Donnerstag, 5. Mai 2011

Bewaffnen oder nicht bewaffnen?

Es gibt immer mehr Experten, die empfehlen, sich für die kommende Zeit auch zu bewaffnen bzw. für bewaffnete Konflikte zu rüsten. Einer davon ist ein Freund von mir, Mediator und Sicherheitsexperte.

In Österreich gilt ein liberales Waffengesetz. Lang- und Kleinkaliberwaffen können prinzipiell von jedem legal gekauft werden, sofern dieser gewisse Bedingungen erfüllt, darunter die Volljährigkeit und keine Vorstrafen wegen Gewaltdelikten oder Aggressionshandlungen. Dazu zählen ua. Schrotgewehre. Kurzwaffen, Pistolen und Revolver, sowie automatische Waffen sind strenger geregelt (nur mit Waffenbesitzkarte bzw. gesetzlicher Erlaubnis oder sind allgemein überhaupt verboten).

Ich selbst empfehle nicht unbedingt sich zu bewaffnen, besonders nicht mit illegalen Waffen! Es bleibt allerdings jedem selbst überlassen, ob er es notwendig erachtet, sein Eigentum im Notfall mit der Waffe zu verteidigen.

Für Interessierte: jeder Volljährige kann in Österreich legal in einem Waffengeschäft Lang- und Kleinkaliberwaffen inklusive dazugehöriger Munition kaufen. Die Waffe wird registriert und kann nach drei Tagen abgeholt werden. Sich mit dieser Waffe auf einem Schiessplatz vertraut zu machen ist ebenso wichtig, wie die Waffe auch zu Hause sicher und getrennt von der Munition zu verwahren!

Wenn jemand sich trotzdem auf mögliche Konfliktsituationen vorbereiten möchte, ohne dass er sich Schusswaffen zulegt, gibt es eine äusserst effiziente und relativ schnell erlernbare Methode, die von der israelischen Armee entwickelt wurde und weltweit zum Nahkampfstandard in Armeen und bei Polizeiorganisationen zählt. Diese Nahkampfart wird Krav Maga genannt!

Krav Maga (hebr. Kontaktkampf) ist ein Überbegriff für verschiedene zivile Selbstverteidigungssysteme sowie für die Nahkampfsysteme der israelischen Streitkräfte. Innerhalb der israelischen Sicherheitskräfte wird der Begriff „Krav Maga“ im Sinne von Nahkampf verwendet. Er umfasst die in den jeweiligen Einheiten durchaus unterschiedlichen Varianten des militärischen oder polizeilichen Nahkampfes. (de.wikipedia.org)

Krav Maga zeichnet sich durch einfache Techniken aus. Natürliche und instinktive Reaktionen werden im System berücksichtigt und sinnvoll eingebunden. Dadurch ist Krav Maga relativ schnell zu erlernen. Krav Maga ist seinem Selbstverständnis nach kein Sport, sondern ein reines Selbstverteidigungssystem. Es gibt keine Wettkämpfe. Besonders das richtige Reagieren unter Stress wird trainiert. Dabei wird der richtigen Taktik in Gefahrensituationen viel Raum eingeräumt.

Aufgrund der historischen Entwicklung, des Kampfsport-Hintergrundes vieler Vertreter und der Orientierung nach Prinzipien und weniger nach starren Techniken sind inzwischen verschiedene Organisationen und Interpretationen des Krav Maga entstanden, die sich teilweise in der Auswahl der Techniken (vor allem bei fortgeschritteneren Programmen) und Trainingsmethoden unterscheiden. Im deutschsprachigen Raum werden mittlerweile unterschiedlichste Krav-Maga-Varianten unterrichtet.

Ich selbst habe einige Zeit Judo gemacht, war auch erfolgreich bei Wettkämpfen in der Schul- und Wiener Liga (damals noch in der Gewichtsklasse bis 46kg, also sehr, sehr lange her ;-). Das Problem, das sich bei den asiatischen Kampfsportarten auftut, ist die zu erwartende Fairness oder Regelkonformität des Gegners. Asiatischer Kampfsport beinhaltet auch eine geistige bzw. mentale Komponente und ... Fairness. Es sind viele Jahre und ausgiebiges Training vonnöten, diese Kampfsportarten zu beherrschen.

Krav Maga wurde aus der möglicherweise auftretenden Realität entwickelt, schnell und auf natürlichen Reflexen beruhend, sich zu verteidigen bzw. wehren zu können. An Effizienz nicht zu überbieten. Krav Maga Kurse werden in fast allen Städten auch für Zivilpersonen angeboten!







