Donnerstag, 19. Mai 2011

Wir, die fatalistischen Doomer

Als der Blogger-Dienst (blogspot.com) vorige Woche für eineinhalb Tage ausfiel und keine Aktualisierung der Blogs möglich war, habe ich mir meine alten Postings durchgesehen.

Oft schrieb ich, wie nah das System am Crash war, wie sich alles zuspitzte und dann doch der Zusammenbruch nicht stattfand. Das heisst allerdings nicht, dass uns dieser nicht doch noch bevor steht.

Fakt ist, dass seit 2008 mehrere, zusammenhängende Systeme (Währungs-, Finanz- bzw. Banken-, Polit- und Wirtschaftssystem) extrem instabil sind. Und dass eine gewaltige Medienmanipulationen und Desinformationskampagnen seitens der Regierungen laufen, welche die Brisanz der jeweils aktuellen Situation extrem herunterspielen und verniedlichen. Irgendwie hat dies mit einem ausgeprägten naiven Infantilitismus zu tun, der uns allen Kopf und Kragen kosten kann und wird.

Seit 2008 hat es immer wieder Situationen gegeben, wo nur Stunden und die illusionären Mega-Manipulationen den Zusammenbruch verhinderten. Kannst du dich noch an das "Aufspannen des EuroRettungsschirms" erinnern, jenen 750 Milliarden-Schwindel, der niemals erfüllt werden kann? Jetzt bringen Nachforderungen seitens Griechenland und erforderliche Rettungsbailouts seitens Portugal und Irland wieder einmal die EU und die Eurozone in schwerste Bedrängnis - dabei geht es "noch" um "nur" knapp mehr als ein Viertel der 750 Milliarden, die angeblich bereit stünden ...

Dass sich nun Gegenstimmen melden und Staaten versuchen aus diesen ruinösen Abkommen auszutreten, ist logische Konsquenz, die zu erwarten war. Sonderbar, nur der deutsche Michel ist überraschend ruhig.

Niemand konnte voraussehen, mit welchen linken Aktionen und Betrügereien die EU, aber auch die USA ihr eigenes Volk und dessen Vermögen als Einsatz in ein Spiel einbringen, dessen Gewinnchance gleich Null ist ...

Nicht nur ich habe den Fehler begangen, betriebswirtschaftliche Aspekte für Staaten gelten zu lassen. Denn, würde ein Unternehmer seine Finanzpolitik so verschleiern und betrügerisch anlegen, wäre er wohl schon hinter Gitter. Was wir seit 2008 erleben, ist betriebswirtschaftlich einen Konkurs (Bankrott) zu verschleppen und durch Loch-auf-Loch-zu Politik die wahre Situation zu verschleiern.

Doch plötzlich sprangen Teile der Systempresse ab und malen jetzt mit teilweise Horrorszenarien den Teufel an die Wand - Austritt aus der Eurozone, Austritt aus der EU, Umschuldungen, Zerfall des Währungsbündnisses, Währungsreformen, Euro Nord/Euro Süd, wirtschaftlicher Stillstand, Depression, Inflation, etc. Ja, es fällt immer schwerer, die tatsächliche Brisanz und Möglichkeiten eines fatalen Dominoeffekts zu verschweigen. Die verlogene "Die-Krise-ist-vorbei" und Aufschwungslügen sind leicht zu durchschauen. Vor allem dann, wenn plötzlich die Staaten derart rigorose Sparprogramme ankündigen, von denen fast jeder in irgend einer Form betroffen ist.

In Wahrheit kennt weder jemand das Prozedere noch die Konsequenzen sollten Staaten aus der Währungsunion oder der EU austreten. Darüber kann höchstens spekuliert werden ... noch. Denn die Probleme lassen nicht mehr vom Tisch wischen und auch nicht verleugnen. Politiker widersprechen sich gegenseitig und machen sich dadurch selbst unglaubhaft. Veröffentlichte Zahlen haben ein geringes "Haltbarkeitsdatum" und werden ständig nachgebessert. Auch hierbei wird man das Gefühl nicht los, nur Unwahrheiten und Halbwahrheiten zu hören, die die Situation verschleiern sollten.

Wir haben es bis heute geschafft, mehr recht, als schlecht, das System bzw. die Systeme notdürftig mit enormen Aufwand aufrecht zu erhalten. Dass allerdings ein Zusammenbruch, ein Crash JEDERZEIT möglich sein kann, wird uns nicht gesagt ...

