Mittwoch, 31. März 2010

Internetzensur oder Internetsperre?

Am Samstag erschien google.at plötzlich mit Inhalten einer chinesischen Webseite. Gehackt oder nicht gehackt?

Gestern waren plötzlich Webseiten wie mmnews.de, wahrheiten.org und andere nicht erreichbar. Angeblich gibt es Probleme mit einem oder mehreren DNS-Server. Dabei kommt es zu Nichterreichbarkeit bzw. zu falschen Seitenanzeigen. Also google.at doch nicht gehackt, sondern Opfer eines DNS-Servers?

Wenn man Gerüchten glauben schenken darf und derzeit ist das Internet voll damit, so werden doch einige einschneidende Änderungen kommen. Spekuliert wird über eine mögliche Zensur bis hin zur Abschaltung des gesamten Internets.

Zensur, vor allem systemkritische und verschwörungstheoretische Seiten sollten betroffen sein, wird immer wahrscheinlicher. Die sogenannten Mainstream-Medien sind nach wie vor weitgehend systemunkritisch. Das heisst, sie schreiben kaum über Themen, die brisant oder konspirativ sind. Ausnahmen passieren hin und wieder zwar, doch diese sind "silanisiert" (weichgespült und obrigkeitskonform). Jene Nachrichten, welche nicht unbedingt die breite Masse erreichen sollen, werden allerdings von kleinen, aber feinen Newsdiensten aufgegriffen, oder eben von Bloggern. Diese abzuschalten oder zu zensurieren ist kaum ein Aufwand für die Verantwortlichen. Theoretisch können sie auch ganze Server abschalten oder vom Netz nehmen ... in jedem Fall, das Argument der Kinderpornografie ist eine Ausrede. Kinderpornografie existiert, ja, aber nicht in dem Ausmass, wie uns glaubhaft gemacht werden soll.

Dass es bereits Pläne gibt, das regionale Internet zu zensurieren, gilt als sicher. Vor allem sollten während einer verschärften Krise die offiziellen Berichte weder kommentiert, angezweifelt oder gar in Frage gestellt werden ...

Dass es zu einer Abschaltung des Internets kommen wird, glaube ich kurz- und mittelfristig nicht. Mittlerweile würde sofort unsere Infrastruktur zusammenbrechen oder verschärfte Zustände sich erheblich verschlimmern. Denn das weltweite Netzwerk ist nur mehr zum Teil Informations- und Unterhaltungsnetz. Viele relevanten Systeme werden über das Internet gesteuert. Eine Störung würde erhebliche Probleme verursachen. Auch würde der nationale, wie internationale Geldverkehr, das Bestellwesen und auch Teile der logistischen Systeme zum Erliegen bringen. Das kann sich, nur wegen systemkritischer Webseiten kaum eine Regierung in westlichen Staaten erlauben.

Anders verhält es sich bei dem kürzlich veröffentlichten Plan, ein sogenanntes Internet 2.0 einzuführen. Jeder, der Inhalte publizieren möchte, benötigt eine Lizenz, die er nur mit einer Unbedenklichkeitserklärung bekommt. Auf diese Art kann all jener Inhalt und jene Systeme aufrecht erhalten werden, sogar besser abgesichtert, und all die bedenklichen, kriminellen, sytemkritischen und fragwürdigen Inhalte würden sofort ersatzlos gelöscht werden. Dies impliziert allerdings einen enormen administrativen Aufwand und wäre wohl nicht kurzfristig einzuführen.

In Anbetracht der Probleme der letzten Tage ist zu befürchten, dass es bald einige Überraschungen im und rund um das Internet geben wird. Lassen wir uns überraschen, ich denke aber nicht, dass diese erfreulich werden ... eher restriktiv!

Ein guter Zeitpunkt, all jene Webseiten, die für einem persönlich wichtigen oder informativen Inhalt haben, für den Eigengebrauch zu sichern. Um später, wenn diese Seiten nicht mehr - aus welchen Grunde auch immer - nicht mehr erreichbar sind, trotzdem am eigenen Computer eine "Sicherungskopie" zu wissen, die genauso funktioniert wie das Original. (HTTrack website copier)

Gefährdete Seiten sind vor allem alle systemkritischen und konspirativen - vor allem jene, die rechts unten auf dieser Seiten angeführt werden. Und dass unsere "Staatsmänner" jene "Gefahr" erkennen, die aus dem Internet, besonders aus der Bloggerszene, kommt, darf man als sicher annehmen. Dass sie etwas dagegen tun werden, ebenfalls. Der Plan der Amerikaner ist diesbezüglich schon weit gediehen, im Notfall das Internet für Privatpersonen zu schliessen ...







Europäische Netzsperren immer wahrscheinlicher (diepresse.com)
Alex Jones: Deutsch zu weltweiten Internetsperren. Warnung! Deutsch (youtube.com)

Internetsperren: EU drückt auf die Tube, Europa unter Generalverdacht - Was auf nationaler Ebene gescheitert ist, soll nun EU-weit eingeführt werden. Wiedermal eine Augen-OP durchs Hinterteil. Die Formulierungen zeigen eigentlich recht genau, wo der Hase lang läuft. Die EU-DSSR ist kein Hirngespinst sondern brutale Realität. (infokriegernews.de)



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



World Crash Ticker (kopp-verlag.de)

Arbeitslosigkeit in Euro-Ländern auf Rekordhoch (derstandard.at)
Deutschland ist DER Zahlmeister der ganzen Welt (kopp-verlag.de)
Deutsche Regierung plant Bankenpfändung (nutze-deine-freiheit.blogspot.com)
Interesse der Zentralbanken an Goldkäufen ungebrochen (wirtschaftsfacts.de)
Hoenig (Fed): US-Großbanken brauchen weitere $210 Mrd. an EK (wirtschaftsfacts.de)
Gold vor einem neuen Kurssprung? (infokriegernews.de)

Wie ein hier stationierter US-Soldat die Deutschen sieht (luftpost-kl.de)



Wie hoch die Länder der Euro-Zone verschuldet sind - Staatliche Garantien, Bürgschaften oder Konjunkturpakete wirken sich teilweise massiv auf die Schuldenquote der Staaten aus. Wie sich die Defizite der EU-Mitgliedsländer entwickelt haben. Ein Überblick. (handelsblatt.com)

Wirtschaft verliert deutlich an Wettbewerbsfähigkeit - Die deutsche Wirtschaft hat im Krisenjahr einen herben Rückschlag in ihrer Wettbewerbsfähigkeit erlitten. Die Kosten je Arbeitsstunde stiegen aufgrund der Kurzarbeit deutlich, nur in Dänemark und Belgien kostet Industriearbeit mehr als hierzulande. EU-weit sanken die Kosten sogar. (handelsblatt.com)

Euro: Der Anfang vom Ende – Südschiene braucht 0,5 Billion - Mit der Griechenlandhilfe durch IWF und „bilaterale Kredite“ wird die Eurozone nicht gestärkt, sondern geschwächt. Das Ende des Euro rückt damit näher, sagt Prof. Wilhelm Hankel. Die nächsten Hilfskandidaten in der Eurozone brauchen 0,5 Billion Euro. Deutschland wird davon 150 Milliarden zahlen müssen. (mmnews.de)

Geheime EU-Verschlusssache: Vorbereitungen für den Euro-II und die kommende Währungsreform - Diese Nachricht ist KEIN Aprilscherz: Die Vorbereitungen für den Euro-Nachfolger sind im Ausschuss »Arbeitskreis Euro-II« längst abgeschlossen. Diese geheimen Vorbereitungen für das Projekt »Euro-II« waren schon vor der Griechenland-Krise beendet. Wegen der Fälschungen sollten neue Euro-Noten mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen auf den Markt kommen. Jetzt ist nach der »Lösung« der Griechenland-Krise auf einen Schlag alles anders. Nicht nur im »Arbeitskreis Euro-II« spricht man hinter verschlossenen Türen über eine mögliche Währungsreform im Euro-Raum. Man muss sich auf Weisung der Politik auf alle Eventualitäten vorbereiten. Sogar die D-Mark-II-Druckplatten wurden aus den Tresoren der Schweizer Nationalbank zurückgeholt und werden nun – rein vorsorglich – insgeheim überarbeitet und an die aktuellen Sicherheitsstandards angepasst. (kopp-verlag.de)

US-Finanzindustrie macht satte Gewinne - Nach der heutigen dritten und damit endgültigen Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt durch das Bureau of Economic Analysis (BEA), betrug das Wachstum in den USA im 4. Quartal 2009 real +5,6% (+5,9% 2. Schätzung, +5,7% 1. Schätzung), saisonbereinigt und auf das Jahr hochgerechnet (SAAR). Über die miese Qualität des BIP-Wachstums wurde bereits zur 1. Schätzung des BIPs in "Das BIP-Wunder" berichtet. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Fallbeispiel Argentinien: Wenn der Staat pleite geht - Die Staatspleite von Griechenland ist vorerst abgewendet. Was passiert, wenn der Geldautomat keinen Schein mehr ausspuckt und der Lohn in Fantasiewährungen gezahlt wird? Argentinien hat den Finanz-GAU erlebt. (focus.de)

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Sonntag, 28. März 2010

Vortrag: Kommt heuer eine Währungsreform?

