Donnerstag, 18. August 2011

Auswandern nach Paraguay

Vor einigen Tagen bekam ich ein Email von einem Hotelier aus Paraquay, einem gebürtigen Kärntner, der schon lange Jahre nahe der Hauptstadt Asunción ein kleines aber feines Hotel betreibt. Er wäre ständiger Leser von Schnittpunkt:2012 und auf Heimaturlaub - er wollte sich mit mir treffen. Natürlich sassen wir einige Tage später in einem stylischen Tee- und Kaffeehaus im Murpark ...

Peter, ein äusserst sympatischer Zeitgenosse, betreibt, wie schon erwähnt, in Asunción ein kleines Hotel (Link im Anschluss des Artikels) und wollte natürlich über Paraquay und das Leben, in dem einzigen südamerikanischen Land ohne Meerzugang, reden.

Es gibt eine grosse deutsche (österreichische) Community, das Leben ist weitgehend stressfrei und im Grund könnte jeder dorthin auswandern. Natürlich, ohne Industrie und nur einer fast automatisierten Landwirtschaft gibt es kaum Arbeitsplätze - für Ausländer gar nicht. Doch wenn man mindestens 5000 US-Dollar auf einem pataquayischen Konto nachweisen kann, bekommt man eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung. Und wenn man diese hat, kann man sich problemlos selbständig machen. "Da kannst ein Würstelstandl aufmachen in Asunción, des geht sicher!"

Paraquay ist politisch und wirtschaftlich stabil, es gibt sehr, sehr viel Land billigst zu kaufen und in Folge zu bewirtschaften. Das Klima ist gemässigt und die Flora doch auch exotisch. Kriminalität herrscht ähnlich wie in Österreich - also für südamerikanische Verhältnisse kaum existent - und die Menschen sind weitgehend vorurteilsfrei.

Peter verspricht, dass wenn Leser von Schnittpunkt2012 beschliessen, sich Paraquay anzusehen und eventuell zu überlegen dorthin auszuwandern, ist er gerne behilflich. Kennt er doch die Bürokratie und viele Menschen.

Also alle die nach Paraquay fliegen, bitte schickt mir oder Peter ein Email, er kennt das Land, die Leute und die Eigenheiten. Er lebt gerne in Paraguay, hat sich auch ein grosses Anwesen gekauft, wo er jetzt Obst und Gemüse anbaut.

Eine "Kleinigkeit" noch. Die Paraquayaner haben festgestellt, seit sie mit den Finanz- und Steuerkontrollen aufgehört haben, zahlen die Unternehmer skuriller Weise mehr, als vorher. Deshalb gibt es seit einigen Jahren keine Steuer- oder Finanzprüfungen mehr. Ausserdem ist das Steuerecht um einiges einfacher und transparenter als bei uns. Und schlussendlich bleibt dem Selbständigen mehr in der Kassa.

Das Leben selbst hat fast europäischen Standard, auch das Preislevel ist in etwa europäisch. Nur kann man in Paragay, laut meinem neuen Freund Peter, etwas sorgenfreier leben!



Aparthotel Lipa, Paraguay, Asunción (hotel-paraguay.de)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Venezuela: Gold- und Währungsreserven werden abgezogen - Im Augenblick eilt Gold von einem Hoch zum nächsten, das Metall, welches eine Magie auf die Menschen ausübt, scheint nicht zu bremsen zu sein. Chavez kündigte nun an, die Gold- und Währungsreserven seines Landes aus Amerika sowie Europa abzuziehen und in “freundlichere Länder” umzuplatzieren. Wenn die Gerüchte stimmen, nach denen die Zentralbanken große Teile des eingelagerten Goldes verleast und verkauft haben, dürfte es zu ernsthaften Problemen kommen, wenn dieses Verhalten Schule macht. (infokriegernews.de)

Wollt Ihr die totale Umverteilung? ... oder: Armut für (fast) alle (souveraen.info)

Druckerpressen werden Gold- und Silberpreis in ungeahnte Höhen jagen - Als wir vor einem Jahr über einen Goldpreis von USD 1.650 pro Unze und USD 2.000 pro Unze schrieben, reagierten die Investoren völlig ungläubig. Jetzt sprechen wir von einem Goldpreis in Höhe von USD 8.000 pro Unze und einem Silberpreis von USD 500 pro Unze. Diejenigen, die richtig hinhören, werden ihr Vermögen schützen und zur selben Zeit bedeutende Gewinne realisieren können (propagandafront.de)