Abschliessend eine etwas skurrile Meldung zum Schmunzeln: Für Katzen sind einem Gerichtsurteil des Tiroler Landesgerichtes fremde Grundstücke tabu, sie dürfen diese nicht betreten. Doch der Richter äusserte sich nicht dazu, wer ihnen dies sagt, wo doch kaum jemand die Katzensprache beherrscht. In den Kommentaren dazu ruft ein Poster auf, doch den Vögeln zu verbieten, über fremde Grundstücke zu fliegen ... (kleinezeitung.at)



Johannes (
schnittpunkt2012@gmail.com)



Medienschau:



Magnitude 4.5 - Central california (earthquake.usgs.gov)
Six Planets Now Aligned in the Dawn Sky (yahoo.com)

Studie entlarvt Fondsmanager als Geldvernichter - Es ist eine Blamage für Finanzprofis. Die meisten aktiv gemanagten Investmentfonds entwickeln sich laut einer Studie schlechter als der vergleichbare Markt. Mit anderen Worten: Sparer sollten ihr Geld lieber selbst anlegen, als es einem Fachmann anzuvertrauen. (spiegel.de)

Der nächste Feind steht schon bereit - Bin Ladens Tod erleichtert die Vereinigten Staaten. Doch gleichzeitig wirft er das Schlaglicht auf Amerikas nächste Herausforderung – und diese ist ebenso hausgemacht wie es der Top-Terrorist war. (theeuropean.de)

Obama hat Bin-Ladin-Tod nicht live gesehen - Der amerikanische Präsident Obama hat im Weißen Haus wegen einer Übertragungspanne die Videobilder der Tötung von Usama Bin Ladin in Pakistan nicht mitangesehen. Nach Angaben von CIA-Chef Panetta war die Verbindung zur Sondereinheit für etwa 20 Minuten unterbrochen. (faz.net)

Al Qaida & CIA - Alles nur Verschwörungstheorie? Al Qaida, die angebliche „islamistische Terrornetz-Organisation“, war zumindest in der Vergangenheit ein künstliches Konstrukt des U.S.-amerikanischen Ausland-Geheimdienstes CIA, des britischen Militär-Geheimdienstes MI6 und des israelischen Ausland-Geheimdienstes Mossad. Und selbst der Name „Al Qaida“ – „die Datenbank“ – stammt von der CIA. (mmnews.de)

Top-Insider der US-Regierung: Bin Laden starb 2001, 9/11 war eine Operation unter falscher Flagge - Gestern hat ein Top-Insider der US-Regierung, der über 3 Jahrzehnte hochrangige Positionen im US-Verteidigungsministerium bekleidete, in einem schockierenden Radiointerview erklärt, dass Bin Laden seit 2001 tot ist und ihm persönlich von einem angesehenen US-General versichert wurde, dass die Anschläge vom 11.09.2001 ein sogenannter „Stand Down“, eine Operation unter falscher Flagge waren. (propagandafront.de)

44,2 Millionen Bürger in den USA brauchen Lebensmittelmarken - Einer von sieben US-Amerikanern ist dauerhaft auf die Nutzung von Lebensmittelmarken angewiesen, um finanziell über die Runden zu kommen und sich wichtige Lebensmittel leisten zu können. Diese traurige Nachricht wurde gestern durch das US-Landwirtschaftsministerium bekannt gegeben. Wie die Regierung ergänzend erklärte, nutzten im Monat Februar 14,3 Prozent der amerikanischen Bevölkerung die staatlichen Lebensmittelmarken, um ausgewogen essen zu können. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 11,6 Prozent. (wirtschaftsfacts.de)

Barbara´s Nachrichtenüberblick (dasgelbeforum.de.org)




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Kommentare:

Robert hat gesagt…

;-) nun mit dem Jagdgewehr kann man ausser sich zu schütze auch noch in Krisenzeiten für fleischliche Nahrungsquellen sorgen. Mit Selbstverteidigungstechniken geht das eher schwer - auch ist in Krisenzeiten "Revolutionen, Plünderungen etc" nicht davon auszugehen dass man mit Krav Manga 1:1 gegen jemanden antritt sondern große brutale Massen die Strassen beherrschen. Nahrung und Verteidigung in angemessener Entfernung zu Unruheherden tu zu können durch Schusswaffen besitz halte ich für sinnvoll!

