Mittwoch, 5. Januar 2011

Lebensmittel - ein Spiegel unserer Zeit!

Convenience-Food ist seit einigen Jahren das Zauberwort im Lebensmittelhandel. Fertiggerichte, bequem und schnell zuzubereiten, billig und in vielen Variationen erhältlich.

Wenn jemand, so wie ich, jahrelang in der Branche tätig war (Gastronomie & Hotelerie), dann weiss er, dass gerade in der Convenience-Food-Branche vieles zum Himmel stinkt. Dass es nicht so sein kann, wie man uns weismachen will ... doch beginnen wir von vorne.

Jeder der gerne und gut kocht, weiss, dass ein gutes, hochwertiges Gericht oder Menü auch hochwertige Rohstoffe benötigt. Aus minderwertigen Zutaten kann man kein gutes Gericht erzeugen ... das kann nicht funktionieren, weil man die Zutaten nicht aufwerten kann! Und wenn ich für ein Gericht oder ein Menü einkaufe, dann muss ich mit wesentlich höheren Ausgaben rechnen, wie bei einem Fertiggericht. Dies hat aber nicht nur mit der grösseren Produktionsmenge und den damit niedrigeren Preisen zu tun.

Jetzt muss man wissen, dass vieles, was gleich benannt wird, nicht immer das gleiche ist. Ein Stück Fleisch von einem Rind, das im Sommer monatelang auf einer Alm gestanden ist, sich viel bewegen konnte und ausschliesslich Grünfutter frass und während des Winters in einem Laufstall nur mit Heu und Wasser versorgt wurde, kann nicht das gleiche Fleisch sein, wie von einem Rind, das während der Mastmonate in einem Stall gestanden ist, mit Kraftfutter, Antibiotika und Hormonen behandelt wurde. Dieses Fleisch muss einfach minderwertiger sein. Natürlich ist ein gewaltiger Preisunterschied vorhanden, oft einige 100% kostet das natürlich gewachsene, hochwertigere Fleisch mehr.

In jenen Küchen, wo Fertiggerichte produziert werden, ist der Kostenfaktor ein sehr wichtiger. Deswegen wird auch billigeres und gleichzeitig minderwertigeres Fleisch eingekauft und verarbeitet. Oft wird das Fleisch als Lebendigtransport quer über den Kontinent transportiert, weil eben rumänische oder ukrainische Rinderbauern noch billiger produzieren können als heimische. Zusätzlich gibt es oft noch Agrarförderungen, damit wird das Fleisch zu einem echten Billigartikel. Der Geschmack der Fertiggerichte wird dem Massengeschmack angepasst, das heisst, möglichst neutral und nichtssagend. Geschmacksverstärker verstärken diese neutrale Geschmackskomosition und ... die Menschen essen dieses offensichtlich minderwertige Gericht.

Warum? Weil es bequem ist, ein fertiges Gericht nur kurz in der Mikrowelle aufwärmen und essen. Kein Kochen, kein Aufwand ... und nach einiger Zeit hat man sich sogar an den minderwertigen Geschmack gewöhnt. Jeder kann Essen, wann er möchte - schnell und bequem.

Zu Kochen, so wie ich es täglich praktiziere, kostet durch die Verwendung besserer, hochwertigerer Zutaten wesentlich mehr und auch der Zeitaufwand ist wesentlich höher. Doch die Qualität und das Geschmackserlebnis sollten die höheren Kosten bzw. den Mehraufwand an Zeit und Energie wettmachen.

Dass immer wieder auftretende Skandale in der Lebensmittelproduktion aufzeigen, mit welch Methoden gearbeitet wird, so verwundert es doch, dass die Einkaufswagen in den Supermärkten mit eben diesen Waren voll sind. Der teilweise ruinöse Preiskampf verstärkt die Suche in der Nahrungsmittelindustrie nach immer billigeren Zutaten die noch dazu möglichst variabel eingesetzt werden können. Soja und Mais sind solche Wundermittel, die in vielen Produkten enthalten sind (auch dort, wo man es nie ahnen würde), billig zu produzieren und jederzeit verfügbar. Und dass gerade bei Soja und Mais der Gen-Food-Anteil sehr hoch ist, wissen wir. Und dass über Umwegen genmanipulierte Zutaten in unser Essen gelangen wissen wir auch. Auch wenn unsere Politiker uns den Anschein verkaufen wollen, noch immer eine Gen-Food-freie-Zone zu sein. das sind wir schon lange nicht mehr und dagegen können wir uns nur schwer wehren, weil es eben nicht draufsteht und uns so falsche Sicherheit vorgegaukelt wird.

