Donnerstag, 8. September 2011

Was nicht in der Zeitung steht, ist nicht passiert!

Die Kleine Zeitung, eine österreichische Regionaltageszeitung für die Steiermark und Kärnten, hat zur Zeit eine Plakatkampagne laufen, deren Slogan wirklich kreativ ist: "Was nicht in der Kleinen steht, ist nicht passiert!" ... Bezeichnend für eine selbstherrliche, ignorante und manipulierende Branche!

Demnach dürfte nicht viel passieren, oder? Die schwere Krise, in der wir uns befinden, gibt es nur als schwaches Kriserl und wird weiter kaum wichtig sein. Auch den Euro scheint es noch unendlich lang zu geben, Politiker sind seriöse, kompetente und ehrenwerte Zeitgenossen, die die Lage vollkommen unter Kontrolle haben. Die Klimaerwärmung ist menschengemacht und schuld an fast allen aussertürlichen Dingen, Atomkraft ist sicher, ausser wenn zufällig einmal ein Unfall passiert, Renten sind bis zum St. Nimmerleinstag abgesichert, und, und, und ein Arbeiter hat sich beim einem kleinen Arbeitsunfall die Hand gebrochen ...

Im Grunde eine heile Welt, die uns in den Zeitungen präsentiert wird. So, als gäbe es all das Ungemach, das jetzt schon sichtlich auf uns einbrechen wird, nicht.

Gestern traf ich einen Bekannten, der bei oben genannter Zeitung als Redakteur arbeitet. Wir gehen auf einen längeren Kaffee ;-) Ich fragte ihn, warum derart einseitig berichtet wird: "Wir haben Direktiven, an die müssen wir uns halten. Die meisten Meldungen bekommen wir von Presseagenturen und Pressestellen (zB. Polizei bzw. Innenministerium). Zeit für eigene Recherchen und Kommentare haben wir nicht, Deshalb übernehmen wir diese fast 1:1. Nur eigene Projekte, wie der angesprochene Blumenschmuckwettbewerb, Sport, Society- und Eventberichterstattung und regionale Kultur und Kulinarium werden unterstützt. Alles andere bleibt draussen. Kommentare und Kolumnen sind kurz und bündig gehalten und meist auch nicht investigativ. Es ist halt ein Job, ich muss mich daran halten. Interessen potentieller und existenter Kunden sollten eingehalten werden, schliesslich wird das Medium dadurch finanziert - ausser es passiert etwas grösseres. Aber das ist Business!"

Mein Einwand, dass so "Kleinigkeiten" wie ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus), die drohende Bankenkrise 2.0, die Unfähigkeit und offensichtliche Ahnungslosigkeit der Politik, etc. es durchaus wert wären darüber zu schreiben und eigentlich die Pflicht bestünde, die Leser zu informieren und auch vor gewissen Entwicklungen zu warnen. "Laut Chefredaktion besteht nicht die Notwendigkeit dazu!" Halt, um über ESM zu schreiben und die Leute davor zu warnen, dass die Demokratie nach Unterzeichnung des Vertrages hinter uns liegt, ist keine Notwendigkeit seriöser und unabhängiger Information? Dass sich Bauarbeiter Ferdinand H. beim Zwetschkenpflücken die Hand gebrochen hat und ins Spital eingeliefert wurde schon? Wie gross hatte man den Auspruch unseres Finanzministers gebracht, als er arrogant erklärte, die Griechenlandmilliarden sind ein Supergeschäft für unseren Staat, weil wir soviel Zinsen bekämen. Nicht wird dagegen geschrieben, dass Griechenland unfähig sein wird, diese Zinsen und den Kredit zurückzubezahlen. Na ja, es war auch nicht unser Geld, sondern ein Kredit, den sich der Staat aufgenommen hat ...

Warum sind die Medien nicht ehrlich zu uns? Selbst Horrornachrichten - sofern sie keine Naturkatastrophen behandeln - sind meist ein wenig rosarot (optimistisch) eingefärbt. Über diverse existenzbedrohende Entwicklungen, wie im Mai 2010, als unser System kurzfristig zu kollabieren drohte, las man erst Monate später ... und auch nur abgeschwächt!

