Donnerstag, 29. September 2011

Ist der Sturm vorbei?

Nein, wir befinden uns nur im Auge des Hurrikans! Liebe Freunde, lasst euch von dem ewigen "Euro-Retten-Gestammel" und der vorübergehend eingekehrten, trügerischen Ruhe nicht täuschen. Denn die Einschläge (Krisen) kommen nun deutschlich schneller wieder und es wurde an den neuralgischen Faktoren NICHTS geändert. Man hat nur mit wieder etlichen Milliarden die Situation leicht entschärft. Doch diese gigantischen Summen werden immer schneller aufgebraucht und neue Unsummen erforderlich! Vorige Woche war jedenfalls unser Währungssystem wieder knapp vor dem Kippen - und nicht zum ersten Mal!

In jedem Fall bleibt die Situation weiterhin äusserst angespannt und gefährlich. Schön langsam erfahren auch wir wieder, was tatsächlich vorige Woche gelaufen ist - das meiste wird offensichtlich nicht wie üblich sofort an die Medien weitergegeben ...

Die Amerikaner, mit Obama und Geithner an der Spitze, mischen sich jetzt ziemlich in europäische Angelegenheiten ein. Quasi gibt ein Pleitier dem anderen gute Ratschläge! ... allerdings nur, um den Zusammenbruch ein kleinwenig hinauszuzögern. Anders kann man die amerikanische Währungs- und Wirtschaftspolitik, vor allem durch Heli-Ben Bernancke beeinflusst, auch nicht sehen. Das Land, einst das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ist am Ende seiner Kräfte ... geblieben ist nur eine vage Illusion. Die USA ist nicht einmal der ehemalige Schatten seiner selbst. Mehr als 15% aller US-Amerikaner (!!!) sind Lebensmittelkartenbezieher! Mehr als 50% aller US-amerikanischen Familien benötigen Zusatzjobs um über die Runden zu kommen. Das Budget ufert regelrecht aus, nur der Militärapparat wächst, nur die Rüstungsindustrie feiert Zuwächse. Dabei kann sich die USA seine Kriegsspiele schon lange nicht mehr leisten ... sie erweisen sich auch nicht sehr erfolgreich darin, nebenbei bemerkt!

Noch dazu sind die Umstände in den USA völlig andere wie in Europa. Die gleichen Mittel einzusetzen würde kaum funktionieren - ausserdem funktionieren die "Krisenwerkzeuge" in den USA auch nur temporär und keineswegs nachhaltig! Nicht umsonst bereitet man sich akribisch auf einen Aufstand des amerikanischen Volkes vor ... Obama scheint mit seiner Politik, die durch "Wall Street Geithner" und "Heli-Ben Bernenke" gemacht wird und dem desaströsen Erbe der Bush-Regierung, völlig zum Scheitern verurteilt. Nur, es stirbt sich langsam, langsam aber sicher!

In Europa wird der endgültige Bankrott Griechenlands nun endlich wahrscheinlich und damit auch notwendige Bankenrettungen. Der Markt hat Griechenland bereits abgeschrieben. Dadurch wirkt eine Rede Papandreous geradezu als Kafkaeske, wenn er betont, dass Griechenland sich mit EU-Milliarden selbst retten kann. Der griechische Zug ist schon vor einiger Zeit abgefahren, alles andere wäre ein klassisches Wunder. Denn jetzt beginnt die Zeit des Ungehorsams. Vor allem im Beamtenbereich werden die "wunderheilenden" Weisungen von Sparmassnahmen völlig ignoriert. Und die Unruhen des wütenden Mobs, mittlerweilen auch mit Hilfe von Polizei, liefern ein völlig anderes Bild, als der Ministerpräsident zu vermitteln versucht. Der Teufelskreis zwischen Überschuldung, steigender Zinsen, sinkender Steuereinnahmen und Kapitalflucht wird in jedem Fall lethal ausgehen. Allerdings wird die EU die Erlaubnis Griechenlands, ihren eigenen Bankrott offiziell zu verkünden, noch etwas hinauszögern. Denn die grosse Gefahr einer Griechenpleite sind mehrere Pleiten involvierter, grosser, europäischer Banken (die ua. als systemrelevant eingestuft sind) und eine Vorbildwirkung bzw. ein Dominoeffekt für andere Pleitestaaten. Und als unmittelbare Pleitestaaten werden derzeit Irland, Italien, Portugal, Spanien und Zypern gehandelt.

