Mittwoch, 17. November 2010

Codex Alimentarius

Der "Codex Alimentarius" ist eine internationale Sammlung von Normen für Lebensmittel, die Vorschriften zu deren Herstellung und Beschaffenheit enthält. Sie wird seit 1963 von einer gemeinsamen Kommission der UN-Organisationen FAO und WHO heraus gegeben. Der Codex Alimentarius dient als Grundlage für die weltweite Harmonisierung nationaler und EU-Gesetze im Bereich Lebensmittelrecht und gilt außerdem als Referenz für den internationalen Handel mit Nahrungsmitteln. Der Codex Alimentarius ist kein Gesetz, das zu irgend einem Termin in Kraft tritt.

Wegen der kontroversiellen Informationen im Internet, habe ich mich mit gezielten Fragen an das Bundesministerium für Gesundheit in Wien gewandt und folgende Antwort bekommen:



Anfrage bezüglich Codex Alimentarius

Das Internet ist ein riesiger Speicher an Informationen und beinhaltet gleichermaßen Wahrheiten und Unwahrheiten. Aus diesem Grund ist es ein Leichtes über das Internet Gerüchte in die Welt zu setzen – gerade auch über den Codex Alimentarius.

Wichtige Informationen bezüglich des weltweiten Codex Alimentarius sowie den Codex Alimentarius Austriacus (Österreichisches Lebensmittelbuch) finden Sie allerdings auf unserer Website http://www.bmg.gv.at/cms/site/thema.html?channel=CH0702. Der FAO/WHO Codex Alimentarius wurde 1961 gemeinsam von der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der UNO mit der Absicht eingerichtet, die Gesundheit der VerbraucherInnen zu schützen und faire Handelspraktiken im Handel mit Lebensmitteln sicherzustellen. Dazu werden einheitliche, international anerkannte Standards für Lebensmittel erarbeitet. Der Codex Alimentarius hat seit seiner Einrichtung einen großen Einfluss auf die Qualität und Sicherheit der globalen
Lebensmittelversorgung und trägt wesentlich zur Förderung des Lebensmittelhandels bei. Die Standards des weltweiten Codex Alimentarius haben keinen verbindlichen Charakter und stellen lediglich Empfehlungen dar. Sie können aber als Richtschnur für die Entwicklung von nationalen lebensmittelrechtlichen Regelungen dienen. Es ist daher ein unbegründetes Gerücht, dass der Codex Alimentarius zu Beginn des Jahres 2010 weltweit als Gesetz eingeführt wurde. Die Standards, Richtlinien und Empfehlungen, die von der Codex Alimentarius Kommission herausgegeben werden, beinhalten keinerlei Fristen oder Termine zur Einführung noch besteht die Absicht sie in bindende Gesetze umzuwandeln.

Da der weltweite Codex Alimentarius keinerlei Gesetzescharakter besitzt, ist es auch nicht vorgeschrieben, dass dieser in deutscher Sprache vorliegt. Aus diesem Grund ist er derzeit in den weltweit verbreitetesten Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch auf der Website http://www.codexalimentarius.net zu finden.

Das Österreichische Lebensmittelbuch (Codex Alimentarius Austriacus) dient zur Verlautbarung von Sachbezeichnungen, Begriffsbestimmungen, Untersuchungsmethoden und Beurteilungsgrundsätzen sowie von Richtlinien für das Inverkehrbringen von Waren (§75 LMSVG Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz) in Österreich. Es ist aus rechtlicher Sicht als „objektiviertes Sachverständigengutachten“ einzustufen und ist keine Rechtsvorschrift im engeren Sinne. Weitere Informationen über den österreichischen Codex Alimentarius finden Sie auf unserer Website
http://www.bmg.gv.at/cms/site/standard.html?channel=CH0832&doc=CMS1167207128242, wo sie unter anderem auch die Möglichkeit haben, die einzelnen Codex-Kapitel in deutscher Sprache nachzulesen.

Hinsichtlich der Behauptungen bezüglich der Vorgehensweise des weltweiten Codex Alimentarius bei Nährstoffen kann gesagt werden, dass in den „Guidelines for Vitamin and Mineral Food Supplements (CAC/GL 55-2005)” („Richtlinien für Vitamin- und Mineralstoff-Lebensmittelsupplemente“) keinerlei „Verbote jeglicher Nahrungssupplemente „vorgesehen sind. Ebenso sind in keinster Weise Maßnahmen bezüglich natürlicher Kräuter oder Heilmittel vorgesehen.

