Donnerstag, 18. August 2011

Sparbuch ist immer sicher?!?!

Realsatire oder Volksverblödung pur? Ein Artikel auf kleinezeitung.at, der Leserfragen von zwei "Bankern" beantworten soll! Meine Kommentare dazu habe ich in grün gehalten!

Der gesamte Artikel - Quelle: Kleine Zeitung


"Sparbuch ist immer sicher"

BKS-Vorstand Herta Stockbauer und IHS-Chef und Wirtschaftsforscher Bernhard Felderer beantworteten Leserfragen zu Aktien, Sparbüchern sowie Bausparern und diskutierten über Euro- und Inflationssorgen.


Ich habe rund 400.000 Euro auf einem Sparbuch. Die Zinsen liegen bei 1,62 Prozent. Was raten Sie mir? Soll ich in Gold investieren?

HERTA STOCKBAUER: Gold ist eine emotionale Sache. Der Preis ist allerdings schon sehr hoch. Sie sollten sich allerdings überlegen, ob Sie ihre Sparbücher nicht binden, dann sollte auch bei der derzeitigen Zinslage mehr für sie herausschauen. Derzeit haben Sie nämlich eine negative Realverzinsung. Dass die Zinsen in den nächsten Monaten große Sprünge machen werden, sollten Sie nämlich nicht erwarten. 25 Basispunkte, also 0,25 Prozent werden erwartet, mehr nicht. Was sie auf alle Fälle machen sollten: Teilen Sie ihr Vermögen auf. Die staatliche Einlagensicherung liegt bei 100.000 Euro pro Person und Institut. Entweder Sie teilen nun das Geld in ihrer Familie auf, oder Sie verteilen es bei mehreren Banken.

Schnittpunkt2012: Gold ist noch lange nicht am Höhepunkt! Aber was passiert mit diesen Sparbüchern, wenn es den Euro zerreisst? Und kann ein Staat, der völlig überschuldet und defakto pleite ist, für Einlagensicherung garantieren - zB. Griechenland? Österreich wird durch die Garantien und Haftungen für den Euro-Rettungschirm genauso pleite gehen, wie auch Deutschland und die Niederlande. Spätestens wenn der Euro weg ist, explodiert der Goldpreis!

Ich habe mir von einem AWD-Vertreter Immofinanzpapiere verkaufen lassen. Soll ich die weiter halten?

STOCKBAUER: Um Ihnen einen konkreten Rat geben zu können, müsste ich wissen, welche Papiere Sie genau haben. Wie Sie mit den Papieren umgehen sollen, hängt auch davon ab, wann Sie das Geld brauchen. Grundsätzlich hat sich die Immofinanz in den letzten Monaten aber schon wieder etwas erholt.

Schnittpunkt2012: Immofinanzpapiere waren schon mehrmals gewaltigen Turbulenzen ausgesetzt - kaum absehbar, dass sie bei noch grösseren Problemen halten. Papierwerte für Immobilien, deren Nachfrage mit Sicherheit abstürzen wird. Es wird ein Totalverlust!

Warum müssen Länder wie Griechenland mit unserem Geld gerettet werden?

BERNHARD FELDERER: Für Österreichs Banken wäre das in der Tat kein so großes Problem. Deren Anleihen belaufen sich gemeinsam auf drei Milliarden Euro. Stellen Sie sich aber vor, was mit den griechischen Banken passiert, wenn Griechenland seine Staatspleite erklärt. In der Folge würde sofort das dortige Bankensystem kollabieren, da viele griechische Banken in griechische Staatsanleihen investiert haben. Binnen weniger Tage hätten wir bürgerkriegsähnliche Zustände. Und das will wohl wirklich keiner. Aber Griechenland und Portugal sind nun ohnehin gerettet. Dafür mag ich mir nicht vorstellen, was passiert, wen Italien unter den Rettungsschirm muss. Denn da reichen die 750 Milliarden Euro nicht mehr aus.

