Freitag, 23. September 2011

Neue Währung?

Die Eurozone ist am zerbrechen! Jetzt wird in diversen Wirtschafts- und Finanzmagazinen offen über eine möglicherweise heuer noch stattfindende Währungsreform geschrieben. Bisher wurde dieser Möglichkeit eines Austritts aus der Eurozone als (fast) unmöglich gehalten, nun haben sich offenbar die Ansichten darüber grundlegend geändert. Manche fordern diese sogar, weil sie die einzige Möglichkeit ist, nicht gemeinsam unterzugehen.

Als Kanditaten für eine Währungsreform werden neben Deutschland auch Finnland, die Niederlande und Österreich genannt. Wobei Österreich möglicherweise nicht dabei sein wird oder kann, falls die Probleme unserer Banken mit Ungarn demnächst akut werden könnten. Laut einem Artikel des Börse-Express (Link in der Medienschau) kann die österreichische Raiffeisen kein Geld mehr am internationalen Finanzmarkt aufnehmen. Ausserdem prüft die österreichische Bundesregierung derzeit die Möglichkeiten, die Bank Austria aus der Unicredit herauszukaufen. Die italienische Unicredit steht, Insidergerüchten zufolge, kurz vor der Zahlungsunfähigkeit und muss gerettet werden ... neben anderen europäischen Grossbanken. Ungarn bringt bekanntlich ein Gesetz heraus, dass die Verluste der Fremdwährungskredite, vor allem schweizer Franken Kredite, von den Banken getragen werden müssen. Ein Milliardenverlust für österreichische Banken könnte oder wird entstehen. Nachdem die Eigenkapitalisierung der österreichischen Banken nicht besonders hoch ist, können insgesamte Kreditausfälle von über 4% (!!!) die Zahlungsunfähigkeit bedeuten. Dieses Szenario, das immer wahrscheinlicher wird, könnte dem Staat Österreich sehr, sehr viel Geld kosten, weswegen Ratingagenturen Österreich unter Beobachtung gestellt haben ... Möglicherweise werden die PIIGS-Staaten unbenannt in PIIGSÖF-Staaten - Österreich und Frankreich werden bei den Pleitekanditaten willkommen geheissen ...

Bleiben demnach nur drei Staaten für eine mögliche Währungsreform über. Grundsätzlich muss man aber die Frage stellen, dürfen die das überhaupt? Bei Finnland und die Niederlande kann diese Frage mit "Ja!" beantwortet werden, denn sie sind souveräne, freie Staaten, die auch ohne grössere Probleme aus dem Euroverbund austreten und wieder eine eigene Währung einführen können! Bei Deutschland sieht die Sache allerdings anders aus, denn Deutschland ist nach wie vor kein souveräner Staat. Die Besatzungsmächte USA, Grossbritannien und Frankreich haben nicht nur mitzureden, sie entscheiden über derart wichtige und einschneidende Dinge in Deutschland - nicht das schwarz/gelbe Regierungsgespann.

Unter der Kanzlerschaft Helmut Kohls fand die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten, der Bundesrepublik Deutschland und der Demokratischen Deutschen Republik statt. Dies war allerdings nur möglich, wenn Deutschland ihre harte und stabile Währung aufgeben und der noch in Planung befindlichen Gemeinschaftswährung Euro betreten würde. Damit untergrub man bewusst die hohe wirtschaftliche Stabilität Deutschlands zu Gunsten jener Staaten, die seit Jahrzehnten grössere wirtschaftliche und währungspolitische Probleme hatten ... und auch heute wieder haben.

Deutschland wurde viel Wind aus den Segeln genommen! Die wirklichen Profiteure sassen in London (Grossbritannien ist nicht im Euroverbund) und Washington. Nur durch den Beitritt Deutschlands zum Euro und damit der Wegfall der Deutschen Mark konnten sich das britische Pfund und der US-Dollar bis 2008 retten. Dann begann allerdings auch in diesen zwei Währungen der Zerfall, der absehbar war! Denn die exzessive Schuldenpolitik ist nicht eine Erfindung der letzten Jahre, sondern wurde schon jahrzehntelang praktiziert. Nur die Auswirkungen sind erst nach 2008 für alle sichtbar geworden!

Über die Auswirkungen einer Neueinführung der Deutschen Mark oder Deutsch Mark II gehen die Meinungen auseinander. Dass diese Währung wieder, so wie früher, eine harte, stabile Währung sein könnte, ist wahrscheinlich. Und gerade deshalb wäre eine harte, stabile Deutsche Mark eine grosse Gefahr für die britische und amerikanische Währung. Nicht zuletzt auch für Frankreich, die ebenfalls möglicherweise über einen Austritt aus dem Euroverbund nachdenken und den Franc wieder einführen könnten.

