Montag, 19. Dezember 2011

Banken: Halblegale Geschäfte in einer Grauzone

Heute beginnt mein Artikel etwas anders als sonst immer. Ich fordere dich, lieber Freund auf, zuerst den Link im Anschluss anzuklicken und "Schattenbanken: Das nächste Pyramidenspiel" bei der österreichischen Tageszeitung "Die Presse" zu lesen ...



Schattenbanken: Das nächste Pyramidenspiel - In der unregulierten und undurchsichtigen Welt der Schattenbanken lauert ein bisher unbekanntes Monster: Die exotischen "Mehrfachhypotheken" versprechen schnelles Geld. Aber jetzt droht die Pyramide einzustürzen. (diepresse.com)



So, bist du erstaunt? ... oder wütend? ... oder hast dies gewusst, besser geahnt? Schön langsam, aber doch sicher, kommen die Praktiken der grossen Banken in der weltweiten Finanzzockerei ans Tageslicht! Und das liest sich wie ein Krimi!

Andererseits versuchen - zumindest nach offizieller Darstellung und Argumentation - die Politiker die Überwachungs- und Kontrollmechanismen gegen uns in nicht mehr tragbarer Weise, weit in die Privatspäre hinein, auszuweiten. Alles wird kontrolliert, protokolliert, abgespeichert ... im Kampf gegen den Terrorismus, die organiserte Kriminalität, Kinderpornografie und Steuerhinterziehung bzw. Geldwäsche. Teilweise sind die Mittel und Werkzeuge schon skurill und bizarr. So muss ich, wenn ich eine Barüberweisung für das Schulgeld meiner Tochter an die am Zahlschein genauestens definierte Adresse und Anschrift der Schule meine persönlichen Daten bekanntgeben oder mich ausweisen! Die 52,- €uro pro Monat könnten ja eine terroristische Organisation unterstützen oder wenn Schwarzgeld, dadurch weiss gewaschen werden!

Liest man allerdings, dass die Finanzwelt abseits jeglicher Legalität eine Schattenwelt aufgebaut hat und tun und lassen kann, was sie will! Geht´s in diesem Staat nicht, dann eben wo anders. Tochter- und Subfirmen werden oft nur für einem Millionentransfer gegründet und gleich wieder liquidiert. Ein unüberschaubares Netz an Briefkasten- und Offshorefirmen, mit einem riesigen Heer gefinkelter Juristen und Anwälten im Schlepptau verschiebt und transferiert Gelder und Papiere in Billionenhöhe (!!!) rund um den Globus um ja alles zu verschleiern und zu verdecken. Halblegale Geschäfte in einer nicht zu definierenden Grauzone.

Wir kennen die grössten Banken, die sich selbst als seriös und erhaben von jedem Makel präsentieren. Aber wir kennen nicht die "Schattenbanken", über die die nicht mehr so seriösen, die juridisch bedenklichen Geschäfte laufen. Diese Welt ist voll digitalisiert. Es werden, nicht so wie bei der herkömmlichen Geldwäsche oder Steuerhinterziehung, die Geldbündel im Aktenkoffer herumgereicht (das machen nur noch die Kriminellen des alten Schlages ;-). Es sind die Menschen an den Tatsuren diverser Computer und Netzwerke ... binnen Minuten war das Geld auf allen Kontinenten und daher kaum noch nachvollziehbar!

Und es wird gehebelt! Jeder Wert und jede Schuld wird am Papier (und nur am Papier!) vervielfacht! ... und weiterverkauft, solange nur ein Gewinn möglich ist. Durch diese Hebelungen ist es Banken möglich, mit relativ wenig Eigenkapital enorme Geldmengen zu bewegen. Denken wir daran, jeder Kredit einer Bank muss nur zu wenigen Prozenten tatsächlich vorhander Geldsumme (Eigenkapital) gedeckt sein. Somit wird der erste Hebel eingesetzt und das tatsächliche Kapital vervielfacht. Danach gehen Banken uU. her und verkaufen die Schuld bzw. die Sicherheiten weiter. Oft sogar an mehrere Interessierte. Also wird die Kreditsumme nochmals gehebelt bzw. vervielfacht. Und so entsteht aus einem - angenommen - kleinen Kredit für ein Haus, von rund 200.000 €uro oder $ollar ein Papierwert der das Zigfache ausmacht! Bei einem realen Einsatz der Bank von wenigen tausend €uro oder $ollar ... Nun sind einige Millionen bei vielen Banken unterwegs!

