Dienstag, 6. September 2011

Die Situation ist sehr, sehr ernst!

Morgen, am 7. September entscheidet das deutsche Bundesverfassungsgericht über die Rechtmässigkeit der Staatshilfen aus dem deutschen Volksvermögen zugunsten insolventer Länder. Ich denke, es wird, Recht hin, Recht her, dem Wunsch der Politiker nachgegeben und weiterhin Volksvermögen vernichtet. Steht doch, wie ich gestern schrieb, ein weiteres juristisch und verfassungsrechtlich bedenkliches politisches Konstrukt an, der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM).

Sollte allerdings das deutsche Bundesverfassungsgericht, nach der Meinung mehrerer hochkarätiger Juristen und Verfassungsrechtler, der unsinnigen Geldvernichtung und damit der Transferunion einen Riegel vorschieben, könnte es zu einer äusserst heiklen Situation kommen, die durchaus Auslöser eines gewaltigen Dominoeffekts sein könnte!

Wenn nämlich durch das Gerichtsurteil der Geldfluss von Deutschland in Richtung bankrotter Staaten gestoppt wird, müssten zunächst Griechenland, aber vermutlich auch Portugal, Italien und Irland, die bekanntlich am deutschen Geldtopf hängen und nur deshalb überleben können, den Bankrott anmelden.

Dadurch kann es zu zwei Szenarien kommen: Einer gewaltigen Abwertung des Euros und ein Kollabieren des Bondmarktes. Mit der Wahrscheinlichkeit, dass der Gold- und Silberpreis explodieren wird!

Das wäre das Ende der Gemeinschaftswährung und der Eurozone! Experten schätzen derzeit die Lage als besonders gefährlich ein, gefährlicher, als 2008 zur Zeit der Lehman Pleite. Vor allem der Bankensektor macht Sorgen. Zwei Grossbanken (Unicredit/Italien & Societe Generale/Frankreich) scheinen enorme Probleme zu haben, die Banken Griechenlands liegen ohnehin auf der Intensivstation im Koma ...

Auch nehmen die Probleme in Italien zu. Nach dem Berlusconi-Sager, Italien sei ein Scheiss-Land, einem landesweiten Generalstreik und die enormen finanziellen Probleme, wird bald Sendepause sein, im Land des Chianti, Pasta und Prosciuttos.

Gerüchten zufolge gibt es die Weisung (von wem eigentlich?), den Euro nun fallen zu lassen, weil es ohnehin sinnlos ist und zuviel an finanziellen Ressourcen kostet. Weiters besagen die Gerüchte, dass nicht nur Deutschland, sondern auch Finnland, Österreich und die Niederlande - also die Noch-Zahler-Länder - gemeinsam eine neue Währung einführen. Frankreich soll seinen eigenen Weg gehen, da es ebenfalls sehr gefährdet ist, einen finanziellen Bauchfleck zu landen.

In Griechenland ist ein offizieller Staatsbankrott, der Austritt aus der Eurozone und die Wiedereinführung einer nationalen Währung plötzlich auch kein Tabu mehr und scheint immer realer zu werden. Besonders, weil der Finanzbedarf trotz sogenannter Sparprogramme ständig steigt und immer wieder nachgebessert werden muss. Nur mit EU-Milliarden, ohne Entschuldung gibt es kaum eine Chance einer Besserung! Man ist auch regierungsseitig im Gespräch mit einer Beratungsagentur, die Argentinien und Island bei ihrem Staatsbankrott beraten hatte ...

Politiker wie Barroso und Schäuble erinnern mit ihren skurillen Aussprüchen, wie "den Euro wird es immer geben" und "Europa befindet sich nicht in einer Rezession, sondern im Wachstum" an seinerzeitige Durchhalteparolen von Dr. Goebbels & Co, als er noch vom Endsieg träumte und die sowjetischen Panzer bereits in den Vorstädten Berlins waren ...

Auch haben wir wieder eine respektable Bankenkrise. Die Banken vertrauen untereinander nicht mehr, viele haben ernste Kapitalprobleme und Bilanzen sind ohnehin kaum das papier wert, auf dem sie gedruckt werden. Auch die Börsen sind Sorgenkinder, der DAX hat seit drei Monaten rund 30% verloren und ein Aufwärtstrend ist nicht in Sicht. Die Nerven liegen blank!

