Dienstag, 17. Mai 2011

Strom kommt doch aus der Steckdose!

Ja, das stimmt ... doch irgendwo muss irgendwer den Strom erzeugen, damit dieser aus der Steckdose kommen kann! Nun hat auf Grund der Katastrophe in Japan eine grundsätzliche Diskussion über Atomkraft begonnen und Deutschland möchte angeblich einige Atomkraftwerke aus Sicherheitsgründen stillegen. Im Grunde eine sehr gute Sache, da Atomkraftwerke ein sehr hohes Sicherheitsrisiko darstellen und die Endlagerung des Atommülls, also der gebrauchten Brennelemente, die bekanntlich noch einige Tausend Jahre (!!!) strahlen, nach wie vor die grössten Probleme darstellen. Das soll heissen, auch wenn grosse Windkraftwerksfarmen gebaut werden, wird durch die etwaige Stillegung von Atomkraftwerken auch weniger Strom produziert. Demnach kann auch weniger Strom verbraucht werden ...

Nun sind wir neben der Atomkraftwerksdiskussion auch mit der Frage über unsere zukünftige Mobilität befasst. Viele Automobilhersteller produzieren bereits Autos mit Hybridantrieb und alle haben reine Elektroautos in der Entwicklung.

Elektroautos werden in nächster Zeit, also in den nächsten 3-5 Jahren, sollte sich nicht Grundlegendes ändern, kaum die Benzin- und Dieselfahrzeuge verdrängen. Nur im urbanen Bereich werden nach dem heutigen Stand der Technik Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen.

Es ist eine paradoxe Situation. Einerseits werden europaweit Milliarden an Förderungen für Elektrofahrzeuge ausgegeben, wenn das Elektroauto sich allerdings durchsetzen würde, würde unser Stromnetz kapitulieren.

Denn, die Energie, welche die Fahrzeuge benötigen, muss irgendwie erzeugt werden. Glaubt man, dass, wenn man die Benzin- und Dieselstinker zugunsten reiner Elektrofahrzeuge von den Strassen bringt, würde man weniger Energie verbrauchen? Nein, sogar mehr, denn unsere Mobilität steigt. Wir benötigen Jahr für Jahr mehr Energie - sei es in Form von Strom oder Energie aus Erdölprodukten.

Dieses Manko, das entstehen würde, wenn plötzlich der Umstieg auf Elektrofahrzeuge flächendeckend stattfände, muss irgendwie ausgeglichen werden.

Durch diese Form der zukünftigen Mobilität fördert man jene Energiegewinnung, die man jetzt aus Sicherheitsdenken abschalten möchte. Elektrische Mobilität ohne Atomkraftwerke ist schlicht unmöglich!

Zu spät, vor allem in Österreich, hat man mit der Akzeptanz und Förderung von Kleinkraftwerken begonnen. Ich kenne Pioniere, die bereits in den 70er und 80er Jahren kleine Wasser- und Windkraftwerke bauten bzw. bauen wollten. Doch der Monopolist torpedierte jedes einzelne dieser Projekte und die Politiker ignorierten diese Praxis. Eine mir bekannte Bauernfamilie musste deswegen Konkurs anmelden, da die Elektrizitätsgesellschaft es untersagte, selbst produzierten Strom auch zu verwenden. Dieser musste äusserst billig ins Stromnetz eingespeist werden und nur der teure Strom durfte verbraucht werden. Die Investitionen zahlten sich nicht aus, der zukunftsorientierte und innovative Bauernhof, erzeugte damals schon biologische Produkte, schlitterte in die Zahlungsunfähigkeit und wurde versteigert ... Durch diese grosskonzernabhängige Politik ist im Bereich der Energiegewinnung durch Privatkraftwerke ein hoher Schaden entstanden, der mittelfristig auch nicht ausgeglichen werden kann.

Natürlich liegt es auf der Hand, dass die Atomlobby das Elektroauto möglichst sauber, grün, billig und bequem propagiert - ohne sie geht es dann keinesfalls mehr!