In eigener Sache: ich werde am 14. April 2010 im Café Hochl einen Vortrag für alle Interessierten über das Thema: "Kommt heuer eine Währungsreform?" halten. Im Besonderen werden diese Themenbereiche (und natürlich auch darüber hinaus) abgehandelt:

  • Der €uro ist am Ende
  • Wann kommt die Währungsreform?
  • Welche neue Währung kommt?
  • Entschulden die Staaten auf Kosten der Bürger?
  • Indizien erkennen
  • Wie kann ich mich vorbereiten?

die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 14. April 2010 um 19 Uhr im Café Hochl, 8020 Graz, Triesterstraße 162 (beim Eingang zum Zentralfriedhof) statt. Mein Vortrag wird etwa 120 Minuten dauern - Eintritt 7,50 €uro - Reservierungen unter: 0316.271744







Auf zahlreiches Kommen und reges Interesse freut sich

Johannes (
schnittpunkt2012@gmail.com)

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Samstag, 27. März 2010

Wurde heute Google Österreich gehackt?

Heute, 19:27 MEZ, wurde offensichtlich google.at gehackt. Von einem guten Freund, der zur Zeit in Cornwall / England weilt, bekam ich die Nachricht und auch die Dokumentation in Wort und Bild (Source Code & Screenshots). Denn, statt dem hinlänglich bekannten und minimalistischen Google-Layout, erschein ein Abbild der Seite von net.cn, einem der grössten Web-Provider.











Binnen kürzester Zeit war die Original-Google Seite wieder hergestellt. Sieht man sich den Screenshot an, so zeigt die Adressenleiste "http://www.google.at" an, allerdings das Firefox Add On Flag Fox, dass der Server in China steht ... ??? (Flag Fox zeigt immer den Standort des Domainservers in Form der Länderflagge an) ... die Seite zeigte chinesischen Inhalt an. Interessant ist auch, dass Google bekanntlich eigene Server betreibt, in der unteren Statusleiste allerdings angezeigt wird, dass ein Microsoft Server lädt ...

Ok, nichts weiter passiert! Wäre allerdings nicht eben jetzt der "Krieg" zwischen China und Google aktuell. Google möchte bekanntlich die chinesische Zensur umgehen und operiert derzeit von seiner Serverfarm in Hong Kong aus. Schlägt China zurück? War der Hack von Google Österreich nur ein Warnschuss? ... oder ein Test? ... kommt noch mehr?

Danke Rudi ... und weiterhin schöne Zeit in England!



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)




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Droht ein Zerfall der EU?

Oder besser gefragt, droht mit der anstehenden Währungsreform ein Zerfall der EU? Zur Zeit ist die EU in zwei Gruppen aufgeteilt, die sogeannten "Geberländer" und "Nehmerländer". Geberländer sind jene Staaten, die mehr in die EU einzahlen, als sie unterm Strich herausbekommen. Die Nehmerländer bekommen mehr von der EU, als sie bezahlen. Die Geberländer sind in der Minderheit. Dieses Ungleichgewicht driftete in den letzten Monaten ziemlich auseinander. Der Kapitalbedarf diverser Länder steigt exorbitant.

Dass hier natürlich die Diskussion aufkommt, dass die wenigen Geberländer nun quasi als Freunde einspringen müssen und Teile ihres erarbeiteten Volksvermögen in den Rachen der "Unersättlichen" werfen müssen ... als Verpflichtung, erregt naturgemäss die Gemüter. Vor allem, weil Steuer- und Abgabenerhöhungen anstehen und auch die Geberländer sich zur Zeit in einer Depression befinden.

Die Währungsreform eines kleinen Teils europäischer Staaten, alles Geberländer (Deutschland, Österreich, Niederlande), zeigt vor allem eines auf. Der Euro ist langfristig gestorben, denn ohne diese Staaten wird dieser in jedem Fall drastisch abgewertet. Doch das ist eine altbekannte Massnahme, die Währungsabwertung, mit der sich vor allem die Südschiene (PIGS-Staaten) jahrzehntelang wirtschaftlich über Wasser gehalten haben und ihren Export ankurbelten.

Treten diese drei Staaten durch die Einführung einer neuen Währung aus dem Euroverbund aus, so birgt dieser Schritt auch enorme Brisanz und Explosivität in der gemeinschaftlichen Idee. Anfeindungen inklusive! Ein System zerfällt, das langfristig kaum existieren konnte, weil zu viele Ungleichheiten existent sind, die ausgeglichen werden müssten.

Mit der neuen Währung wird wahrscheinlich gleichzeitig oder bald darauf das Schengenabkommen aufgekündigt. Die Unterschiede werden immer eklatanter und durch die fehlenden Kontrollen im Schengenraum wird nicht nur der Kriminalität die Tür weit offen gehalten. Das heisst, ob man will oder nicht, die gesamteuropäische Idee wird damit weitgehend zu Grabe getragen. Kurz gesagt, die Reichen grenzen sich gegenüber den Armen ab. Wobei die Definition von Reichen und Armen als äusserst relativ zu verstehen ist!

Ein Zerfall der EU droht! ... zumindest aus langfristiger Sicht. Nationale Interessen werden die gemeinschaftlichen übertrumpfen und in der Bevölkerung regt sich Unmut. Vor allem gegen die Bevormundung einer meist unverständlichen Brüsseldiktatur, die anscheinend den Bezug zur Realität und den tatsächlichen Bedürfnissen der Bürger vollkommen verloren hat.

Ich erinnere mich noch, mit welchen Versprechungen und Aussichten wir Österreicher in die EU gekommen sind. Nein, ich stelle die Gemeinschaft, die europäische Idee deshalb nicht in Frage, haben wir doch alle weitgehend profitiert. Auch die Idee einer gemeinsamen Währung hat viele Vorteile. Allerdings wurden von den Politikern und Verhandlern sehr viele Fehler gemacht, welche der EU ein Ablaufdatum verpassten. Derzeit wird versucht, irgendwie einen Zusammenhalt und gemeinsamen Nenner zu finden.

Oft verglichen wird die EU mit den vielen amerikanischen Bundesstaaten unter dem Dach eines "Überstaates", quasi einer Staatsholding. Doch die Voraussetzungen sind völlig andere. Bei uns in Europa spielen Kultur-, Mentalitäts- und Traditionsunterschiede eine viel stärkere Rolle. Die USA ist damals aus der Euphorie ausgewanderter Europäer, Asiaten und versklavten Afrikaner entstanden und wuchs trotz aller Widerstände irgendwie homogen zusammen. Vergleiche innerhalb Europas nur jene Attribute, die wir den verschiedenen Nationalitäten zuordnen und die teilweise auch der Realität entsprechen. Dann wird sofort klar, dass das Korsett, das uns Brüssel zur Vereinheitlichung verordnet, nicht lange halten kann. Zwang ist immer das falsche Werkzeug, um neue, nicht gewachsene Strukturen einzuführen. Die USA hatte bei ihrer Gründung zwar viele verschieden Menschen aus aller Welt, doch keine Tradition, höchstens eine mitgebrachte, also importierte Kultur - keine gewachsene. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass die Amerikaner kulturlos sind ...