Geheimsache - Notenbanken kaufen Anleihen auch verdeckt - Seit Beginn des Kaufprogramms der EZB haben die Euro-Notenbanken für rund 100 Milliarden Euro Anleihen finanzschwacher Länder gekauft. Doch auch abseits des Programms hat es Käufe der nationalen Notenbanken auf eigene Rechnung gegeben. (faz.net)

Was die auffällige Körpersprache über Merkel und Sarkozy verrät - Liebespaar, Macho-Gehabe und Himmels-Anbeterin: Was die beiden Staatsleute am gestrigen Treffen inszenierten. (tagesanzeiger.ch)

US-Geldmarktfonds werfen Spaniens und Italiens Schuldpapiere aus Portfolio - Die sechs größten US-Geldmarktfonds haben ihre Kreditvergabe an italienische und spanische Banken nahezu komplett eingestellt und ihre Investitionen in französische Banken reduziert. Die Kapitalverwalter bevorzugen nun Schweizer Sicherheiten für ihre insgesamt $511 Milliarden schweren Portfolios. Die Befürchtungen vor einer möglicherweise eskalierenden Bankenkrise in Europa nehmen weltweit immer stärker zu. (wirtschaftsfacts.de)

Was bedeutet Wachstum? So schnell kann es gehen. Noch vor wenigen Wochen wurde der XXL Aufschwung in Deutschland gefeiert und nun das: völlig unerwartet, so liest man, ist die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal stagniert. Das Wachstum betrug nur 0,1 %. Dabei ist das Wirtschaftswachstum das wichtigste Mittel, um sich überhaupt gegen die Schuldenkrise ... (start-trading.de)

Unser Geldsystem - Die dauernde Krise rührt an das Fundament unseres Geldsystemes – und das ist ja eigenartig fragil. Wir haben uns alle so daran gewöhnt, dass niemand mehr infrage stellt, was das bedeutet. (der-klare-blick.com)

Anleger flüchten in Scharen aus britischem Pfund - Die britische Wirtschaft liegt am Boden, die Inflation erreicht Rekorde. Weil Investoren ihr Geld abziehen, verliert das Pfund stark an Wert. (welt.de)

PC-Markt bricht in Westeuropa ein - Die PC-Verkäufe in Westeuropa und Deutschland sind im zweiten Quartal 2011 massiv eingebrochen. Mit 12,7 Millionen Geräten sackte der Absatz um 18,9 Prozent nach unten, teilte das Marktforschungsinstitut Gartner am Mittwoch mit. (welt.de)

Auto-Brände nehmen einfach kein Ende - Und wieder brannten in Charlottenburg, Tiergarten und Neu-Hohenschönhausen Autos aus. (bz-berlin.de)

Die Märkte im QE-Delirium - Entweder der Wall Street steht eine Serie von Index-Downgrades bevor, oder die Kurs-Junkies in New York sind so überzeugt von Ben Bernankes nächster Viagra-Kur, dass sie die entsprechenden Kurse schon in die Prognosen eingebaut haben. Denn der Mittelwert der Kursprognosen für den S&P 500 bis Jahresende liegt jetzt bei 1.383.
Das wäre 16,2% mehr als der aktuelle Indexstand bei 1.193, wie die Zahlenmenschen bei Bespoke Investment festgestellt haben. Interessant ist in deren Tabelle der Vergleich der Prognosen einzelner Wall Street-Strategen zu Beginn des Jahres und jetzt. Fünf Mal wurde die Index-Prognose angehoben, zwei Mal gesenkt. Nur fünf von ihnen sehen zum Ende des laufenden Jahres den S&P unter 1.400 Punkten, lediglich drei unter 1.300 Punkten.
Im Klartext: Die gesamte Prognose-Meute sieht von jetzt ab bis Ende Dezember steigende Kurse. Wieso wundern die sich eigentlich, dass ihnen kaum noch einer glaubt? (markusgaertner.com)

