Mittwoch, 16. Februar 2011

Heuer wird uns nicht langweilig!

Ein Grund, warum die Proteste und Revolten in Nordafrika begonnen haben und offenbar einen Dominoeffekt ausgelöst haben, ist die derzeitige Situation am Weltmarkt bei den Lebensmitteln.

Wenn Grundnahrungsmittel Gegenstand von Spekulation sind ist das wohl der Plafond der Dekadenz! Vor allem, weil in Jahren wie 2010, in dem Naturkatastrophen noch nie dagewesenen Ausmasses viele Ernten vernichtet haben, ist es zwar zu keinem realen Engpass gekommen, wohl aber durch die zu vermutete, nicht zu erwartende Verknappung zu extremen Preissteigerungen gekommen.

Gerade die notwendigsten Grundnahrungsmittel sind weltweit im Preis gestiegen und in armen Ländern haben die unteren Schichten nicht mehr die Mittel zur Verfügung. Die Lebensmittelpreise können mit ein Faktor für Unruhen und Aufstände werden. Bobachter und Experten erwarten gerade aus diesem Grund heuer einige Revolutionen ...

Doch die Lebensmittelpreise sind nicht der einzige Grund. Arbeitslosigkeit, Armut, autoritäre Regierungen und Perspektivlosigkeit kommen hinzu. Die Menschen wollen ausbrechen, wollen mehr Freiheit, mehr Selbstbestimmung, mehr Wohlstand, mehr Sicherheit ... das sind die Motivationen für Aufstände.

Nach Tunesien und Ägypten gärt es in mehreren Ländern im Nahen Osten bzw. Nordafrika - Jemen, Algerien, Bahrein, Libyen und im Iran. Der Iran, der erst 1979 eine Revolution unter der Führung Ayatollah Khomeinis durchmachte, steht wiederum vor einer, diesmal vom Volk ausgehend.

Noch werden die demonstrierenden Menschen mit Polizei- und Militärmacht bekämpft. Es gibt Tote und Verletzte. Dennoch scheint die immer grösser werdenden Menschenmassen schlussendlich keine Staatsgewalt mehr unterdrücken zu können. Der Aufmarsch der Exekutive, der Einsatz von Schlagstöcken, Wasserwerfern, Tränengas und Gummigeschossen wird ausreichen. Der Volkszorn ist entfacht. Jedes Land, in dem diese Revolutionen durchgehen und siegreich sein, werden zum Vorbild, zum Ideal. Die alten, teilweise äusserst restriktiven und autoritären Strukturen müssen fallen. Interessanter Weise ist der Islam bzw. die Religion (noch) kein wichtiges Thema. Im Gegenteil, in Ägypten gingen Moselms und Christen gemeinsam auf die Strasse.

Die grosse Frage ist aber, was nachher kommt? Bisher haben die Herrscher dieser Länder durch ihre Loyalität gut verdient. Durch die Revolutionen geht der Grossteil der vorhanden Strukturen verloren - wirtschaftlich, gesellschaftlich, wie auch politisch. Und durch eine fast nicht vorhandene Oposition, die jahre- und jahrzehntelang bekämpft wurde, stehen die Länder vor dem Abgrund. Wie man am Beispiel Tunesien sieht, versuchen Tausende nach Europa zu gelangen. Tunesien ist am Ende, selbst der Tourismus ist weitgehend zusammengebrochen. Was nun? Die grosse Gefahr jetzt, wo den Menschen bewusst wird, in welcher Situation sie und ihr Staat sich befinden, könnte radikalen Demagogen und Populisten es leicht machen, die Macht mit Hilfe eines unzufriedenen, zornigen und hungernden Volkes an sich zu reissen. Schlussendlich könnte sich die Lage für das Volk erheblich verschlechtern. Denn sie sind nur das Werkzeug um jenen Potentaten den Weg zur Macht zu ebnen.

Grundsätzlich wären jetzt alle Staaten aufgerufen, der Bevölkerung zu helfen, ohne Wenn und Aber. Es müssen neue Strukturen aufgebaut werden, die Menschen brauchen Bildung und Arbeit, sie müssen versorgt werden und gleichzeitig motiviert, selbst Verantwortung zu übernehmen und das Land bzw. dessen Wirtschaft neu aufzubauen. Auch wenn dieser Prozess nicht von heute auf morgen geht, so muss doch schnell eine Verbesserung sichtbar und spürbar werden, ansonsten fallen die Menschen in Agonie ... und das bedeutet Stillstand.

Dass auch die europäischen Machthaber, besonders die der südlichen und jene der finanziell angeschlagenen Länder, bezüglich der Unruhen und Aufstände im nahen Osten und Nordafrika nachdenklich werden, ist eine logische Folge. Besonders, wenn diese Revolutionen in mehreren Ländern erfolgreich sein werden. Die Menschen werden plötzlich draufkommen, dass sie eine gewaltige Macht sind und dass der Staat selbst plötzlich zurückstecken muss - auch in Demokratien denkbar und wahrscheinlich.

