Donnerstag, 22. Dezember 2011

Das war die Bankrotterklärung Europas!

490 Milliarden Euro für die Banken, das war die Bankrotterklärung Europas, die Zündung der grössten Massenvernichtungswaffe, die den Politikern zur Verfügung stand!

Natürlich wird sich die äusserst angespannte Situation der europäischen Banken etwas entspannen - doch die tatsächlichen Probleme sind deswegen nicht gelöst! Denn wirklich verheerend und brutal ist die Tatsache, dass 2008 "nur" einige wenige (aus heutiger Perspektive) Milliarden notwendig waren, die Banken nach dem Lehman & Brothers Debakel zu retten. In nur 3 Jahren hat sich die Summe vervielfacht.

Damit wurde auch den Banken bestätigt, dass gegen ihre Zocker- und Casinopolitik am Finanzmarkt kaum eingeschritten wird. Sie haben demnach neues, extrem billiges Kapital für ihre weitere Spielsucht aufgedrängt bekommen. Man darf jetzt nicht erwarten, dass sie ihre Finanzpolitik ändern werden! Zu verlockend sind die hohen Zinsen am Hochrisikomarkt ... auch wenn viele toxische Papiere, vor allem Bonds, mit hoher Wahrscheinlichkeit wertlos werden ...

Dabei stellt sich naturgemäss die Frage, wie hoch wird der nächste Bankenbailout ausfallen? Nach der gewaltigen Steigerung der Summe in nur 3 Jahren wären wir dann wohl im Billiardenbereich angekommen. Eine unvorstellbare Summe, die aber ebenso notwendig werden wird!

Nein, ich glaube nicht, dass die Banken nun beginnen, mit dem neuen Kapital die toxischen Altlasten abzutragen. Vielmehr benötigen sie die Milliarden als neues Spielkapital im globalen Casinobetrieb! Die Kreditmodalitäten sind: Laufzeit 3 Jahre, verzinsung 1%! Billiger kann geborgtes Geld nicht mehr werden! Ausser die EZB drängt sich mit Minus-Zinsen auf. Wobei bei diesem Wahnsinn ist im Grunde alles möglich!

Die Banken sind wieder einmal gerettet! Fragt sich, für wie lange und wer bezahlt diese Rechnung schlussendlich? Ich habe Angst davor, dass jemand den selben Scheiss erzählt, wie vor einem Jahr unser bereits (glücklicherweise) gegangener Finanzminister Josef Pröll, der unser Milliardenkreditprogramm für Griechenland als "gutes Geschäft" für den Staat bezeichnete. Die gegebenen Kreditmilliarden sich futsch! ... weg! ... in Luft aufgelöst! Kaum Aussicht, dass diese Rettungskredite aus Steuergeldern jemals zurückbezahlt werden können!

Es ist ein gemeinsamer, offensichtlich solidarischer Suizid der europäischen Banken, der da abläuft!

Hätte die EZB bzw. EU nicht zuerst den Finanzmarkt regeln müssen? Neue gesetzliche Richtlinien bezüglich Hochrisikozockerei einführen müssen, bevor sie den Geldregen über die Banken nieder gehen lässt?

Jedes privatwirtschaftliche Unternehmen, das in Schieflage geraten ist und neues Kapital benötigt um weiter geführt zu werden, muss ein umfangreiches, halbwegs realistisches Sanierungskonzept und Unmengen an Sicherheiten vorlegen, bevor wieder neues Geld von Investoren fliesst. Das ist hier offensichtlich bewusst und aus Zeitmangel nicht passiert!

Die Banken können mit den billigen Milliarden schalten und walten, wie sie wollen! Jene Milliarden, die eigentlich gar nicht existieren dürften und somit neu erschaffen wurden. Was dies bedeutet, ist kaum absehbar! 500 Milliarden Euro als zusätzliche, sich im Umlauf befindliche Geldmenge, kann mit hiher Wahrscheinlichkeit die Inflation extrem anheizen! Steht diesem Geldwert kein Mehr an Leistung oder Produktivität gegenüber. Im Gegenteil, die Wirtschaftsleistung ist europaweit am sinken. Dadurch können die Risken für die Gemeinschaftswährung nicht ausser acht gelaasen werden!

Kurzfristig ist, bedingt durch neues, billiges Geld, am Finanzmarkt, an den Börsen mit positiver Entwicklung zu rechnen. Während ich diesen Text schreibe, sind die Börsen im Plus ... aber nicht euphorisch. Aber es kann doch noch zu einer jahresendrallye kommen!

Gerettet sind deswegen die Banken trotzdem nicht! Es ist, so unglaublich es klingen mag, zum einen zu wenig, um die vorhandenen, in den Bilanzen verheimlichten, Verluste auszugleichen und zum anderen der Anreiz, weiterhin auf höchstem Risiko weiter zu zocken!

