Mittwoch, 21. Dezember 2011

Ignoranz ist gefährlich!

Im Bekanntenkreis sprechen wir natürlich durch meine Blog-Tätigkeit immer wieder die Themen Krise, Euro und Vorsorge an. Leider muss ich immer wieder feststellen, dass viele diese Themen bewusst ignorieren und glauben, es wird schon wieder, auch wenn wir jetzt wirtschaftlich schwerere Zeiten durchmachen werden müssen.

Wobei ich mich, speziell bei diesen Bekannten, immer wieder erkundige, ob sie unser Geldsystem durchschauen. Und siehe da, eben nicht! Kein Wunder, jeder, der sich schon irgendwann mit diesem komplexen Thema auseinandersetzte und wissen wollte, wie dieses System funktioniert, wie Geld gemacht (erschaffen) wird und warum es gerade jetzt an ihre Grenzen stösst, ist davon überzeugt, dass die Krise sich wesentlich, wenn nicht existenzbedrohend verschärfen wird und haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch entsprechend vorgesorgt.

Nur jene, die das Prinzip unseres Geldsystems nicht erkennen und sich mit diesem Thema nicht auseinandergesetzt haben, sehen auch keine grösseren Probleme auf uns zukommen und sind der Überzeugung, dass "die da oben" (also die Politiker) es schon irgendwie schaffen werden, das System weiterhin am Laufen zu halten ...

Ein wunderbares Beispiel dafür, das Wissen Macht ist und im Ernstfall, der offensichtlich zu erwarten ist, einen enormen Vorsprung in Richtung Überleben haben werden.

Unser System, damit auch unser Geldsystem, ist eine Täuschung, eine Illusion, das uns vorgaukelt, unzerstörbar zu sein. Und richtig, noch ist das, was wir Krise nennen, nicht in der breiten Masse angekommen. Noch haben fast alle ihren Job, können ihre Zahlungen bedienen, dem Konsum frönen und diese Täuschung als Realität ausleben. Brutal wird es gerade für diese Mitmenschen, wenn plötzlich nichts mehr geht, wenn jener Zusammenbruch von Währung, Wirtschaft und öffentlicher Ordnung diese fatale Illusion des immerwährenden Wohlstandes ablöst!

Warnungen gibt es sehr viele! Mittlerweile auch schon im Medienmainstream. Man sollte beginnen, auch zwischen den Zeilen zu lesen, dann wird die Ausweglosigkeit der Situation ersichtlich. Aber ist es nicht der Wunsch der meisten unserer Zeitgenossen, all das "Geschaffene", auch wenn es auf einem Schuldensystem basiert, ewig zu erhalten? Es sind nicht nur die Staaten, die sich teilweise völlig aussichtlos überschuldet haben. Auch die Privaten haben erhebliche Schulden angehäuft und nur dadurch bescheidenen Wohlstand erreicht. Bei einem Grossteil der Bevölkerung kann der Verlust des Arbeitsplatzes und damit die Refinanzierbarkeit der Schulden zu einem Verlust dieses Wohlstandes werden. Dann können die Kreditraten für Haus oder Wohnung, die Leasingraten fürs Auto und der Dispokredit für den täglichen Einkauf nicht mehr bedient werden. Entsprechend vorgesorgt haben die wenigsten, also stehen sie auf der Strasse ... mit nichts!

Und das Sprichwort: "Du hast viele Freunde, solange es dir gutgeht und du hast keine Freunde, wenn du welche brauchst!", ist Realität! Besonders dann, wenn auch die Freunde, deren Wohlstand ebenso auf Schulden gebaut war, auch auf der Strasse stehen ...

