenbruch vor? (propagandafront.de)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)




1 Kommentar:

Der Nordländer hat gesagt…

Das sich 2012 irgendwas ereignen wird liegt quasi in der Luft, nur wenn es diesen Hype nicht geben würde wäre es vielen Menschen nicht zu vermitteln. Es ändert sich was, so in und um 2012 das ist auch den Eliten klar, Du weißt Angriff ist die beste Verteidigung und so wurde so zu sagen die Gegenreformation gestartet, 2012 der Untergang, 2012 die Reise in die 5. Dimension, 2012 der Lichtkörper wird erreicht, 2012 das göttliche kommt zu uns ,wir werden göttlich,,, seid lieb und liebet einander und habt Hoffnung . Lehnt euch zurück und genießt die Fahrt. Nur keine Eigeninitiative nur kein Nachdenken über die wirklichen auslösenden Faktoren wenn es schon kracht dann soll man denken das ist göttliche Vorsehung und kommt als Strahl aus dem Hunab Kuh oder so! Strahlung eben die die Menschen verwirrt und all dies Chaos hat nichts mit dem Systemzusammenbruch zu tun denn das wussten ja schon die Maya und die hatten keinen Kapitalismus mit Zins und Zinseszins.
Nun es wird danach irgendwie weitergehen und WER will danach noch an der Macht sein? Natürlich Die die an dieser Misere keine Schuld tragen etwas was eben laut Natur so passieren musste wussten ja eeh schon die Mayas.
Es wird krachen und der Zeitpunkt wird gesteuert, wenn man es schafft bis Dezember 2012, man hat ja schließlich einen Zeitplan zu erfüllen, daher auch all die Hilfspakete die den tot nur hinauszögern.
Ich gebe ja zu ich weiß es auch nicht so genau was kommt meine Phantasie kann mir da auch nicht helfen, was ich weiß ist, es steht geschrieben was passiert und es ist bisher alles eingetroffen und es beunruhigt so gut wie niemandem.
Ich habe Hoffnung dass mir jemand hilft wenn meine Kraft nicht mehr ausreicht, was braucht man mehr.

mfg

Ansonsten werde ich mir mal wieder einen Östereichischen Wein besorgen, was gar nicht so einfach ist!