Europa, zusammengewürfelt, die Idee einer funktionierenden Gemeinschaft im Hinterkopf, driftet wieder auseinander und beginnt langsam aber sicher zu zerfallen. Jeglich weitere beitrittsverhandlungen und Diskussionen entbehren jeglicher realistischen Grundlage. Was bleiben wird, ist eine neue Form der ehemaligen EWG, der Europäischen Wirtschafts Gemeinschaft. Oder einigt man sich auf eine loser, ohne grossen Zwänge und Gesetze beinhaltende Gemeinschaft. Die Individualität der einzelnen gewachsenen Nationen müsse wieder stärker in den Vordergrund treten. Jetzt versucht die EU-Diktatur alles und jeden zu vereinheitlichen und ihn seiner ureigenen, individuellen Identität zu berauben.

Die Staaten sind zu Huren geworden, sie prostituieren sich, sie biedern sich gegenseitig an, die Unzufriedenheit wächst und das immer realer werdene Gespenst des völligen Zusammenbruchs hängt wie ein Damoklesschwert über allen. Die EU selbst fühlt sich an wie schaler, leerer Wein, der längst seinen Höhepunkt überschritten hat. Es ist auch nicht zu erwarten, dass die jetzige Riege der völlig realitätsfremden Europapolitiker den Zug in die richtigen Bahnen lenken kann.

Ob die geplante Währungsreform inklusive der Abkapselung der richtige Weg ist, wird sich weisen. Auf Grund der latent offensichtlichen Unfähigkeit der Politik ist eher eine Steigerung der anstehenden Probleme zu erwarten. Denn eine Lösung ist dieses Vorgehen mit Sicherheit nicht.

Abzuwarten ist natürlich auch, was einerseits die internationalen Märkte dazu zu sagen haben und andererseits die Initiatoren des Euros, von denen bekannt ist, dass Deutschland die DM aufgeben musste um eine Wiedervereinigung zu ermöglichen. Aber viele Westdeutsche würden ein eigenes Ostdeutschland durchaus begrüssen, teilweise sogar lautstark fordern.

Die Zeit bleibt äusserst spannend. Bei interessierten Beobachtern wird keine Langeweile auftreten. Gesamteuropäische Spannungen sind damit vorprogrammiert und benötigen besonders sensibel agierende Politiker. Diese sind allerdings nicht in Sicht. Wie man aus der Vergangenheit weiss, könnten unbedachte oder auch bewusste Äusserungen von obskuren Staatsmännern vom Schlage des italienischen Obermachos die Beziehungen eintrüben und zusätzliche Aggressionen und Hass freisetzen.

In jedem Fall könnte jenes Europa, in dem wir jetzt leben, bald der Vergangenheit angehören. Eine gute, gemeinschaftliche Idee wurde von Politikern, Ideologen, Bürokraten, Strategen, Egoisten und Scharlatanen zu einem nicht lebensfähigen Krüppel kaputt getreten. Europa liegt in der Intensivstation und ein Überleben ist äusserst fraglich. Ich sehe auch niemanden, der dies ändern könnte.

Uns, dem kleinen Mann auf der Strasse, bleibt abzuwarten, sich auf stürmische Zeiten vorzubereiten und dem drohenden SuperGau ins Augen zu blicken. Aus Brüssel kommen leere Worthülsen nicht einzuhaltender Versprechen und die bange Gewissheit, dass wir nur belogen werden.

Dass in diesem vergifteten Klima Populisten und Demagogen mit ihren faschistoiden Ideen immer mehr Zuhörer erhalten, beängstigt zusätzlich. Der Gutmensch, der politisch Korrekte, der Idealist und der Ehrliche sind Relikte einer Vergangenheit, die es leider nie schaffte real zu werden. Trotzdem halten die Mehrheit an den wunderschönen Versprechungen fest und glauben, dass die Zeiten wieder besser werden. Wir haben die Talsohle nicht nur nicht erreicht, wir sehen sie noch nicht einmal. Und diesen Teil des Weges, den wir jetzt zu durchschreiten beginnen, ist wahrscheinlich der härsteste und schwierigste. Auch wenn Brüssel sich immer noch Sorgen macht um unsere Gurkenkrümmung, unsere Duschköpfe und andere sonderbare Verordnungen. Dort sitzen nur Menschen, die sich ihren Arsch vergolden wollen - auf die Kosten der Allgemeinheit. So gesehen, tut uns der Niedergang der EU gar nicht weh. Im Gegenteil, es könnte so etwas wie eine Befreiung sein ...

... für jene Staaten, die eine neue Währung einführen, wie auch für jene Staaten, die bei der jetzigen bleiben. Ich weiss nicht, was wie kommen wird. Das kann auch kaum jemand prophezeihen. Wir driften nur in Etwas hinein, das unbekannt, seriöserweise auch nicht definierbar und der schlussendliche Ausgang vollkommen verborgen ist.







Johannes (schnittpunkt@gmail.com)



Meldungen:



Euro Crash Ticker - März 2010 (kopp-verlag.de)

Deutschland: Neuwagenmarkt bricht um ein Drittel ein (spiegel.de)
Der Euro zerbricht an Deutschland (sueddeutsche.de)
Mieses Portugal-Rating überschattet EU-Gipfel (handelsblatt.com)
Entscheidung zu Griechenland – doppelte Ohrfeige für deutsche Steuerzahler (kopp-verlag.de)
Griechenland-Chaos drückt Euro (ftd.de)
Griechenland-Krise: Die Eurobombe tickt (bild.de)
Katastrophe voraus - Das Ende des Euros (lupocattivoblog.wordpress.com)
Geheime EU-Totschlagarmee? (politgauner.de)
Goldman stellt Euro-Wette glatt (wirtschaftsfacts.de)
USA: wieder 4 Banken pleite (mmnews.de)
USA: 5 years U.S. Treasuries Auktion gefloppt (kollateralschaden.wordpress.com)

Failed Bank List (fdic.gov)



Geldsystem vor Herzinfarkt - Emissionsrekord 2010: USA, EU und UK machen dieses Jahr 4,5 Billionen Dollar neue Schulden. Wer soll die Schuldscheine kaufen? Ein Käuferstreik würde den sofortigen Kollaps des Geldsystems auslösen. (mmnews.de)

Griechenland gibt USA Milliardenkredit - Nach Japan ist jetzt Griechenland der zweitgrößte T-Bond Halter der Welt. Japan hält aktuell 768,8 Milliarden Dollar, direkt dahinter steht jetzt Griechenland mit 726,3 Milliarden Dollar gefolgt von China. Geithner zeigte sich höchst erfreut, dass die Griechen vertrauen in die US-Amerikanische Volkswirtschaft haben. (infokriegernews.de)

Paul Craig Roberts sagt Good-Bye! Einer der besten Journalisten der Vereinigten Staaten hört auf, weil niemand die Wahrheit hören will und die Lüge gewonnen hat. Er sagt: „Die Wahrheit ist gefallen und hat die Freiheit mit sich genommen!“ (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Offenes Bankgeheimnis - Die USA fordern von ausländischen Banken künftig Einsicht in Kundendaten. Die Institute sind alarmiert. FTD.de erklärt, warum ein Bankgeheimnis Steuersünder nicht schützt. (ftd.de)

CDU-Unternehmer fürchten Finanzkollaps - Der Wirtschaftsrat attestiert Schwarz-Gelb einen Fehlstart. Zudem bangt das Gremium um die Staatsfinanzen: Erstmals könne die eine Hälfte der Bevölkerung die andere nicht mehr ernähren. Deutschland drohe in ein "Desaster" zu stolpern. (ftd.de)

Griechen-Phobie - Der Mainstream übt sich täglich in der "Griechen-Phobie" und dies sollte uns etwas zu denken geben! Bei aller berechtigten Kritik und Sorge über die griechischen Staatsfinanzen, deren desaströser Zustand auch hier: "Griechenland - ein PIGS Problem" beschrieben wurde, nicht nur die Spekulanten nutzen momentan die "fundamentale" Situation um auf den Euro einzuprügeln ... (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Neue Weltordnung - Chinas Chefbanker kann offenbar angesichts des EU-Krisengipfels nur den Kopf schütteln. (heise.de)

CIA-Paper zur Beeinflussung der europäischen Öffentlichkeit - In den USA fürchtet man nach dem holländischen Regierungskollaps über eine Verlängerung des Afghanistaneinsatzes vor allem ein Wegbrechen der deutschen und französischen Beteiligung. (heise.de)

Stellenabbau in Deutschland: Das erste Jahr Schwarz-Gelb - gezählt ab 6.10.2009. (egon-w-kreutzer.de)




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Mittwoch, 24. März 2010

Währungsreform ante portas II?