Wir müssen uns eines dringlichst klarmachen, auch wenn diverse Politiker, Banker und Manager dies ignorieren, unser Geldsystem ist bereits im Kollabieren und dies kann niemand mehr aufhalten, nur verzögern - was auch entsprechend praktiziert wird! Der Crash ist unausweichlich und nicht abwendbar! Ob heute, morgen, nächstes Monat, nächstes Jahr, das bleibt dahin gestellt. Aber die wirksamen Waffen, die eine reale Lösung des Problems in unserem Geldsystem möglich gemacht hätten, sind entweder bereits verschossen oder wurden gar nicht in Betracht gezogen.

Ignoranz ist der falsche Weg, wenn die sich Zukunft derart unsicher und möglicherweise existenzbedrohend darstellt. Aber es scheint System zu sein, auch auf höheren Ebenen (Politik, Wirtschaft, etc.) die Vogelstrauss-Politik anzuwenden und einfach den Kopf in den Sand zu stecken.

Eine mir liebe Freundin sagt immer wieder zu diesem Thema, es wird uns alle betreffen und wir alle werden wohl einen Ausweg finden! Wenn die Obrigkeit, der man grosszügig unsere fast gesamte Verantwortung leichtfertig übertragen hat, schon jetzt damit überfordert ist, Probleme nachhaltig zu lösen, was passiert dann, wenn die Zustände extrem werden und die öffentliche Ordnung zusammenbricht?

Jeder, wirklich jeder, der sich - zumindest mental - nicht auf diese Situation vorbereitet hat, wird vor riesengrossen, fast unlösbaren Problemen stehen.

Dabei wäre es ziemlich leicht, sich vorzubereiten und für Eventualitäten vorzusorgen. Man kann, und das muss auch betont werden, nicht für Alles vorbereitet sein was kommen könnte. Ausser, man ist jetzt schon zu 100% unabhängig und autark. Doch wer ist das wirklich? Ich kenne zwar solche Freaks, habe sie besucht und gestaunt, wie - mittels enormer Investitionen - so etwas überhaupt machbar ist. Doch auch sie sind nicht vor allen Eventualitäten und möglichen Entwicklungen immun. Das ist schlicht unmöglich!

Deshalb, ein klein wenig vorbereitet zu sein und ein klein wenig Vorsorge getroffen zu haben, ist mehr, als die Masse tut. Vor allem die Wahrscheinlichkeit zu erkennen, dass unser Geldsystem kollabieren muss - was auch in der Vergangenheit schon des Öfteren passiert ist - sollte einen etwas realistischeren Blick auf die aktuelle Situation und die nahe Zukunft ermöglichen.

Ich kannte einen Architekten, er verstarb vor rund 20 Jahren, er war über 90 jahre alt geworden und war während seines Lebens 3 mal Millionär! Wobei, er verlor zweimal auf Grund der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse fast sein gesamtes Vermögen! Max, so hiess er, war trotz allem ein optimistischer Mensch, der gerne lebte und gerne arbeitete. Der erste Verlust seines, damals geerbten Vermögens, war ein ziemlicher Schock für ihn. Der zweite Verlust nicht mehr, weil er - auf Grund seiner Erfahrung - vorgesorgt hatte. Nachdem er in den Nachkriegsjahren nach dem ersten Weltkrieg alles verloren hatte und in der Zeit des Nationalsozialismus wieder viel engagierter Architekt war und sich ein richtiges Vermögen erarbeitete, konnte er durch Gold (kommt dir das irgendwie bekannt als Krisenvorsorge vor?), das er auf einem kleinen Bauernhof, den er kaufte und verpachtete, versteckte, einiges an Werten in die Nachkriegszeit des Zweiten Weltkrieges hinüber retten. Sein drittes Leben, wie er es immer nannte, war durch diese gesicherten Werte, wesentlich einfacher, als für viele andere. Er hatte aus Erfahrung gelernt!

Doch jene Menschen, die uns die gemachten Erfahrungen dieser schrecklichen Zeit während und nach dem Krieg, erzählen könnten, werden immer weniger. Ausserdem werden sie als nicht zeitgemäss angesehen! Viele belächeln sie: "Es war eine andere Zeit!" ... doch dass genau diese Zustände wieder kommen können, existiert in den Köpfen der heutigen Menschen (fast) nicht. Dabei sollte man nur zuhören können ...

