Mittwoch, 1. Dezember 2010

Adventzauber

Der Adventzauber hat begonnen. Eine romantische und fast mystische Umschreibung für völlig überteuerte Weihnachtsmärkte, Konsumrausch, Weihnachtsbeleuchtungen und aufdringlicher Werbung. Die Glühweine sind grauenhaft und süss, die Menschen gestresst, überall dröhnen penetrante Weihnachtslieder aus den Lautsprechern und das nennen wir die ruhigste Zeit des Jahres, aber auch völlig verklärt, Adventzauber.

Ich bin gegen diesen jährlichen Konsumrausch, den uns der amerikanische Weihnachtsmann mit seinem "Ho-Ho-Ho" aufdrängt. Doch dieses Jahr empfehle ich das Geld auszugeben. Allerdings für wirklich nützliche oder wichtige Dinge, für sich oder als Geschenk. Vielleicht bleibt nicht mehr viel Zeit, sein hart erarbeitetes Geld auszugeben. Die Währungskrise im Euroraum spitzt sich täglich zu und es ist bald mit entsprechenden Veränderungen zu rechnen. Das will heissen, den Euro wird es in dieser gewohnten Stärke nicht mehr lange geben oder er wird ganz verschwinden. Darum ist es Zeit, diese bunten Papierscheine noch schnell auszugeben, bevor sie nichts mehr wert sind! Allerdings, und das muss ich betonen, sollte kein Klim Bim, keine unnützen Sachen und keine Dinge gekauft werden, die im Grunde nicht gebraucht werden.

Wie schon im Vorjahr gibt es auf Schnittpunkt:2012 einen Adventkalender, in dem jeden Tag ein nützlicher, wie nachhaltiger Geschenktipp empfohlen wird.

Ich bin nicht alleine, wenn ich sage, ich glaube, dass dies die letzten Weihnachten in diesem Stil werden. In diesem Stil meine ich das Fest des Friedens und der Einkehr als kommerzielles Marketinginstrument für viele Branchen. Ich versuche, diesem Konsumterror seit Jahren auszuweichen. Nun, es gelingt nicht immer ;-)

Für mich wird der Advent und Weihnachten immer unverständlicher und abstrakter. In manchen Supermärkten beginnt der Verkauf von Weihnachtsartikeln schon im September! Die Werbung lässt ab Oktober täglich mein Postkasterl in weihnachtlicher Manier übergehen. Und die Weihnachtsmärkte starten schon Mitte November. Ich werde das Gefühl nicht los, dass es dem Handel recht wäre, das ganze Jahr über uns mit Weihnachtsaktionen zu penetrieren.

Dabei dürfen wir auch die Marketingstrategen der katholischen Kirche nicht ausser acht lassen, die das Weihnachtsfest an einem wichtigen althergebrachten Zeitpunkt installierten. Nämlich knapp nach der Wintersonnenwende. In vorkatholischen Zeiten war dies das wichtigste Fest des Jahres, nämlich jener Zeitpunkt, von dem weg die Tage wieder länger wurden. Denn dass der Christus am 24. Dezember im Jahre 0 in Bethlehem im Stall auf die Welt kam, ist ein liebes Geschichterl und weit weg von der Wahrheit.

In den letzten Jahrzehnten ist dieses Fest zu einem völlig verkitschten, völlig abnormen Gesellschaftsereignis ausgeartet, das fast ausschliesslich ein Fest des Handels, der Wirtschaft geworden ist. Mit vielen Lichtern, dem omnipräsenten Weihnachtsmann - der eine Kreation des Softdrinkherstellers Coca Cola ist - dem alljährlich plötzlich wieder in den Hitparaden auftauchendem "Last Christmas" und eben diesen völlig überteuerten Weihnachtsmärkten, auf denen die Glühweine oder Punsche offensichtlich von der Zuckerindustrie gesponsert werden.

So mag es gar nicht gewagt sein, Weihnachten und den Advent als ebenso eine Chimäre zu bezeichnen, wie auch unser Geld- und Wirtschaftssystem. Eine gefährliche illusionäre Chimäre.

