Dienstag, 22. Februar 2011

Rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkennen

Es gibt derzeit einige Webseiten und Blogs, darunter auch staatliche bzw. halbstaatliche, die dringend Vorkehrungen für eine nicht näher genannte Katastrophe empfehlen.

Freunde und Bekannte, durchwegs sogenannte "Bessergestellte" (Unternehmer, Manager, Finanzdienstleister, Bankmanager, Künstler, ...) haben sich bereits weitgehend für den Notfall vorbereitet. Lebensmittellager, Werkzeuge, Notfallsaggregate bis hin zu kleinen Landwirtschaften sind angeschafft und flüssiges Vermögen ist weitgehend in Silber und Gold angelegt.

Nur die Medien berichten über das Ende der Krise und den bereits begonnenen Aufschwung. Die Mehrheit der Bevölkerung glaubt es und wiegt sich in Sicherheit. Das Leben im illusionären Wohlstand als Zinssklaven geht also glücklich weiter. Ein fetter Flatscreen, ein schnittiger Sportwagen inklusive Zweitauto, usw. können weiterhin geleast, auf Kredit gekauft, also geborgt werden.

Ab und zu erscheinen allerdings auch in den Mainstreammedien Artikel, die doch teilweise den Ernst der Lage erkennen lassen (Welt, Presse, Standard, Handelsblatt, etc.). Es geht um die Ausweglosigkeit des Systems, die exzessive, enorm brisante Situation der Überschuldung von Staaten, Länder und Kommunen. Die teilweise noch versteckte, aber zu erwartende, finanziell explosive Lage bei Grossbanken, Immobilienfonds und Versicherungen.

Es wird in absehbarer Zeit zum einen auch bei uns in Europa zu sozialen Unruhen bis hin zu Aufständen geben, die möglicherweise die Infrastruktur völlig lahmlegen können und es wird in Folge oder parallel zu einem Kollaps des kompletten Systems kommen ... nichts geht mehr, absolut nichts!

Dann zu sagen, ich hätte die Zeichen der Zeit nicht erkennen können, die es tatsächlich massenhaft gibt, ist die schlechteste Art der Vorbereitung für eine Krisen- oder Notfallszeit. Dann, wenn bereits Supermärkte geplündert werden und Bankomats ausgefallen sind, ist es ziemlich schwer, wenn nicht sogar unmöglich, grössere Mengen Lebensmittel legal einkaufen zu können. Auch zu denken, ja dann baue ich Gemüse an oder beginne Haustiere zu züchten - natürlich ohne Praxis und Erfahrung - deutet auf eine latent suizide Einstellung hin.

Vorbereiten heisst, vorher, bevor das Ereignis eingetreten ist, sich bestmöglich abzusichern, um dann nicht völlig überrascht zu sein bzw. zu werden.

Sich vorzubereiten heisst aber auch, auf nichts verzichten zu müssen, nicht grossartige Lagerhallen bauen, keine Werkstatt einrichten und keinen Bauernhof aufbauen zu müssen. Sondern einfach, nebenbei und effizient die Lebensgrundlagen möglichst abzusichern. Auch ohne die Bedrohung der oben genannten Szenarien sollten doch auch gewisse Vorbereitungen und das Wissen um alternative Möglichkeiten, wenn zB. der Strom ausfällt, getätigt bzw. angeschafft werden.

Das versuche ich bei den 3-tägigen Krisencamps am Reisslerhof im steirischen Ennstal zu vermitteln, zB.

  • den Bau eines Hobos-Ofens
  • Brot backen mit Kartoffeln statt Getreide
  • Lebensmittellager vor Schädlingen schützen
  • die beste legale Verteidigung
  • Sicherung des flüssigen Vermögens
  • wichtiges Werkzeug und andere Gerätschaften

und natürlich vieles mehr ...

die nächsten Krisencamp-Termine am Reisslerhof sind:

16. bis 18. März 2011 - Beginn Mittwoch 14h - Ende Freitag 14h
22. bis 24. April 2011 - Beginn Freitag 14h - Ende Sonntag 14h

zum angebotenen Aktionspreis ab €uro 449,- pro Person. (2 Übernachtungen im Doppelzimmer, Halbpension, Benutzung des Wellnessbereichs und Teilnahme an allen Programmpunkten des Krisencamps)

mehr Information & Buchung







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Schock in Deutschland: Hat Bundesbankpräsident Axel Weber bis zu 338 Milliarden Euro verzockt? Käme die nachfolgende Nachricht nicht von einem der seriösesten Wirtschaftswissenschaftler Deutschlands – man würde sie ganz sicher für einen verfrühten und extrem üblen Aprilscherz halten: Unter der Leitung des scheidenden Bundesbankpräsidenten Axel Weber hat die Deutsche Bundesbank seit dessen Amtsantritt 2004 stillschweigend weit mehr als 300 Milliarden Euro (!!!) an andere Notenbanken verliehen. Und es ist fraglich, ob die deutschen Steuerzahler das Geld jemals wiedersehen werden. Nicht nur der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Professor Hans-Werner Sinn, ist fassungslos. (kopp-verlag.de)

Welt: Hungerrevolution made by USA - In einigen Artikeln hatten wir es bereits geäußert, dass die getriebenen Lebensmittelpreise mit den USA zu tun haben. Ein Artikel in der Welt legt das nun auch nahe, jedoch sieht man hier die Gründe eher in der Inflation. Auf einmal ist man nun auch bereit die rosarote Brille abzusetzen und der Realität zumindest ein Stück weit in die Augen zu blicken. (infokriegernews.de)