Die Situation ist sehr, sehr ernst! Und jetzt kann jeder kleine Fehler, jedes kleine Minus, jede kleine Pleite einen Dominoeffekt auslösen, der systembedrohlich wird. Es sind schlicht keine Ressourcen mehr vorhanden, eine desaströse Entwicklung abzufangen.

Sogar der Medienmainstream unkt, dass der Euro bald Geschichte sein wird. Doch so einfach und ohne grossen Verluste für alle wird das kaum ablaufen! Doch genaueres kann kaum prognostiziert werden, weil die gesamte Entwicklung von vielen Faktoren und Entscheidungen abhängig ist. Die Politik kann jedenfalls nichts dagegen unternehmen, ausser wenn sie sich über bestehende Gesetze hinwegsetzt! Oder sie verhängt sofort den Ausnahmezustand und kann damit regieren wie ein totalitäres Regime. Doch werden sich die Bürger das gefallen lassen? Selbst in Ländern mit vornehmlich ignoranter und bequemer Bevölkerung, wie Deutschland und Österreich, kann die Volkswut explodieren! Womit gewisse Regierungskreise ohnehin rechnen!

Die USA ist, seit der Erhöhung des Schuldenlimits, aus den Schlagzeilen verschwunden. Doch auch dort sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache. Die USA befindet sich definitiv in der Rezession und auf dem Weg nach unten. Noch können sie, die Regierung und die Fed, die Strukturen mit Müh und Not aufrecht erhalten. Fragt sich nur, wie lange noch. Ein Niedergang des Euros wird auch am US-Dollar nicht spurlos vorbei gehen!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



“Retter” schaut auf diese Charts - Die Finanzkrise 2.0 nimmt Formen an, wie hier erwartet und bereits ausführlich dokumentiert, kollabieren die Aktienkurse der europäischen Banken, die von einem Sog, bestehend aus hunderten Milliarden an faulen Krediten in ihren Bilanzen heruntergezogen werden und die extreme Risikoaversion der Märkte in Folge der absehbaren rezessiven Tendenzen der Weltwirtschaft widerspiegeln. Wer den Euro retten will muss nicht nur die PIIGS-Staaten retten, sondern auch das europäische Bankensystem, eine Aufgabe an der gescheitert werden wird! (querschuesse.de)

"Das Euro-Abenteuer geht zu Ende" - Vier Professoren und ein Ex-Manager klagten gegen den Euro. Am Mittwoch wird das Urteil in Karlsruhe erwartet. (kurier.at)

Monster-Szenario für Ende der Eurozone - Die Kurse brechen ein, die Nerven liegen blank – und jetzt kommen die Banken mit den Rocky-Horror-Picture-Show-Szenarien. Das von Goldman Sachs hatten wir vergangene Woche schon berichtet. Hier kommt eines von der UBS. Die Analysten der Bank beschäftigen sich mit den möglichen Folgen einer Verkleinerung der Eurozone, wenn kleine und schwache oder große und starke ... (markusgaertner.com)

Krise 2.0 - zwischen Turbulenzen und Crash - Und schon wieder brechen die Börsen ein, die Nerven in der Finanzwelt liegen blank, es herrscht Panik: Deutschlands mächtigster Banker Josef Ackermann fühlt sich bereits an den Herbst 2008 erinnert. (kleinezeitung.at)

Eurare Humanum Est – Das Ende des Euro - Alles schaut dieser Tage gebannt nach Karlsruhe. Wie wird das Verfassungsgericht entscheiden? Wird es dem Euro den Gnadenstoß geben oder stattdessen einen Bailout-Freibrief erstellen? Doch spielt es überhaupt noch eine besonders große Rolle, welches Urteil gefällt wird? Ist die Einheitswährung nicht schon längst am Ende? Es deutet sich zumindest an, dass den Euro-Liebhabern schon bald ein eisiger Wind ins Gesicht bläst und sich das verlorene Kunstprodukt in derselben dünnen Luft auflöst, aus der es geschöpft wird. (wahrheiten.org)

ESM: Ein Rettungsmechanismus außer Kontrolle - Im Augenblick soll gerettet werden auf Teufel komm raus. EFSF, EFSM, ESM und wie sie alle heißen. Der ESM ist allerdings eine unkontrollierbare Sprengfalle, so wie ich es aus dem vorläufigem Vertrag erlesen konnte. Es wirkt wie der Federal Reserve Act 2.0, eine weitere Machthydra außer Rand und Band. Nach ersten Einschätzungen, kann ich nicht genug vor diesem Werkzeug warnen, aber bitte lesen Sie und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. (infokriegernews.de)