Doch vielen gefällt´s, viele lassen sich davon berauschen und bezeichnen diesen Wahnsinn als schönste Zeit des Jahres! Für mich ist es ein jährlich wiederkommender Horror! Tatsächlich geniesse ich die zwei Weihnachtsfeiertage, weil zum einen dieser Horror vorbei ist und andererseits ich mich der Familie und Freunden widmen kann. Und sie werden sich heuer auf Selbstgemachtes freuen: Marmeladen (für meine deutschen Freunde Konfitüren), Essig & Öle, Chutneys und einfach gutes Essen mit guten Weinen. Ja, ja, ich bin in dieser Beziehung ein Gourmet-Freak. Wer weiss, wie lange ich dies noch ausleben kann ...

Also keine Angst vor dem Ho-Ho-Ho-Mann, vor den grauenhaft süssen Glühweinen, den Millionen Lichtern und dem alljährlich wiederkehrenden "Last Christmas" - in 24 Tagen ist alles wieder vorbei ... Gott sei Dank!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Der Adventkalender von Schnittpunkt2012 bringt bis Weihnachten sinnvolle und nützliche Geschenksideen. Lass dich inspirieren, es ist für jede Geldtasche etwas dabei.

Nachhaltiges und Nützliches für sich selbst oder als Geschenk. Investitionen fürs Leben und nicht für den Augenblick!






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Magnitude 6.8 - Bonin Islands, Japan Region (earthquake.usgs.gov)
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Europas Stunde Null - Unter dem Eindruck drohender Staatsbankrotte in Portugal und Spanien spitzt sich die deutsche Diskussion um einen Ausstieg aus der europäischen Währung zu. Die Frage, "was der Erhalt des Euro kosten darf", sei "zu einer der schwierigsten Güterabwägungen geworden, die je eine Bundesregierung zu treffen hatte", urteilen Beobachter. "Sowohl der Erhalt als auch der Zerfall der Gemeinschaftswährung" könnten gleichermaßen "zu sehr hohen Verlusten führen". Dabei dränge die Zeit, schreiben Wirtschaftskommentatoren: "Wir müssen uns der Debatte stellen. Jetzt." Im Gespräch ist neben dem Aufbau einer einheitlichen EU-Wirtschaftsregierung und der Rückkehr zu nationalen Währungen eine Aufteilung der Währung in einen starken (Nordeuropa) und einen schwachen (Südeuropa) Euro. Der faktische Ausschluss der schwächsten Länder Südeuropas wird ebenfalls diskutiert. Insgesamt sei die aktuelle Entwicklung "kaum mehr planbar durch die Politik", warnt ein Ökonom von der Universität der Bundeswehr in Hamburg. Selbst ein ungesteuerter "chaotischer Zerfall" des Eurosystems sei durchaus möglich. (german-foreign-policy.com)

Das gefährliche Spiel der Banken - Sparkassen und Genossenschaftsbanken steuern bisher stabil durch die Finanzkrise und schlagen sich deutlich besser als die Groß- und Landesbanken. Doch ihr Erfolg könnte sich rasch ins Gegenteil drehen – falls die kurzfristigen Zinsen steigen sollten. (handelsblatt.com)

Astronomen vermuten "Dunklen Jupiter" am Rande des Sonnensystems - Anhand von Beobachtungsdaten von Kometen vermuten US-Astronomen, dass es am Rande des Sonnensystems einen bislang unbekannten großen Planeten geben muss, dessen Kräfte Eis- und Gesteinsbrocken aus der Oortschen Wolke in Richtung des inneren Sonnensystems lenken. (grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com)

Lug und Trug – wohin man schaut! Nicht nur, daß das Deutsche Volk sich keine Verfassung geben durfte, selbst die hochgelobte US-Verfassung ist nur Lug und Trug. Vorab sei erklärt, daß sich diese Ereignisse nicht nur auf den Staat Amerika beziehen, und wäre dieses so, wie im Volksmund angenommen, so wäre dies schlimm genug. Wie kann es sein, daß ein einzelner Staat die Vormachtstellung über die ganze Welt anstrebt. Leider ist es aber noch schlimmer. Es gibt nämlich heute zwei Systeme, die sich die Vereinigten Staaten nennen. (derhonigmannsagt.wordpress.com)

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