Jo hat gesagt…

Da ich nicht in Östereich wohne komme ich nicht an legale Waffen, ist auch nicht so schlimm da es noch andere allerdings weniger effektive Mittel der Abschreckung gibt. Waffen als Abschreckung damit könnte ich mich anfreunden aber jemandem verletzen oder gar töten kommt für mich hmmm,,, nicht so leicht in Frage, wenn ich ehrlich bin müsste ich wohl länger drüber nachdenken. zumindest die Abschreckung ist machbar, so eine Doppelläufige mal aus dem Fenster halten und einfach mal in die Luft...
sollten die Hasen schon das laufen bekommen, zumindest bis ausser Sichtweite, ich denke das kann in Kriesensituationen sehr hilfreich sein.
Mit Kampfsport oder auch Nahkampf kann eine kräftige Person schon jemandem auf Distanz halten aber ab zwei oder mehr da ist man verloren!
Bei einem lautem Knall sind die Jungs eher weg,, und kommen so schnell nicht mehr wieder.
Bei der Jagd sollte man darauf achten nicht seinen Nachbarn umzunieten der ebenfalls im Revier unterwegs ist ,-) und das Wild ist ehh balde weggeschossen.
Ich bestätige also Schusswaffen sind sinnvoll, wenn man damit jemandem verschrecken kann.
Ich für mein Teil besitze ne kräftige Armbrust mit Scope, knallt leider nicht aber macht auch was her.
Was ich mir wünsche ist das wir Menschen in der Kriese zueinander finden und die Waffen nur für die Deppen notwendig sind. ;-)

Jo

Kuksi hat gesagt…

Was ich mir wünsche ist das wir Menschen in der Kriese zueinander finden und die Waffen nur für die Deppen notwendig sind. ;-)

Genauso sehe ich es auch.
Schusswaffen sollten nur dazu dienen einem das Leben zu retten,ob die nun für die Jagd dient oder eben für solche Menschen die meinen sie könnten andere Menschen einfach so umbringen um zu ihres zu kommen.
Wie steht es denn für Bürger aus dem Euroraum die nicht in Österreich leben Johannes?Können die nach Österreich kommen und sich legal Waffen kaufen?
Klar in dem meisten Eu-länder wurden ja Schusswaffen extra verboten für den fall wenn die berühmte Revolution kommt sodass ja niiiemand bewaffnet ist.
Es dürfen ja auch nur nach dem Lissaboner Vertrag die Polizei auf Bürger schiessen die Zivil ungehorsam sind.
Dabei sind es ja genau die,die im schatten des Gesetzes Drogen verkaufen und hier und dort reinschmugeln....
Ach hab schon zuviel gesagt.
Ja ein Jagdgewehr sehr notwendig wenn es ums überleben geht!

Maldek hat gesagt…

@Katzen

SO witzig finde ich das gar nicht - vor einigen Jahren wurden wir in der Tat wegen Besitzstörung Anwaltlich belangt, da unsere Katze nachweislich (Foto) über das Privatgrundstück der Nachbarin gewandert war.

Wir mußten daraufhin unsererseits einen Anwalt bemühen, sowie OGH Urteile zitieren, um eine tatsächliche Klage abzuwenden.

Ein Staat voller Schildbüger - ein Zeichen der Hochdekadenz, kurz vor dem Fall

Maldek hat gesagt…

@Waffen

Waffen zur Selbstverteidigung sollten immer geladen sein.
Es bringt nichts, wenn sie es nicht sind.

Wenn du die Waffe wirklich brauchst, entscheiden Sekunden - da kannst nicht erst lange nach der Munition suchen.

Eine Kurzwaffe (Pistole, Revolver) zur Selbstverteidigung sollte in geladenem und gesichertem Zustand immer (!) an der Person getragen werden. Ansonsten hast du 99% Chance, daß du die Waffe dann, wenn du sie brauchst nicht bei dir hast.

Wirst du am Parkplatz, am Bankomaten oder beim Einkauf-ins-Haus-tragen überfallen, gibt es nunmal keine Voranmeldung.

In Österreich sind diese Szenarien derzeit noch selten und nur wenige denken ernsthaft über "Sicherheit" für die eigene Familie nach -> die Polizei ist dafür zuständig.

Hier in Südamerika, ist das keine Option. Oft sind die Polizisten von bestochen oder sie gehen selber auf "Tour". Die Armut ist auch viel größer (keine Sozialhilfe, Arbeitslose etc) und da machen Menschen schon mal aus der Not heraus einen Überfall.

Da in Österreich das ständige Tragen einer geladenen Waffe ein Problem darstellt, empfehle ich sich ein Klappmesser (scharf, gute Spitze) zu kaufen und dieses immer an der Person zu tragen.

Im direkten Nahkampf ist ein Messer jeder Schußwaffe überlegen. Dafür braucht es auch keinen Waffenpaß.