Montag, 21. Februar 2011

Die Qualität der Zeit steht auf Veränderung

Wir leben in einer wundervollen Welt. Die Krise, die vor einiger Zeit noch unser gesamtes System bedrohte, ist vorbei ... der Aufschwung ist wieder da, Experten versprechen goldene Zeiten und in Nordafrika und dem Nahen Osten schmeissen Bürger ihre Diktatoren aus dem Land und beginnen einen Demokratisierungsprozess. Alles wird gut, so als wäre fast nichts gewesen ...

Obwohl sich die Medien scheinbar darin einig sind, die Politiker die Krise rund um die Gemeinschaftswährung Euro herunterspielen und fast belächeln, ist die Wirklichkeit doch eine gänzlich andere.

Ich schreibe des Öfteren, dass sich bezüglich der Krise absolut nichts oder höchstens in Ansätzen geändert hat. Warum sollte nun das System klag- und reibungslos funktionieren, wenn es kürzlich noch kurz vor dem Zusammenbruch stand? Nur weil man Unsummen an Schrottpapieren in Bad Banks auslagerte und weil man ohne Hemmungen und ohne Limits Geld nachdruckt?

Ja, es scheint zu funktionieren, dass man einige Zeit durch Verheimlichen und Vorspielen falscher Tatsachen den Eindrck erwecken kann, es wäre wieder alles Paletti, alles in Ordnung. Und auch ein sehr tiefsinniger Satz fiel: "Es ist wieder alles wie früher!" Demnach müssen wir mit einem erneuten Ausbruch der Krise rechnen?

Nein! Das was wir bisher als Krise erlebten, war ein kleines Lüfterl gegenüber jenem Sturm, der sich gerade jetzt zusammenbraut!

Hast du, lieber Freund, mitbekommen, wie schnell etablierte und scheinbar sicher in ihrer Stellung stehende Regierungen durch die Macht des Volkes ausgehebelt werden können? (Egal woher diese Bewegungen schlussendlich gesteuert werden und wurden!) Wer hätte das noch vor einem Jahr geglaubt, dass ein Mubarak nach wenigen Tagen aufgeben und abdanken muss?

Die Qualität der Zeit steht auf Veränderung, auf Veränderung von ganz unten. Man hat sie fast vergessen, die Armen, Hungrigen, Arbeitslosen und damit auch Unzufriedenen. Sie zeigten auf, wie die kanalisierte Macht des Volkes Regierungen binnen kürzester Zeit zu Fall bringen kann. Dabei nutzen, wie an diesem Wochenende in Libyen, auch Gewalt nicht mehr viel. Und selbst ein paar hundert Tote können die Massen nicht mehr besänftigen, sondern bringen sie noch mehr in Rage. Tage des Zorns werden wir noch viele erleben! Und der Nahe Osten, wie auch die nordafrikanischen Staaten werden schlussendlich alle eine radikale Veränderung erfahren!

Doch wohin dort die Reise geht, lässt sich kaum prognostizieren. nachdem es in vielen Ländern kaum eine politische Opposition gibt oder gab, wird es mit Sicherheit noch einige Überraschungen geben. Auch unliebsame Überraschungen!

Auch Europa und die USA stehen vor einschneidenden Veränderungen. So wie bisher, und das ist definitiv, kann es nicht mehr weiter gehen. Der bisherige Weg ist einfach nicht mehr finanzierbar! Staaten, ihre Länder, bis hinunter zu den Kommunen sind einfach pleite! Bankrott! Auch wenn viele es noch nicht offiziell zugeben und teilweise noch immer die Prasser-Rolle spielen. Gerade hier erwarten uns "plötzliche" Explosionen, die wieder und trotz Die-Krise-ist-vorbei-Propaganda unser System nicht nur zum Wanken, sondern auch zum Einsturz bringen kann und auch wird.

Folgender Vergleich ist legitim und deswegen auch höchst brisant: In jenen Ländern Nordafrikas und des Orients, in denen wie aus dem Nichts plötzlich Unruhen ausbrachen und die Staatsoberhäupter und Regierungen in Bedrängnis brachten, weil sie Veränderungen forderten, die seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten überfällig sind, werden, wenn der zornige, aufgebrachte Mob schon vor den Palästen steht, umfassende Veränderungen angekündigt ... tut mir leid, zu spät! Die Zeichen der Zeit und die Bedürfnisse des Volkes nicht erkannt!

Auch bei uns in Europa werden in jedem Staat umfassende Veränderungen angekündigt. Es wird gespart werden! Man möchte die Neuverschuldung eindämmen und unter Kontrolle bringen! Nur die Neuverschuldung? Auch bei uns wusste man schon lange über die explosive Finanzlage Bescheid. Oder sollten all die honorigen Spezialisten und Experten die Situation nicht erkannt, oder noch schlimmer, verkannt haben?