Aber auch ein anderes unschönes Problem tut sich auf. Wenn herkömmliche Treibstoffe im Verbrauch zugunsten mehr Strom zurückgehen, dann verdient auch der Staat weniger. Wie wir wissen, sind Benzin und Diesel eine der am höchsten besteuerten Produkte überhaupt! Angeblich um die Steuergelder dem Strassenbau und der Strassenerhaltung zuzuführen. Tatsächlich fliesst aber ein Grossteil dieser zweckgebundenen Steuergelder ins normale Budget ein um bei der Loch-auf-Loch-zu-Politik Löcher zu stopfen. Darum wird, um einen möglichen Rückgang zu kompensieren, auch Strom entsprechend besteuert werden. Der Staat kann sich eine nicht höhere Besteuerung gar nicht leisten! Doch dazu muss erst eine gewisse Anzahl an Elektrofahrzeugen in Betrieb sein, denn sonst schreckt dies mögliche Umsteiger ab.

So grün, so sauber und so billig wird der Betrieb von Elektroautos also nicht. Denn Atomstrom ist, wenn man auch die Folgekosten von Atommüllagerung und Abwrackung stillgelegter Atomkraftwerke in Betracht zieht, sehr, sehr teuer. Doch jetzt will das noch niemand hören! Nur eines ist sicher, aus dem Auspuff von Elektrofahrzeugen kommt weder CO2, noch Russ, noch Wasserdampf, noch Dreck ... denn Elektrofahrzeuge haben keinen Auspuff! Und bei uns kommt der Strom aus der Steckdose!



Elektromobilität - sinnvoll oder nicht? Eine Million Elektroautos sollen bis 2020 auf deutschen Straßen rollen - geht es nach dem Willen der Bundesregierung. Um die Einführung der E-Autos zu unterstützen, sind staatliche Förderungen in Milliardenhöhe im Gespräch. Doch wie sinnvoll ist das und was sagen die Kritiker? tagesschau.de hat die wichtigsten Fragen und Antworten zur Förderung von Elektroautos zusammengestellt. (tagesschau.de)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



"Könnten Ende der Volkswirtschaft erleben" - US-Präsident Obama malt wegen der US-Schuldengrenze eine dramatische Krise an die Wand: Wenn die Aufnahme weiterer Schulden nicht bewilligt werden würde, drohe ein Kollaps des gesamten Finanzsystems - mit schlimmeren Folgen als bei der gerade überwundenen Wirtschaftskrise. (kleinezeitung.at)

Portugal kriegt 78 Milliarden - Portugal soll ein Hilfspaket der Euro-Staaten in Höhe von 78 Milliarden Euro erhalten. Die Finanzminister der EU-Staaten hätten sich in Brüssel darauf geeinigt, berichten verschiedene Medien unter Berufung auf Diplomatenkreise. (mmnews.de)

Die Ungereimtheiten im Fall Strauss-Kahn - In den Medien häufen sich die Theorien eines Komplotts gegen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn (DSK). In der Tat: Es gibt etliche Ungereimtheiten in der Sex-Affäre um den französischen Spitzenpolitiker. (tagesanzeiger.ch)

Europa wird es jetzt schwerer haben im IWF - Die Nummer eins des IWF sitzt in Untersuchungshaft, weil sie sich vom falschen Körperteil leiten ließ. Welch gravierende Folgen das haben könnte, wird deutlich, wenn man sich anschaut, wer da jetzt vorübergehend die Geschäfte für Dominique Strauss-Kahn führen wird. (markusgaertner.com)

"Arroganter" Treichl gegen "blöde" Politiker - Erste-Chef Treichl löst mit seiner Kritik an der Politik vor allem bei der SPÖ Empörung aus: Die wirft Treichl Arroganz und Abgehobenheit vor. Von der Opposition bekommt der Banker zum Teil recht. (kleinezeitung.at)

Soufflé mit Kruste - Im Kernkraftwerk Fukushima hat sich geschmolzener Kernbrennstoff durch den Stahlboden des Reaktors gefressen. Es droht eine verheerende Explosion. (spiegel.de)

HAARP II: Erdbeben-Katastrophen auf Bestellung. War das Japan Erdbeben menschgemacht? Chaos aus Ordnung, um Ordnung aus Chaos zu schaffen? Ausser für Wetter / Klimawandel und Gesinnungskontrolle, kann HAARP verwendet werden, um Erdbeben auszulösen, was es zu einer besonders gefährlichen Waffe in den falschen Händen macht. (derhonigmannsagt.wordpress.com)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)