US-Börsenaufsicht – Geldwäscher und Gang-Wäscher - Vernichtete die US-Börsenaufsicht SEC in großem Umfang Beweise für gravierende Finanzstraftaten? – Matt Taibbi hat wieder zugeschlagen, im Rolling Stone. Dort schildert er auf Basis eines Insiders der ausgepackt hat, wie die SEC tonnenweise und jahrelang Unterlagen über eigene Recher-chen zu vermeintlich kriminellen Geld-Machenschaften ge-löscht und beseitig haben soll. Wieder ein brisantes Stück mit vielen bekannten Namen. Auch die Deutsche Bank taucht in dem Bericht prominent auf. (markusgaertner.com)

Bernanke auf dem Schleudersitz? Aufstand im eigenen Haus, der Vorwurf des “Hochverrats” sowie zunehmende Attacken aus Asien, das eine weitere inflationstreibende Geldschwemme fürchtet. Ben Bernanke agiert auf dünnem Eis. Jetzt muss er einen ökonomischen UND einen politischen Drahtseilakt vollbringen. Sein Auftritt am Freitag kommender Woche in Jackson Hole könnte Einschaltquoten erreichen, wie früher bei Fußball-Weltmeisterschaften. (markusgaertner.com)

Rauschgift, Prostitution und Alkohol: Obama-Bewegung am Ende? Aus dem einstigen amerikanischen Hoffnungsträger Barack Obama ist eine tragische Witzfigur geworden. Immer mehr Amerikaner haben den Eindruck, dass Obama dem Land nur geschadet hat. Obama-Andenken liegen wie Blei in den Regalen. Und in »Yes, we can«-Clubs gibt es jetzt Razzien wegen Rauschgift, Prostitution und Alkohol. (kopp-verlag.de)

50 Jahre Agent Orange: 3 Millionen Opfer! 76 Millionen Liter des hochgiftigen Pflanzengiftes versprühte die US-Army während zehn Jahren über Vietnam. Über drei Millionen Menschen leiden heute an den Folgen dieser gigantischen Umweltverschmutzung. Noch heute kommen in Vietnam ungewöhnlich viele missgebildete Kinder auf die Welt. Aber nicht nur Vietnamesen, sondern auch ehemalige US-Soldaten haben davon Krebs oder leiden an Immunschwächen. (seite3.ch)

Vertical Farming: "Die dritte landwirtschaftliche Revolution" - Wieso vertikaler Ackerbau die Zukunft ist, erzählt Ökologie-Professor Dickson Despommier. (derstandard.at)

Raketenbau-Pläne Wernher von Brauns entdeckt - In 20 Schachteln voller ungeordneter Akten aus den USA - Anweisungen für Bau des V2-Triebwerksprüfstandes. (derstandard.at)

Sonnen-Eruptionen: Gefahr für Mensch und Erde? Die Sonne erlebt mal wieder turbulente Zeiten. Im Interview mit RIA Novosti spricht der russische Astronom Sergej Bogatschow über die Ursachen der Sonnen-Eruptionen und die Gefahren der Magnetströme für Mensch und Erde. (rian.ru)

NASA kommentiert Theorien zum Kometen Elenin - Wie schon in früheren Jahrhunderten, so übt das Erscheinen von Kometen auch heute noch eine Vielzahl von Emotionen. Neben der astronomischen Faszination sind dies aber auch Ängste vor einer direkten und indirekten Gefahr, die von den "schmutzigen Eiskugeln" aus dem All für die Erde ausgehen könnte. Auch im Falle des Kometen Elenin, der am 16. Oktober seinen erdnächsten Punkt erreichen wird, ist dies nicht anders. Nun hat sich auch die US-Raumfahrtbehörde zu den zahlreichen Befürchtungen und Theorien geäußert. (grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)




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Kommentare:

3DVision hat gesagt…

Das Leben selbst hat fast europäischen Standard, auch das Preislevel ist in etwa europäisch. Nur kann man in Paragay, laut meinem neuen Freund Peter, etwas sorgenfreier leben!

Wenn der Preislevel fast derselbe ist wie hier in dem Kaff,wo willst du denn mit fuenftausend wertlosen gruenen Dollars da laufen?
Ich wuerd noch nicht mal das risiko auf mich nehmen die Euros in Dollars umzutauschen!
Da sind die Euros mir doch mehr wert und sicher,auch wenn ihr jetzt mit bruellen anfangt,ich hab da meine meinung.