Die Ignoranz, etwas nicht hören oder erkennen wollen, was einem zuwider ist, wird vielen Menschen das Leben kosten. Dadurch wird die Theorie der geplanten Bevölkerungsreduktion Realität. Wer unser Geldsystem durchschaut, kann diese Ignoranz gar nicht aufbringen, denn er wird schnell erkennen, wie ausweglos unsere Situation tatsächlich ist! Wegschauen, den Kopf in den Sand stecken, ist kontraproduktiv und steigert nur die Abhängigkeit in System und Staat. Eine fatale Abhängigkeit, wie sich noch herausstellen wird!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



„Viele haben Europa bereits abgeschrieben“ - Der Deutsche-Bank-Chef warnt vor katastrophalen Folgen, falls Europa die Schuldenkrise nicht in den Griff kriegen sollte. Er fordert eine strengere Finanzpolitik - auch um den Preis der Aufgabe nationaler Souveränitäten. (handelsblatt.com)

"Die EZB ist ein Schrott-Staubsauger" - Warum der Euro eine Fehlkonstruktion ist und welches Ei Steinzeitmenschen heutigen Anlegern gelegt haben erklärt Börse-Experte Thomas Grüner. (derstandard.at)

"Die Bazooka-Lösung ist ein Rohrkrepierer" - Vorstand Nagel verteidigt die Haltung der Bundesbank zu den IWF-Kreditlinien. Auch 2012 sei die Finanzkrise noch nicht ausgestanden. (welt.de)

Europa kann 200 Milliarden für IWF nicht aufbringen (t-online.de)

EZB: Eine Bilanz wie Lehman vor dem Crash - Die Europäische Zentralbank weist eine Bilanzsumme von 3,2 Billionen Euro auf. Das ist mehr als die amerikanische Notenbank, obwohl diese seit geraumer Zeit ganz offiziell Geld druckt. Beobachter beginnen, sich über die Stabilität der Bilanz der EZB Sorgen zu machen. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Finanzhändler erwarten ein Abdriften des Euro - Der Euro liegt etwa acht Prozent über seinem Durchschnittswert seit Beginn des Handels im Jahr 1999. Doch Experten sehen reichlich Spielraum nach unten. (welt.de)

EZB öffnet das Füllhorn: Banken erhalten Mega-Kredite - Um Geld zu drucken braucht man keine Druckerpresse: Die EZB wird heute, Mittwoch, dreijährige Kredite an Banken mit Schwierigkeiten vergeben. Es wirkt ein wenig wie die Verteilung von Flammenwerfen an Pyromanen. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod - Die Briten zeigen der EU die kalte Schulter. Die Schutzwälle gegen die grassierenden Finanzprobleme der Eurozone drohen einzustürzen. Und Deutschland wehrt sich gegen die EZB-Bazooka sowie Eurobonds. (bazonline.ch)

Jetzt ist auch Topbonität des Euro-Rettungsfonds in Gefahr - Die Bestnote für die Kreditwürdigkeit des Fonds hänge entscheidend von dessen Garantiegeberländern Frankreich und Deutschland mit ihrem AAA-Status ab, so die Ratingagentur Fitch. Zuvor hatte bereits die US-Ratingagentur Standard & Poor's dem Euro-Rettungsfonds mit dem Entzug seiner Topnote gedroht. (kleinezeitung.at)

NZ: Vorbereitungen fuer einen eventuellen Banken-Zusammenbruch (dasgelbeforum.de.org)

Credit Suisse und die Schattenbanken - Die Schweizer Grossbank soll sich an undurchsichtigen Finanzkonstrukten beteiligen. In den Augen der internationalen Finanzmarktregulatoren sind das fragwürdige Geschäfte mit grossem Risikopotenzial. (tagesanzeiger.ch)