Griechenland könnte die europäische Bankenlandschaft mit einigen "Kollateralschäden" (ohnehin bekannter Fast-Pleite-Institute) überstehen, doch danach wird es schlicht unfinanzierbar ... sollte man nicht eine echte Hyperinflation provozieren wollen!

Vor allem kann man weiteres "Gelddrucken" als immer neue Schulden definieren. Denn für den Staat oder das Institut zur "Rettung" neu gedrucktem Geld ist nichts anderes als Schuld! Und die exzessive Schuldausweitung in unserem Geldsystem war von Beginn an der Sargnagel! Irgedwo steht schlussendlich das Minus vor den astronomischen Summen und irgendwer muss diese Schuld begleichen, irgendwann - bis dahin laufen Zinsen auf. Auch Geld von der EZB ist nicht gratis! Sie nehmen im Moment nur alles an möglichen Sicherheiten ... und wenn es gerüchteweise alte Sofas und verrostete Fahrräder sind! Und doch sind die angekauften Staatsanleihen nur Schrott. Egal ob von irgendwelchen "Gerade-Noch-Nicht-Pleitestaaten" oder von Banken, die wertlose Hochrisikopapiere und dazu zählen auch Staatsanleihen und CDS von "Gerade-Noch-Nicht-Pleitestaaten", als Sicherheit hinterlegen. Die EZB, wie auch ihr amerikanischer Ableger, die FED, sind nichts anderes als riesige Bad-Banks. In ihren Tresoren lagert nur hochtoxischer Giftmüll!

Wir wissen aus der Privatwirtschaft, dass ein Unternehmen, das in die Insolvenz rutscht (aus welchem Grund auch immer), nur durch einen Ausgleich, dh. einen Schuldenschnitt, möglicherweise wieder in die Gewinnzone kommen kann. Aber selbst dabei gibt es keine Garantie. Warum soll das gleiche kapitalistische Prinzip bei Staaten anders sein? Vor allem, wie am Beispiel Griechenlands ersichtlich, wird durch die rigorosen und überstrengen Auflagen nicht nur die Wirtschaft völlig ruiniert, es findet auch eine enorme Kapitalflucht statt und es werden wichtige Strukturen langfristig zerstört.

Ein wichtiger Aspekt nebenbei, es wird durch die polemische und alternativlose Diskussion auch ein äusserst feindseliges Klima zwischen den Bürgern der involvierten Staaten produziert. Ein Klima, das durchaus eskalieren kann. Und damit zusätzlichen Zündstoff bietet.

Vorige Woche sind auch die Edelmetallkurse eingebrochen. Doch nicht so arg, als es möglicherweise den Anschein hat. Denn das Niveau der jetzigen Kurse liegt beim heurigen Frühsommer. Soviel wurde nicht verloren. Der Abwärtstrend wurde jedenfalls offensichtlich gestoppt. Jetzt ist eine gute Gelegenheit nachzukaufen, denn in Kürze werden die Kurse wieder anziehen - sowohl bei Gold und wie auch bei Silber. Viele in Bedrängnis geratenen Banken und Fonds (Margin Calls) mussten Liquidität lukrieren, dadurch kam sehr viel Edelmetall in die Märkte. Und die Drückung der Kurse gelang. Ob dies ein weiteres Mal gelingen wird, oder ob die Edelmetallkurse explodieren, kann nicht vorhergesagt werden bzw. ist nur mehr eine Frage der Zeit!

Auch die Börsen crashten. Anders kann man Kursverluste pro Tag um die 5% nicht nennen. Sie haben sich wieder einigermassen erfangen. Zwar die Verluste noch nicht wettgemacht, doch stabilisiert. Noch ist Geld zum Zocken verdammt billig - genauer gesagt, die Zinsen für Fremdkapital sind immer noch sehr, sehr niedrig. Darum wird auch weiterhin gezockt, auch mit Hochrisikopapieren. Ein Markt, der angesichts der deströsen Situation, kein sehr langes Leben mehr haben wird. Denn irgendwer müsste schlussendlich die Rechnung begleichen. Und bei der Summe der derzeit in Umlauf befindlichen Derivaten kann sich das beim besten Willen nicht mehr ausgehen. Soviel Geld existiert nicht! Und wenn die Papiere nur einzeln und scheibchenweise vorgelegt werden, irgendwann ist Schluss. Und das scheint bald der Fall zu sein.