Auf diversen Blogs und in Foren wird derzeit über eine mögliche, absehbare Währungsreform geschrieben und diskutiert. Ein interessantes Thema, vor allem auch weil gerne schon, natürlich aus seriösen, glaubhaften Quellen, Informationen sprudeln. Laut PolitikGlobal sollte diese schon am Osterwochenende stattfinden ...

Ich rief meinen Freund an, der im Vorstand einer grossen steirischen Bank sitzt. Er bestätigte weder, noch dementierte er. Doch seine Ausführungen und der politische Background ist interessant: "Es wird derzeit viel über eine Währungsreform nachgedacht und diskutiert. Ich denke, die Befürworter sind in der Überzahl. Warum? Weil es Staaten in der EU gibt, die noch als sogenannte Nettozahler gelten. Das heisst, sie finanzieren die Milliarden derer, die Nettonehmer sind, das sind die, die mehr aus der Gemeinschaft nehmen, als sie geben. Ja, ist ein heisses Thema und es wird möglicherweise dazu kommen. Die von dir angeführten Indizien erhöhen die Wahrscheinlichkeit. Es ist auch gleichzeitig im Moment verdächtige Ruhe auf den Märkten. Wenn man davon ausgeht, das möglicherweise drei Staaten beschliessen, eine neue Währung einzuführen, dann ist das mittelfristig das Ende des Euros und wahrscheinlich auch das Ende der EU in der jetzigen Form. Auch wir Banken werden wahrscheinlich erst im letzten Moment eingeweiht. Und das kann, nach deinem Szenario der Freitag vor dem besagten Wochenende sein. Ob tatsächlich auch ein Wertverlust kommen wird, bleibt abzuwarten, ob sich die Staaten mit dieser Aktion entschulden wollen oder nicht. Wenn sie sich mittels einer Währungsreform entschulden wollen und damit in Kauf nehmen, dass ihren Staatsanleihen-Kunden grosse Abschreibungen bzw. verluste aufgezwungen werden, dann kann es sein, dass sie interantional geächtet oder boykottiert werden. Vor allem Deutschland begäbe sich auf sehr dünnes Eis. Wenn die Währungsreform keine Verluste brächte, so dass der Wert der alten und der neuen Währung 1:1 getauscht wird, so könnte es ein genialer Schachzug sein, sich hohen Zahlungen innerhalb der Eurozone, mittelfristig auch der EU zu entziehen."

Viele Indizien, ich schrieb vor kurzem darüber, deuten darauf hin, dass eine Währungsreform bevorsteht. Ich glaube aber nicht, dass sie diese schon so bald durchgeführt wird, denn es ist auch ein enormes logistisches Problem, die neue Währung nicht nur ausreichend zu drucken, sondern auch zu verteilen ... (Währungsreform ante portas?)

Aber auch bezüglich Griechenland verdichten sich die Gerüchte, dass sie bereits am Drucken eines neuen Drachmen sind. Damit sie wieder, so wie früher auch, die Währungsabwertung als Konjunkturmassnahme verwenden können. Während des Euros war und ist dies nicht möglich.

PolitikGlobal schrieb schon im Jänner, dass unmittelbar, nämlich am 15. Jänner 2010, eine Währungsreform geplant gewesen wäre - diese kam bekanntlich nicht. Deshalb nehme ich den Ostertermin auch nicht sehr ernst ... allerdings, es sollte zumindest die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, denn die Verantwortlichen werden uns nicht vorher informieren ...

Wie kann man sich auf eine Währungsreform vorbereiten?

Da noch nicht erkennbar ist, ob die Währungsreform auch eine Geldentwertung mit sich bringt, was allerdings sehr wahrscheinlich ist, sollte man besonders bei Bargeld vorsichtig sein!

  • Hebe alles verfügbare Geld von deinen Konten und Sparbüchern ab

  • Schau, dass du zu Hause einen kleinen Eurobetrag in höchstens 10er und 20er Scheinen mit der Länderkennung N und X (Österreich und Deutschland) griffbereit zur Verfügung hast. Dein restliches Bargeld wechsle in Schweizer Franken (die Länderkennung des Euros ist prinzipiell unerheblich, doch es könnte sein, dass Geschäfte und Märkte nur mehr Euroscheine mit eigener Landeskennung annehmen - der Schweizer Franken, sowie die Schweiz als Staat gilt derzeit währungsmässig stabiler als der Euro und ist werder in der EU, noch im Euroverbund). Statt Schweizer Franken kannst du auch Gold- und Silbermünzen kaufen - zur Vermögenssicherung.

  • Lebens- und Kapitalversicherungen, Penisionsvorsorgen, Sparbücher, Kontoguthaben und viele Fonds werden wahrscheinlich wertlos oder bringen sehr hohe Verluste. Diese sollten ebenfalls schon gekündigt und abgerechnet sein.

  • Ich weiss nicht, ob es schon notwendig sein wird, ein kleines Lebensmittellager zu haben, dieses sollte aber ohnehin schon vorhanden sein. Du solltest dich und deine Familie in jedem Fall 4-6 Wochen versorgen können - inklusive Trinkwasser! Benötigen wirst du ein Lebensmittellager fast sicher, auch wenn die Währungsreform eine sanfte wird oder ausbleibt!

  • Wenn du Lagermöglichkeiten zur Verfügung hast, bunkere auch Treibstoff für dein Auto oder Motorrad ein. Aber achte darauf, dass Benzin im Gegensatz zu Diesel nicht lange lagerfähig ist.

  • Notwendige Medikamente sollten ebenfalls vorhanden sein!

Sicher ist, wenn eine Währungsreform kommt, wird diese schnell und ohne Vorwarnung über uns kommen. Das heisst, wenn du durch die Medien erfährst, dass es soweit ist und die Banken einige Tage geschlossen haben, um die Umstellung durchzuführen, ist es zu spät, noch Vorbereitungen zu treffen. Dann bleibt keine Zeit mehr ...

Übrigens, fertig zusammengestellte Lebensmittelkrisenpakete, auch in Bio-Qualität bietet das Grazer Unternehmen Gewürzbazar an - Lieferungen auch nach Deutschland und in die EU!

Heute schmiert der Euro wieder auf einen Tiefstand seit einem Jahr ab! Ein extrem fallender Euro und ein extrem steigender Goldpreis sind eventuell Indikatoren, die eine bevorstehende Währungsreform anzeigen könnten!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Banken brauchen dringend 110 Milliarden Euro (welt.de)
Gewerbesteuer bricht immer weiter ein (merkur-online.de)
Schwierige Zeiten für Griechenlands Import (kurier.at)
Griechenland-Sorgen schicken Euro auf Talfahrt (derstandard.at)
Griechenland: Kirche empört über neue Steuerpflicht (derstandard.at)
Weitere Mega-Bankpleiten sind wahrscheinlich (cash.ch)
Obamas Gesundheitsreform gefährdet den Dollar (welt.de)
USA: Bewegung für bundesstaatliche Banken wächst (kopp-verlag.de)
US-Senator Kaufman: Wall Street “Crooks” in Knast schicken (wirtschaftsfacts.de)
Chinas Handelsminister: USA würden Handelskrieg verlieren (wirtschaftsfacts.de)

Schulden: Am kurzen Ende (bankhaus-rott.de)
Klartext 2010/3 (hartgeld.com)



Überlebt die Währungsunion? Vier Ökonomen und EU-Vertreter gaben in den letzten Tagen Interviews zur Stabilität des Euro, zu Griechenland, zur Inflation und zur D-Mark. Sie sagten dabei mehr, als sie vielleicht wollten, manch einer sprach sogar Klartext. (kopp-verlag.de)

EU-Kommissar schlägt Alarm - Im EU-Streit über Notfallhilfen für Griechenland drückt EU-Kommissar Olli Rehn aufs Tempo. Wenn diese Woche nichts passiere, drohen schwere Störungen für den Euro, so Rehn in einem Interview. Die Bundesregierung hat sich indes angeblich mit Frankreich auf eine gemeinsame Linie geeinigt. (manager-magazin.de)

Defizitsündern droht eine Abwärtsspirale - Die hoch verschuldeten Länder der Euro-Zone stehen vor einer gefährlichen Gratwanderung. Sparen sie zu sehr, drohen sie in die Rezession zurückzufallen. Ökonomen warnen, dass die Wachstumsprognosen vieler Euro-Länder unrealistisch hoch sind. Weniger Wachstum heißt aber höhere Defizite. (handelsblatt.com)

Sparen sparen sparen - Während auf dem EU-Gipfel am Donnerstag beschlossen wird, wie die Deutschen um ihr Vermögen erleichtert werden, ergießen sich hiesige Politiker in immer neue Spar-Tiraden. Sparen für wen? (mmnews.de)

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Montag, 22. März 2010

Rotwein, Zigarre und viele Gedanken ...