In deutschen Nahrungsmitteln ist Dioxin aufgetaucht. In Eiern und Fleisch wurde Dioxin gefunden.

Jetzt frage ich dich, mein lieber Freund, wie eingangs erwähnt, könnte das der Grund sein, warum ich jenes Fleisch kaufe, das zwar teurer ist, aber im letzten Sommer auf der Alm ausschliesslich Gräser, Kräuter und Wasser zu sich nahm ... und im Winter Heu? Kein Kraftfutter, keine prophylaktischen Antibiotika und Hormone, aufgewachsen in natürlicher Umgebung. Weitab jeglicher Dioxine ...

So zu Essen ist viel teurer, viel aufwändiger und unbequemer. Doch unvergleichlich besser und vor allem viel, viel gesünder! Und Kochen macht echt Spass! Auch ohne Dioxine!

Wirklich schlimm für mich ist, dass es den meisten Menschen egal ist; egal was sie essen, egal wie sie essen. Hast du jemals eine wirklich gute Tiefkühlpizza gegessen? Und doch sind die Einkaufswägen voll mit diesem Scheiss.







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



2011 aus astrologischer Sicht (mmnews.de)
Prognose für die Neumondphase vom 4. Januar bis 3. Februar 2011 und die partielle Sonnenfinsternis (kopp-verlag.de)

Goldprognosen anhand natürlicher Rhythmen (hartgeld.com)
2011: Eurostaaten brauchen 2,4 Billionen Euro (infokriegernews.de)
Britische Ökonomen überzeugt: 2011 stirbt der EURO! (seite3.ch)
Fünf EU-Länder wollen private Altersersparnisse ihrer Bürger beschlagnahmen (kopp-verlag.de)
Neues Gesetz: Spaniens Raucher qualmen vor Wut (spiegel.de)
GR: "Wir zahlen nicht, bitte Schranke aufmachen." (dasgelbeforum.de.org)
US-Staatsschulden überschreiten 14 Billionen US-Dollar (heise.de)
Bank of America zahlt Milliarden an Hypothekenfirmen (diepresse.com)
Ex-Bush-Berater ermordet auf Müllhalde (kurier.at)
Wie Arnold Schwarzenegger Kalifornien ruiniert hat (welt.de)
Dämpfer für US-Wirtschaft: Spritpreis gefährdet US-Autobauer (ftd.de)
Bundesstaat Indiana bereitet sich auf Kommunalbankrotte vor (wirtschaftsfacts.de)
Der Greenback kreuzt in den Wind (markusgaertner.com)
Yves Marchand & Romain Meffre: "The Ruins of Detroit" (marchandmeffre.com)

WikiLeaks: Frankreich als das "Reich des Bösen" (kleinezeitung.at)

Iran bietet Besichtigung seiner Atomanlagen an (diepresse.com)

Australien: Immer mehr Menschen müssen Häuser verlassen (derstandard.at)
Überschwemmungen in Australien: Flut treibt Giftschlangen in Häuser (n-tv.de)
Chile: Zehntausende aus Angst vor Tsunami geflohen (derstandard.at)
Eisregen zwang 58.000 Chinesen zur Flucht (kleinezeitung.at)
Kältewelle : Indien ungewöhnlich kalt (infokriegernews.de)
An der Oder herrscht höchster Hochwasser-Alarm (spiegel.de)
Aktuelle Hochwasserlage in Deutschland (hochwasserzentralen.de)

Klare Sicht auf die bedeckte Sonne (derstandard.at)
Veränderungen auf den Riesenplaneten (kopp-verlag.de)



Gibt es einen Diktatur-Plan für den Tag des Super-Gaus? Laut dem Schweizer Informationsdienst "vertraulicher.li" wird in Deutschland bereits mit der Möglichkeit eines "Super-Gaus" gerechnet, also eines Zusammenbruchs des Finanzsystems in Euro-Land. Für diesen Fall seinen bereits Pläne für die unmittelbare Einführung einer Diktatur ausgearbeitet: Schließen der Banken und Geldautomaten, Aussetzen des Börsenhandels, Stilllegen des Internets und Einsatz der Bundeswehr gegen die eigene Bevölkerung. (berlinerumschau.com)

Die drei Fehler beim Aufbau der gemeinsamen Währung - Politiker und Notenbanker wussten nicht, worauf sie sich mit dem Euro einließen. Darunter leiden wir noch heute. (handelsblatt.com)