Dass aus den USA und Grossbritannien jetzt gehörig Druck gegen Deutschland gemacht wird, die Gemeinschaftswährung möglicherweise auch mit etwas härteren Drohungen abzusichern, kann angenommen werden. Denn im Mai 2010 stand Deutschland schon (gerüchteweise) vor diesem Schritt, damals drohten die Besatzungsstaaten mit der umgehenden Inanspruchnahme des Besatzungsrechtes! Nachdem Deutschland noch immer kein freier, souveräner Staat ist, muss das Marionettenkabarett äh die deutsche Bundesregierung den Anordnungen der "Mächtigen" Folge leisten.

Nur, seit 2010 hat sich doch einiges geändert. Die internationale Lage, sowohl militärstrategisch wie auch wirtschaftlich, ist um sehr viel ernster und bedrohlicher geworden. Und es könnte sich ein Vabanquespiel ergeben, in dem die Deutschen wirklich auf alles oder nichts setzen! Ist eine neuerliche, offensichtliche Besetzung politisch überhaupt noch möglich? Oder auch nur das Einfordern des Besatzungsrechtes?

Alle drei Besatzungsmächte, die USA, Grossbritannien und Frankreich, befinden sich derzeit in keinem (gelinde gesagt) gutem Zustand! Für die deutsche Regierung stellt sich die Frage, ob diese Drei ihre Drohungen sowohl wirtschaftlich wie auch geopolitisch, also militärisch, umzusetzen überhaupt in der Lage sind ...

Jedenfalls sind alle drei weitaus geschwächter, als vor noch eineinhalb Jahren! Vielleicht ist es deswegen jetzt der richtige Zeitpunkt, mit neuen Partnern aus dem viel zu engen Korsett des Euros auszubrechen und die Deutsche Mark wieder einzuführen.

Nutzniesser wären natürlich auch die restlichen Staaten, die im Euroverbund verbleiben. Ihnen stünde wieder jenes "Werkzeug" der Währungsabwertung zur Verfügung, um, wie früher auch, ihre Wirtschaft anzukurbeln. Falls es dafür nicht zu spät ist! Mit Sicherheit würde der Euro, wenn Deutschland austritt, gewaltig an Wert verlieren - das ist sicher! Sollte auch, wie gerüchteweise kolportiert wird, Frankreich ebenfalls austeigen, dann wären unter Umständen die PIIGS oder PIIGSÖ-Staaten möglicherweise - für kurze Zeit - aus dem Schneider. Denn durch die Abwertung des Euro der verbliebenen Staaten würde sich auch die bestehende Staatsschuld - relativ gesehen - verringern.

Allerdings könnte für diesen Schritt die Zeit zu knapp werden! Und dann geht eben die gesamte Eurozone geschlossen unter: Hyperinflation, Geldentwertung, Bankenpleiten, Staatsbankrotte, Zerfall der staatlichen Ordnung - und leider ist dies das wahrscheinlichste Szenario, denn wir wissen, die Politik benötigt in ihren starren, nicht variablen, eingefahrenen Strukturen viel zu lange, um entsprechend reagieren zu können. Selbst wenn sie wollten ...







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



"Weltwirtschaft befindet sich in gefährlicher Phase" - Kommt alles schlimmer als erwartet? Der Internationale Währungsfonds rechnet mit einem herben Rückschlag für die Weltwirtschaft: Sowohl die Eurozone als auch die Vereinigten Staaten könnten in eine Rezession stürzen. Darum solle an manchen Stellen auch auf unkonventionelle Methoden gesetzt werden. (sueddeutsche.de)

Die fatalen Irrtümer der deutschen Krisenmanager - Die Regierungsmehrheit wackelt, doch der Bundestag wird den gigantischen Euro-Rettungsschirm nächste Woche erweitern. Leider! Denn damit begeht die Politik einen weiteren fatalen Irrtum. Es gibt nur eine vernünftige Lösung für die Schuldenkrise - und sie ist sogar die günstigste. (spiegel.de)

Here's Who's Really Desperate For The Eurozone Bailout To Work - Banks will be the first to fall if the PIIGS (Greece, Italy, etc.) start defaulting. The renewal of dollar liquidity facilities and assurances from Germany that it will bail out its own banks if Greece defaults may have temporarily bolstered markets, but these announcements also signal that the prognosis for European banks is grim if Greece defaults. (businessinsider.com)