Dieses Wochenende war Frühlingsbeginn und plötzlich wurde das Wetter wesentlich milder, schöner und wärmer. Also nichts wie raus in den Garten und diesen für die neue Saison herrichten. Gestern abend, es war frühlingshaft warm, habe ich mir eine gute Flasche Rotwein aus dem Burgenland geöffnet, eine dicke Zigarre zwischen die Lippen gesteckt und dem Sonnenuntergang im Garten zugesehen, soweit dieser in meinem Stadtgarten sichtbar sein kann. Im Hintergrund lief Musik von Manu Dibango, dem afrikanischen Jazz-Saxophonist. Die Rasenfläche war vom Laub befreit, Krokusse und Nazissen blühen schon, meine Zitrusbäumchen freuten sich, wieder im Freien zu sein und der kleine Kräutergarten beginnt auch schon auszutreiben. Der Winter schien heuer gar nicht enden zu wollen ...

Wo driften wir jetzt hin? Kaum ein Staat, der nicht exorbitante Überschuldungsprobleme hat, empfindlich sparen muss und der eine oder andere wird auch bankrott gehen. Die Wirtschaft steckt immer noch in einer gewaltigen Krise, das ohnehin schon unüberschaubare Heer der Arbeitslosen wird täglich grösser. Und es ist im Nahen Osten wieder Kriegsgefahr angesagt. Die USA verladen spezielle Bomben, die sogenannten Bunkerbrecher, auf den Stützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean. Kommt es zum Armaggedon durch den Angriff auf den Iran?

Mein letzter Post "USA ... ein vorläufiger Nachruf" hatte mir einige Emails beschert, wo Leser glauben, dass in dem Chaos, in das wir gerade fallen, die USA die besten Möglichkeiten hätte, ihre globale Vormachtstellung, auch mit dem US-Dollar als Leitwährung, zu verteidigen und eventuell auch auszubauen. Die USA kann gar nicht pleite gehen, denn sie drucken Geld in exorbitanter Menge und wenden somit den Bankrott ab. Ja, das ist eine Möglichkeit, wie es kommen könnte. Auch Max-News sagt, dass die Hochfinanz einen US-Bankrott nicht zulassen wird. Sie haben auch genügend Zeit, sich auf das Kommende gut vorzubereiten und die Macht geplante Szenarien zu steuern. Doch was dabei vergessen wird, ist das Volk. Der Staat, und nicht nur der amerikanische, raubt derzeit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln das Volk aus. Schauen wir zB. unseren vielgepriesenen Euro an. Seit Einführung ist der Wert des Euros fast um 50% gefallen. Das heisst, er ist nur mehr die Hälfte wert. Wer kann von sich behaupten, er habe in den letzten 10 Jahren eine Lohnsteigerung um 100% bekommen, das Doppelte, um den Verlust auszugleichen? Ich kenne niemanden! Beim US-Dollar ist es annähernd gleich. Auch dieser hat gewaltig an Wert verloren. Wir können dies durch Überstunden, Mehrarbeit und eventuell zweiten Job gar nicht wett machen. Wir verdienen heute entscheidend weniger, als noch vor Einführung des Euros. Die Amerikaner ebenfalls.

Wir sind nicht nur der Verlockung erlegen, es wurde auch durch Werbung, Meinungsbildung und Manipulation Druck auf uns ausgeübt, sich Dinge anzuschaffen, wofür man das Geld nicht hatte. Millionen tapsten in die Schuldenfalle. Kredite gab es für alle und für alles ... selbst Urlaube, Unterhaltungselektronik, Computer, Armbanduhren und feine Designerkleidung wurden auf Kredit angeschafft. Das System des grenzenlosen Wachstums durfte nicht ins Stocken geraten ...

Doch gerade das ist passiert! Es war nicht nur die Gier der Banken und Finanzinstitute der Hauptverursacher, es waren auch wir selbst, durch die Illusion des ständigen Mehr ... doch, im Gegensatz zu den Banken, hatten wir das Geld nicht zur Verfügung, sondern dies musste erst durch die Banken erschaffen werden ...

Das System ist ins Stottern gekommen und wir waren einige Male kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch, der wiederum nur mit noch grösseren Illusionen abgewendet werden konnte. Dabei entstand durchaus der Eindruck, das System wäre gerettet und weiterem exzessiven Kreditkonsum steht nichts mehr im Wege ... doch dem ist nicht so. Durch immer restriktivere Kreditvergabe kommen nicht nur Klein- und Mittelunternehmen in Schwierigkeiten, es muss auch der Konsument sparen. Dadurch gehen die Steuereinnahmen drastisch zurück und der Staat muss ebenfalls sparen. Wenn der Staat sparen muss, heisst das weniger Ausgaben. Zuerst in Bereichen, die nicht systemrelevant sind, zB. in kulturellen Belangen, im sozialen Bereich, aber auch in der Verwaltung. Viele aufgeblähte, ineffiziente Systeme werden plötzlich hinterfragt, so wie das Gesundheitssystem, das sich immer mehr als Fass ohne Boden herausstellt. Die moderne, allerdings hinterfragenswerte Medizintechnik als Sargnagel des Staates?

Noch können die Staaten, im Gegenteil zu den Konsumenten, neue Schulden machen. Müssen sie auch, denn zu grosse Einsparungen und Restriktionen würden einen sofortigen Aufstand der Bürger provozieren. Es hat uns allen in den vergangenen Jahren niemand die Wahrheit gesagt! Wir wurden bewusst in einer fast perfekten Scheinwelt gefangen gehalten, die scheinbar immer weiter funktionieren würde. Zweifler und Warner hat es zwar gegeben, doch diese versuchte man zu diskreditieren und ins konspirative Eck der Verschwörungstheoretiker zu stellen. Doch sie hatten recht, nun ist die grosse Party vorbei ... doch wissen will das kaum jemand!

Die grosse Gefahr geht derzeit nicht von den heillos überschuldeten Staaten aus. Diese könnten im Notfall sogar noch Jahre so weiter machen - solange halt noch Geld erschaffen werden kann. Solange der Staatsanleihenmarkt noch existiert. Selbst Griechenland wäre im Grunde kein Problem, das Land könnte von der Gemeinschaft "aufgefangen" oder "gerettet" werden ...

Die grosse Explosivität liegt in der Bevölkerung, in der breiten Masse. Wenn diese draufkommt, dass sie von Politik und Banken in hinterhältiger Weise vollkommen abgezockt wurde und für deren Schäden aufkommen muss, ist das der Funke zur Revolution, zur Rebellion. In den USA gibt es immer mehr Menschen, die Food Stamps, Lebensmittelmarken, in Anspruch nehmen. Man kolportiert rund 35 Millionen, das sind mehr als 10% der gesamten Bevölkerung! Die Zeltstädte vor den Metropolen ereichen immer grössere Ausmasse und wachsen rasant. Die Mittelschicht verarmt in nie gelaubten Tempo, Immobilien verlieren dramatisch an Wert - Häuser um "eine Hand voll Dollars" sind Alltag, und doch will sie niemand haben.