Schnittpunkt2012: Der Griechenland-Bailout rettet NUR europäische Banken und Versicherungen. Tatsächlich sind die Österreicher nicht sehr stark involviert, aber durch die Vernetzung innerhalb des europäischen Bankensystems ebenso gefährdet. Die anstehenden Pleiten von Italien und Spanien werden einen Zusammenbruch des Bondmarktes auslösen und die europäische Bankenlandschaft GESAMT vernichten!

Ich habe zwei Wohnbauanleihen - als Altersvorsorge. Sind die noch sicher?

STOCKBAUER: In diesem Produkt ist Ihr Geld gut abgesichert. Das Geld wird schließlich auch nur dazu verwendet, um Wohnungsbau zu finanzieren.

Schnittpunkt2012: Der Immobilienmarkt wird (muss) kollabieren - keine Nachfrage, ein übergrosses Angebot lassen die Preise in den Keller und darunter fallen - völlig ungeeignet für langfristige Altersvorsorge!

Die Inflation liegt jetzt schon bei 3,5 Prozent. Ich fürchte, dass sie in den kommenden Monaten noch weiter ansteigen wird.

FELDERER: Eine dramatische Inflation kann es nur geben, wenn die Europäische Zentralbank in großem Umfang Staatspapiere kaufen würde. Und davon sind wir derzeit noch weit entfernt. Außerdem haben die Zentralbanker aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Wenn sie Staatspapiere einkaufen, geben sie anderswo weniger Kredite aus. Kurz: Im nächsten Jahr ist keine Inflationsangst gerechtfertigt.

Schnittpunkt2012: Die Zentralbanker haben überhaupt nichts gelernt und werden die Eurokrise auch nicht entschärfen. Die EZB ist bereits die grösste Bad Bank nach der Fed ... und die jetzige Inflation wird bald galoppieren (Hyperinflation)! Die EZB kauft bereits in astronomischem Umfang Staatsanleihen von Pleitestaaten auf!

Ich bin 70 und muss im nächsten Jahr die Fenster bei meinem Haus erneuern. Einen großen Teil der nötigen 20.000 Euro habe ich schon gespart. Meinen Sie, ich bekomme noch einen Kredit? Oder soll ich lieber mit der Renovierung warten und weiter sparen?

STOCKBAUER: Selbstverständlich bekommen sie noch einen Kredit. 70 ist doch kein Alter, in dem Ihnen eine Bank den verwehren würde.

FELDERER: Frau Stockbauer darf Ihnen das als Bankerin nicht raten, aber ich bitte Sie etwas zu überlegen. Wenn Sie jetzt weitersparen, verlieren Sie beim geringen Zinssatz laufend Geld. Da wäre es klüger, für eine kurze Zeit eine Schuld einzugehen. Außerdem überlegen Sie noch zwei Dinge: Der Preis für die Fenster wird auch steigen. Zudem sparen Sie mit den neuen Fenstern sicher Energie.

Schnittpunkt2012: Der einzig richtige Ratschlag! Jetzt renovieren, jetzt in Realgüter investieren!

Ich mache mir Sorgen, ob es den Euro in einem halben Jahr noch geben wird. Macht es Sinn, Franken zu kaufen?

FELDERER: Also wenn Sie jetzt in Franken investieren, werden Sie garantiert Geld verlieren. In den Franken ist jetzt schon das ganze Geld aus Griechenland abgeflossen. Außerdem machen Sie sich keine Sorgen wegen des Euro. Den Eurobonds, also die Europäische Staatsanleihe, wird es sicher nicht geben. Da kenne ich genug Menschen, die ihr gesamtes Prestige in die Waagschale werfen werden, um dessen Einführung zu verhindern.

Schnittpunkt2012: ??? Wer sind diese Menschen? TINA (there is no alternative - Merkel), das französiche Rumpelstilzchen, Trichet der Lügner, Juncker der Ahnungslose? Den Eurobond wird es offensichtlich jetzt nicht geben. Den Euro wird es ebenfalls bald nicht mehr geben. Und der Franken kann eine gewisse Sicherheit geben, doch wahrscheinlich nicht lange. Norwegische Kronen oder Canadian Dollars wären besser, Gold und Silber sind besser!

Haben wir die ärgsten Probleme an der Börse schon hinter uns?