Eine gängige Praxis, die allerdings moralisch, ethnisch und juristisch äusserst bedenklich ist! Aber trotzdem in einer legalen Grauzone abläuft! ... wenn überhaupt!

Nun drei Tatsachen, die dadurch verständlicher werden oder dies untermauern:

David Cameron ist mehr oder weniger gezwungen, von all den möglicherweise zu beschliessenden Regelungen und Gesetzkonvoluten im EU- und Euroraum Abstand zu nehmen und "sein" Grossbritannien, nein, im Grunde sein England ... auch nicht, nur die City of London, einem mächtigen und absolut korrupten Staat im Staat, nicht zu beschneiden oder zu regeln. Denn der Finanzplatz London, oder besser die CoL (City of London) ist der gesetzlich am wenigsten geregelte Finanzplatz der Welt - darum auch so begehrt. Die Banker haben Macht und nutzen diese auch aus! Hätte Cameron am Finanzgipfel den Vorschlägen der EU bzw. Eurozone zugestimmt, wäre er, wieder auf der Insel angekommen, wahrscheinlich gevierteilt, gepfählt und gerädert worden (... bis dass der Tod eintritt ;-) Die CoL wird sich, solange dieses System nicht zusammenbricht, gegen jede Einmischung, Regelung oder Restriktion von aussen wehren, wehren mit allen Mitteln!

Bei MF Global wurde bei der Pleite ersichtlich, wie Geld (oder Werte) im eigenen Netzwerk verschwinden können. Jon Corzine, der CEO von MF Global, weiss kann heute keine Angaben machen, wohin das Geld verschwunden ist! Sechs Milliarden an Kundengeldern sind bei zwielichtigen Wetten und Zockereien einfach verschwunden. Wie beim Glücksspiel, wo der Spieler bei jedem Spiel setzt, mal verliert, mal gewinnt, aber schlussendlich in der Nacht ohne Geld nach Hause geht!

Dass Griechenland pleite ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr! Trotzdem die Helenen nur 1% der gesamteuropäischen Wirtschaftsleistung bringen, ist es unverständlicherweise nicht möglich, sie durch eine gemeinschaftliche Rettungszahlung zu sanieren. Natürlich hat dies mehrere Gründe. Aber ein gewichtiger ist der, dass die Schulden Griechenlands und deren Rückzahlungsausfallsversicherungen (CDS) gehebelt wurden. Viele Milliarden wurden dadurch verzigfacht! Und dadurch stand plötzlich nicht nur Griechenland als Pleitekanditat da, sondern auch die gesamte gierige Bankenlandschaft Europas! Durch die hohen Zinsen waren griechische Papiere "echte Renner" ... nahm man doch an, dass diese Schulden von der EU bezahlt werden würden. Doch aus den anfänglich 8 Milliarden wurden 12, dann über 80, später über 100 und jetzt weit über 200 Milliarden. Sollte dieser Betrag nicht finanziert werden können, ist nicht nur Griechenland pleite ... dann kollabiert das gesamteuropäische Bankensystem!

Lieber Freund, jede Sauerei kommt irgendwann ans Tageslicht. Spätestens dann, so wie im Fall dieses Schattenbankensystems, wenn durch den Fall einer grossen und systemrelevanten Bank ein Dominoeffekt einsetzt, der alle anderen Banken ebenso in den Abgrund reisst! Dann ist es mit Sicherheit zu spät, aber das wütende Volk, mit dessen Vermögen gezockt wurde, wird sich um die Banker kümmern. Und zu diesem Zeitpunkt, möchte ich kein Banker sein oder jemals gewesen sein!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Bild der Woche (gefunden im spiegel.de):





Medienschau:



EU will zwischenstaatliche Verträge außer Kraft setzen - Die EU-Kommission arbeitet mit Hochdruck auf der Abschaffung von zwischenstaatlichen Verträgen bei Investitionen in einem anderen Land. Diese zentralistische Tendenz stellt das gegenwärtige Völkerrecht in Frage. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Dirk Müller: Narrenschiff Europa und Kurs auf Iran-Krieg - Herzlich willkommen auf dem Narrenschiff, von dem Reinhard Mey gesungen hat. „Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken, und der Maschinist in dumpfe Liturgie versunken, die Mannschaft: lauter meineidige Halunken, der Funker zu feig‘, um SOS zu funken. Klabautermann führt das Narrenschiff, volle Fahrt voraus und Kurs aufs Riff!“ (juergenelsaesser.wordpress.com)

Vulkan Europa kurz vor dem Ausbruch - Michael Schlecht, Chefökonom der Bundestagsfraktion "Die Linke", analysierte jüngst im Haus der Jugend die Ursachen der aktuellen Finanzkrise. (swp.de)

Die Krise gerät außer Kontrolle - Die Krise verselbständigt sich. Während die Beteiligten noch vor Wochen auf eine Lösung der Krise durch Merkel und Sarkozy im Rahmen eines EU-Gipfels gehofft hatten, wartet man nun auf ein Zeichen des Marktes, wie es nun weitergeht. Die Steuerungsfunktion ist nicht mehr bei der Politik, sondern man wartet wie das Kaninchen vor der Schlange auf das nächste Ereignis. Die Zügel sind nicht mehr in der Hand eines Lenkers, sondern ein Ereignis löst eine Folgereaktion aus. Die Krise ist außer Kontrolle. (start-trading.de)

Rettung Europas kostet mehr als 1 Trillion Euro - Der Leiter des EFSF (ESM) hat gewarnt, dass die Rettung der maroden Länder der Eurozone mehr als eine Trillion Euro – einschließlich der bereits ausgegebenen Summe – kosten werde. (irib.ir)

Ende, Aus, Neustart - Das herrschende neoklassische Wirtschaftsdogma ignoriert in seinen Modellen die Kreditgeldschöpfung durch die Banken. Die Lösungsvorschläge der „Experten“ sind darum alle zum Scheitern verurteilt und die Politik schlecht beraten. Steve Keen, Wirtschaftsprofessor aus Australien, schlägt für die Schuldkrise folgende radikale Lösung vor: Schuldabschreibung, Bankrott der Banken, Verstaatlichung der Geldschöpfung, Neustart. (mmnews.de)

„Staaten sind die gefährlicheren Schuldner“ - Der hälftige Schuldenschnitt für Griechenland hat die Anleger verunsichert, sagt Stefan Homburg. Im Interview erklärt der Finanzprofessor, warum Staaten mehr noch als Private unsichere Schuldner sind. (handelsblatt.com)

Europas Macht im Welthandel versickert - Gefährliche Folgen der Euro-Krise: Europas Direktinvestitionen in die globalen Wachstumsmärkte sinken. Viele Euroland-Banken ziehen sich aus Osteuropa zurück. Börsendebüts werden abgeblasen. So droht Europa von den Kraftfeldern der globalen Konjunktur abgekoppelt zu werden - mit Folgen. (manager-magazin.de)

GEAB N°60 ist angekommen! Umfassende weltweite Krise – USA 2012/2016 : Ein zahlungsunfähiges und unregierbares Land. (leap2020.eu)

In Osteuropa schlägt die Krisenangst in Panik um - Bank-Run in Lettland, Rezession in Ungarn: Während Westeuropa mit sich selbst beschäftigt ist, verschärft sich die Schuldenkrise im Osten. (welt.de)

Spanien: Zahlreichen Regionen droht akute Liquiditätskrise - In Spanien können viele Regionen ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Der durchschnittliche Zahlungsverzug beträgt 157 Tage. Den öffentlichen Krankenhäusern droht ein Lieferstopp von Medikamenten. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Saab bestätigt Gang in die Insolvenz (diepresse.com)

USA: Bankensterben geht weiter - Bereits 92 Institute mussten in diesem Jahr schließen (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

MF Global und das Systemrisiko - Barry Ritholtz – THE BIG PICTURE – ist für mich einer der besten Blogger in den USA. Am Wochenende hat er eine Analyse der MF Global-Pleite in der Washington Post veröffentlicht. Das Stück liest sich wie ein Abgrund aus politischer Korruption, fanatischer Risikobereitschaft und dem Primat kurzfristiger Gewinne vor dem Überleben eines ganzen Unternehmens. (markusgaertner.com)

