Mittwoch, 13. Juli 2011

Kreative, innovative Lösungen nicht erwünscht

Mit normalen, konventionellen Mitteln und Werkzeugen ist die derzeitige Situation wohl kaum mehr in den Griff zu bekommen. Seit es 2008 mit der Pleite von Lehman & Brothers so richtig gekracht hat und das globale Finanzsystem in eine bis heute andauernde Krise bzw. Schieflage gefallen ist, gab es nur ein Rezept, massenhaft neues Geld zu produzieren. Dies, in Verbindung mit niedrigen Zinsen musste sich langfristig fatal auf das System auswirken. Vor allem, weil am System selbst nichts verändert wurde! Es gelten heute wie damals die selben Regeln und Gesetze - mit wenigen geringen kosmetischen Eingriffen.

Ich ging in den 70er Jahren in eine Klosterschule in Wien (Gymnasium der Schulbrüder). Unser Zeichenprofessor Bruder Oswald war nicht nur sehr beliebt, vor allem wegen seiner ständig guten Laune und Fröhlichkeit, er forderte uns in einem besonderen Masse. Uns zeichnen und malen zu lehren bzw. unser Verständis für Kunst zu fördern, das war die eine Seite. Unsere Kreativität und Innovation zu wecken, die andere. Das schaffen nur sehr, sehr wenige - er schon. In dem damals sehr konservativ geführten Pensionat eine herausragende Erscheinung und grosse Persönlichkeit.

An eine Aufgabe kann ich mich noch gut erinnern. Er zeichnete ein kleines Quadrat und darin, scheinbar zufällig verteilt, 15 Punkte. "Ihr müsst all diese Punkte mit einem Strich verbinden!", lautete die Aufgabe. Auf dem Tisch, auf dem dieses Blatt lag, waren auch allerlei Utensilien zum Malen und Zeichnen ausgebreitet: Buntstifte, Filzstifte, Kreiden, Kohle, Aquarellfarben, Pinsel, etc. Wer eine Lösung wusste, konnte rausgehen und diese vor der Klasse präsentieren. Schnell fand einer der Schüler eine Lösung, in dem er mit einem Stift und Schlangenlinien alle Punkte miteinander verband. Doch wir wussten, dass dies nicht die geforderte Lösung war, weil sie zu konventionell und zu einfach war ... unsere Aufgabe war ja unsere Kreativität zu fordern. Kurz bevor die Stunde aus war, ging wieder ein Schüler an diesem Tisch, nahm eine Kreide, die in etwa so lange war, wie das Quadrat breit und machte mit der Breitseite der Kreide einen breiten Strich über alle Punkte ... die Aufgabe war kreativ und nicht konventionell gelöst worden ...

Im Grunde gibt es Lösungsmöglichkeiten für die Krise, man bräuchte nur bei der Wiener Schule der Nationalökonomie nachschlagen, oder Silvio Gesell studieren. Unser kapitalistisches Geldsystem, ein gigantisches Pyramidenspiel (Schneeballsystem) ist relativ alt und hat so manchen ökonomischen Denker herausgefordert. Krisen hat es, seit dieses Geldsystem existiert, immer schon gegeben. Die Auslöser von Krisen waren auch immer die gleichen - Profitgier und Reichtum! ... auf Kosten der anderen!

Extreme Situationen erfordern extreme Lösungen! Allerdings ist genau das das grosse Problem unserer Politiker. Nicht nur in den USA sieht man derzeit, dass die Ideologien zwischen den einzelnen Parteien zum Grabe des Geldsystems werden können. Unterschiedliche Auffassungen lassen keinen Konsens zu. Obwohl diese ohnehin keine Lösung bieten. Es wird um des "Kaisers Bart" gestritten und damit auch jede kreative, innovative Lösung unmöglich gemacht.

Auf mein Beispiel im damaligen Zeichenunterricht zurückzukommen, verwenden alle Politiker, die nichts anderes als Parteimarionetten sind und deren Doktrine und Ideologien vertreten, den Stift um die einzelnen Punkte zu verbinden. Nicht die Breitseite der Kreide ... Die einen beginnen links, die anderen rechts, die einen oben, die anderen unten.

Politisch sind sie ebenfalls nicht frei, sondern jenen Gruppen verbunden, die sie im Wahlkampf fördern und unterstützen. Damit ist ein Grossteil möglicher innovativer und effizienter Lösungen unmöglich, denn die Damen und Herren Politiker wollen in erster Linie eines: wieder gewählt zu werden. Dadurch kann es keine unpopulären Massnahmen und Veränderungen geben. Sie sind allesamt abhängig von Banken, Konzernen, Unternehmer, Pensionisten, Arbeiter, Beamten, etc. Sich aus dieser Abhängigkeit zu lösen, würde bedeuten, möglicherweise einen Teil der Wählerschaft zu verlieren. Denn die Wähler entscheiden nach ihren eigenen Vorteilen. Wer mehr verspricht, bekommt mehr Stimmen.