Schlussendlich wird es Verstaatlichungen geben müssen, wenn diese Milliarden wieder verspielt sind. Zur Kasse gebeten, wird wie immer, der Steuerzahler!

Liebe Freunde, es ist nicht nur die Bankrotterklärung unseres Bankensystems, sondern auch die Tatsache, dass, dass Europas Banken weitgehend bankrott gewesen sind.

Mein Zorn, meine Wut, ist deswegen so hoch, weil jeder Private oder Unternehmer, wenn er einen Kredit beantragt, von der Bank "zerlegt" wird. Doch Banken bekommen astronomische Kredite, obwohl man weiss, dass ihre Bilanzen nur Makulatur sind! Das soll heissen, die tatsächliche finanzielle Situation nicht wieder geben. Vieles, das einen temporär bewertet ist, würde einer näheren Überprüfung standhalten.

Fakt ist, dass einige Banken - die Kanditaten sind hinlänglich bekannt - kurz vor dem Kollaps gestanden sind und sich jetzt für die nächsten Monate mit neuem Geld versorgt haben. Die Probleme sind nicht ansatzweise gelöst worden, was heissen soll, dass wir uns schnell wieder der Situation ausgesetzt werden, dass genau diese Banken wiederum neues Kapital benötigen werden. Ein Teufelskreislauf, der kein Ende finden wird!

Dieser 500 Milliarden-Banken-Bailout ist mit Sicherheit nicht die letzte Rettungsaktion, die notwendig ist. Doch es ist eine finanzielle Massenvernichtungswaffe, die den europäischen Bankensektor im Grunde kompromitiert und wahrscheinlich die Kapitalflucht aus dem Euro beschleunigen wird. Denn es ist, egal wie man es sieht, eine Bankrotterklärung! Und wer vertraut einem bankrotten Bankensystem? ... auf das in nächster Zukunft zusätzliche Probleme zukommen, wie zB. die Osteuropakrise, Staatsbankrotte und Wirtschaftsabschwung (Rezession).

Also ehrlich gesagt, ich möchte jetzt weder Banker noch Politiker sein!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Europa ist völlig bankrott - ... zumindest politisch. Das ist an diesem Mittwoch vor Weihnachten noch einmal überaus deutlich geworden. Nicht, dass es zuvor an Beweisen gefehlt hätte, aber der direkte Zusammenhang zwischen völlig widersprüchlichen Aktionen war selten so deutlich. Die EZB flutet die Geschäftsbanken mit 489 Mrd. Euro Krediten, für drei Jahre, für 1% Zinsen, gegen jede beliebige Sicherheit. Das Geld wandert in den Schlund derer, die diese Krise verursacht haben. Und niemand hat irgendeine Kontrolle, was damit gemacht wird. (markusgaertner.com)

EZB: 500 Milliarden-Bubble - Ein neuer Clou der EZB hat den Kasinos der Welt nur kurz Auftrieb verleihen können. Mit einer bisher einzigartigen Aktion versucht die EZB zum einen, den brachliegenden Interbankenmarkt zu kompensieren, und es wird vermutet, auch den Pleitestaaten für das kommende Jahr dringend benötigte Liquidität zu verschaffen. Zu einem Traumzins von 1 Prozent beschaffen sich die Banken nun den dringend benötigten “Schuss”, doch Grund zur Freude besteht kaum. (iknews.de)

489,2 Mrd. Euro für Europas Banken – die Industriepolitik der EZB - Konzertierte Notenbankenaktion am 15. September, weil Europas Banken die Dollars knapp wurden – konzertierte Notenbankenaktion am 30. November, zwecks Überwindung der Dollarknappheit europäischer Banken – 489,2 Mrd. Euro EZB-3-Jahres-Tender zum Zinssatz von einem Prozent für drei Jahre für europäischen Banken am 21. Dezember, weil Europas Banken im ersten Quartal 2012 insgesamt 220 Mrd. Euro an den Kapitalmärkten neu aufnehmen müssen, die sie dort aber wegen des Vertrauensverlustes schwerlich bekommen werden. (querschuesse.de)

Europas Rettung – Bunga Bunga-Bonds - Wie tief kann man sinken? Als Mensch, als Bank, als Staat? Wird das in Metern gemessen, in Promille, in Bunga Bunga-Parties, in Schmuddelanleihen? (markusgaertner.com)

Das große Zittern vor dem Absturz - Die Bilanzsummen der Megabanken sind oft größer als das Sozialprodukt ihrer Länder. Wenn sie kippen, droht das die Realwirtschaft mit in den Abgrund zu reißen. Die EZB sieht die Gefahr - und reagiert mit einem Geldsegen. (handelsblatt.com)