Ein bisher äusserst lukratives Geschäft, wesentlich für den Reichtum der USA verantwortlich, wird derzeit ob der gigantischen Kosten hinterfragt und stösst auf immer grösseres Unverständnis und Ablehnung. das Geschäft mit dem Krieg. Die grösste und stärkste Militärmacht der Welt hat seit 1945 keinen Krieg mehr gewonnen (ausser jenen auf Grenada), führt derzeit aber zwei, ebenfalls offensichtlich kaum zu gewinnende Kriege gegen die Bevölkerung im Irak und Afghanistan. Jetzt kann es kurzfristig zu einem neuen Krieg gegen den Iran kommen. Eine neue Front, die mehr Geld verschlingen wird, als alle Kriege bisher. Die Chance, gegen den Iran zu gewinnen, sind ebenso gering, wie im Irak.

Zwangsläufig werden sich alle Amerikaner die Frage stellen müssen, warum die Bevölkerung rasend schnell verarmt, die Wirtschaft schrumpft, es noch immer kein effizientes Gesundheitssystem gibt, dafür aber Milliarden für fragwürdige Kriege ausgegeben werden, welche die Bevölkerung nicht will ... Steuern, das heisst, erwirtschaftetes Volksvermögen geht in Wüstengebieten in Staub auf. Der Staat als solches funktioniert nicht mehr, doch es wird das verbliebene Vermögen sprichwörtlich verpulvert. Die Verantwortlichen wissen das und bauen grosse Konzentrationslager, um Systemkritiker, in kommunistischen Ländern sprach man von Konterrevolutionären, einzusperren und damit unschädlich zu machen. Wie lange wird sich das Volk das gefallen lassen, wenn dieser Annahmezustand erst einmal beginnt?

Auch in Europa wird schon offen über Unruhen und Aufstände diskutiert. Griechenland ist ein dafür geschaffenes "Testland", um alle prophylaktischen Massnahmen ausprobieren zu können. Die eigens dafür geschaffene EU-Gendarmerie wird dafür im Einsatz sein. Wie bekannt ist, dauern die Aufstände mit teilweise massiven Ausschreitungen in Griechenland schon seit über einem Jahr an. Das Volk fühlt sich zu Recht belogen, hintergangen und ausgenutzt. Zündet dieser "griechische Funken" einen europaweiten, sozialen Flächenbrand? In einigen Ländern, wie in Frankreich, aber auch in Städten wie Berlin, braucht es nicht mehr sehr viel. Der Volkszorn ist bereits vorhanden und wird durch die Verlogenheit, Selbstherrlichkeit und Unfähigkeit der Regierungen weiter entfacht. Zuviele Probleme werden immer noch nicht erkannt, beiseite geschoben und dadurch nicht gelöst. Hier entsteht ein gewaltiges Rebellionspotential. Jeden Tag mehr! Sei es das Migrantenproblem, die nicht ungefährliche Islamisierung Europas, die Verarmung der unteren und mittleren Schichten, der immer stärker werdende Steuerdruck, die ausufernde Vernichtung von Volksvermögen, die Unfähigkeit der Politik, die ausweglose Abhängigkkeit gegenüber dem System, die Nichtexistenz einer nachvollziehbaren, notwendigen Exitstrategie und die exzessive Selbstherrlichkeit gewisser Berufsgruppen, wie Banker, Manager und Politiker.

Es muss zu einem Systemzusammenbruch, zu einem Crash kommen, damit wir alle zumindest die Chance haben, danach wieder "normale" Zustände zu schaffen. Viele glauben nicht daran, dass dies überhaupt möglich ist. Denn die Eliten werden kaum kampflos ihre Macht und ihren Reichtum zu Gunsten dieser Sache aufgeben. Doch wenn die Masse einmal tobend und zornig auf der Strasse ist, wird auch vor deren Villen und Schlösser nicht Halt gemacht. Es werden Verantwortliche gesucht ... und gefunden werden. Lynchjustiz wird wieder Alltag! Regierungsgebäude und Banken werden gestürmt. Es wird Ausnahmezustand gelten und Notstandsgesetze in Kraft treten. Es wird unser System zerreissen und alle Infrastrukturen vernichten. Was bleibt ist verbrannte Erde, Ruinen, Hunger und Armut.

Vorzusorgen ist wichtig, doch ob es hilft, wird die Zukunft zeigen. Wir sind in einer Zeit gelandet, in der vieles an die Oberfläche kommt. Darunter auch Lügen, Betrug und die unter Verschluss gehaltene Wahrheit. Immer offensichtlicher wird die Perversität der Eliten innerhalb unseres Systems. Eines Systems, in dem wir, das Volk, gezwungen waren mitzuspielen und so abhängige Sklaven der Mächtigen wurden. Aber glaube nicht mein leiber freund, dass jemand von uns hätte aussteigen können. Ein Paralleluniversum gibt es in unserer Dreidimensionalität nicht. Es herrschen überall die gleichen Regeln. Sogar dort, wo unser kapitalistisches System scheinbar nicht existierte. Auch im Kommunismus kam es zur Elitenbildung auf Kosten des Volkes. Denn wirkliche Idealisten lässt man nicht hochkommen, diese gibt es nur auf dem Papier!

Genauer betrachtet ist nicht unser Währungs-, Geld-, Banken- und Politsystem die grosse Gefahr, sondern nur der Auslöser bzw. der Grund für die Rebellion, den Aufstand des Volkes. Und dieses wird, speziell in unseren Breiten erst dann munter, wenn es auch grossflächig betroffen sein wird. Sei es durch einen Währungscrash, einer Währungsreform, steigender Arbeitslosigkeit, dem offensichtlichen Scheitern der Politik oder einer Enteignung des Vermögens. Denn in jedem Fall, die Rechnung müsste das Volk begleichen. Nur ob dieses das dann tun wird, glaube ich nicht. Die Argumentationen der Verantwortlichen werden immer absurder und verlogener. Irgendwann ist auch die Geduld der Masse zu Ende und führt ihre Mächtigen zum Schafott. Gott bewahre uns vor diesem Zustand, dieser ist aber notwendig, um notwendige Veränderungen im System überhaupt denkbar zu machen. Ideologien werden über Bord geworfen, neue Ideen gesucht und schlussendlich ein völlig neues System installiert. Vielleicht sogar ein System, das mit dem derzeit herrschenden nichts mehr gemein hat. Dazu muss der Mensch allerdings reifen, vor allem auf geistige Ebene. Und genau darin liegt die grosse Chance eines völligen Zusammenbruchs der uns bekannten Welt. Eine im Grunde faschistische, korrupte und verlogene Welt, die wenigen unermesslichen Reichtum und Macht beschert, alle anderen in einer fatalen Abhängigkeit belässt. Eine Welt, welche sich durch Perversität, Selbstlüge und Illusion auszeichnet. Eine Welt, die durch die Überstrapazierung und expansiven Ausuferung natürlicher Grenzen sich selbst in suizider Manie ad absurdum führt.

Unsere Welt hat das Ablaufdatum schon lange überschritten. Nur wir haben es nicht bemerkt. Es ist, als wäre die Party schon zu Ende, die Band heimgefahren, aber durch Suff und Drogen realitätsfremd, tanzen die Menschen immer noch. Selbst das warme Bier schmeckt schon schal und das Buffet ist schon lange leer geräumt.