Somit ist eine tatsächliche, reale Lösung der Krise, die sich immer mehr zuspitzt, unmöglich! Fatalerweise wird jetzt das Vermögen des Volkes verheizt. Und mit der Suggestion nicht existierender oder nur latent realer Gefahren, wie dem ach so gefährlichen Weltterrorismus, der pauschalen Geldwäsche, der überall existierenden Pädophilen, der volksschädlichen Schwarzarbeit, etc. versuchen sie die absolute Kontrolle über uns zu erlangen - der gläserne, orwellsche 1984er-Mensch ist bereits Realität geworden!

Die grosse Gefahr besteht, dass ein Währungscrash tatsächlich in Kauf genommen wird, um danach eine vollkommen virtuelle Währung - die allerdings keinen Bestand haben kann - einzuführen.

Politiker setzen sich weltweit über die Bedürfnisse und Wünsche der Bevölkerung hinweg und verfolgen Ziele die zur absoluten Macht und absoluter Kontrolle führen.

Das heisst, offensichtlich darf keine Lösung gefunden werden und der Euro wie der Dollar muss kollabieren! Dass dann, wenn das Volk dies irgendwann realisiert, die Politiker zum Teufel gejagt werden, scheint ihnen dabei nicht in den Sinn zu kommen. Dazu sind sie allesamt zu selbstherrlich und halten sich für unentbehrlich!

Dass ein Währungscrash bzw. ein Crash des Geldsystems eine nicht geplante Eigendynamik bekommen kann, ist offensichtlich nicht eingeplant. Aber im Ausnahmezustand gelten andere Gesetze! Wenn durch einen Kollaps die öffentliche Ordnung zerfällt, gelten plötzlich andere Gesetze, jene der Strasse, jene des Stärkeren, jene des Improvisierens, jene des Chaos ...



Silvio Gesell - die natürliche Wirtschaftsordnung als PDF-Datei (iss-xund.eu)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Die gefährliche Refeudalisierung der Politik - Vom EU-Rettungsschirm bis zur "Energiewende": Politik verzichtet immer häufiger darauf, ihr Handeln zu erklären. Eine bedrohliche, undemokratische Tendenz. (welt.de)

Eurokrise: Vor der eigenen Türe kehren - Langsam aber sicher könnte ich meinen Wirtschaftsblog in Euroblog umbenennen. Aber angesichts der jüngsten Ausritte der EU-Politiker gegen Ratingagenturen muss ich erneut darauf hinweisen: Die sind nicht schuld an der Krise. (kleinezeitung.at)

Kollaps der Euro-Zone - Weltweit wird vor dem Kollaps der Euro-Zone gewarnt. Das Thema wird nun auch offen in den Massenmedien getitelt. Immer mehr wird klar: Die Rettung ist nur eine Illusion. Sie ist schon mathematisch unmöglich. - Das Rettungsboot hat nur eine begrenzte Kapazität. Wenn zu viele Ertrinkende hineinwollen, sinkt das ganze Boot. Wird der Euro untergehen? Und mit dem Euro das globale Finanzsystem? (mmnews.de)

ESM: Einer geht noch, einer geht noch rein - Einen bekommen die Europaniker sicher noch unter ihren Rettungsschirm, ihren Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM. Und wenn dieser Eine gerettet ist, kommt schon der nächste. Blöd nur, wenn der zu Rettende ein Elefant ist, der unter einen wackeligen Handtaschen-Klappschirm schlüpfen möchte. (wahrheiten.org)

Und der Nächste ist ... Neben Italien hat die EU eine Reihe weiterer Sorgenkinder: Dazu gehören Portugal, Irland, Spanien und Großbritannien. Belgien könnte jedoch für eine Überraschung sorgen. Ein Überblick. (ftd.de)

La dolce vita auf Pump - Schon lange kämpft Bella Italia mit Problemen in der Wirtschaft, aber dem Land wurde stets viel verziehen. Zuletzt jedoch haben Spekulanten das Land aufs Korn genommen. Was passiert jetzt? Fragen und Antworten rund um die Krise in Italien. (sueddeutsche.de)

Pimco erwartet Zahlungsausfall Griechenlands - In der Schuldenkrise taumelt Europa von einer Panikattacke an den Börsen zur nächsten. Und es könnte noch schlimmer kommen: Der weltgrößte Anleiheverwalter erwartet eine Umschuldung Griechenlands im nächsten halben Jahr. (handelsblatt.com)