Denn scheinbar haben Banken nach der Lehman-Pleite 2008 und der darauf folgenden Krise kaum gelernt! Hohes Risiko kann hohe Gewinne einfahren. Allerdings auch hohe Verluste. Wenn die Chuzpe nicht mehr finanziert werden kann, hilft weder eine Transaktionssteuer, noch ein Bankenbailout, noch Beten. Dann fällt die Finanzwelt, wie wir sie kennen, binnen kürzester Zeit in sich zusammen.

Vor allem auch, weil Bankbilanzen nicht die tatsächliche, reale Situation widerspiegeln, sondern nur eine angenommene. Tenor bei Insidern ist, dass kleinere Banken wesentlich besser und vor allem sicherer dastehen, als die berüchtigten Monsterbanken, deren Tresore mit toxischem Müll, der allerdings teilweise hochprofitabel in der Büchern geführt wird, voll sind.

Der Meltdown, der Zusammenbruch, ist nicht verhindert, sondern nur ein weiteres Mal hinaus gezögert worden. Der Tag der Abrechnung naht und kommt unweigerlich. Noch lassen sich mit hier ein paar Milliarden, dort ein paar Milliarden der Schein wahren und das System gerade noch aufrecht erhalten. Doch erinnern wir uns, zu Beginn der Krise wurde von ein paar hundert Millionen gesprochen, dann waren wir plötzlich bei Milliarden ... und nun bei Billionen! Und das innerhalb von knapp drei Jahren ... offensichtlich hat sich die Krise seit 2008 vertausendfacht!

Und wer kann mir jetzt verklickern, dass sich das noch ausgehen kann?

Das wichtigste an dieser Geschichte, dass auch durch existenzbedrohende Krisen und Notfälle, derer wir seit 2008 einige höchst gefährliche hatten, sich nichts, absolut nichts ändert! Es wird "nur" etwas Kosmetik, gefährliche dogmatische Polemik und vor allem Desinformation betrieben. Wirklich verändert hat sich nichts, gar nichts! Im Gegenteil, die Summen werden immer astronomischer und schwindelerregender!

Deshalb muss ein Zusammenbruch, ein Systemkollaps kommen! Man kann nicht, auch wenn man wollte, in dieser Form weitermachen. Das kann nicht funktionieren, vor allem weil die Schäden speziell für jene, die absolut nichts damit zu tun haben, die breite Masse der redlichen Bürger und Steuerzahler, die grössten Verluste vorprogrammiert sind! Und das betrifft uns alle!

Deshalb ist es wichtig, aktive Krisenvorsorge zu betreiben. Und zwar so, dass man ohne grössere Probleme einige Monate durchkommt! Nicht Gold und Silber ist wichtig, sondern Lebensmittel, Wasser, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs. Die Party ist zu Ende, die Musik bereits auf dem Heimweg, nur die Gäste tanzen noch ...







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



„In weniger als 12 Monaten ist das Ersparte von Millionen von Menschen weg“ - Ein Youtube-Video sorgt derzeit international für Aufsehen. Im Rahmen eines Interviews mit dem TV-Sender BBC News spricht ein ... (goldreporter.de)

EU-Abgeordneter: Brüsseler Bürokraten planen vollständige Vernichtung der Nationalstaaten - Nigel Farage, EU-Abgeordneter und Chef der britischen Unabhängigkeitspartei, erwiderte auf die Rede zur Lage der Union des EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso, dass die Brüsseler Bürokraten der Demokratie den Rücken kehren, den Willen der Völker Europas mit Füßen treten und mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, die vollständige Vernichtung der Nationalstaaten vorantreiben. (propagandafront.de)

Sulik: „Der Rettungsschirm ist die wahre Bedrohung für den Euro!“ - Der slowakische Parlamentspräsident Richard Sulik übt im Interview mit den Deutschen Mittelstands Nachrichten heftige Kritik an EU-Kommissions-Präsident Manuel Barroso und an EZB-Chef Jean Claude Trichet: Barroso habe sich nicht an den Maastricht-Vertrag gehalten; Trichet habe gegen die Regeln der EZB italienische Staatsanleihen gekauft. Er fordert eine Ende des Schuldenwahns und hofft auf das Scheitern des ESFS. (deutsche-mittelstands-nachrichten.de)