FELDERER: Die Kurse wurden in den letzten Monaten so geprügelt, dass nun auch schon die Auftragsrückgänge im zweiten Quartal eingepreist sind. Die Märkte werden aber auch in den nächsten fünf Jahren volatil bleiben.

STOCKBAUER: Grundsätzlich müssen Sie sich bei Aktien fragen, wann Sie das Geld brauchen. Wenn es innerhalb der nächsten zwölf Monate fällig ist, müssen Sie sich einen Ausstieg überlegen. Wenn sie acht Jahre Zeit haben, sollten sie die jetzige Phase durchstehen. Außerdem sollten Aktien in Ihrem Portfolio nie mehr als 20 Prozent des Vermögens ausmachen, wenn Sie konservativ investieren wollen.

Die werden erst kommen! Besonders für Unternehmen der IT-Branche, New Technologies, Luxusgüter, ... also alles was der Mensch nicht unbedingt in Krisenzeiten benötigt. Der PC-Absatz ist heuer dramatisch gesunken, der Baltic-Dry-Index am Boden und die Solar- und Windenergiebranche ist trotz staatlicher Förderungen teilweise in argen Turbulenzen ... die Börsenindexes werden noch enorm fallen - mittelfristig: Dax bei 2000, DowJones bei 5000, Atx bei 500 (nicht von mir, sondern von einem Broker einer Bank in Graz!!)

Wie steht es um meine private Pensionsversicherung?

STOCKBAUER: Hier gibt es gesetzliche Regeln, wie diese investieren dürfen. Eine Einlagensicherung wie beim Sparbuch gibt es zwar nicht, die Papiere bieten aber dennoch einen hohen Schutz.

Was zählen gesetzliche Regeln noch, wenn die öffentliche Ordnung zerfällt und der Staat pleite ist? Vielleicht hilft dann eine Reklamation am Salzamt!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)




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1 Kommentar:

Maldek hat gesagt…

Maldeks Rat dazu:

"Soll ich in Gold investieren?"
150 000 in Gold 1kg Barren
50 000 in Gold 1 Unzen Philis
150 000 in Silber 34kg Barren
25 000 in Silber 1 Unzen Münzen

25 000 halten.
5 000 in Euro Konto/Cash
5 000 in CHF Cash
15 000 Anlegen in Nahrung/Werkzeug/Sicherheit (Waffen+Ausbildung dazu)

"Soll ich die weiter halten?"
Sofort verkaufen. Geld in Silber anlegen bzw. Vorräte

"Warum müssen Länder wie Griechenland mit unserem Geld gerettet werden?"
Weil unsere Banken und Versicherungen sonst pleite sind und die Politik den Menschen sagen müßte: "Euer Erspartes ist leider zu 90% verloren"

"Ich habe zwei Wohnbauanleihen - als Altersvorsorge. Sind die noch sicher? "
Ungeeignet. Die nächsten 20 Jahre werden sehr viele Veränderungen bringen. Besser verkaufen und in reale Werte anlegen. Selbstgenutztes Haus ist besser als Immo-Anleihe.

"Die Inflation liegt jetzt schon bei 3,5 Prozent."
Das ist eine Lüge. Allermindestens 7-8% für 2011, eher wird es 10%+ sein bis Ende des Jahres. Deflationärer Schock kommt innerhalb der nächsten Jahre, später dann Hyperinflation.

"Oder soll ich lieber mit der Renovierung warten und weiter sparen?"
Erspartes in Gold/Silber physische Münzen anlegen und abwarten. Hart gesprochen: Wenn die Pension ausbleibt ist essen wichtiger als neue Fenster. Falls sie in 2-3 Jahren tot sind, brauchen ihre Erben das Gold viel dringender als neue Fenster.

"Macht es Sinn, Franken zu kaufen?"
Ja als Barreserve bis 5000 Euro, falls sie in Tirol/Vbg/CH etc wohnen.

"Haben wir die ärgsten Probleme an der Börse schon hinter uns?"
Guter Witz! Börsencrash gibt es erst nach dem Staatsbankrott/deflationärer Schock, nicht vorher. Leichte Korrektur ist alles was bisher war.

"Wie steht es um meine private Pensionsversicherung?"
100% Verlust, abschreiben