Ich glaube die Argumentation nicht, wenn gesagt wird, wir wollen keine Panik auslösen. Denn andererseits beteuert man immer, der Leser sei mündig! Mündig für was? Um zu lesen, wie der Blumenschmuckwettbewerb ausgegangen ist, begleitet wunderschön gestellte Bilder mit Gewinner, Regionalpolitiker und Urkunden ...

Es ist Manipulation im höchsten Masse! Auch gestern bzw. heute wurde natürlich von Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichtes berichtet - doch nicht über Hintergründe und die tatsächlichen Auswirkungen. Eine langweilige Gerichtsgeschichte, die aber in Wirklichkeit eine echte Story mit viel Information und Brisanz sein könnte.

Es ist höchste Zeit, wem nicht die Verletzung eines Arbeiters, ein Unfall auf der Autobahn und der Blumenschmuckwettbewerb interessiert, diese Medien einfach nicht mehr zu Konsumieren. Denn eines tun sie sicher (absichtlich), die Wirklichkeit verzerrt und subjektiv zu zeigen, die Politiker immer noch als kompetente Powerleute hinzustellen, das Kriserl als bald überwunden zu beschreiben und den Euro als immerwährend und das Beste, das uns nur passieren konnte. Dazwischen Diätvorschläge, Modetipps, Societyberichterstattung und die Kritiken der neuesten Filme ...

Klar, muss auch sein, der Leser muss unterhalten und animiert werden. Aber den Ernst der derzeitigen Situation zu verschweigen oder zu ignorieren, ist krass. Was werden sie sagen, die Herren und Damen Chefredakteure, wenn es urplötzlich ernst wird? So wie die Politiker, deren Antwort ich heute schon kenne: "Diese Entwicklung konnte nicht erkannt werden, es ging alles viel zu schnell!" Doch dann wird man ihnen, den Medien, genau soviel Vertrauen entgegenbringen, wie den realitätsfremden Politikern - nämlich keines mehr!

Es steht, nicht nur durch den geplanten ESM-Vertrag, unser aller Vermögen und Existenz auf dem Spiel. Demzufolge machen sich die Medien mitschuldig, vor allem am Verschwinden von Demokratie, Freiheit und Wohlstand!



Der Supergau der Medien - Das brisante Video zu dem Eurorettungsvertragsentwurf wurde hier ja schon mehrfach angesprochen. Aber dieses Video zeigt noch eine andere Entwicklung auf, die für uns alle mehr als bedrohlich ist: Das vollständige Versagen unserer Medienlandschaft. (dasgelbeforum.de.org)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Die Bühne für das große Finale wird aufgebaut - Ist es nur eine verschobene Wahrnehmung oder hat sich die Fahrt in Richtung diverser Katastrophenszenarien tatsächlich beschleunigt? Wenn Politik, Medien und Wissenschaft vollumfänglich abwiegeln und beschwichtigen, dann wird ein jeder mit einem Rest an gesundem Menschenverstand hellhörig werden und das Gegenteil des Behaupteten annehmen. Fliegt uns demnächst sprichwörtlich die gesamte Erde um die Ohren? (wahrheiten.org)

Europas Finanzsystem ist am Ende … und die europäischen Elitisten sind sich im Klaren darüber - 20 Zitate, die beweisen, dass sich die europäischen Führer im Klaren darüber sind, dass das europäische Finanzsystem am Ende ist. (propagandafront.de)

Das Pendel schlägt um - Die Revolution gegen die mächtige Finanzwirtschaft hat begonnen: Heimlich, still und leise. Zumindest verglichen mit dem, was die meisten von uns erwartet hatten: Familienväter mit Heugabeln vor der EZB, Eier werfende Mittelständler am Kanzleramt, deutsche, spanische, griechische und italienische Indignados vereint auf den Marktplätzen ihrer Hauptstädte. (markusgaertner.com)

Niederlage schreckt zornige Euro-Gegner nicht - "Auf Wiedersehen. Hier in Karlsruhe": Dreimal zogen sie gegen die Gemeinschaftswährung, dreimal holten sie sich eine Abfuhr. Doch der harte Kern der Euro-Gegner will weiter klagen. (ftd.de)