Der EFSF – ein Wahnsinn, der Deutschland das Genick brechen wird. Und doch muss und wird er kommen – und er wird aufgestockt werden – auf ungeheuerliche Werte ... (der-klare-blick.com)

Unicredit: Euro-Kollaps und globale Apokalypse - Der Chef der globalen Aktienabteilung von Unicredit prognostiziert ein baldiges Ende des Euros und davon ausgehend eine globale Apokalypse an den Finanzmärkten. Auslöser: Eine Pleite Griechenlands. "Der Euro ist nicht mehr zu retten." (mmnews.de)

Wachsende Verzweiflung: Die Euro-Rettung wird zum Spielkasino - Wenn der Deutsche Bundestag, wie zu befürchten, dem erweiterten Euro-Rettungsschirm zustimmen sollte, durch den die deutschen Garantierisiken vorerst auf 211 Milliarden Euro steigen werden, bedeutet dies keineswegs das Ende der Krise, sondern erst den Anfang der Umwandlung der Währungs- in eine Transferunion. Der Gouverneur der österreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny, rechnet mit einem Gesamtumfang des Rettungsschirms von bis zu einer Billion Euro, inoffiziell ist sogar von bis zu zwei Billionen die Rede. (kopp-verlag.de)

Euro-Zone droht Flächenbrand - Europa kämpft mit allen Mitteln gegen die Schuldenkrise. Um eine Ausbreitung der griechischen Krankheit zu verhindern, halten Ökonomen eine Aufstockung des Rettungsfonds für nötig - weisen aber zugleich auf "unglaubliche Risiken" dieses Schrittes hin. (ftd.de)

Eurokrise bedroht US-Bankensystem - Die stagnierende US-Wirtschaft und Europas Staatsschuldenkrise werden von den US-Banken einen hohen Tribut fordern. Die daraus resultierenden Auswirkungen werden zudem nicht schnell wieder verschwinden, wie Starbankanalyst Mike Mayo von CLSA mitteilte. Ganz im Gegenteil werde sich das Jahr 2011 in Bezug auf die Erträge des Sektors zum schlechtesten Wachstumsjahr seit 1938 entwickeln. (wirtschaftsfacts.de)

2,035904 Billionen Euro deutsche Staatsschulden - Gestern veröffentlichte das Statistische Bundesamt (Destatis) die endgültigen Daten für 2010, zur Verschuldung der öffentliche Gesamthaushalte (Bund, Länder, Gemeinden/Gemeindeverbände und gesetzliche Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte), beim nicht-öffentlichen Bereich. Der Bruttoschuldenstand des Staates kletterte auf 2,035904 Billionen Euro, dies entsprach rechnerisch einer Schuldenlast von 24’904 Euro pro Kopf der Bevölkerung. (querschuesse.de)

Griechische Behörden ignorieren Sparanweisungen - Das Parlament hat bereits harte Sparpläne verabschiedet. Doch die angekündigten Maßnahmen werden von vielen Beamten nicht umgesetzt. (morgenpost.de)

Zapatero löst spanisches Parlament auf - Ministerpräsident José Zapatero hat das spanische Parlament in Madrid aufgelöst und für den 20. November vorgezogene Neuwahlen angesetzt. Offensichtlich sind die Probleme in Spanien so gross und seine Popularität so tief, es muss eine neue Regierung her. Selber will er nicht mehr kandidieren und sich aus der Politik zurückziehen. "Eine Phase geht zu Ende, und mit dieser ... (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Polarlichter über Deutschland - Geomagnetischer Sturm erreichte heute Nacht KP8 (z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.blogspot.com)

Dieter Broers: In Anbetracht der Fülle und der Brisanz der Informationen habe mich entschlossen, über Facebook hinaus in Kürze ein eigenes digitales Informations- und Diskussionsportal zu installieren, damit wir ganz offen und vertraulich unsere eigenen Insider-Netzwerke bilden können; Ihre persönliche regionale Vernetzung wird mit Sicherheit zu den sinnvollen Strategien der nahen Zukunft gehören und in diesem Sinne möchte Ich einen weiteren Impuls für eine konstruktive Kommunikation setzen. Darf ich mir Ihrer Unterstützung rechnen? (facebook.com/dieter.broers)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)




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