Auch das Gerücht, sämtliche Lebensmittel seien laut Codex Alimentarius zu bestrahlen, stimmt so nicht. Die Richtlinien und Standards des Codex Alimentarius beziehen sich auf einen sicheren und angemessenen Umgang mit der Bestrahlung. In keinster Weise wird die Anwendung dieser Technologie vorgeschrieben. Diese unterliegt der nationalen Gesetzgebung. Im Moment wird die Methode der Bestrahlung vor allem bei Kräutern und Gewürzen eingesetzt. Mehr Informationen diesbezüglich finden Sie beispielsweise im Video „The pepper trail“ auf folgender Website http://www.youtube.com/CodexAlim.

Ebenso muss festgehalten werden, dass es verschiedene Codex-Texte gibt, die als Leitlinie dienen, um eine Irreführung der Konsumenten hinsichtlich falscher Behauptungen in Ernährungsfragen zu verhindern. Diese Angelegenheiten werden vom Codex Komitee für Lebensmittelkennzeichnung (CCFL) behandelt. Es war und ist in keinster Weise die Absicht des Codex Alimentarius, die Verbreitung von wahrheitsgemäßen Informationen zu verbieten.

Zum Thema „Hormon-Behandlung“ ist zu sagen, dass es keine Vorschreibungen in den Codex-Standards und -Richtlinien dazu gibt. Der Codex Alimentarius hat allerdings für Rückstände zahlreicher Tierarzneimittel einen maximalen Wert eingeführt, um sicherzugehen, dass diese gesundheitlich unbedenklich sind.

Weiter stimmt es nicht, dass die erlaubte Menge an der karzinogenen Substanz Aflatoxin erhöht werden wird. Der Codex Alimentarius hat eigens für diesen Schadstoff – wissenschaftlich fundiert – sowohl Höchstmengen in verschiedenen Lebensmitteln eingeführt als auch Verfahrensregeln für Produzenten ausgearbeitet, um eine mögliche Kontamination zu verhindern oder zu reduzieren. Die Arbeit des Codex Alimentarius hinsichtlich Rückstände von Schadstoffen, Zusatzstoffen und Tierarzneimitteln wird unter Anleitung eines Expertenkreises der FAO und WHO – dem Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JEFCA) – mittels einer strengen Risikobewertung unterstützt.

Mehr Information über Aflatoxin können Sie in den Berichten des Codex Komitees für Kontaminanten in Lebensmitteln (CCCF) sowie des Codex Komitees für Allgemeine Standards für Kontaminanten und Toxinen in Lebensmitteln (CCGP) auf der Website des Codex Alimentarius finden.

Desgleichen kann das Gerücht bezüglich der Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln widerlegt werden. Es gibt derzeit keine Codex-Bestimmung für die Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln, außer im Fall von möglichen allergischen Reaktionen, da es bisher nicht möglich war, einen internationalen Konsens über die Vorgehensweise in diesem Fall zu finden. Grund dafür sind die weltweit ziemlich kontroversen Meinungen. Die Diskussion über die Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln wird daher vom Codex Alimentarius weitergeführt.

Wir hoffen Ihre Fragen hiermit beantwortet zu haben und verbleiben,
mit freundlichen Grüßen,
Für den Bundesminister: Mag. Dr. Aleksander Zilberszac



Für mich heisst das, der Codex Alimentarius ist kein Schreckenszenario, wie vielfach dargestellt wird. Es ist in den folgenden Links auch ein Kommentar der Gesellschaft für homöopathische Medizin angegeben, der ebenfalls für Entwarnung und Aufklärung sorgt.

Dass es durchaus staatliche Gesetze geben kann, welche die Schreckensszenarien bestätigen, ist möglich! Dass der Druck der Pharma- und Nahrungsmittelindustrie auf die Regierungen zunimmt und es deshalb zu restriktiven Gesetzgebungen kommen kann, liegt auf der Hand. Doch nochmals, der Codex Alimentarius ist nirgendwo Gesetz, sondern höchstens eine Richtlinie. Was die einzelnen Staaten daraus machen, ist eine andere Sache.

Sorry, aber ich habe diesbezüglich ausschliesslich für die Auswirkung und mögliche Umsetzung für Österreich recherchiert!



Codex Alimentarius (wikipedia.org)
Kettenbrief: Codex Alimentarius (hoax-info.tubit.tu-berlin.de)
Anfragebeantwortung von Minister Alois Stöger (parlament.gv.at)
Antwortbrief von Gesundheitsministerium (schnittpunkt2012)
Codex Alimentarius und ein angebliches Verbot homöopathischer Arzneimittel (homoeopathie.at)







Johannes (
schnittpunkt2012@gmail.com)



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