Das Euro-Urteil – Eine Bankrotterklärung des Rechtsstaats - Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat die Klagen gegen das Euro-Rettungspaket abgewiesen. Eine epochale Entscheidung, für Europa und für Deutschland. Dabei kann es jetzt nicht um eine Detailkritik des Urteils gehen, noch sind nicht alle Einzelheiten bekannt. Wichtig ist letztlich aber ohnehin nur die Tatsache der Abweisung der Klage. Auch wenn der Bundestag mehr Kontrollrechte bekommen soll, die Merkel-Regierung hat damit freie Bahn ihren Kurs in Europa weiterzuverfolgen und sie wird das tun, unter Ausschöpfung aller rechtlich dehnbaren Spielräume. Dafür bürgt schon Ober-Europäer Wolfgang Schäuble, der wohl den Ehrgeiz hat, als der letzte deutsche Finanzminister mit echten Kompetenzen in die Geschichte einzugehen. Die Rutschbahn in Richtung Transferunion steht und am Ende entsteht eine omnipräsente Europa-Finanz-Zentrale in Gestalt des permanenten Rettungsfonds ESM. Mit seinen Krisen-Sonderrechten wird er die Finanzen Europa immer mehr dominieren. (theintelligence.de)

Stopp ESM - Der ESM bedeutet nichts anderes als die totale Selbstaufgabe der nationalen Souveränität und die völlige Aufgabe von demokraitschen Rechten. Die Konsequenzen und die Tragweite dieses Vertrages ist den meisten Menschen offenbar immer noch nicht bewusst. Die Medien schweigen. (mmnews.de)

New York Times sieht Bankrun kommen in Deutschland weil Anleger Angst um ihr Geld auf Banken haben - Die New York Times schreibt Banken in Europa hätten schon Probleme täglich das notwendige Geld zusammenzukratzen. Darum leihen sie sich untereinander kaum noch Geld. Sie fürchtet sich davor, dass Kunden das merken. Weil die Kunden dann ihr angelegtes Geld von Banken abziehen. (astrologieklassisch.wordpress.com)

EUR/CHF – Startschuss für einen Franken-Crash? Guten Tag liebe Leser, gestern hat die Schweizer Nationalbank SNB bekannt gegeben, dass sie ab sofort keinen Euro-Franken-Kurs unterhalb von 1,20 dulden wird. Sogleich gab der Franken gegenüber dem Euro im Rahmen eines historischen Kurssprungs nach dieser Aussage innerhalb weniger Stunden um über 8 % nach. Die vor Kurzem noch drohende Parität zwischen Euro und Franken ist damit wohl nun vorerst vom Tisch. Was sagt denn jetzt ergänzend die Charttechnik zu der ganzen Geschichte? (wirtschaftsfacts.de)

Italien braucht dringend Geld - Die Schuldenkrise, oder treffender: der Schuldenkrimi, lässt die Beobachter nicht zur Ruhe kommen. Überall brennt es auf der Welt und eine Rettung aus der Verschuldungsproblematik ist nicht in Sicht. Besonderes Augenmerk wird auf die großen EU-Länder wie Spanien und Italien gerichtet. Diese dürfen auf keinen Fall einen Anschein ... (start-trading.de)

Die Zahlen sind nicht schwarz genug - Harte Worte aus Washington: Der internationale Währungsfonds (IWF) fordert von Österreich ehrgeizigere Maßnahmen zur Schuldenreduzierung. Die momentanen Pläne seien "kaum ausreichend" um der Neuverschuldung Herr zu werden. (kleinezeitung.at)

Die wettbewerbsfähigsten Länder weltweit - Das World Economic Forum misst jedes Jahr die Wettbewerbsfähigkeit der Länder. An der Spitze ein Land, das sich wegen der Stärke ihre Währung Sorgen macht. DiePresse.com zeigt Ihnen auch die Veränderungen zum Vorjahr. (diepresse.com)

Die 13 Zeichen für das Ende - Glauben Sie, dass im Jahre 2012 die Welt untergehen wird? Natürlich nicht. Sie sind schließlich ein vernünftiger und pragmatischer Mensch. Was jedoch wird Ihrer Meinung nach wohl die Konsequenz der folgenden 13 Probleme sein? (zentrum-der-gesundheit.de)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)




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