Federal Reserve to Bail Out European Banks (Again!) - To the list of mega-corporations bailed out by the U.S. government, we now must add — Europe. In an announcement that rocked financial markets worldwide, the European Central Bank revealed yesterday a concerted effort in combination with four other major central banks — the Bank of England, the Bank of Japan, the Bank of Switzerland, and yes, the U.S. Federal Reserve — to use dollars rather than euros in an attempt to paper over the European Union’s economic woes. (thenewamerican.com)

Der Sturm auf die Banken beginnt - Grosskunden und Banken glauben bei vielen Geldinstituten nicht mehr an deren Finanzkraft und ziehen Gelder ab. Jetzt droht eine erneute Kreditklemme, weil die Kreditwirtschaft den Kollaps befürchtet. (tagesanzeiger.ch)

Deutsche Bank kommt ins Schwitzen - Die Deutsche Bank muss immer mehr von ihrem Rekordziel 2011 abrücken. "Wir schwitzen ganz schön ordentlich," sagte Finanzchef Stefan Krause. Das Umfeld habe sich "dramatisch" verschlechtert. Die Citigroup hat das Kursziel für Deutsche Bank von 43,00 auf 28,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. (ibtimes.com)

Raiffeisen at lowest since March 2009 puts off share sale - Raiffeisen Bank International AG fell to the lowest level since March 2009 on concerns about growth in eastern Europe, complicating the lender’s plans to raise capital by selling new shares in the next 11 months. (boerse-express.com)

Frankreichs Premierminister: »Wir pfeifen aus dem letzten Loch« - Die Große Nation wird von ausländischen Politikern überschätzt. Frankreichs Politführung hat es – im Gegensatz zu seinen Bürgern – aber begriffen: Das Land steht am Rande des Abgrunds und könnte bald vom Geber zum Nehmer werden. (kopp-verlag.de)

PIMCO: Bankrun in Frankreich - PIMCO warnt vor Bankrun in Frankreich. Nach Einschätzung des Pimco-Chefs gibt es gegenwärtig Anzeichen für einen "Run" institutioneller Anleger auf die französischen Banken; Europa stehe kurz davor, die Kontrolle über eine geordnete Lösung der Schuldenkrisen zu verlieren. (mmnews.de)

Steuerrebellen verweigern Zahlungen - in Deutschland und Griechenland - Menschen wie Angelos Belitsakos, 60, können zum wahren Problem des strauchelnden Staates werden könnten - sie zahlen aus Protest ihre Steuern nicht und machen dies öffentlich. Auch in Deutschland zahlen die ersten Steuerrebellen ihre Abgaben auf ein Sperrkonto. (simablog.eu)

Griechenbankrott wäre höchst gefährlich - Ökonom Jürgen Matthes über die griechische Tragödie, warum er an eine Genesung glaubt und eine Pleite zur Unzeit käme. (derstandard.at)

Griechenland: eine befeuerte Abwärtsspirale - Die Troika aus IWF, EU und EZB setzt ihren zerstörerischen Kurs in Griechenlands fort. Obwohl alle Wirtschaftsdaten eindeutig belegen, dass die bisherige Strategie der Austeritätsmaßnahmen gescheitert ist, wird mitten in der wirtschaftlichen Depression mit weiteren Sparmaßnahmen draufgesattelt. Beschämend die Einschätzung deutscher Medien dazu, wie z.B. bei SPON, die diese Sparmaßnahmen und deren Vollstreckung mit Reformen gleichsetzen und die betroffene Bevölkerung mit Bewahrern. (querschuesse.de)

Peter Schiff vor dem US-Kongress: “Das Schiff wird sinken” - Peter Schiff trug dem US-Kongress am 13.09.2011 sein Zeugnis über US-Präsident Barrack Obamas neues Job-Programm vor, worin er betont, dass Obamas Ökonomen nicht offen genug seien, “um das Schiff vor dem Sinken zu bewahren.” (gegenfrage.com)

Pessimistische US-Notenbank reißt Börsen in die Tiefe - Die Fed streut mit ihrer pessimistischen Konjunktureinschätzung Salz in die Wunden der Anleger. (derstandard.at)

Cern-Forscher rütteln an Naturgesetzen - Forscher am Forschungszentrum Cern bei Genf wollen Teilchen entdeckt haben, die sich schneller als das Licht bewegen. Bisher galt dies in Physikerkreisen als völlig ausgeschlossen. (n24.de)