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Kommentare:

muten hat gesagt…

mein senf dazu:

"...Elektrische Mobilität ohne Atomkraftwerke ist schlicht unmöglich..."

ist so nicht ganz richtig - denn was gerade elektroautos auszeichnet ist ja dass sie mit akkumulatoren arbeiten - also in irgend einer form elektrische energie speichern.
und genau diese speicher sind bestens dazu geeignet mit variabler energeizufuhr umzugehen - mit anderen worten wenn wind da ist wird geladen - wenn nicht dann später - oder mit sonnenschein usw...
also gerade e-mobile sind bestens für "alternative" energiequellen geeignet!!!!!

das eigentliche problem liegt aber viel tiefer.
es gibt bei weitem nicht mehr ausreichend rohstoffe ("seltene erden" usw...) auf diesem planeten um die jetzt fahrenden (~ 1 milliarde) "erdölfahrzeuge" auch nur ansatzweise durch elektrische zu ersetzen.
maximal 1/3 der bestehenden flotte könnte ersetzt werden... - ... WENN!!! genügend fossile rohstoffe zur verfügung wären.

die ganze "elektrotechnologie" wächst ja nicht auf bäumen sondern muss unter massivem einsatz fossiler rohstoffe "geernet" - transportiert - verhüttet und verarbeitet werden.
der aufbau der gesamten "elektroinfrastruktur" benötigt weitere unmengen fossiler roh.- und brennstoffe!

das fördermaximum für süßöl ist 2006 überschritten worden und das fördermaximum für alle ölderivate wird gerade jetzt überschritten - gas folgt in wenigen jahren da es mit seiner geringeren energiedichte öl nicht ausreichend ersetzen kann und die "gute" leicht zu erreichende kohle haben wir bereits im 19ten jahrhundert verbraucht.

zusammengefasst:
wir haben nicht genügend "metalle" um die bestehende fahrzeugflotte zu ersetzen - und wir haben nicht genügend fossile rohstoffe um eine umfassende infrastruktur aufzubauen!
abgesehen davon das e-mobile ~ alle 5 jahre neue akkus benötigen.

wenn jetzt e-mobile wieder nur den reichen zu verfügung stehen - werden derartige soziale unruhen aufkommen dass es keine insel mehr geben wird um dorthin zu flüchten...

es gäbe nur zwei möglichkeiten e-mobilität ernsthaft zu betreiben:
1.) es werden ausschließlich klein und leichtfahrzeuge für alle hergestellt - oder
2.) es werden ausschließlich "öffis" als e-fahrzeuge gebaut die dann ebenfalls allen zur verfüguung stehen.

dafür würden die ressourcen auf diesem planten noch ausreichen.

muten hat gesagt…

weiter von oben da 4k grenze ;-)

wer zweifel an der "peak oil" theorie hegt der möge sich nicht nur mit den vorhanden rohölmengen auseinandersetzen sondern sich unbedingt mit dem "erntefaktor" beschäftigen - dem sogenannten EROEI.

kurz zur erklärung: im jahr 1900 war die energie von einem fass öl notwendig um 100 fass öl zu ernten.
heute - über 100 jahre und viele technische innovationen später - ist der eroei im schnitt auf 1 zu 7 gesunken.
mit anderen worten wir benötigen heute 13 mal mehr energie um an die gleiche menge öl ranzukommen wie vor 100 jahren !!!
wenn dieser eroei auf 1/1 gesunken ist - also die förderung von öl gleich viel energie benötigt wie dann im öl drinnensteckt wird eine weitere förderung nicht mehr möglich sein - und dass ist absolut unabhängig davon wieviel öl noch irgendwo schlummern mag!

die anhäger der abiotischen theorie (nachwachsendes öl) mögen sich bitte mit der exponentialrechnung vertraut machen. der verbrauch von öl (allen rohstoffen!) wächst exponentiell (dank asien auch weiterhin).
ein planet könnte (wenn die theorie stimmen würde) sein öl nicht exponentiell beschleunigt nachwachsen lassen.
auch diese theorie hat also nicht den geringsten einfluss auf die "peak oil" problematik!