Freunde, nicht wie Politiker meinen, ist die Krise schuld an den finanziellen Desaster der meisten europäischen Staaten, sondern die Finanzpolitik mitschuld an der Krise!

Plötzlich muss gespart werden - und zwar rigoros! Es ist einfach kaum mehr Geld vorhanden. Man streicht Ausgaben, logisch! Und zwar dort, wo sie am leichtesten zu streichen sind. Nämlich bei jenen, die ohnehin nichts oder nicht viel haben. Das ist genau jener Stoff, aus dem Revolutionen werden. Urplötzlich, so als wäre jeder überrascht!

Revolutionen passieren nicht über Nacht! Da muss es jahrelang im Volk gären und den Zorn, welcher der Motor von Revolutionen ist, nähren und aufbauen. Was allerdings sein kann, wenn Revolutionen zum Ziel führen, werden sie idealisiert und finden Nachahmer. Diese Angst, dass die Revolutionen aus Nordafrika und dem Orient auch bei uns in Europa Nachahmer finden könnte, vor allem in Staaten, die ihren Bürgern demnächst erklären müssen, dass sie vollkommen pleite sind, ist berechtigt. Und dass einige kleinere Feuer einen Flächenbrand erzeugen können, davor fürchten sich die Politiker - ebenfalls berechtigt.

Der Sturm des Volkes wird weder bei uns in Europa noch in den USA ausbleiben. Und glaube mir, mein Freund, so schnell, wie totalitäre Staatsmänner vom Schlage eines Mubarak oder Ben Ali aufgeben und verschwinden, werden demokratische Staatsmänner länger versuchen an der Macht zu bleiben. Leider vermutlich mittels Waffengewalt und vielen, vielen Toten, Verletzten und Verhafteten ...







Johannes (schnittpunkt2012@.com)



Meldungen:



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Silber auf dem höchsten Stand seit 31 Jahren - Im Zuge der laufenden Rohstoffhausse haben auch die Edelmetalle die kleine Korrektur beendet und ziehen wieder kräftig an. Silber erklomm heute im Tagesverlauf die 31,79 Dollar-Marke, ein Anstieg zum Vortag von +3,6% und markiert damit den höchsten Stand seit dem 12.03.1980. (querschuesse.de)

Bert Flossbach: „Der große Knall kommt noch.“ - EZB meldet auch im Dezember negative Handelsbilanz in der Eurozone. US Industrieproduktion im Januar „überraschend“ eingebrochen. (infokriegernews.de)

Wirtschaftsführer fürchten den "schwarzen Schwan" - Der oberflächliche Optimismus beim Weltwirtschaftsforum in Davos trügt. Viele Konzernchefs fürchten den "schwarzen Schwan" eines libanesischen Mathematikers. (welt.de)

Brown: Geldsystem vor "kaum vorstellbarer Katastrophe" - Britischer Ex-Premier fordert weltweite Bankenabgabe und Finanzaufsicht. „Wir können nicht fortfahren wie bisher“. - „Die meisten Menschen machen sich immer noch keine Vorstellung vom Ausmaß des möglichen Zusammenbruchs." (mmnews.de)

EZB : Banken leihen sich über Nacht große Summen - Wie Reuters meldet, haben sich über Nacht wieder einige Banken große Summen über die EZB besorgt. In der Nacht wurden 16 Milliarden Euro abgerufen nach 15 Milliarden am Vortag. Was spielt sich dort ab, ziehen etwa wieder dunkle Wolken auf am Horizont? (infokriegernews.de)

88 Proteste auf der Welt in dieser Woche - Der Zero Hedge-Blog zeigt sie alle auf einer Karte und fragt: Stehen wir am Rande eines Weltenbrands ? Schwer zu sagen, aber die Agrar- und Enerigepreise steigen weiter, die Zahl der Proteste auch. Jetzt gesellen sich Demonstranten in den USA dazu. Kleiner ist die Wahrscheinlichkeit in dieser Woche sicherlich nicht geworden. (markusgaertner.com)

Brandherd naher Osten : Tage des Zorns -. Die Situation im nahen Osten wird immer unkalkulierbarer und die Despoten greifen immer schneller zur Gewalt um Ihre Positionen zu festigen. Tunesien und Ägypten haben sich Ihrer Machthaber entledigt und damit eine Basis für weitere Umstürze geschaffen. Diesen Umstand haben wir bereits vor dem Umsturz in Ägypten als wahrscheinlich beschrieben. Tote Verletzte und unglaubliche Gewalt sind Gegenstand der Tagesordnung. Es fehlt nur noch wenig um die Lage vollends zu eskalieren. (infokriegernews.de)