Treibt "Planet X" frei im All? - Modelle belegen Rauswurf eines fünften Riesenplaneten im frühen Sonnensystem - Unser Sonnensystem beherbergt bekanntermaßen vier große Riesenplaneten: Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Mit neuen Computersimulationen wollten US-Forscher eigentlich dem Rätsel der Planetenentstehung vor rund 4,6 Milliarden Jahren näher kommen und entdeckten dabei nun, dass es einst einen weiteren Riesenplaneten aus Eis gegeben haben sollte, der sich nun, ungebunden an die Sonne, durch den interstellaren Raum bewegt. (grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com)

X-Class Flare am Mittag - Der X 1,4 Class Flare kam aus einem beuen Sonnenfleck mit seinem Zenit um 13:00 Uhr MESZ. Er produzierte einen signifikanten CME, jedoch nicht zur Erde gerichtet. (z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.blogspot.com)

Traumhafte Aurora Borealis vom 17. September aus Sicht der Raumstation ISS (z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.blogspot.com)

München kotzt - München is dicht; Wiesn' leaks ... 2011 (muenchenkotzt.de)

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Kommentare:

Weidenfrau hat gesagt…

Das ist Quatsch. Wenn die Regierung wirklich wollte/düfte, wäre das Nötige sehr schnell zu bewerkstelligen. Nur leider vertritt unsere Regierung nicht die Interessen des deutschen Volkes sondern die der Finanzoligarchie. Niemand wird aus dem Euro austreten dürfen. Die Europäische Regierung wird gerade installiert. Und das ist natürlich "alternativlos". Das ist nur der nächste Schritt zur Eine-Welt-Regierung (NWO). Gute Nacht Marie.

Metatron2011 hat gesagt…

Es wird zu keiner neuen Währung kommen, jetzt nicht. Alles läuft darauf hinaus das System bis zu einem bestimmten Datum oder Zeitraum am leben zu halten. Die latente Gefahr eines dann inszenierten Zusammenbruchs ist seit langem Da.

Nur der Zeitpunkt ist noch nicht so günstig. Unter Umständen wird man eine globale Katastrophe oder einen Krieg dafür ausnützen, vielleicht nur als Notwährung etc. damit niemand auf die Idee kommt das so eine gemeinsame Währung nicht funktioniert. Denn so eine Währung für alle soll ja unserer Welt übergestülpt werden. Aus dieser Sicht kann ich dem ganzen Bemühungen um „Stabilität“ des Euro noch was abgewinnen.Das macht denn ja noch Sinn jedenfalls aus der Sicht derer.

Irgendetwas braut sich zusammen es kann nicht mehr lange dauern, in diesem Zusammenhang sollte man auch sehen das gerade jetzt die Palästinenser dazu ermutigt wurden einen,, eehhh ihren Antrag bei der UNO zu stellen, abgesehen davon ist alles drum herum nur Show.

Ich denke es kommt ein globales Ereignis auf uns zu, was jedwede Diskussion über eine neue Währung im Keim erstickt.

Aber man weiß ja nie.

mfg

3DVision hat gesagt…

Na und?Was haetten sie denn von einer neuen Währung?
Das wuerde doch stabilitaet bedeuten jeses jeses.Kann doch gar nicht sein.
Was soll das bringen?Neue Währung bringt dazu einen Eu austritt mit sich oder?
Wenn die neue Währung aus dem selben Mehl gemacht wurde wie die alte,kann man die auch wieder schnell in die Muelltonne werfen.
Die Schulden werden sie ueberschrieben oder verbrannt?
Eher ueberschrieben oder?
Fragen die ich dem Holzkopf und mitlaeufer meiner Bank auch stellte.
Der sagte nur die nationalen Währungen werden nie wieder kommen in der Eu das koennen sie mir glauben.

Dieser Euro...wenn ich bedenke wieviel ich frueher auf den Tisch legen musste um zwei Wochen zu leben,und das was ich heute auf den Tisch legen muss!Dann bekomm ich graue Haare.
Mit 50Dm konnte ich nee Woche leben.
Heute brauch ich minimum 50Euro fuer einen Tag.
Es wurde damals ja als der Euro eingefuehrt wurde auch alles abgerundet,ja natuerlich nach oben.
Ich passte sehr gut auf wie lange diese spirale des nach oben abrunden dauern wuerde.
Ich kann noch heute obwohl es zwar abgenommen hat kein richtiges ende davon feststellen!
Dinge die ein armes Schwein sehr schnell feststellt im Geldbeutel.
Ach nee Jesus jetzt haengt der Euro in der Krise aus dem es kein entrinnen mehr gibt.Was fuer ein zuuuufall doch.
Waer das denn frueher moeglich gewesen als jedes Eu Land noch seine eigene Waehrung hatte????

Wohl kaum...
Ein Schelm der dabei boeses denkt!