»Die Abrechnung wird sicher kommen!« - Noch gelten die Vereinigten Staaten von Amerika als sicherer Hafen für Anleger, doch der IWF mahnt Washington wegen seiner laxen Finanzpolitik an und die Ratingagentur Moody’s droht bereits mit dem Verlust der Top-Bonitätsnote. Derweil versinkt die USA immer weiter im Schuldensumpf. (kopp-verlag.de)

Traglufthallen bei Frankfurt ... heute habe ich an der A66 zwischen Frankfurt und Wiesbaden auf einem Acker 15 oder 20 Traglufthallen gesehen. Das aus dem fahrenden Auto gemachte, beste Foto liegt bei. Kann jemand der Leser Ihrer Seite angeben, wofür diese Menge an temporärer Lagerfläche benötigt wird? ... Mannschaftsunterkünfte, Gerät, Nahrung. (derhonigmannsagt.wordpress.com)

Skandalös: Wie Banken die Steuerzahler übers Ohr hauen - Die Bankenkrise hat den Staat viel Geld kostet – und damit jeden einzelnen Steuerzahler. Die Schulden der öffentlichen Hand stiegen zum Ende des vergangenen Jahres auf 2 Billionen Euro. Jeder Einzelne und jedes Unternehmen muss das mit höheren Steuern und Abgaben, geringeren Leistungen der Kommunen oder der Sozialversicherung und sehr wahrscheinlich auch mit einer steigenden Inflation bezahlen. Nur ein Sektor kommt ungeschoren davon: Ausgerechnet Banken können sich scheinbar schadlos aus der Affäre ziehen. (finanzwirtschafter.de)

Wikileaks deckt unbekanntes BP-Desaster auf - Laut WikiLeaks soll bereits vor "Deepwater Horizon" eine Öl-Plattform im Kaspischen Meer in die Luft geflogen sein. (kleinezeitung.at)



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Kommentare:

Thomas S. Weber hat gesagt…

Hallo Johannes,
bei den Terminen zum Krisencamp ist Dir ein Fehler unterlaufen. Der zweite Termin ist im April, nicht im Februar.
Herzliche Grüße aus San Salvador:
Thomas.

PeWi hat gesagt…

Nun Gold und Silber kann man nicht essen. Ein Lebensmittellager ist nur nützlich, wenn man die Utzi zum Schützen hat. Alles ist relativ ...

Pappnase hat gesagt…

"...deutet auf eine latent suizide Einstellung hin."
Nun ja, man sollte den Menschen die Lernbereitschaft in Notsituationen nicht abstreitig machen.
Aber der Spruch "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" hat schon zutreffende Bedeutung in dieser Wohlstandsgesellschaft.
In vielen Diskussionen ist die Rede von leeren Supermärkten. Hat schon mal jemand gesehen was für Brühe aus dem Wasserhahn kommt wenn das mal abgestellt wurde. Bisher nur zu Reparaturzwecken aber was würde passieren bei Stromausfall der Pumpen etc. ? Wir haben hier Waldquellwasser. Vor vier Jahren habe ich eine Flasche damit aufgefüllt und einfach mal aufbewahrt. Es ist noch glockenklar wie am ersten Tag. Gutes Zeichen und gestorben bin ich daran bis heute nicht, im Gegenteil.
Früher hatten fast alle Häuser hier in meiner Wohngegend im Keller einen Wasserstock, ein Sammelbecken unterirdischer Quellflüsse. Warum wohl? Die Früchte der landwirtschaftlichen Erträge wurden konserviert durch Einkellern einkochen usw. Gab ja auch Wintermonate zu überstehen. Ich habe das noch miterlebt. Unsere Herbstferien in der Schule waren "Kartoffelferien". Eine Woche mußten wir raus zur Katoffellese. Und das hat Spaß gemacht. Zu Hause mußte dann Großmutter beim kleinen privaten Gartenbau auch geholfen werden. Die hatte ja auch Kartoffeln gelegt und Möhren und Weißkohl u. a. Gemüse und hat noch tagsüber das Schwein gefüttert.
Sicher inzwischen bin auch ich inzwischen dem Wohlstand erlegen geworden, aber Angst vor Veränderungen? Die sind doch schon in vollem Gange. Steigende Preise und Kosten und der Zug fährt weiter...
Resultat, teure Produkte wenig Einkommen, da wird die Security auch in den Märkten allerhand zu tun bekommen wenn der Hunger nagt.
Was Hans einmal erlernt hat, bleibt hängen.

Optimist hat gesagt…

Also Leute ihr dürfst das alles nicht so eng sehen.
Leere Supermärkte.
Wo gibts denn sowas?
Wir leben doch nicht in Kongo.
Und wieso immer so pessimistisch?
Alles wird schon gut werden.

Adio Aurel hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Adio Aurel hat gesagt…

@ Optimist: Leere Supermärkte sind sehr wohl möglich.
Bei den Grossverteilern kommen Pro Tag etwa 2x Lastwägen vorbei, die alles auffüllen. In Supermärkten gibts keine Lager mehr. Was wenn plötzlich keine Laster mehr ankommen weil im Grosslager nix mehr geliefert wird, da auch plötzlich keine Schiffe oder Flugzeuge aus Übersee eintreffen?
Die Menschheit lebt auf kosten von... ! "Man kann nur solange in einem See fischen bis er leer ist", etwa so ist die Einstellung der westichen Gesellschaft. Wenn der See dann leer ist oder die Armutsländer streiken, dann kommen plötzlich kein Laster mehr zum auffüllen und ruck zuck sind die Regale leer.
Es ist leider nicht die Frage ob, sondern wann!