Kim Jong-il ist tot - Sohn wird "großer Nachfolger" - Nordkoreas Diktator ist an einem Herzinfarkt gestorben. Sein jüngster Sohn Kim Jong-un erbt die Macht. Das Militär soll eine Kurzstreckenrakete getestet haben. (diepresse.com)

USA hinterlassen im Irak einen Scherbenhaufen - Gerade hat die US-Regierung das Ende des Einsatzes verkündet, verstärken sich auch schon die Rivalitäten zwischen Schiiten und Sunniten. (heise.de)

Todmorden - eine Stadt dich sich selbstversorgt - Leute, jeder der Einblick in das Finanzsystem hat weiss, die Gemeinschaftswährung jetzt noch zu retten ist fast unmöglich. Der Euro-Zug fährt immer schneller ins Verderben und wird bald entgleisen. Die Vereinbarung der 26 EU-Länder, die Merkel durchgedrückt hat, bringt nichts. Deshalb muss man sich spätestens jetzt auf schwere Zeiten vorbereiten. Am besten in einer Gemeinschaft. Deshalb möchte ich euch folgendes Beispiel zeigen, eine Stadt in England, die sich bei der Lebensmittelversorgung völlig autark gemacht hat. Im Notfall ist Nahrung das wichtigste. (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Selbstversorgung aus dem Garten: Bauen Sie sich Ihre ganz private Arche Noah! - Wir leben in einer Zeit der großen Krisen. Die Weltwirtschaft ist am Boden, das Vertrauen in die Finanzwelt ist erschüttert, die Ersparnisse sind nicht mehr sicher, der Arbeitsmarkt verschlechtert sich zusehends. Die Polizei befürchtet in deutschen Städten Unruhen und bürgerkriegsähnliche Zustände. Politiker agieren immer hilfloser angesichts der zunehmenden Probleme. Immer mehr Menschen hegen Zukunfts- und Existenzängste. Nehmen Sie die Sache in Ihre eigenen Hände: Versorgen Sie sich selbst, machen Sie sich unabhängig, leben Sie autark! (kopp-verlag.de)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)








1 Kommentar:

Der Nordländer hat gesagt…

Ja so ist es, die CoL sieht selbst ihre so sicher geglaubten Felle wegschwimmen quasi untergehen, es sollten doch Bitte schön zuerst die €uropäer sein und dann evt. die Amerikaner. Es ist alles ein bischen verwirrend auf den ersten Blick.

Man sollte aber nicht vergessen das es im Kapitalismus ein universales Gesetz gibt das IMMER gilt, das heist Konkurenz gegen jeden und alles. All die Organisationen sprich NGO,s Regierungen, Bündnisse etc. funktionieren nur wenn jemand mit äusserst "starker Hand" sie zusammen hält. Wenn diese Hand anfängt zu zittern und mal ein wenig locker lässt dann bricht alles auseinander.
Die CoL die Roth,,, und Rocks,, die JP,s und alle anderen goldenen Säcke ;-) und der Vatik,, gehören dazu. Was wir sehen ist der Zerfall dieser Starken Hand was sie nicht zulassen wollen, Panik herrscht. Ein Krieg wird das richten, es ist ihre letzte Chance.

Es geht nicht darum aus einem Krieg gestärkt hervorzutreten sondern ihn zu überleben, halt eine Welt ohne Konkurenten zu erschaffen wie auch immer sie aussieht,, dann. Dieses ganze Ponzi spiel mit den CDS etc. und den Schattenbanken ist Ausdruck dessen sich von der Konkurenz abzusetzen mit mmehr Geld und mehr Macht, nunmehr machen sie das alle ungehemmt da sie sonst untergehen,, rein finanziell.

Der Kapitalismus zerstört sich selbst, bis zu dem Punkt wo es nur eine "FIRMA" ( NWO ) gibt die keine Konkurenz mehr zu fürchten hat. Dieser Punkt soll erreicht werden mit allen Mitteln.
Aber lassen sich das die anderen etwas schwächeren Kapitalisten gefallen, so einfach ausgelöscht zu werden, was denkt ihr ?

Und jetzt stellt euch die Frage wird es zum Krieg kommen, die logik sagt JA.

Wie das alles endet lest in der Offenbarung.

mfg