Von der Schande, ein Amerikaner zu sein ... Die Regierung der Vereinigten Staaten hat das Ausmaß an Schande überschätzt, die die amerikanischen Bürgerinnen und Bürger und sie selbst vergessen machen kann. Am 15. Februar musste die »unentbehrliche Nation« die Scheinheiligkeit der Außenministerin ertragen, die in einer Rede Amerikas Entschlossenheit bekräftigte, für die Freiheit des Internets einzutreten, während das amerikanische Justizministerium verfassungswidrig gegen das Internetportal Twitter vorging und es zwang, jegliche Enthüllung der Verbindungen zwischen WikiLeaks und Bradley Manning zu unterlassen. Manning ist der amerikanische Held, der im Einklang mit dem amerikanischen Militärrecht US-Kriegsverbrechen offenlegte und nun unter harten Bedingungen, die die US-Verfassung verbietet, inhaftiert ist. Die korrupte amerikanische Regierung versucht, gegen Julian Assange eine Anklage wegen »Verschwörung« zu konstruieren, um ihn auf diese Weise dafür zu bestrafen, dass er amerikanische Regierungsdokumente veröffentlichte, die über jeden Zweifel hinaus die Verlogenheit der US-Regierung beweisen. (kopp-verlag.de)


Boden des Golfs von Mexiko weiter mit Öl verseucht - Das im vergangenen Jahr nach der Explosion einer Bohrinsel im Golf von Mexiko ausgetretene Öl ist nicht wie erhofft von Mikroben abgebaut worden. Mikroben haben bis jetzt nur zehn Prozent des Öles aufgelöst. (kleinezeitung.at)



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Kommentare:

Arthur hat gesagt…

Ich würde sagen, im Vergleich zu etwa den Türken oder den Griechen lassen wir Österreicher uns lange auf den Schädel scheissen, bevor es sowas wie Revolution gibt. Ausbleiben wird die Revolution auch bei uns nicht, aber ich denke das wurde von den Eliten einkalkuliert. Nicht umsonst läuft gerade jetzt die Bundesheerdebatte, denn ein Zwangsrekrut schiesst nicht aufs eigene Volk.

Gockeline hat gesagt…

Nordafrika ist nicht zu vergleichen mit Europa. Dort gehen Leute auf die Strassen und kämpfen für die Freiheit ,weil dort die Bevölkerung 70 % unter 35 Jahre alt ist.
Das ist in Europa nicht der Fall,dort leben die "Alten" und sehr wenig junge Menschen.
Also wird es bei uns auch nicht zu Strassenproteste kommen,weil wir keine Jugend mehr haben.
In allen Medien wird verkündet, welch guten Aufschwung wir haben.
Somit soll dem Wähler suggeriert werdenm, wie gut diese Regierung sei.
In wahrheit wird diese Regierung in die Geschichte eingehen, als die,die meisten Schulden in der Geschichte des Landes gemacht hat.
Sie veteilt nun ihre Schulden auf die Arge Land Städte und Gemeiden.
Sie macht einfach weiter wie immer, als wäre nicht geschehen.
Sie hat den Aufschwung schon mit Schulden bezahlt.
Firmen gehen nicht Pleite,weil sie große Aufträge haben,sondern weil sie kein Eigenkapial mehr haben.
So ergeht es uns in Deutschland gerade auch.
Wir haben Aufträge aber kein Eigenkapital mehr.
Alle Medien verkünden dem Volk nur Erfolgsstorys.
Es soll kaufen und sich wohl fühlen.
Und immer die CDU wählen.
Der Wähler ist leider nicht gut informiert über diese Partei.
Vorgeführt werden immer die falschen Leute.
Keiner nimmt sich mal Frau Merkel an die Brust und fragt nach.

Muammar al-Gaddafi hat gesagt…

@Gockeline.

Mit nachfragen ist es nicht mehr genug,stell ich allein an der kritischen finanziellen situation des Landes mal so in den Raum.
Das ergebnis und die folglichen konsequenzen davon wird in Zukunft jeder wissen in Deutschland,oder hautnah zu spüren bekommen.
Es tut mir leid aber das Deutsche Volk trägt mittlerweile genausoviel schuld wie das Merkel auch.
Wieso?
Weil sie ihren Arsch nicht hochbekommen und das Merkel nicht verjagen!
So ein Politclown lässt nie seine Macht von selber fallen.Man muss ihn immer dazu zwingen.
Seht doch in Nordafrika.Der beste beweis.
In Deutschland ist es nicht anders!
Solange diese Kreatur hier das sagen hat,wird sich alles nur noch verschlimmern!
Ihr braucht mir nicht zu glauben,ihr werdet es noch früh genug am eigenen Leib spüren!