Das Banken-Beben hat gerade erst begonnen - Die Finanzbranche steht vor großen Veränderungen. Urs Rohner, Verwaltungsratschef der Credit Suisse, spricht gar von "tektonischen Verschiebungen". Die verschärfte Regulierung stellt die Banken vor Herausforderungen. (handelsblatt.com)

Staatsbank KfW warnt vor Bankenpleiten - Angesichts der heftigen Kursverluste an den Börsen schlagen deutsche Spitzenbanker Alarm. Deutsche-Bank-Chef Ackermann fühlt sich an das Krisenjahr 2008 erinnert. Noch drastischer fällt die Analyse des KfW-Chefs aus. (handelsblatt.com)

Lage der Banken „viel dramatischer“ als im Lehman-Jahr - Drei Jahre nach Lehman verdüstert sich die Situation für die Banken wieder. In der Branche herrscht Misstrauen. KfW-Chef Schröder stimmt vor allem besorgt, dass die Staaten die Banken nicht ein zweites Mal retten können. (focus.de)

SNB legt Mindestkurs von 1,20 Franken zum Euro fest - Wie die Schweizer Nationalbank (SNB) heute in einer Pressemitteilung mitteilte, stellt die Überbewertung des Schweizer Frankens eine akute Bedrohung für die Schweizer Wirtschaft dar und die SNB strebt daher eine deutliche und dauerhafte Abschwächung des Frankens an. “Sie toleriert am Devisenmarkt ab sofort keinen Euro-Franken-Kurs unter dem Mindestkurs von 1,20. Die Nationalbank wird den Mindestkurs mit aller Konsequenz durchsetzen und ist bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen.” (querschuesse.de)

Schweiz: Bedingungslose Kapitulation - Die Koppelung des Schweizer Frankens an den Euro ist eine bedingungslose Kapitulation gegenüber Brüssel. Die Schweizer Nationalbank ist damit zur Planwirtschaft übergegangen und diktiert ab heute einen schwächeren Schweizer Franken. Die Schweizer Notenbank putscht so gegen das eigene Volk! Juncker & Co. triumphieren. (mmnews.de)

«Peinlichkeiten für westliche Staatschefs wären die Folge» - Muammar al-Ghadhafi ist praktisch gestürzt, aber noch nicht gefasst. Will man ihn tot oder lebendig? Vielen dürfte Ersteres lieber sein, sagt Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom. (bazonline.ch)

Israelischer Generalmajor: Wahrscheinlichkeit eines totalen Krieges wächst zunehmend - Die Lage im nahen Osten wird immer unübersichtlicher. Der arabische Frühling wälzt auf der einen Seite alle politischen Strukturen um, Kriege und Zerwürfnisse, auf der anderen Seite. Die Stimmung in Israel kocht langsam auf dem Höhepunkt und die Bevölkerung macht Ihrem Unmut bei Demonstrationen Luft. Kaum jemand kann im Augenblick die Lage noch genau einschätzen und so machen einige Äußerungen von Generalmajor Eyal Eisenberg doch ein wenig nachdenklich. (infokriegernews.de)

NASA legt nach: Schärfere Bilder der Apollo-Landestellen - Im Ringen gegen die sich hartnäckig haltende Verschwörungstheorien um angeblich nie stattgefundene Mondlandungen der US-Amerikaner im Rahmen des Apollo-Programms hat die US-Raumfahrtbehörde NASA neue Aufnahmen der Landestellen der Apollo-Missionen 12, 14 und 17 veröffentlicht. Die Bilder zeigen nicht nur die zurückgelassenen Landeplattformen der Raumfähren selbst sondern auch die Fuß- und Fahrtwege der Astronauten und wissenschaftliche Gerätschaften in bislang nicht gekannter Bildqualität. (grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com)

Zerbricht Komet Elenin? Auf Fotografien, die im Laufe der vergangenen Woche gewonnen wurden, ist ein deutlicher Helligkeitsverlust des Kometen Elenin oder C/2010 X1 zu erkennen. Zudem zeigt sich seine Koma zunehmend verlängert und diffus – ein Hinweis, dass sich der Kern des Kometen auflöst. Es ist daher damit zu rechnen, dass Elenin nach seiner nächsten Annäherung an die Sonne endgültig zerstört oder in mehrere Fragmente zerfallen sein wird. Direkte erdgebundene Beobachtungen sind derzeit schwierig, da sich Elenin in Sonnennähe aufhält. (z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.blogspot.com)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)




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