Ich weiss nicht, wie lange ich die kleinstädtische Idylle abendlich noch nutzen kann. Mittlerweilen ist der Wein geleert, die Zigarre nur mehr ein kalter Stummel im Aschenbecher und die Sonne schon lange hinter den Wohnsilos im Westen verschwunden. Orion mit dem Gürtel El-An-Ra steht am Horizont, Aldebaran im Stier leuchtet hell und plötzlich wird unsere Welt, egal ob gut oder schlecht, sehr klein. das Universum ist gigantisch gross. Wieviele Welten gibt es in diesem schwarzen All? Bekämpfen sich, sofern es welche da draussen gibt, die Wesen ebenfalls wie wir? Machen sie sich ebenfalls einen wunderschönen, diffizilen, unbeschreiblich vielfältigen Planeten zur sprichwörtlichen Hölle? Gibt es da draussen so etwas wie Faschismus, Kapitalismus, Imperialismus, Unterdrückung, Selbstherrlichkeit und schliesslich auch den Systemsuizid? Ich wage es fast, dies zu bezweifeln!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Korsett für Spekulanten gesucht (kurier.at)
EU will mehr Kontrolle (infokriegernews.de)
Stunde der Wahrheit für Europas Wunderwährung (spiegel.de)
EU zwingt Deutschland zur Griechenland-Hilfe (mmnews.de)
Kampf um den Olymp (kopp-verlag.de)
Obama bringt Gesundheitsreform durch (derstandard.at)
Euro oder Dollar – Wer ist der größere Schwächling? (handelsblatt.com)
Peking forciert Comeback der Staatswirtschaft (spiegel.de)
Starker Rubel ängstigt Russland (ftd.de)

Stressignale auf dem Krisenradar (goldseiten.de)

Dennis Gartman: The Euro Is Doomed
(thestreet.com)
Failed Bank List (fdic.gov)



Staatsverschulden dreimal größer als offiziell ausgewiesen - Die gesamte Schuldenlast der öffentlichen Haushalte beträgt nach Berechnungen des Freiburger Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen 6,2 Billionen Euro. In den offiziellen Statistiken würden dagegen lediglich 1,9 Billionen Euro ausgewiesen. „Noch viel stärker als die sichtbare Verschuldung von Bund, Ländern und Kommunen schlagen die Schulden, die in unserem Sozialstaat versteckt sind, zu Buche“. (mmnews.de)

Überdosis Kredit - Regierungen machen immer mehr Schulden. Die Staaten hängen an der Nadel und sind der Kreditdroge vollkommen ausgeliefert. Experten warnen vor einschneidenden Veränderungen. (kopp-verlag.de)

Die dritte Stufe der Eskalation - Erst mussten die Banken gerettet werden, dann Industrieunternehmen, jetzt ganze Staaten, und Berlin merkt: Das Geld ist alle, doch die Krise geht weiter. (zeit.de)

Absurde Hypothesen - Sollen reformunwillige Länder künftig aus der Währungsunion ausgeschlossen werden? Genau das will Berlin durchsetzen - und löst damit einen heftigen Streit aus. (sueddeutsche.de)

Deutsche Bundesbank bestätigt, Geld entsteht aus Luft - In der Schule wird uns gelehrt, Banken verleihen Geld, welches sie vorher von den Sparern einbezahlt bekommen haben. Sie können nur Geld vergeben welches sie vorher von den Kunden bekommen haben. Eine völlig naive Vorstellung auf Kindergartenniveau. Einige die sich etwas mehr mit dem Geldsystem befassen wissen, es gibt das sogenannte Mindestreservesystem, welches den Banken erlaubt, das x-fache an Geld welches sie haben zu verleihen. Der Mindestreservesatz im Eurosystem beträgt derzeit zwei Prozent. Das heisst, für einen Kredit von 100'000 Euro muss die Bank nur 2'000 Euro an tatsächliche Geld bei der Zentralbank hinterlegt haben. (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Exklusivinterview: Jim Rogers zu aktuellen Themen - Wir hatten das Vergnügen den sympatischen Investoren und Finanzexperten Jim ca. eine Stunde lang zu den brennenden Themen, welche aktuell die Welt bewegen, zu befragen. Die Ehrfurcht vor dem Milliardär, wich schnell einem vertrauten Gefühl und Sympatie. (infokriegernews.de)

US-Derivatehandel steigt auf Rekordvolumen von 212,8 Billionen Dollar - Im vierten Quartal 2009 stieg der Wert der von US-Banken gehandelten Finanzderivate noch einmal kräftig um 4,3 Prozent. Fünf Großbanken teilten sich 97 Prozent des gesamten amerikanischen Derivategeschäfts. (goldreporter.de)

Terroranschlag auf die FED? Jetzt hat auch das Berufungsgericht in Manhatten die FED angewiesen, die Dokumente für den Bankenbailout raus zu geben. Ben Bernanke, der sich vehement weigerte die Dokumente zu veröffentlichen hat nun eine schwere Schlappe einstecken müssen. Ich erinnere mich dunkel, dass vor 911 auch ein paar ähnliche Dinge anstanden. (infokriegernews.de)

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Mittwoch, 17. März 2010

USA ... ein vorläufiger Nachruf

Die Vereinigten Staaten, Traum und Alptraum zugleich, zeigt Auflösungserscheinungen. Der American Way of Life ist ein wenig ins Stocken geraten, der Gigant wankt ... und hält ausgerechnet ein schwarzer Präsident die Schlussrede?

Die Widersprüchlichkeit der Amerikaner brachte vor Jahren ein europäischer Diplomat auf den Punkt, er nannte sie "geile Puristen". Ein Ausspruch, der all die Widersprüchlichkeiten und die stets präsente Doppelmoral bestätigt.

Erinnern wir uns zurück, damals, als sie uns die Nazi vom Hals schafften und uns in ihrer legeren, jovialen Art ihre transatlantische Lebenseinstellung aufdrängten. Dankbar nahmen wir an und fanden uns wieder zwischen Lucky Strike, Wrigleys, Jeep, Swing im Big Band Sound und Care-Paketen wieder. Ab diesem Zeitpunkt waren sie unsere Freunde, unsere Partner ...

Wir alle glaubten an dieses Amerika: Atombombe, Mondlandung, Elvis, Cadillac Fleetwood, Marilyn Monroe, John F. Kennedy, Hollywood, Clark Gable, Route 66, Harley Davidson, IBM, Jazz, Las Vegas, Miles Davis, ... vom Tellerwäscher zum Millionär ...

Doch, wie bei vielen Dingen im Leben, gibt es auch eine Kehrseite. Amerika drängte sich in Kriege, die sie nichts angingen und verdienten sich eine goldene Nase. Allerdings, der 2. Weltkrieg, als Teil der Allierten, war der letzte Krieg, den sie gewonnen haben - mit Ausnahme Grenada 1983. Alle weiteren, so wie die laufenden, wurden oder sind weitgehend verloren. Und doch hat die USA bei allen Kriegen verdammt gut verdient, oft auch auf dem Weg der Umwegrentabilität. Denn sie sind nicht nur das Land mit der grössten Armee der Erde, sondern auch das Land mit der grössten Rüstungsindustrie.

Mittlerweilen sind viele von den USA enttäuscht. Ihre Rolle, die sie vorgeben zu sein, ist nur eine Maske, eine Täuschung. Dahinter steckt eine Regierung, die zwar von sich behauptet, das Land der ersten Demokratie der Neuzeit zu sein, aber in Wirklichkeit immer totalitärer und faschistischer wird. 9/11 war ein Weckruf, der viele aufwachen liess und das Lächeln der Yankees mutierte zur satanischen Fratze. Nicht nur, dass die ganze Welt betrogen wurde, selbst das eigene Volk musste bluten. Doch wir hätten es wissen müssen, es war schliesslich nicht das erste Mal.

Ich war einige Male in den Vereinigten Staaten. Ich war begeistert, vor allem von Hawaii. Allerdings mit der leidvollen Erfahrung, dass die amerikanische Küche der britischen fast gleichzusetzen ist - geschmacklos, fantasielos, uniform (ausser in kleinen Regionen, wie im Mississippidelta). Aber dies tat der Begeisterung für ein wunderschönes, teilweise atemberaubendes Land, die überschäumende Gastfreundschaft und eine besondere Art der Gigantomanie keinen Abbruch.

Nur, was mich befremdete, war der stets präsente, fast religionsartige Patriotismus und die Anbetung der "Stars and Stripes". Doch wie sagt man, andere Länder, andere Sitten.

1998 war ich das letzte Mal drüben. Für mich war damals die Welt, auch die amerikanische, noch in Ordnung. Und heute? Heute stellt die USA die grösste Bedrohung der Menschheit dar ... politisch, wirtschaftlich und militärisch. Wie schon erwähnt, das freundliche Lächeln mutierte zur satanischen Fratze.

Wir sind gefangen im Netz der Yankees. Die Wall Street und die amerikanischen Mega-Konzerne wie Monsanto geben weltweit den Ton an. Ein Entkommen ist fast nicht möglich. Die Geister, die wir riefen ...