Dieses Jahr wird sehr viele Staatsbankrotte und Grosspleiten bringen, weil man nicht mehr lange kaschieren und verheimlichen kann. Dann bricht der Geist (oder der Bazillus) der Revolution auch über Europa herein, denn die Menschen werden irgendwann erkennen, wie sehr sie hingehalten und belogen wurden. Und leider ist dabei kaum ein Staat auf unserem Kontinent auszunehmen. Natürlich braucht es bei uns ein wenig länger, die Strukturen sind etwas komplexer und auch komplizierter und verwobener. Doch wie man in Griechenland sieht, dauern die Unruhen nun schon länger als ein Jahr und immer neue Aktionen kommen dazu, nur um den korrupten und bankrotten Staat zu bekämpfen, der natürlich seine eigenen Bürger nun vollends aussaugen möchte, nur um ein paar Monate oder Jahre länger zu existieren. Nebenbei bemerkt, auch bei uns wird immer mehr auf das Geld und Vermögen der Bürger geschaut und die Überlegungen, wie man da am besten rankommt, werden gar nicht so leise geführt! Ist ja doch ALLES was der Staat macht ausschliesslich zum "Wohle der Bürger" ...

Also freuen wir uns auf ein Jahr, in dem uns mit Sicherheit nicht langweilig werden wird! Denn die Lebensmittel werden viel, viel teurer, die Menschen verdienen immer weniger, die Unzufriedenheit und der Zorn steigt und die Wahrheit kommt immer mehr an die Öffentlichkeit ... eine wahrhaft brisante und explosive Mischung!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



1. X Class Flare des neuen Sonnenzyklus 24 - C NASA - der Nacht vom 14.02. auf den 15.02.2011 konnten wir den ersten X-Class Flare dieses Sonnenzyklus verzeichnen. Der stärkste seit 4 Jahren. (z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.blogspot.com)

Forscher erwarten nach massiver Sonneneruption vom Sonntag geomagnetische Störungen
- Am Sonntag Abend hatte sich auf der Sonne ein Flare der Stärke 6.6 gelöst, der wie wir nun wissen, direkt auf die Erde ausgerichtet war. - Über die Auswirkungen bisher kann man spekulieren. Fakt ist, die Eruption fand um 17:38 Uhr UT (Universal Time) also um 18:38 Uhr deutscher zeit statt. Fakt ist, während dieser Zeit und den darauf folgenden 3 Stunden war ein Mobiltelefonat ohne Übersprechen und Rückkopplung ijn einigen Netzen und Regionen nicht möglich. Fakt ist, ebenfalls daß ijn großen Teilen Bayerns (die Hälfte von Bayern nach Aussage der KD Hotline) fast zeitgleich ausgefallen war ... muss nicht damit zusammenhängen, kann aber. (z-e-i-t-e-n-w-e-n-d-e.blogspot.com)

2011 wird das Jahr der Lebensmittelkrise
- Das Welternährungsprogramm der Uno hat wegen des unablässigen Anstieges der Preise für Nahrungsmittel Alarm geschlagen. Die hohen Preise führten zu Unruhen und Instabilität, erklärte das WFP. Der Auslöser für die Revolte in Tunesien und Ägypten waren auch die stark gestiegen Lebensmittelpreise. Viele der Armen sind am verhungern oder müssen ihr ganzes Einkommen dafür ... (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Wird aus dem Währungskrieg ein Rohstoffkrieg? Jeder große Industriestaat versucht seine Währung künstlich niedrig zu halten, um die eigene Wirtschaft anzukurbeln. Doch das hat auch Auswirkungen auf die globale Nahrungsmittelversorgung. (kopp-verlag.de)

Planet X: Weltraumteleskop soll gigantischen bislang unbekannten Planeten finden - Sie glauben, alle Planeten unseres Sonnensystems sind bereits entdeckt? Mit dieser Ansicht könnten sie bald schon sehr alt aussehen. Zumindest vermuten dies zwei US-Astronomen und gehen davon aus, dass im äußersten Rand des Sonnensystems ein weiterer und zudem gigantischer Gasplanet die Sonne umkreist. Die Beobachtungsdaten des Infrarotteleskops WISE könnten diesen Riesenplaneten offenbaren. Schon im April sollen diese Daten veröffentlicht werden. (grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com)

Italien: Kalte Fusion mit Nickel und Wasserstoff angeblich erfolgreich - Andrea Rossi und Sergio Focardi, beides Wissenschaftler an der Universität von Bologna haben angeblich den ersten Kalte-Fusion-Reaktor hergestellt, der auch Energie produziert – ohne Umweltverschmutzung, Radioaktivität etc. (tech-blog.net)



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1 Kommentar:

Colombelle hat gesagt…

Plafond der Dekadenz ist auch,dass man auch eine Steuer aufs fressen zahlen muss.
Nur so nebenbei gesagt.
Und wenn man es richtig und genau nimmt besteht diese Gesellschaft eigentlich überhaupt nur noch aus Dekadenten Fäden.
Wenn Aufstände aufkommen ist das immer die Frucht oder die Ernte von dem was diese Versager alle wie sie da sind,da oben angerichtet haben.