Dienstag, 30. November 2010

Hat der Euro noch eine Chance?

Nein! Der Euro ist dem Untergang geweiht und die Gemeinschaftswährung wird es in einiger Zeit, viele Experten gehen davon aus, wenn ein grösseres Mitgliedsland in Zahlungsschwierigkeiten kommt und davon ist auszugehen, der Euro Geschichte sein wird und die jetzigen Euroländer wieder zu ihren ursprünglichen Währungen zurückkommen werden.

Für den Plan eines geeinten Europas wäre der Euro eine wunderbare Idee gewesen, doch die Praxis hat durch die unterschiedlich produktiven Länder gezeigt, dass dies in der praktizierten Form nicht möglich ist. Die weltweite Krise hat dies schneller offenbart und den Prozess beschleunigt.

Was ist das unüberwindbare Problem des Euros? Dazu müssen wir zum Beginn des Euros zurück gehen. Eine europäische Währung, die allerdings nur virtuell war, gab es schon vor dem Euro, den ECU. Es war eine Währung, die nie für den offziellen Zahlungsverkehr, als Bargeld, vorgesehen war. Es gab zwar schöne Münzen, doch diese hatten nur Sammlerzweck. Als der Euro als Gemeinschaftswährung geplant wurde, musste man die ausserhalb Deutschlands nicht sehr beliebte Deutsche Mark abschaffen und Deutschland vom Euro überzeugen. Die DM zählte zu den härtesten und stabilsten Währungen der Welt ... damit auch der Österreichische Schilling, der bekanntlich an die DM gekoppelt war.

Mit etwas Druck und Erpressung wurde Deutschland die Wiedervereinigung möglich gemacht, wenn, ja wenn sie die DM zugunsten des Euros abschaffen. Die deutsche Regierung musste dem Druck, der vor allem aus Frankreich und England kam, nachgeben. Viele behaupten, dadurch hatte der damalige Kanzler Helmut Kohl sein Land verraten und es den Besatzungsmächten zum Frass vorgeworfen ...

Schon damals erkannten einige weitsichtige Währungsexperten und Ökonomen, dass der neuen Währung kein sehr langes Leben beschieden sein wird. Sie machten auf die unterschiedliche Produktivität und Wirtschaftspolitik bei den Staaten innerhalb der Eurozone aufmerksam und warnten vor der Gemeinschaftswährung. Aber diese Warnungen wurden entweder bewusst oder in der allgemeinen Euro-Euphorie in den Wind geschlagen.

Gewisse Dinge lassen sich nicht oder nur langsam ändern. Die verschiedenen Wirtschaften und die dazugehörige Wirtschaftspolitik zwischen Nord- und Südeuropa wird sich wahrscheinlich niemals gleichförmig anpassen lassen. Wir wissen um die jahrzehntelangen Werkzeuge der Griechen, Italiener, Spanier usw. Es waren die regelmässigen Abwertungen ihrer Währung, die sie wieder halbwegs liquide machten und dadurch auch ihre Exporte abkurbeln konnten. Ganz zum Unterschied von Deutschland ...

Nun stehen diese Staaten kurz vor dem Bankrott und müssen gerettet werden. Von wem? Natürlich von den produktiveren Staaten, hauptsächlich Deutschland, die einen Teil des selbst erwirtschafteten Vermögens an die Bankrotteure abgeben müssen. Und, es handelt sich um keine Kredite im herkömmlichen Sinn, weil man genau weiss, dass die Milliardensummen uneinbringlich sind! Sie sind weg! Denn selbst wenn die Neuverschuldung auf Maastricht-Niveau gesenkt werden sollte - zur Erinnerung, das wären 3% des BIP - die Wirtschaft wird nicht produktiver. Im Gegenteil, durch die Einführungen neuer Steuern und Steuererhöhungen, gepaart mit rigorosen Sparpaketen, fügt man der Wirtschaft und dem Konsum den meisten Schaden zu! Dadurch erhöhen sich mittelfristig die Steuereinnahmen trotz neuer Steuern und Steuererhöhungen nicht.