Und doch gärt es innerhalb des monströsen, aufgeblasenen Giganten, dessen gestrige demonstrierte Stärke heute wie ein fragiles Kartenhaus wirkt, das beim kleinsten Windstoss zusammenfallen kann. Kein Land der Welt kann nach Belieben so viel zusätzliches Geld drucken, als die USA - ´tschuldigung, die FED - ohne grösseren Schaden zu erleiden. Kein Land der Welt vertreibt die Produkte eines Konzerns auf politischer Ebene mit gewaltigem Druck auf alle Agrarländer dieser Erde, auch wenn die Produkte nur ausgemachter Betrug und für den Menschen nicht wirtschaftlich, aber höchst gefährlich sind. Der beste Distributor von Monsanto ist die amerikanische Regierung!

Ein mächtiges Land - und doch benötigen mehr als 35 Millionen Amerikaner Food-Stamps (Lebensmittelmarken), waren seit den 70er Jahren nicht mehr so viele Amerikaner arbeitslos, bräuchten trotzdem viele zwei und mehr Jobs, damit sie ihre Kosten decken können, wachsen die Zeltlager vor den Metropolen schneller, als in Südamerika, wird der Mittelstand, der weitgehend für Stabilität und Infrastruktur gesorgt hat, gezielt zu Gunsten der Multis ausgetrocknet und stirbt, bezeichnen selbst die Amerikaner ihre US-Autos als Schrottkarren, hat Obama derzeit schlechtere Umfragewerte als seinerzeit George W. Bush ...

Ein Bild, das sehr viel aussagt. Denn diese Trends konnten bisher nicht gestoppt werden. Wenn die amerikanische Regierung nun auch dem Iran, wie vorauszusehen, den Krieg erklärt und dann in drei Kriege verwickelt ist - nein, drei Kriege führt - wird das amerikanische Volk irgendwann fragen: "Und wo bleiben wir?" Milliarden werden für Kriegsspiele ausgegeben. Kriege, die sich der Amerikaner sparen könnte. Doch hier spielen Interessen eine Rolle, die der breiten Masse und dem amerikanischen Volk nicht bekannt sind. Der Afghanistankrieg wir nicht wegen des Auffindens des angeblichen Terrorchefs Osama bin Laden geführt. Bin Laden ist schon lange verstorben, der Yankee könnte wieder nach Hause gehen. Doch Heroin bzw. Rohopium und die derzeit entstehende Pipeline aus dem Kasachischen Becken Richtung Indischer Ozean sind allerdings Grund genug zu bleiben. Ebenso im Irak, wo niemals die angekündigten Massenvernichtungswaffen gefunden wurden und die Amerikaner niemals ein Volk von einem Diktator befreien wollten. Sie wollten ans Öl, in die OECD (Organisation der erdölexportierenden Staaten) und sie wollten verhindern, dass Hussein statt US-Dollar den Euro bevorzugt. Stellt sich nur die Frage, was suchen oder wollen die Yankees im Iran? ... und doch sieht es aus, als könnten diese derzeit geführten Kriege ein weiteres "Vietnam" für die USA werden ...

Wie lange wird der US-Bürger sich das noch gefallen lassen? Wann wird er aufstehen, berechtigter Weise aufstehen und rebellieren? Ausser einer kleinen, feinen Schicht, man nennt sie die Elite, verarmt das Land in einem Irrsinnstempo. Die Staatsverschuldung explodiert, die Wall Street hat die Regierung im Griff und diktiert die Politik, die Army auf einer extremen Geldvernichtungsmaschinerie in die Niederlagen reitend, ein schwarzer Präsident, dem immer weniger Rückhalt aus dem Volk hat, grossartige Vorhaben, die nicht realisiert werden können und ein Volk, das derzeit wohl alle Illusionen und Träume verliert.

Warum hat die FEMA rund 800 Lager im gesamten Bundesgebiet errichtet? Warum wurde eine Eliteeinheit der Army aus dem Irak zurück beordert, um bei möglichen Ausschreitungen eingreifen zu können? "Das Ende ist nah!", prophezeihen derzeit auch prominente Insider ... und es wird brutal, da sind sich die meisten einig!

Wurde tatsächlich ein schwarzer Präsident dafür aufgebaut, dass ein "Neger", ein Vertreter der ehemaligen Sklaven, ein Schwarzafrikaner, den Niedergang der Vereinigten Staaten leitet ... und die finale Abschlussrede hält?







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Wie Staaten Schulden finanzieren (faz.net)
Europas Banken droht neues Fiasko (rp-online.de)
Faule Kredite setzen Bank Austria zu (kurier.at)
Griechenland: Verschuldung bei 875% (kollateralschaden.wordpress.com)
US-Industrieproduktion weiter schwach (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)
CIT schreibt wieder einen Milliardenverlust (handelsblatt.com)
Ratingagentur warnt vor Aufständen in Amerika (propagandafront.de)



GEAB N°43 ist angekommen! Die fünf Abschnitte der weltweiten Phase des Zerfalls der Welt – und öffentlichen Ordnung. Mit Ende des ersten Quartals 2010 mehren sich im Bereich der Finanzen, der Handelsbeziehungen, der Wechselkurse und der Außenpolitik die Zeichen bevorstehender internationaler Konflikte. Gleichzeitig nehmen innerstaatlich die sozialen Spannungen zu. Daher ist LEAP/E2020 nunmehr in der Lage, eine erste Vorhersage über die wahrscheinliche Abfolge der Ereignisse in der Phase des Zerfalls der Welt- und öffentlichen Ordnung vorzulegen. (leap2020.eu)

Republikaner King ruft Amis zu Revolution auf - Es ist nun einmal so, dass die Bemühungen der Bundesregierung und ihres Präsidenten Obama vordergründig sicherlich darauf abzielen, das Land und somit auch sich selbst „zu retten“ und den Versuch zu unternehmen, die riesige Morastgrube, in die die Vereinigten Staaten nach dem Absturz an den Immobilienmärkten gefallen sind, trocken zu legen, um wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Die Mittel, denen sich die Regierung in Bezug auf dieses Unterfangen bedient, sind allerdings mehr als fragwürdig und rufen mehr und mehr Leute aus dem politischen Spekrum auf den Plan. (wirtschaftsfacts.de)

Euro-Zone: Stabilitätspakt und Maastrich auf der Schlachtbank - In diesen Tagen, wird das Vertragsgebilde fein säuberlich filetiert und zerlegt. Streng getreu dem Motto, “was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern”, werden alle Regeln und Verträge wie Beifisch über Bord geworfen. Streng sollten die Regeln einer Europäischen- und insbesondere der Währungsreform sein. Auch längst vergessen, sind die Versprechen an den damaligen Sowjetischen Staatspräsidenten Michael Gorbatschow, dass es keine EU-Osterweiterung geben würde nach dem Mauerfall. Was ist geblieben von all dem Glanz und Lametta? (infokriegernews.de)

Überhitzungsängste: LTCM-Veteran warnt vor Megablase China - Spekulationsgeschäfte, Inflation, rasantes Wachstum: Die Wirtschaft der Volkswirtschaft bläht sich auf und weckt damit Sorgen. Auch bei James Rickards, ehemals Manager beim berüchtigten Hedge-Fonds LTCM. Und er sollte es wissen. (ftd.de)

Für USA kommt jede Hilfe zu spät - Marc Faber und Mike Shedlock auf Teck-Ticker - Der Anlageguru Marc Faber diskutierte am vergangenen Freitag mit dem Investmentberater Mike Shedlock darüber, ob den USA eine Inflation oder eine Deflation bevorstehe und wie sich Investoren verhalten sollten. (goldseiten.de)

„Die Inflation wird kommen“ - Die Finanzkrise ist nicht ausgestanden, sagt Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Grund ist nicht allein Griechenland, andere Länder sind nicht besser. (focus.de)

Keine Zukunft - Virtuelles Interview mit einem virtuellen Politker über die reale Wirklichkeit. Wenn die Regierung in den zahlreichen Verlautbarungen der Massenmedien die Wahrheit sagen würde, dann würden die Antworten ungefähr so aussehen ... (mmnews.de)

US-Justizminister: "Bin Laden wird nie lebendig gefasst" - Wenn man eines Tages Osama Bin Laden, dem Anführer des Terrornetzwerks al-Qaida seine Rechte vorlese, dann seiner Leiche, sagt Eric Holder: "Die Wahrscheinlichkeit, ihn lebend zu fassen, ist unendlich klein". (diepresse.com)

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