Die einzelnen Systeme sind von einander abhängig und sehr kompliziert und höchst intransparent aufgebaut. Sie alle sind abhängig von einander, die Banken, die Wirtschaft, die Politik, die Währungen, ... Fällt eines dieser Systeme aus, ist wieder Feuer am Dach! Vor allem, weil mit fortschreitender Zeit und keinen wie auch immer gearteten Lösungen und Reformen das Seil, an dem alles hängt, immer dünner wird. Es ist, als würde sich die Katze in den Schwanz beissen! Ein Teufelskreislauf, der nur durch eine umfassende und grundlegende Reform gestoppt werden kann. Diese Reform ist natürlich nicht im Ansatz zu sehen und wäre auch politisch nicht realisierbar. Denn unsere Politiker wollen allesamt wiedergewählt werden und an der Macht bleiben - für unpopuläre Massnahmen ist daher kein Platz und zusätzlich spielen in diesem lethalen Spiel zuviel mächtige Lobbies und Bündnisse mit, die jede vernünftige Reform bereits im Keim ersticken.

Das soll heissen, so falsch lagen wir alle nicht. Wir, die man "Doomer" nennt, deren Warnungen seit Jahren auf diversen Webseiten und Blogs erscheinen. "Lieber ein Jahr zu früh, als eine Stunde zu spät!" Wer ein wenig seine grauen Zellen beansprucht, über unser Geld- und Währungssystem Bescheid weiss, Zahlentabellen lesen kann und auch viele Nullen hinter den Ziffern richtig deuten kann, wird kaum ohne weiteres zu seinem unbeschwerten Alltag zurückkehren. Das fatale daran ist aber, dass die Masse aus Ignoranz, Unwissenheit und Faulheit nicht bereit ist, sich zu informieren. Sonst hätte sie bereits die Ausweglosigkeit erkannt!

Alleine das Tempo, in dem derzeit die Staatsüberschuldungen, vor allem in angeschlagenen Ländern zunehmen, muss einem den Schweiss auf die Stirn treiben und für schlaflose Nächte sorgen. Und trotzdem alles klar scheint, so wie die Tatsache, dass Griechenland mit einer scheinbaren Sanierung ohne Umschuldung oder Schuldenerlass seine Kredite und Anleihen NIEMALS mehr zurückzahlen kann! Trotzdem stopfen wir immer mehr in diesen Pleitestaat und verlautbaren, das Sparprogramm beginnt zu greifen ... Tatsache ist, dass zwar die Regierung gewillt ist, aber das Volk in Form von Demonstrationen und Strassenschlachten seinen Unmut äussert. Der Volkszorn kocht bereits und ist mit "normalen" Mitteln nicht abwendbar! Auch in Spanien beginnen seit Mitte Mai die Leute auf die Strasse zu gehen.

Es freut uns, wie im arabischen Raum die Freiheitsbewegungen Diktatoren und totalitäre Regime in Bedrängnis bringen und schlussendlich stürzen. Dass auch wir weder in Freiheit leben, noch von totalitären Tendenzen unserer Regierungen und Politiker gefeit sind, noch kann sich in Mitteleuropa kaum jemand vorstellen, auf die Strasse zu gehen, um die korrupten, verlogenen und versagenden Politiker zu stürzen. Aber das kommt noch, mein lieber Freund. Und auf diesen Tag sollten wir uns bestens vorbereiten, denn dann verändert sich unser Leben radikal! Spätestens dann ist Schluss mit lustig.

Und jedem sei gesagt, der glaubt "Es würde immer so weiter gehen", dass auch die stolzesten und grössten Kulturen irgendwann kollabierten. Dass dabei Dekadenz, Ignoranz, Unfähigkeit und Selbstüberschätzung eine grosse Rolle spielten, ist wohl nachvollziehbar!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Nobelpreisträger schlagen Alarm für bedrohten Planeten - Appelle zur Rettung vor globalen Gefahren gibt es viele, aber selten so hochkarätige: Nach zweitägigen Beratungen haben 20 Nobelpreisträger und noch einmal so viele führende Umwelt-Wissenschaftler von Entscheidungsträgern verlangt, schleunigst und weitgehend zur Bewahrung des Planeten zu handeln. Die Spitzenwissenschaftler warnten in Stockholm vor nicht mehr umkehrbaren Konsequenzen. Ähnliche Treffen hatte es zuvor 2007 in Potsdam und zwei Jahre später in London gegeben. (dnews.de)

Told! “Situation at Fukushima Out of Control” - The situation at the Fukushima plant is currently out of control, says Professor Christopher Busby from the European Committee on Radiation Risks, who gave RT his insight into the recent developments in Japan. (beforeitsnews.com)

EU-Staatsschuldendebakel: Hier knallt´s richtig - Die gesamte Eurozone sollte aufgeben werden. Früher oder später werden die Bürokraten und Eine-Welt-Regierer die Eurozone sowieso auflösen und zu den Nationalwährungen zurückkehren müssen, wenn sie verhindern wollen, dass es zu einem vollständigen Zusammenbruch Europas kommt. Sollte Griechenland, Irland oder Portugal die Zahlungsunfähigkeit erklären, dürfte darüberhinaus eine Vielzahl der betrügerischen Machenschaften der EZB und der Finanzinstitutionen auffliegen. (propagandafront.de)