Osteuropa: Ausgeträumt - Mit Subventionen und billigen Arbeitskräften lockt der Osten. Massenweise verlagerten auch deutsche Konzerne ihre Produktion nach Osteuropa. Ungarn schröpft jetzt die Kapitalflüchtigen mit einer Sondersteuer. Nun ist das Gejammere groß. Brüssel soll’s richten. (mmnews.de)

Rechtsextremisten haben Grundrecht auf Meinungsfreiheit - Ein deutscher Neonazi hatte nach einem Veröffentlichungsverbot geklagt und bekam Recht: Mit dem Verbot werde es dem Mann "in weitem Umfang unmöglich gemacht, mit seinen politischen Überzeugungen am öffentlichen Willensbildungsprozess teilzunehmen". (kleinezeitung.at)

Vom Taler zum Dollar: Alles begann in Hall in Tirol - Um 1500 brach in der Münzgeschichte eine neue Ära an: Die des Talers. Was folgte, war der kometenhafte Aufstieg der Silbermünze. (diepresse.com)







kostenloser Counter



Kommentare:

Vorname hat gesagt…

Ahahaha das Video überschlägt sich selbst.
Angstmacherei pur.
Ich seh schon einige zittern.
Was soll das?
Zu tief in die Kristallkugel geschaut oder was?
Sowas kann tatsächlich nur von einem feministischen Miststück kommen,das den ganzen langen Tag nicht weis mit seiner Zeit anzufangen,dessen Mann sich wie ein Idiot abrackert....
Geh Arbeiten!!statt den Leuten solche Märchen aufzudecken!!
Durch Arbeit wirst du klüger!!!

bauchstimme hat gesagt…

Tja, was soll ich zum aktuellen Dioxinskandal sagen?

Dieses hat mich an "ein früheres Leben erinnert" als ich selbst noch Produktentwicklerin bei der Agrana in Gleisdorf war. Da habe ich alle paar Wochen irgendwo in Europa, Russland oder Ukraine einen Nahrungsmittelskandal mit erlebt, das gehörte zum Tagesgeschäft. Dioxin gehörte da alltäglich dazu wie Glassplitter und anderes im Essen ... http://www.yigg.de/politik/dioxin-in-joghurt-ketchup-und-mayonnaisen

Würde ich eine Geschichte erzählen, könnte ich wohl einen Märchenband damit füllen. Ich hatte mal überlegt einen mit dem Titel "Wieso Gefahrenguttransporte (Aromen) für Ihr Fertiggericht notwendig sind" zu verfassen. Angesichts der vielen zufriedenen täglich konsumierenden Massen die sich über den Fraß freuen, habe ich es wieder gelassen.

Ach ja war das nicht auch das Unternehmen, in dem die Betriebskantine aufgrund katastrophaler Verkaufszahlen zusperren musste. Welcher "einfache" Produktionsmitarbeiter oder welche Qualitätskontrollorin lässt sich in der Kantineküche mit Fertigfutter füttern, wenn er/sie täglich damit zu tun hat? Keiner und darum ist die Kantine dann ein gegangen, wie es in Österreich heißt, denn mit Gourmet und Chefmenü, Fertigsuppen aus dem Packerl konnte kaum jemand beglückt werden.
Nun ja zu den wenigen Nichtswissenden gehörten der Verwaltungsstab und so manche Verkäufer... sie sind was sie aßen, kann ich da nur sagen.

Zurück zum Dioxin, Grund meines Aktivwerdens. Ich persönlich wusste 2,5 bis 3 Monate vor der öffentlichen Bekanntgabe (EU LangsamNichtwarnSystem), dass Dioxin von Danone Tschechien bei einer zufälligen Kontrolluntersuchung gefunden wurde. http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/lebensmittel-razzia_aid_68454.html

Dieser zeitliche Abstand meines Wissens und dem der Öffentlichmachung hat mich auch damals schockiert. Und wie lange sind Milchprodukte haltbar? hmmm 2-3 Monate maximal ... ob es da einen Zusammenhang (nicht rückhol aktionen) gegeben hat? wir sprechen von einer geschichte ... und nun hat sich so eine story wieder ereignet, ich möchte nicht wissen, wie lange wir noch nicht wissen, dass dioxin schon längst im convience food war.

Mahlzeit und Lob unseren täglichen regionalen BäuerInnen für Ihre hervorragende Arbeit und das gute Essen aus der Umgebung!