Sonntag, 29. Mai 2011

Nichts Neues ...

Die Politik hat versagt! Nichts Neues! Die wirtschaftliche und finanzpolitische Situation spitzt sich zusehens zu. Die Politik ignoriert dies, lügt uns eine halbwegs heile Welt und einen nicht stattfindenden Aufschwung vor. Trotzdem es scheinbar ohnehin super läuft, müssen drastische Sparprogramme realisiert werden - nicht nur in den angeschlagenen PIIGS-Staaten, auch bei uns.

Sparprogramme heisst, der kleine Mann wird zur Kasse gebeten. Steuererhöungen, Lohnreduktionen, Sozialausgabeneinsparungen, etc.

Dass in den betroffenen Ländern die Menschen auf die Strasse gehen, nachdem sie jahrelang schamlos belogen wurden, ist verständlich. Dass es zu Strassenschlachten, Ausschreitungen und Prügelorgien seitens des Polizei gibt, zeugt von totaler Ignoranz der Politik für die Bedürfnisse der Bürger. Das Versagen der Politik ist wesentlicher Bestandteil der Proteste. Die Politik selbst sitzt auf einem zu hohen Ross um das zu erkennen.

Schauen wir in den arabischen bzw. nordafrikanischen Raum. Auch hier hat die Politik völlig versagt, nur für sich und die eigenen Interessen gearbeitet. Natürlich muss irgendwann die Rechnung kommen und das Volk verlangt eine komplett neue Politik, mit völlig neuen Köpfen. Anscheinend fest im Sattel sitzende Mubaraks und Ben Alis müssen abdanken und fluchtartig ihre Regierungssitze verlassen. Doch was kommt danach?

Das Versagen der gemässigten Politik und der nachvollziehbare Vertrauensverlust logisch - schöne, salbungsvolle Worte sind langfristig doch zu wenig, wenn nicht wirklich etwas getan wird. Die angestammte, ignorante Politik ist am Ende. Die Bürger fordern Neues und Erneuerung. Das Gestammel von Political Correctness, Multi-Kulti und Genderwahnsinn ist schon lange überholt. Was die Menschen brauchen, ist Ehrlichkeit, nicht dieser verlogene Scheiss!

Sie, die Menschen, das Volk, die Bürger, sie suchen Sicherheit, Ehrlichkeit und Bodenständigkeit. Die abgehobenen, weltfremden, die wirklichen Bedürfnisse ignorierenden Politiker können das schon lange nicht mehr bieten. Sie wirken wie aus einer anderen Welt ...

Das spült eine neue Qualität an Politikern an die Oberfläche. Ihre Reden und Parolen sind auf die Ängste und Instinkte des Volkes gerichtet. Ein gefährliches Unfangen, ohne dass es die Menschen merken, werben fundamentaistische und populistische Demagogen mit zu einfachen Rezepten, gefährlichen Parolen und paradoxen Lösungsvorschlägen für komplexe Probleme. Rassismus, Nationaldenken und niedere Instinkte werden geweckt.

Nicht umsonst hatte eine Umfrage die FPÖ mit H.C. Strache die besten Werte bezüglich der Frage: "Wen würden sie wählen, wenn morgen Wahlen wären?". Die Strache-FPÖ kam auf Platz 1, vor den Regierungsparteien SPÖ (sozialistisch) und ÖVP (konservativ). Die Grünen spielen (fast) keine Rolle, trotz einer sehr hübschen, blauäugigen Obfrau.

So wie bei uns in Österreich, wird den Menschen überall langsam klar, dass die Regierenden den Wagen an die Wand gefahren haben. Sie sind offen für Neues. Doch es gibt kaum wirklich Neues. Nebenbei gesagt, wirklich Neues würden die Menschen auch (noch) nicht akzeptieren. Grosse Veränderungen sind nicht erwünscht, zu gross ist die Angst vor Verlust, Einschränkung und dem Ende der Party auf Kredit (was nebenbei erwähnt, ohnehin kommt oder kommen muss). Doch das trauen sich auch die Demagogen und Populisten nicht zu! Deshalb spielen sie ihr emotionales Spiel auf der Ebene niedriger Instinkte und präsentieren "Schuldige" des Problems: Ausländer, Andersdenkende, Sesselkleber, Kapitalisten, Kommunisten, etc.

Wir befinden uns am Weg in eine demagogische, auf Hetzparolen ausgerichtete Politik. Das Problem allerdings ist, auch sie können die angelaufenen Probleme nicht lösen, sie präsentieren nur vermeintlich Schuldige, die oftmals gar keine sind. Sie sind nur Opfer einer völlig falschen, ignoranten und verlogenen Politik.