Saxo Bank erwartet für 2012 europäische Bankfeiertage - Die dänische Saxo Bank erwartet, dass sich die Krise im Jahr 2012 derart zuspitzen wird, dass die europäischen Banken möglicherweise bis zu einer Woche an „Bankfeiertagen“ einschieben muss. Nur so werde es gelingen, einen massiven Bank-Run zu verhindern. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Das passiert, wenn der Euro zerbricht - Eine Rückkehr zu den alten Währungen würde Europa ins größte wirtschaftliche Chaos seit dem Krieg stürzen, warnt der Chefökonom des Bankkonzerns ING. (kurier.at)

Mitte 2012 droht eine Pleitewelle - Die Rezession frisst die Finanzreserven vieler Schweizer Firmen auf. Bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2012 werden Firmenkonkurse deshalb stark zunehmen. Vor allem Gast- und Baugewerbe stehen unter Druck. (bernerzeitung.ch)

Junge Menschen flüchten aus Europa - "Europa droht eine verlorene Generation": Mit drastischen Worten warnt die EU-Kommission vor steigender Jugendarbeitslosigkeit. Bereits jeder Fünfte unter 25 Jahren findet keinen Job, viele wandern aus - manch einer sogar nach Angola oder Mosambik. (spiegel.de)

Experte warnt vor sozialen Unruhen im Ruhrgebiet - In Deutschland gelten rund zwölf Millionen Menschen als armutsgefährdet. Tief im Westen ist die Lage angeblich explosiv. Das Ruhrgebiet sei ein "kochender Kessel". (welt.de)

In der Schweiz tickt eine Zeitbombe - Die drastisch aufgeblähte Geldmenge bedroht den Hort der Stabilität: Zwar wurde die Aufwertung des Frankens erfolgreich gestoppt, doch dafür hat sich die Geldmenge in kurzer Zeit verfünffacht. Im schlimmsten Fall könnte der Schweizerischen Nationalbank der Bankrott drohen. (handelszeitung.ch)

Italien druckt Geld für seine eigenen Banken (yahoo.com)

Osteuropa droht Bankenkrise - Osteuropas Banken geraten durch den Rückzug westlicher Banken unter Druck. Morgan Stanley empfiehlt den betroffenen Staaten, sich rechtzeitig nach Rettern umzusehen. Offenbar sind außer Tschechien alle Staaten betroffen. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

S&P senkt Bonität Ungarns - Als Grund nennt die Ratingagentur eine unsichere politische Entwicklung. Auch hätten sich die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtert. (kurier.at)

Chinas Monsterblase: Wirtschaftszusammenbruch beschleunigt sich - Gordon Chang, Autor des Buchs „Der kommende Kollaps Chinas“ und regelmäßiger Autor bei Forbes.com, wurde am Montag von Yahoo Daily Ticker interviewt, wobei er zu der Feststellung gelangte: „Wenn man sich alle Indikatoren [Chinas] anschaut, dann weisen sie allesamt nach unten.“
Zu diesen Wirtschaftsindikatoren gehören der Stromverbrauch (Seitwärtsbewegung), Autoverkäufe (Seitwärtsbewegung), Immobilienpreise (einbrechend) und Industrieaufträge (fallend). Und auf die Chinesen kommt noch mehr zu – und zwar sehr viel mehr. (propagandafront.de)

Chinas verborgener Riesenschuldenberg - Böses Erwachen: China, der vermeintliche Retter für Europas Schuldenstaaten, hat in seinen Provinzen selbst einen riesenhaften Schuldenturm aufgestapelt. Jetzt muss die Zentralregierung eingreifen, um eine Kernschmelze im eigenen Hinterland zu verhindern. Für Europa könnte kein Geld übrig bleiben. (manager-magazin.de)

USA durchbrechen 100%-Marke bei der Verschuldung - Die amerikanische Staatsverschuldung hat einen historischen Höchststand erreicht: Erstmals sind Bruttoinlandsprodukt und Staatsverschuldung gleich groß. Weil die US-Wirtschaft kaum noch wächst ist das ein Problem. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

US General: Millitär für Schlag gegen Iran bereit - Im Interview mit CNN hat Martin Dempsey ausdrücklich gewarnt, dass man seitens der USA für einen Angriff auf den Iran bereit sei. Er führte aus, dass man an einem Punkt ist, wo ein militärischer Einsatz gegen den Iran absolut realistisch sei. Martin Dempsey ist Vorsitzender der Joint Chiefs of Staff und damit der ranghöchste Militär des Landes. Leichtfertig dürfte Dempsey eine solche Drohung kaum aussprechen. (iknews.de)

Fehler der Wissenschaft führten zu falschen Erkenntnissen! Warum Newtons und Einsteins Gravitationsgesetze nicht stimmen können! Nichts ist wie es scheint! (bergedorfer-zeitung.de)

Politische Peinlichkeiten: Die Ausrutscher des Jahres (diepresse.com)

Satire: Weltsensation: Dr. Draghi entwickelt ultimatives Krebsheilmittel (qpress.de)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)








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