Hinzu kommt, dass diese Staaten hauptsächlich Waren importieren und viel weniger exportieren. Wie bekannt ist, ist in vielen Regionen der Tourismus Hauptwirtschaftszweig.

Langfristig gesehen müsste eine währungspolitische Änderung eingeführt werden, so dass Abwertungen des Euros bei Problemen dieser Staaten, wie früher auch, möglich wären. Dies würde allerdings jener Länder wie Deutschland enorm schaden, vor allem der Wirtschaft, weil viele Rohstoffe die importiert werden müssen, teurer werden. Dies würde sich einschneidend auf die Produktivität niederschlagen. Oder, das wäre die Alternative, Deutschland finanziert diese Staaten ... so wie gerade jetzt eben!

Deshalb ist es nur eine Frage der Zeit, bis entweder der (die) ersten Staat(en) aus dem Euroverbund aussteigen und damit die gesamte Währung in Frage stellen. Oder der Euro wird sehr viel an Wert verlieren, dass produktive Länder wie Deutschland wirtschaftlichen Schaden erleiden.

Derzeit wähnen uns die Politiker mit Durchhalteparolen in falscher Sicherheit. Es wird schnell gehen, wenn es soweit ist und laut ihnen wird dies "völlig überraschend" kommen. An alternativen Plänen wird allerdings schon gearbeitet!

Wie wir, das normale Volk, uns halbwegs schützen können? Das versuche ich seit Monaten in diesem Blog zu vermitteln. Vermögen in Form von Geld- und Papierwerten in Realgüter und Edelmetalle zu tauschen, eventuell auch in jene Währungen zu tauschen, die möglicherweise ein längeres Ablaufdatum haben (Schweizer Franken, Tschechische Kronen, Norwegische Kronen ... keine Exoten!), sich Waren des täglichen Bedarfs einlagern und vor allem Lebensmittel!

Wann der Euro sein Ende findet, kann seriöser Weise nicht prognostiziert werden. Die Kreativität der Währungszuständigen ist bekanntlich enorm und die Bereitschaft, so wie die USA es praktiziert, den Euro unbegrenzt neu zu drucken, sehr hoch. Mich lässt trotzdem das Gefühl nicht los, dieses Szenario bald erleben zu müssen!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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Über die Genese von Erdöl und Erdgas! Weil ein bedeutender Teil meines Arbeitslebens mit Aufgaben der Erkundung, Vorratsberechnung, Qualitätsbewertung usw. fossiler Brennstoffe erfüllt war, interessiere ich mich selbstverständlich für diese Thematik zur Genese von Erdöl und Erdgas, lese oft Beiträge darüber und beurteile sie mitunter auch dementsprechend kritisch. Manchmal befällt mich auch eine gewisse Argwohn besonders dann, wenn sich bei mir der Eindruck erweckt, dass zu euphorisch Optimismus und Sorglosigkeit (z. B. Schiefergas als alternatives Erdgas, sich erneuernde Erdölvorräte u. a.) verbreitet wird oder im Gegenteil Ängste hinsichtlich der raschen Endlichkeit natürlicher Energierohstoffe geschürt werden. Dies verstärkt sich noch, wenn dementsprechende Beiträge nicht aus der Fachpresse stammen und noch dazu offensichtlich ökonomisch-geopolitisch, politisch-populistisch motiviert und demagogisch scheinen ... (eike-klima-energie.eu)

Erhöhte Krebserkrankung um die Endlager Asse und Morsleben - Um die zwei Endlagerbergwerke in Deutschland, in denen Atommüll eingelagert wurde, ist die Erkrankung an Blutkrebs signifikant erhöht. Laut Krebsregister sind doppelt soviele Menschen an Leukämie erkrankt, als im Bundesdurchschnitt. Nun müssen Untersuchungen folgen, um die Ursachen zu klären. Das es einen Zusammenhang mit dem Atommüll gibt, kann nicht ausgeschlossen werden. Erste "Experten" erklären einen Zusammenhang mit dem Atommüll schonmal als unwahrscheinlich. (contratom.de)

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