Bernanke, Keynes und Koo - Zu lesen war über das Scheitern von Ben Bernankes Drei-Stufen-Rakete hier im Blog schon öfter. Jetzt hat das aber einer illustriert, der viel mehr Kaliber hat als so eine kleine Leuchte wie ich. Der Nomura-Ökonom Richard Koo, entlarvt, was Monsieur Bernanke uns stets als seinen Weg aus der Krise propagiert hat: Die Geldbasis ausdehnen damit die Geldmenge explodiert und schließlich die Kredite wieder stärker fließen. Voila, die Wirtschaft läuft wieder – Pustekuchen. All die Munition verschossen. Die Fed kaufte 70% der Treasuries, nachdem QE2 begann. (markusgaertner.com)

Weltbank schreibt den Dollar ab - Der Dollar brennt und das lichterloh. Ökonomen und Interessierte wissen das bereits seit langem, jedoch wird nun offensichtlich der Pöbel langsam auf das Aus des Dollar vorbereitet. Im Spiegel widmet man sich dem Thema und natürlich ist China wieder ganz vorne dabei. Die Werkbank des Westens macht sich auf, die Weltwirtschaft anzuführen. Noch vor 20 Jahren hätten die meisten darüber nur müde gelächelt. (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Auch in Spanien findet eine Revolution statt - Die Spanische Revolution hat am 15. Mai begonnen! Es fanden in 50 spanischen Städten Massendemonstrationen gegen die Regierung statt. Die Spanier solidarisieren sich und protesieren gegen die politische Kaste, die in den Händen der Bankster ist. Sie fordern eine Veränderung, eine echte Demokratie. Sie sagen, die Politiker vertreten sie nicht, die Demokratie wurde gestohlen, das System ist pervertiert. (alles-schallundrauch.blogspot.com)

US-Forscher warnen vor drohender Sonnenkatastrophe - Angesichts der zunehmenden Sonnenaktivität, die im Jahr 2013 ihren Höhepunkt erreichen soll, befürworten US-Meteorologen eine enge internationale Kooperation, die helfen soll, starke Magnetstürme in den Griff zu bekommen. (rian.ru)

Supernova-Explosion: Strahlt bald eine zweite Sonne? Im Interview mit RIA Novosti spricht der russische Astrophysiker Nikolai Tschugai vom Institut für Astronomie über die Befürchtung einiger Wissenschaftler, dass der Riesenstern Beteigeuze bald explodieren könnte. (rian.ru)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)





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Kommentare:

Jo hat gesagt…

Recht hat er!
Warum die Bundesbüdel noch so ruhig sind, es steigt ja nur marginal der Spritpreis und dei inflation ist auch nur gefühlt.
Ändert sich das, wird auch der Deutsche aufwachen, bis jetzt hört er davon und rechnet nicht nach, solte er aber. Im moment fühlt er noch aber wenn er es weis und es schmerzt dann hängen die Laternen voll.
Die ruhe vor dem Sturm !!

Jo

Roberto J. De Lapuente hat gesagt…

Kommt das noch, dass wir diese tyrannische Politikerkaste stürzen? Man hofft, aber ich glaube, solange RTL Scripted Reality überträgt, wird keine Zeit dazu sein...

Rudiratlos hat gesagt…

Zustände wie in Lybien sind auch hier möglich.
Achso?niemals?
Na dann mal abwarten.

razlich hat gesagt…

I offer to your attention a film about six priorities of the generalized instruments of management by countries and people of Earth.
Six Principles of Global Manipulation
http://www.youtube.com/watch?v=0fF3TQ0lJnU
Anti-Qur'an Strategy of the Bible Project Wheeler-Dealers
http://http://www.youtube.com/watch?v=_1wXgXwj3MI
Nibiru and Annunakis on the Swiss francs
http://http://www.youtube.com/watch?v=RDoU3tLwc3o

Maldek hat gesagt…

Tranquillo Leute.

Die derzeitige Panik-Mache (genau lesen!) in Europa, in Verbindung mit GS als "Berater" der Griechen, in Verbindung mit der Absetzung des französichen IWF Chefs läßt eigentlich kaum Fragen offen.

Die USA haben so scheint es den Plan Europa in Richtung Chaos/Währungszerfall zu schicken.

Der Yen-Raum hat ja schon sein Erdbeben + AKW Gau erhalten, damit bleibt als einziger "Globaler Währungsraum" der U$ intakt.

Kauft den USA Zeit.

Ach ja die "Revolutionen" im arabischen Raum...gerade noch rechtzeitig, um die Einführung des Gold-Dinars (googeln) zu verhindern - hätte dem U$ gar nicht gut getan. Ein Schelm wer da Verbindungen sieht.