ich möchte meinen "senf" mit der aussage eines vor kurzem pensionierten geologen schließen der sein leben lang weltweit metalle gesucht hat (zuletzt in afrika) - und den ich interviewen durfte:

auf meine frage nach seiner meinung zur ölproblematik beendete er das interview mit folgendem satz:
"...das transportmittel der zukunft ist die kutsche..."


um den bereits jetzt bestehenden rückgang des eröls mit akw's auszugleichen müssten jährlich über 500 atomkraftwerke gebaut werden - und auch uran ist ein nicht nachwachsender rohstoff - abgesehen davon dass atomkraft ein verbrechen am gesamten planeten ist - und auch so geahndet werden muss!
sichere endlagerung ist definitiv nicht möglich.

Jo hat gesagt…

Ich weiss nicht warum soviel geschrieben wird über Energie und Elektroautos, schreibt doch mal über die Zerschlagung von Ölkonzernen und der Verhaftung der Manager incl. der korrupten Regierungen dieser Welt.
Aber nee der Strom kommt aus der Steckdose, toll die Welt hat aber was anderes zu bieten, in den MainMedien liesst man nur Schrott und der Rest schläft.
In aller Heimlichkeit ist eine Revolution auf den Weg die kalte Kernfusion, hier zu lesen

http://www.politaia.org/wirtschaft/energie-katalysator-e-cat-von-andrea-rossi-patent-in-italien-zuerkannt/

noch nie was von gehört, was lest ihr denn ?? Spart euch den Schei.. mit Elektroautos 400 Watt Input 15 KW output in Koffergröße, 4 solche Teile in ein Auto und gut iss, nur noch Wasser tanken.
Oder die Dezentrale Energieversorgung eines Hauses, Windkraft ade und der andere Schrott gleich mit. ES IST definitiv DIE REVOLUTION des 21. Jahrhunderts, und ihr verschlaft sie. Und dann noch solch toller Artikel, ;-). Falls jemand denkt das ist ein Fake weil er es nicht in der Tagesschau gesehen bekommt dann ist er echt gut drauf. ES IST ECHT. Es wir Zeit für nen Bewusstseinsprung!!!Schreibt Beschwerde, mit Briefen und emails an die Medien warum sie dies verschweigen, dann hätte eure Mühe um Energie aus der Steckdose noch einen Sinn.

Ansonsten ein neuer Artikel scheint angebracht. Wie wärs?

Jo

muten hat gesagt…

@Jo

ich beschäftige mich schon seit vielen, vielen jahren mit diversen "alternativen" in allerlei richtung.

selbstverständlich ist (mir) die kalte fusion bekannt - schon seit den 80ern - so auch die aktuellen forschungen wie die von dir verlinkte.

aufgrund meiner erfahrung erlaube mir - mit verlaub - dir einen rat zu geben: glaube solchen berichten erst dann wenn du die zugehörigen dinge wirklich auch kaufen kannst.

so warte ich - um ein anderes beispiel zu nennen - schon seit 15 jahren auf ein funktionierendes pressluftauto.
das wäre ein "akku" der "ewig" funktioniert und die grundlagenforschung ist schon fast 100 jahre alt - dennoch gibt es solche autos nicht !!!

aber abgesehen von der technikgläubigkeit ist folgendes weitaus wichtiger:
alle "alternativen" der industrie hätten wieder nur den zweck dass die wirtschaft auch weiterhin exponentiell wachsen kann - dass also alles so weitergeht wie bisher.

das wird die natur nicht zulassen - das würde die sozialprobleme nicht beseitigen und die rohstoffe erlauben es schwieso nicht - denn alles geht zur neige...

viel wichtiger als die ganze technikreligion ist das wir menschen endlich lernen im einklang mit der natur - und mit anderen menschen in frieden zu leben - das ist die bewusstseinsveränderung die unabdingbar ist - und zwangsweise auch kommen wird wenn wir (die menscheit) langfristig überleben wollen.

und dazu ist technologie entweder nur minimal oder gar nicht von nöten ..........

ps.: um zu verstehen worauf ich hinaus will empfehle ich dass du dich ein wenig in die "olduvai theorie" einliest - es zahlt sich wirklich aus und lässt sich von jedermann mit google und taschenrechner überprüfen :-)