Und etwas sorgenfreier leben?
Was soll das denn?
Vom Regen in die Traufe wie?
Das Wort etwas genuegt mir nicht.
Nein Danke dann such ich lieber weiter nach alternativen.

Maldek hat gesagt…

Schönes Thema: Paraguay
Wie ihr vielleicht wißt, lebe ich nun schon einige Zeit in Paraguay.

Also hier einige Infos ungeschminkt vor Ort - die Wahrheit, die nackte, schonungslose Wahrheit.

Paraguay hat wie Bolivien kein Meer und ist (nach Bolivien) der zweit ärmste Staat im ohnehin schon armen Südamerika.

Hier gibt es nichts außer Natur, Kühe und Soja. Keine Jobs, keine Infrastruktur, keine Kultur, keine Bildung - kein gar nichts.

Die Menschen die glücklich genug sind eine Arbeit zu haben, verdienen einen Dreck. Schwere Arbeit wird mit ca. 25000 Gs pro Tag (das sind Eur 5) entlohnt. 6 Tage Woche versteht sich. Der Mindestlohn sind 1.600.000 GS (etwa 300 Eur), wer das bekommt verdient schon gut. Auto kannst du dir davon allerdings keines leisten, deshalb fahren die Paraguayos mit Mopeds rum.

Die Mehrheit der Menschen ist bettelarm und lebt in Hütten, mit Erdboden, ohne Fenster, ohne Bad, ohne Küche dafür 5 Personen in einem Raum. Körperwärme für den Winter, das ist nämlich jetzt. 5 Grad in der Nacht können ganz schön kalt sein, wenn du in einer zugigen Bretterbude ohne Fenster (nur mit Brett davor) schlafen sollst. Dafür sind sie unglaublich abgehärtet. Wir Weißen würden das keine Woche aushalten, ohne ins Krankenhaus zu müssen.

Ach ja Krankenhaus. Zahlst du alles 100% selber - ist relativ billig für europäische Verhältnisse, aber kannst dus nicht zahlen, kannst du verrecken. Kommt keine Rettung dich abholen, wenn nicht klar ist, du kannst zahlen. Bleibst halt liegen und stirbst - so läuft das hier.

Wirst du ausgeraubt (und Kriminalität gibts hier reichlich, besonders auch von Deutschen Auswanderern) mußt du die Polizei bestechen damit sie ermitteln. Sonst passiert gar nix - nicht mal Fingerabdrücke werden nach einem Einbruch genommen.

Das Preisniveau ist etwas 30-35% von Österreich, Autos kosten jedoch erheblich mehr, Internet ebenso. Es ist möglich als Einzelperson mit Eur 500/Monat ganz ok zu leben, da sollte es allerdings dann mindestens Eur 10 000 als Rücklagen für Krankheit, Raub, Unfall oder ähnliches geben.

Das Einkommen sollte sicher sein und aus EU/USA kommen - erwartet euch 0.00 als Einkommen aus dem Land. Egal was für geniale Pläne es sind, ganz besonders im Tourismus, das haben schon 10 vor euch probiert und sind nach 1 Jahre wieder heimgefahren.

Das angesprochene Lippa Hotel in der Hauptstadt Asuncion ist mir bekannt, der Besitzer ist einer der netteren Deutschen hier und ich wünsche ihm, daß er endlich sein Hotel verkaufen kann.
Das geht ja jetzt schon einige Zeit - vielleicht findet er auf diesem Weg einen Investor, der ihm Eur 770.000,- für sein Anwesen zahlt.

Das traurige ist, es kommen immer wieder Leute hierher, die zu Hause gescheitert sind und hier nochmal durchstarten wollen. Das geht zu 99.99% schief und endet im Desaster. Geld verdienen ist niergends so einfach wie in der EU/USA, merket euch das.

Was schon geht ist die vielen Pensionisten, meist über 60 mit einer jungen Einheimischen, meist unter 20. Das gibt es häufig und das funktioniert auch über Jahre gut, solange die Rente pünktlich kommt.

Wer also Rente oder Geld hat und sich zur Ruhe setzen will - da bietet Paraguay schon so einige Anreize. Jedoch bieten das auch andere Länder wie zB Uruguay oder Brasilien. Mit nix auszuwandern und hoffen "im Ausland ist alles leichter" endet all zu oft im Fernsehen "die Rückwanderer".