Fitch stuft Unicredit herab - Die Ratingagentur Fitch hat mehreren europäischen Banken mit einer Herabstufung gedroht. Das Rating der italienischen Großbank Unicredit hat die Agentur bereits gesenkt und droht mit weiteren Maßnahmen. (handelsblatt.com)

Ein Ei pro Monat muss reichen - Nordkoreas Diktator hinterlässt ein enormes Nahrungsproblem. Unser Korrespondent konnte sich als einer der wenigen Journalisten kürzlich ein Bild von der Lage machen. (kleinezeitung.at)

US-Kommune kürzt Renten, um Gläubiger zu bezahlen - Kürzungen von 25 Prozent nehmen die pensionierten Feuerwehrmänner und Polizisten der amerikanischen Stadt Central Falls auf sich, um ihre Stadt vor einer Pleite zu bewahren. So versucht die Kommune, ihrem Schuldendienst nachzukommen. Andere Städte könnten dem Beispiel folgen. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Die Obama-Regierung bereitet die Errichtung von Internierungslagern in allen 50 US-Bundesstaaten vor, in denen Zehntausende US-Bürger 30 Tage lang eingesperrt werden können. Internierungslager werden vorbereitet: Die US-Katastrophenhilfe FEMA sucht Subunternehmer, die kurzzeitig die Errichtung und Versorgung von Lagern in allen 50 US-Bundesstaaten übernehmen. (luftpost-kl.de)

Ist Krieg gegen Terror Schwindel? Wie Amerika mit Massen-Paranoia infiziert wurde - Was wäre, wenn es überhaupt keine echten Terroristen gäbe, die Amerika bedrohen, und das Ganze nur eine Erfindung zur Rechtfertigung militärischer Absichten wäre? Ein rational denkender Mensch würde sagen: Wenn wir alle unsere Rechte und den Vierten Zusatzartikel zur Verfassung [der die amerikanischen Bürger vor staatlichen Übergriffen schützt] aufgeben müssen und wenn US-Soldaten Kontrollpunkte an den Straßen errichten sollen, dann wäre es doch nur logisch zu erwarten, dass es zumindest Beweise dafür gebe, dass Amerika von Terroristen infiltriert wird, oder? Das heißt, genauer gesagt, Beweise von einer zuverlässigen Quelle, die nicht in der Vergangenheit bei der Verbreitung von Lügen über den Terrorismus ertappt wurde – womit also die Regierung in Washington bereits ausgeschlossen wäre. (kopp-verlag.de)

Kriegsvorbereitungs-Übersicht. Britische Regierung und Israelischer Geheimdienst: “Israel und Syrien klar für Krieg zwischen Mitte Dez. 2011 und Mitte Jan. 2012. Anzeichen auf baldigen Krieg in Nahost mehren sich rapide ... (derhonigmannsagt.wordpress.com)

Ein neuer kalter Krieg in Asien? Obama bedroht China – Das Energie-Kalkül - Gerät die Regierung Obama bei ihrer Chinapolitik direkt vom Regen in die Traufe? In dem Versuch, das Kapitel zweier verheerender Kriege im Mittleren Osten und darüber hinaus zu schließen, hat die amerikanische Regierung möglicherweise einen neuen kalten Krieg in Asien losgetreten – wobei wieder einmal Erdöl als der Schlüssel zur weltweiten Vormachtstellung gesehen wird. (kopp-verlag.de)

Diese grossen Gefahren lauern 2012 - Auch unser Weltraumwetter und Stromausfälle spielen in dieser Studie eine Rolle. (z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.blogspot.com)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)








1 Kommentar:

Maldek hat gesagt…

Und das Sprichwort: "Du hast viele Freunde, solange es dir gutgeht und du hast keine Freunde, wenn du welche brauchst!", ist Realität!


-> Wie passend "Scheinwohlstand" + "Scheinfreunde" = "Der Bauer als Millionär". Zeitlos.