So wie die Gefahr im Nahen Osten sehr gross ist, dass bisher unterdrückte, religiös orientierte Fundamentalisten das entstandene Manko ausfüllen werden, könnten auch bei uns nationale und populistische Politiker, die meist in einem "sanft faschistischen" und nationalem Gedankengut fröhnen, ziemlich profitieren. Wobei die Worthülsen "faschistisch" und "totalitär" durchaus auch auf die EU-Regierung (Wer kennt die eigentlich?) und andere europäischen Regierungen zutrifft, selbst wenn sie sich links, liberal, bürgerlich, sozial, christlich oder sonst was benennen ...







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Finanz- und Wirtschaftscrash: Ja wo bleibt denn nun der Zusammenbruch? Seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahre 2008 ist viel über die damit in Zusammenhang stehenden Auswirkungen auf die Wirtschaften und Finanzmärkte der westlichen Industrienationen berichtet worden. Doch viele Menschen fragen sich immer wieder, wo nun eigentlich der vollumfängliche Finanz- und Wirtschaftszusammenbruch bleibt ... (propagandafront.de)

Märkte preisen mögliche US-Staatspleite ein - Die Spreads auf 1-jährige US-CDS haben sich seit April verdreifacht. Ein Umstand, auf den in dieser Woche das Wall Street Journal aufmerksam machte. Die Grafik hier, die von der Markit-Analystin Lisa Pollock stammt, illustriert, dass es jetzt über 30.000 Dollar kostet, 10 Mio. Dollar US-Staatsschulden gegen Ausfall zu versichern. Kein Wunder, dass dieser Preis rasant steigt. Eine Lösung im Spar-Streit in Washington zeichnet sich derzeit nicht ab, es wird gepokert ohne nachzugeben. Und das Wahljahr 2012 nähert sich. (markusgaertner.com)

Die sieben Todsünden der EU - Was macht Brüssel falsch, warum sind der Euro und die Hilfe für Griechenland so umstritten? Experten suchen die Ursachen und Lösungen. (kurier.at)

Währungsreform in Griechenland? Umschuldung oder Währungsreform? Athen steht vor einer schweren Entscheidung. Doch eines wird immer deutlicher: Die Wiedereinführung der griechischen Drachme wäre wohl das kleinere Übel. (kopp-verlag.de)

For Sale: Das muss Athen verkaufen - Die Regierung in Athen gibt noch nicht auf: Sie hat ein beispielloses Privatisierungsprogramm vorgestellt und dafür ein erstes Lob aus Brüssel erhalten. (kurier.at)

Landesweite Proteste gegen brutalen Polizeieinsatz in Barcelona - Über hundert Verletzte bei versuchter Räumung der Plaça Catalunya - Innenminister erwägt Räumung der Puerta del Sol in Madrid. (derstandard.at)

Portugals "Geld steckt in der Autobahn" - Das Krisenland Portugal steht vor Neuwahlen, einem Schuldenberg und dem Scherbenhaufen eines trügerischen Wohlstands. (kurier.at)

Schuldenkrise braucht eine Radikalkur - Heute will ich eine These erörtern, die vielleicht radikal klingt aber das Schuldenproblem Europas lösen könnte. Außerdem würde sie Staatsanleihen als das entlarven, was sie sind: die unsicherste Anlageform der Geschichte. Wovon ich spreche: ein Haircut für alle EU-Staaten. (kleinezeitung.at)

EU akzeptiert Gold als Sicherheit im Kreditgeschäft - Der wirtschafts- und geldpolitische Ausschuss des Europäischen Parlaments hat in dieser Woche beschlossen, Gold als Kreditsicherheit zu akzeptieren, womit dessen Status als hoch liquider Vermögenswert von offizieller Seite bestätigt wurde. Die Nachfrage unter den Abwicklungshäusern zur Hinterlegung von zuverlässigen Kreditsicherheiten wachse rapide, so dass Börsen und Banken eigentlich kaum mehr etwas anderes übrig bleibt, als das gelbe Metall im alltäglichen Handel zur Besicherung von Krediten zu akzeptieren. (wirtschaftsfacts.de)

EHEC als biologischer Terroranschlag ausgemacht - OER24: Zwei Deutsche in OÖ erkrankt - Der EHEC-Keim erreicht Österreich - Die Männer waren mit dem Fahrrad aus Norddeutschland unterwegs. (derhonigmannsagt.wordpress.com)

Kühlpumpen in Fukushima-Reaktor ausgefallen - Im Reaktor 5 des zerstörten Atomkraftwerks Fukushima Eins sind die Kühlpumpen ausgefallen. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Sonntag unter Berufung auf den Betreiberkonzern Tepco. (kleinezeitung.at)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)





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