"Schuldenschnitt kommt" - Steinbrück: Athen ist verloren - Während die Euro-Finanzminister Griechenland mit längeren Laufzeiten und niedrigeren Zinsen entgegenkommen, hält Ex-Bundesfinanzminister Steinbrück die Hilfsmaßnahmen für wenig hilfreich. Er ist sich sicher, dass ein Schuldenschnitt nicht mehr umgangen werden kann. Am härtesteten trifft dieser dann Griechenlands Banken und die EZB. (n-tv.de)

Moody's stuft Irland auf Ramsch - Erst Portugal, jetzt Irland: Die Ratingagentur hat die Bewertung des Inselstaats herabgesetzt. Moody's geht davon aus, dass das Land weitere Finanzhilfen braucht, bevor es an die Finanzmärkte zurückkehren kann. (ftd.de)

Euro-Schulden-Krise: Frankreich bald pleite? Euro-Schuldenkrise bedroht nicht nur PIIGS sondern auch Frankreich. Das zeigt der neue Handelsblatt-CEP-Default-Index. Er bezieht nicht nur die Solidität der Staatsfinanzen, sondern auch die Finanzlage der Privatwirtschaft ein und bildet so die Kreditwürdigkeit der gesamten Volkswirtschaft ab. Frankreich drohe "mittelfristig der Verlust der Kreditfähigkeit". (mmnews.de)

Wie Staaten zerbrechen - Tiefrot - so sind auf dieser Grafik die Staaten eingefärbt, die ihren Bürgern weder Sicherheit noch Perspektiven bieten können, von Wohlstand ganz zu schweigen. Nach einer Studie der unabhängigen Washingtoner Forschungseinrichtung "Fund for Peace" werden diese als Failed States angesehen - gescheiterte Staaten. Wie auch in den vergangenen Jahren führen afrikanische Staaten die Liste der Organisation an. (sueddeutsche.de)

Warum bauen die Schweizer so viele Bunker? 300.000 Bunker gibt es bereits in der Schweiz – mit mehr Plätzen als Einwohner. Und nach Fukushima errichten die Schweizer noch mehr Schutzanlagen. (welt.de)

Wie das Märchen vom gefährlichen Ozonloch entstand! Die Vorlage für das Kyotoprotokoll - Das „Ozonloch“ über der Antarktis, war das Panikthema der achtziger und frühen neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Hautkrebserkrankungen wurden - besonders in Australien- mit der Ausweitung des Ozonloches über dem Südpol in Zusammenhang gebracht.(obwohl Australien mehr als 3000 km vom „Ozonloch“entfernt liegt). Die Furcht wurde geschürt, dass Hautkrebs sprungartig ansteigen würde, wenn nichts dagegen unternommen würde. Und alles streng wissenschaftlich bewiesen! Sogar per Nobelpreis bestätigt. (eike-klima-energie.eu)

Nudelsieb als religiöse Kopfbedeckung in Führerschein genehmigt - Niko Alm hat den Antrag als Angehöriger des "Pastafarianismus" gestellt und nach drei Jahren Dokument erhalten. (derstandard.at)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)




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1 Kommentar:

Metatron2011 hat gesagt…

Du schreibst Johannes das, " Fatalerweise wird jetzt das Vermögen des Volkes verheizt. Also mein Vermögen ist relativ klein und ich habe es nicht auf einer Bank. Das Geld was verbrannt wird ist das erfundene Geld der Banken auch für die Rettungsgelder alles nur erfundenes Geld, nur wir sollen dafür mit werthaltigem Vermögen haften. Das wird wohl nicht passieren, wenns losgeht kriegt keine Bank das Haus eines anderen zwangsversteigert oder ähnl. das wird nicht durchgehen da gibt es Bürgerkrieg, wo Banker und ihre Helfer an der Laterne die frische Luft geniessen.
Schon mal darüber nachgedacht das es Kräfte gibt die den Kollaps wollen ihn forcieren und beschleunigen,,, andere wollen ihn aufhalten und den Banken Rettungsgelder zuführen. Beisst sich das denn nicht! Gibt es ein paar wenige die dieses System mit Absicht an die Wand fahren, wahrscheinlich so mächtig das niemand an sie ran kommt. Die NWO ist doch nur eine Ausrede sie wird NIE Realität wwerden, globale Regierung globales Geld,, man sieht doch am Euro das das nichts werden kann, alles auch nur rein ökonomisch gesehen. Stellt euch dieses Euro Chaos weltweit vor,, wer bekommt das unter Kontrolle Niemand. Die Banken sterben alle wenn das Finanzsystem stirbt, es wird etwas völlig neues geben.
Es ist von ganz oben so geplant, nur keine NWO so wie wir sie beschrieben bekommen, nachdem alles auch wirklich alles an Finanz Dingen kaputt ist und die Macht der Banker dahin wird etwas neues erscheinen. Das Geldsystem steckt in uns allen, es muss raus aus unseren Denken.